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Prognose für 2060: Christliche Kirchen werden die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren
DPA

Die Kirchen in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten etliche Millionen Mitglieder verlieren. Auch das Geld wird knapper. Wie wollen die Kirchenoberen darauf reagieren?

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rudi_ralala 02.05.2019, 13:28
70.

Zitat von Brenz66
Was für ein großes Wert Knapp 12 Milliarden an Steuereinnahmen + 500Millionenen Zuschüsse vom Staat ( also auch von Steuerzahlern ohne Religiöse Bindungen oder anders Gläubige) Dass alles mit der Vermarktung "Glauben" und der Geschichte der Hoffnung auf "Eden". Da kann ich sagen , schöne Verkaufsstrategie. Ich würde , gerne wissen, ob ein "Zahlender" in den Himmel oder Hölle gekommen ist ! Was für eine Kinderstory , schon seit tausenden Jahren!!
Immerhin ist die römisch katholische Kirche schon seit gut 1.600 Jahren die effektivste Mafiaorganisation der Menschheitsgeschichte. Al Capone hätte sich die Päpste Leo X oder Alexander VI als Vorbild nehmen müssen, er wäre nie im Knast gelandet.

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benmartin70 02.05.2019, 13:29
71.

Zitat von blackmamba24
Wer aus der Kirche austritt, sollte auch deren Angebote wie Krankenhäuser, Notfallseelsorge etc. nicht mehr kostenlos Nutzen dürfen
Wieso? Die Krankenhäuser zahlen wir mit über 90% doch alle?
Und wenn die achso nächstenliebende Kirche Vergewaltigungsopfer im Krankenhaus ablehnen kann warum sollte man da überhaupt noch Geld hingeben?

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elcaron 02.05.2019, 13:29
72.

Zitat von blackmamba24
Wer aus der Kirche austritt, sollte auch deren Angebote wie Krankenhäuser, Notfallseelsorge etc. nicht mehr kostenlos Nutzen dürfen
Krankenhäuser kann man nicht kostenlos benutzen. Christliche Krankenhäuser stellen genauso Rechnungen wie andere auch.
Davon abgesehen werden all diese "kirchlichen"Einrichtungen eigentlich vom Staat bezahlt. Und da haben Sie recht, das gehört abgeschafft. Es kann nicht sein, dass von öffentlichen Geldern nicht nur die Werbung der Kirchen bezahlt wird, sondern Arbeitnehmerrechte dort auch noch wegen "kirchlichen Arbeitsrechts" mit Füßen getreten werden.

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rudi_ralala 02.05.2019, 13:30
73.

Zitat von der Pöter
ans Eingemachte gehen? Immobilien, Protz, Kunst, alles ohne Ende vorhanden, gibt reichlich Geld. Und gleichzeitig mal überlegen, wie man die 'Verlorenen' zurück holen könnte. Aber viel leichter ist es, sich das Geld beim Staat zu holen.
Und ob das reichlich Kohle bring.
Allein die Immobilien in Ravenna und Rom würden Billionen bringen.

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Horatio Caine 02.05.2019, 13:31
74. Ich habe es hinter mir und..

Zitat von Duge Hick
...für die Erinnerung, endlich mal für einen Austritt zum Amtsgericht zu gehen um, bei dem man persönlich erscheinen muss und bei dem jeder für den Austritt noch einmal eine ordentliche Summe zahlen muss (ca. 40€?), eine Frechheit!
...Ich bereue nichts.

Das Positive ist, dass zusätzlich zu mehr Brutto (und trotz Progression auch mehr Netto) auch die "Bettelbriefe" meiner Ortskirche endlich aufgehört haben. Es genügt ja nicht, dass man Kirchensteuer zahlt und diese Steuer als europaweit einmalige Gratis-Leistung des Staates von der staatseigenen Finanzverwaltung erhoben wird, sondern es flatterte zudem noch einmal jährlich ein sog. "Kirchgeldbescheid" ins Haus, der aufgrund seiner Aufmachung nur der Verarsche älterer Leute dienen kann, denn er spiegelt vor ein amtliches Schreiben zu sein, dem Folge geleistet werden müsste, obwohl es schlichtweg nur ein Bettelbrief ist.

Ich fand das System der finanziellen Bezuschussung von Kirchen in Deutschland schon einmalig, da brauchte es dann auch nur die im obigen Artikel erwähnten Skandale damit ich mich endlich mal aufraffen konnte diese Gang zum Rathaus zu erledigen.

Interessant finde ich, die Erwähnung im Artikel, was denn mit dem Geld alles so angeblich gemeinnütziges bzw soziales angestellt wird. Meine Wissens nach fließen mehr als 2/3 des Steueraufkommens in die Eigenverwaltung der Kirchen, also auch in die Alimentierung der Kirchenbediensteten und in das sprichwörtliche golde Badezimmer.

https://www.sueddeutsche.de/geld/kirchensteuer-der-weg-von-gottes-geld-1.2207208

"Fast drei Viertel ihrer Einnahmen geben die Landeskirchen fürs Personal aus, für Pfarrer, Diakone, Gemeindehelfer, Küster, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagogen, für Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung, der Eine-Welt-Arbeit, für Leitungs- und Verwaltungspersonal. Etwas mehr als zehn Prozent fließen in den Bau und die Erhaltung von Gebäuden, der Rest sind vor allem Rücklagen, Versorgungsansprüche. Die Sozialarbeit der Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie finanziert sich übrigens nicht über die Kirchensteuer. Wie andere Sozialträger auch zahlen Krankenkassen, Kommunen, Bund und Länder für die Dienstleistungen, die in Krankenhäusern oder Pflegestationen erbracht werden."

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AttaTroll 02.05.2019, 13:32
75.

Vielleicht setzen sie sich einmal mit den Amtsbrüdern aus Frankreich zusammen? Dort gilt die strikte Trennung von Kirche und Staat, und die führt dazu, dass die katholische Kirche freiwillige Spenden annimmt und ansonsten Stolgebühren erhebt für kirchliche Leistungen (taufe, Trauung, Begräbnis, Messen etc.). Kirchen können in unserem Nachbarland zudem Grundstücke erben, ohne diese Zuflüsse versteuern zu müssen. Das Gesetz zum Mäzenatentum gestattet Spendern seit 1987, 66& der Spende von der Steuer abzusetzen.

Die katholische Kirche in Deutschland ist steinreich ( 2002 geschätztes Vermögen in Höhe von rund 270 Mlliiarden Euro; Quelle: Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland. Alibri, Aschaffenburg 2002. ISBN 3-932710-39-8).

Auf Grundlage eines derartig hohen Vermögens müsste der Laden sich selber tragen können.

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Heitgitsche 02.05.2019, 13:32
76. Kniefall vor aggressiver fremder Religion

Zitat von der_aufklaerer
Diese Gesellschaft ist schon längst in der Sackgasse: Materialismus,Egoismus,überzogener Individualismus und Hedonismus,Selbstverleugnung,Kommerz,Jugendwahn,Se lbstdarstellungswahn , Neoliberalismus, Globalisierungshörigkeit, Identitätskrise
und linke Salafistenversteher, plus Spaghettimonsteranbeter. Eine rosige Zukunft für dieses Land?

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Bernhard.R 02.05.2019, 13:32
77. Ein Relikt des Mittelalters

Wenn es den einen Gott gäbe, würde die Menschheit an ihn glauben. Sie hat in ihrer Existenz aber an viele Götter geglaubt. Das zeigt, daß alle Götter nur Erfindungen cleverer Menschen waren. Mit zunehmendem Wissensstand fanden die Menschen Erklärungen für die zuvor den Göttern zugeschriebenen Erscheinungen. Heute kann die Kirche niemand mehr auf den Scheiterhaufen stellen, wenn er behauptet, daß sich die Erde um die Sonne dreht. Auch für die letzten Geheimnisse werden eines Tages Erklärungen gefunden werden. Der Staat möge die kulturhistorisch wertvollen Gebäude übernehmen. Alle anderen Kirchen können die weniger werdenden Gläubigen erhalten, so sie denn wollen. Aber bitte ohne den Staat, der bis heute (entgegen der Trennung von Kirche und Staat) die Kirchensteuern einzieht.

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der gärtner 02.05.2019, 13:34
78. Wo ist das Problem?

Die menschliche Reifung sollte natürlich implizieren, daß der Mensch irgendwann Religion als Krücke abwirft und auf eigenen Beinen steht. Anderseits kann man die Kirchen in Zukunft eventuell als Moscheen umweihen lassen. Da Grundstücke eh unerschwinglich geworden sind, haben wir hier eine vernünftige Alternative. Das ewig gestrige Gedankengut hat dann nur einen anderen Stempel.

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Medienkonsument 02.05.2019, 13:34
79.

Sicherlich sind die ausschlaggebenden Schubser die Skandale, die einen zum Austritt bewegen. Aber ein aufgeklärter Mensch muss doch erkennen, dass es sich hier auch nur um eine etablierte Sekte handelt, die ihren Lämmern ein schlechtes Gewissen einzureden versucht und sie zur Zahlung animiert. Wirklich eine Frechheit, dass man zum Austritt persönlich erscheinen hat um dann noch Ablass zu zahlen..

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