Forum: Panorama
Prognose für 2060: Christliche Kirchen werden die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren
DPA

Die Kirchen in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten etliche Millionen Mitglieder verlieren. Auch das Geld wird knapper. Wie wollen die Kirchenoberen darauf reagieren?

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heissSPOrN 02.05.2019, 13:52
110.

"Niemand sollte unterschätzen, wie viele segensreiche Aktivitäten für Kirche und Gemeinwesen insgesamt durch die Kirchensteuer möglich sind"
Wenn sie "möglich" sind, warum finden sie dann nicht statt bzw. werden in erster Linie und zum allergrössten Teil vom Staat bezahlt?

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zeichenkette 02.05.2019, 13:53
111. Das Problem ist doch...

dass die Kirche ihr früher durchaus geradezu fortschrittliches Potential, was Sinngebung, Sicherstellung von Gerechtigkeit und gleiche Rechte für alle (irgendwann mal auf niedrigem Niveau, aber immerhin) völlig aufgegeben hat und nur auf einer auslaufenden Welle von sinnentleerten Traditionen und Ritualen surft. Alle großen Religionen waren kodierte Gesellschaftsentwürfe und Welterklärungen, die aus heutiger Sicht rückschrittlich, unvollständig und teilweise auch schlicht Humbug sind, damals aber ein großer Wurf waren, weshalb sie sich auch durchgesetzt haben. Sie haben es aber nie wirklich geschafft, den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt irgendwie zu integrieren, sondern stehen ihm schon lange nur noch entgegen. DAS ist das Problem. Religionen stillen ein Bedürfnis nach Regelung und Sinn, aber wenn einem das nur noch als alte Zaubersprüche erscheint, dann muss man schon fast verrückt sein, um dem noch anzuhängen. Wissenschaften, moderne Staaten und ein säkulares Rechts- und Gesellschaftsmodell haben der Religion hierzulande (völlig zu Recht) praktisch nur noch den Bereich des Jenseitigen als Betätigungsfeld gelassen, damit werden sie aber in dieser Welt und für die Probleme der Lebenden nunmal irrelevant. Dass sich auf solche Lehren wie denen von Jesus ein paar Tausend Jahre Staub und Macht (und dessen Missbrauch) abgelagert haben, macht das nicht besser. Und dass die allermeisten der offiziellen Vertreter der Kirchen nur salbungsvolle Besserverdienende sind, die milde Worte für alles haben, aber mehr halt nicht, auch nicht.

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localpatriot 02.05.2019, 13:53
112. Wo ist der Unterschied?

Zitat von hnoi
sind nicht einmal in der Lage zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche zu unterscheiden und werfen munter alles zusammen. Wie soll man dann diese Kommentare ernstnehmen? *bleibt drin*
Das Forum konzentriert sich auf das Geld und auf die Kirchensteuer. Vermutlich wird die Zukunft durch das Konzept der Moral und des Glaubens beeinflusst werden und der Wille der in christlichen Familien geborenen den Glauben und die Kirche zu unterstützen und in das tägliche Leben einzubinden.

Der Kommentar "sind nicht einmal in der Lage zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche zu unterscheiden" sollte dabei eine wesentliche Rolle spielen und so lange die Kirchen nicht in der Lage sind eine gemeinsame Glaubensbasis zu liefern kann man kaum eine Trendwende erwarten.

Wer jemals in Wittenberg im Kiosk neben der Kirche war, kann sich möglicherweise an die Broschüre mit Luthers Thesen erinnern. Die meisten sind dem Laien unverständlich und es ist überraschend dass die Experten bisher nicht in der Lage waren die gesamte Geschichte im Interesse der Zukunft aller Christen zu lösen.

Geld ist dabei am unwichtigsten.

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wozzie 02.05.2019, 13:53
113. Es wird Zeit

dass man diesen volksverdummenden Unsinn beendet. Kirchen existieren nur um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie lässt sich die Kirchensteuer mit der Trennung von Staat und Kirche vereinbaren. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen ganz klären Verstoß gegen das Grundgesetz

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hansi_wurst 02.05.2019, 13:54
114. Religion an sich gehört weg. Das ist der Knackpunkt.

Dass Religion heutzutage überhaupt noch Thema ist verwundert mich schon sehr.
In antiken Zeiten äußerst hilfreich. Gaben die Religionen doch erste allgemein gültige Regeln für die Gesellschaft vor. Vergleichbar unseren Gesetzen heute.
Du sollst nicht töten - so steht es auch im GG. Macht Sinn.
Sinn macht auch, in heißen Ländern kein Schweinefleisch zu essen, weil es schnell vergammelt - heute gibt es Kühlschränke und das Verbot macht keinen Sinn mehr.
Ebenso die Beschneidung aus religiösen (nicht medizinischen) Gründen - in Gebieten mit Wassermangel war waschen niemals alltäglich...eher monatlich, wenn überhaupt. Da kann man sich schon vorstellen, wie des Mannes bestes Stück unter der Vorhaut gegammelt hat. Heute kein Thema mehr bei fließendem Leitungswasser.
Und ein Vollschleier im Sandsturm machte wohl auch Sinn.
So entstanden die Religionen - aus Verhaltensregeln füpr ein besseres Miteinander oder ein Überleben bei schwierigen klimatischen Verhältnissen. Und Versuche etwas zu erklären, was man damals noch nicht verstand.
Aber dass aus diesen Strategien Glaubensfragen und Grabenkämpfe wurden, ist mir aus heutiger Sicht schleierhaft. Vor allem, dass es diese Religionen immer und überhaupt noch gibt.
Religionen gehören endlich auf den Müllhaufen der Geschichte. Wie die Hexenverbrennung, das Mongolenreich und die Todesstrafe.
Dann endlich geht es mit dem menschlichen Miteinander endlich bergauf.
Versprochen.

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Andreas P. 02.05.2019, 13:54
115. Diesen Schwachsinn gibt es nur bei uns

Eintritt/Austritt mit „Steuerschuld“ gleichzusetzen. Ich kann doch glauben, was ich will und dann in die jeweilige Kirche gehen oder nicht. Das ist in allen Ländern auch so und die wesentlichen Einnahmen der Kirchen sind Spenden und keine Inquisition durch Steuern. Das System gehört in Deutschland abgeschafft, zumal die Kirche ja auf ihren Milliarden hockt und damit wenig Sinnvolles macht. Was soll der ganze Quatsch noch? Ich bin seit 35 Jahren „ausgetreten“, d.h. Unterstütze den Verein nicht mehr per Steuerzahlung. Glaubensmitglied kann man aber immer noch sein.
Ob mich dann mal ein Pfaffe mit dem ewig gleichen klerikalen Geschwätz bestattet ist mir egal, bzw. eher lieber nicht.

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markus_wienken 02.05.2019, 13:56
116.

Zitat von hnoi
sind nicht einmal in der Lage zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche zu unterscheiden und werfen munter alles zusammen. Wie soll man dann diese Kommentare ernstnehmen? *bleibt drin*
Ja
In der Tat erschreckend?, dass die ev. Kirche gar nicht mehr als Kirche wahrgenommen wird.
... kein Wunder, beschäftigt man sich mit allem Möglichen nur nicht mit den Glauben, dem Glaubensgründer und der Bibel.
Insofern nicht wirklich verwunderlich, dass der ev. Kirche mehr als bei kath. Kirche die Menschen ihr den Rücken zukehren.
Ohne (klare) Identität und Profil verliert man halt an Attraktivität.

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der_aufklaerer 02.05.2019, 13:57
117. Für Elcaron

Während der Französischen Revolution zu Zeit Robespierres Terrorregime wurden innerhalb eines Jahres 40000 Menschen ermordet. Nur in Frankreich. Im Namen von Aufklärung, Fortschritt und Revolution . Unter den Opfern waren fast ausschließlich Unschuldige (Zivilisten,Geistliche,Nonnen,Frauen). Alles im Namen von Aufklärung und „Vernunft“. 40000 Ermordete Opfer. Wollen wir das thematisieren?

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spon_2999637 02.05.2019, 13:58
118.

Zitat von Duge Hick
...für die Erinnerung, endlich mal für einen Austritt zum Amtsgericht zu gehen um, bei dem man persönlich erscheinen muss und bei dem jeder für den Austritt noch einmal eine ordentliche Summe zahlen muss (ca. 40€?), eine Frechheit!
Ja, aber mit unheimlich kurzer Amortisationszeit!

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newsletter.rs 02.05.2019, 13:58
119.

Zitat von Duge Hick
...für die Erinnerung, endlich mal für einen Austritt zum Amtsgericht zu gehen um, bei dem man persönlich erscheinen muss und bei dem jeder für den Austritt noch einmal eine ordentliche Summe zahlen muss (ca. 40€?), eine Frechheit!
Wieso jetzt eine Frechheit???
dafür spart man die #@~!\Kirchensteuer!

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