Forum: Panorama
Prostitution in der Ukraine: Käufliche Liebe im Untergrund
AFP/ International HIV / Aids Alliance

In der Ukraine ist Prostitution verboten. Eigentlich. Faktisch gibt es sie trotzdem - in Wohnungen, die zu Bordellen umfunktioniert werden. Nicht nur die Frauen verdienen an dem illegalen Geschäft, sondern auch Zuhälter, Vermieter und Polizisten.

Seite 1 von 4
jetlag chinaski 30.06.2012, 08:20
1. gehalt eines parlamentabgeordneten...

eine grundschullehrerin verdient also etwas weniger im monat, als eine abgeordnete pro tag für eine kinderbetreuung ausgibt....
hmmm.... das wär krasser als bei uns. man stelle sich vor grundschullehrer in deutschland zur prostitution gezwungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sad_clown 30.06.2012, 08:42
2. Bildung

naja so bleibts bei der grossen schere. einfach den leuten die fuer die Entwicklung der Folgegenerationen zustaendig sind (LEHRERN, ERZIEHERN, AUSBILDERN) einfach nichts geben. Dann kann es sich keiner mehr erlauben in diesen Berufen zu arbeiten. Und prostituiert sich dann fuer irgendwas anderes.

Is aber bei uns das selbe nur auf nem weniger schlimmen niveau.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gis 30.06.2012, 08:46
3. Frau verdient damit halt gut

mit der Prostitution verdient Frau halt wesentlich besser als in fast jedem anderen "normalen" Beruf. Deshalb finden sich auch genügend Frauen, die sich freiwillig prostituieren. Bei uns gibt es auch gutaussehende, beruflich wenig qualifizierte Frauen, die anstatt für 8€ po Stunde putzen lieber für wesentlich mehr andere Dinge machen. Ich habe damit kein Problem. Das ist die Entscheidung jeder einzelnen. In Deutschland kann man aber wenigstens als qualifizierte Kraft einigermaßen anständig leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
duiveldoder 30.06.2012, 09:38
4. Nein, das kenne ich aus Moskau

Eine Grundschullehrerin verdient vielleicht 1/3 oder 1/4 von den Abgeordeneten. Aber die machen mit illegalen Aktivitaeten 10 bis 20 Million im Jahr wenn sie kleine Ratten sind bis zu hunderte Millionen oder einige Milliarden wenn sie grosse Ratten sind.

Die ganz grossen verdienen dann viele Milliarden und befehlen auch Mord, Entfuehrungen, Einschuechterungen, usw... Das ist die Liga der Grosskriminellen wie Tymoshenko und Putin. Das will in Europa niemand hoeren weil hier alle meinen die Tymoshenko seie das Leuchtbild fuer EU-Parlementarier, aber wenn diese Frau das waere, koennen wir unsere Parlementarier auch gleich vorknuepfen und vor dem Nuernberger Gericht bringen und wegen Hochverrat an die Rechten der Menschen alle zur Streckung bringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lanre 30.06.2012, 09:38
5.

Zitat von gis
mit der Prostitution verdient Frau halt wesentlich besser als in fast jedem anderen "normalen" Beruf. Deshalb finden sich auch genügend Frauen, die sich freiwillig prostituieren. Bei uns gibt es auch gutaussehende, beruflich wenig qualifizierte Frauen, die anstatt für 8€ po Stunde putzen lieber für wesentlich mehr andere Dinge machen. Ich habe damit kein Problem. Das ist die Entscheidung jeder einzelnen. In Deutschland kann man aber wenigstens als qualifizierte Kraft einigermaßen anständig leben.
Einigermaßen anständig? Es ist lächerlich was manche Menschen denken das sie haben müssten. In Deutschland genießt man einen Lebensstandard der von den wenigsten Länder erreicht und wenn überhaupt nur von einer Hand voll überboten wird. Frei nach einem Ökonomen: Desto höher der Wohlstand, desto mehr wird gemeckert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.hass 30.06.2012, 09:46
6.

Zitat von sysop
In der Ukraine ist Prostitution verboten. Eigentlich. Faktisch gibt es sie trotzdem - in Wohnungen, die zu Bordellen umfunktioniert werden.
Gibt's eigentlich irgendein Land auf dieser Welt, wo Prostitution verboten ist und deshalb tatsächlich nicht stattfindet? Oder wird sie statt dessen nicht überall in den Untergrund abgedrängt, wo sie offiziell nicht erlaubt ist? Ist ja wohl auch in Schweden so.

Prostitutionsverbote fördern doch nur die Doppelmoral und Verlogenheit, "reinigen" aber keinesfalls das Land.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inhabitant001 30.06.2012, 09:50
7. Titelzwang

Angestellte im öffentlichen Dienst verdienen in der ehemaligen GUS überall sehr wenig. Eine Bekannte von mir hat zwei Uni-Abschlüsse einer Moskauer Elite-Uni, schlägt sich aber leider auch mit allerlei teilweise seltsamen Jobs in St. Petersburg herum.
Dazu muß man auch sagen das es öfters Frauen als Männer trifft, und die Frauen ihr Heil dann oft in der Jagd auf einen solventen Herrn suchen. Man kann es ihnen nicht einmal verübeln, sie sind einfach Opfer der Umstände. Meine Bekannte etwa hat nun einen Russen aus den USA geheiratet, was für meine Begriffe sehr überhastet und unüberlegt war. Aber soll man angesichts von perspektivlosen, teilweise demütigenden Jobs ohne Alters- oder Krankheitsabsicherung über so etwas urteilen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 30.06.2012, 10:23
8.

Zitat von h.hass
Gibt's eigentlich irgendein Land auf dieser Welt, wo Prostitution verboten ist und deshalb tatsächlich nicht stattfindet? Oder wird sie statt dessen nicht überall in den Untergrund abgedrängt, wo sie offiziell nicht erlaubt ist? Ist ja wohl auch in Schweden so.
Keines das mir einfiele. Selbst in den sonst so konservativen islamischen Ländern gibt es so eine Art "Stunden-Ehen", in denen dann ganz korankonform für Sex bezahlt werden kann. Menschen (und ich sage ganz bewusst nicht: Männer) sind so.

Prostitution gänzlich zu beseitigen scheint mir nicht wirklich möglich. Der Markt ist da, die Kunden sind da und auch die Anbieter sind da. Das Beste was ein Staat leisten kann ist dafür zu sorgen, dass auch Prostituierte Teil des Systems sein können und niemand gegen seine Willen (ob mittels Gewalt oder wirtschaftlicher Zwänge) dazu gezwungen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merkel123 30.06.2012, 11:47
9. Wirklich?

Zitat von sysop
In der Ukraine ist Prostitution verboten. Eigentlich. Faktisch gibt es sie trotzdem - in Wohnungen, die zu Bordellen umfunktioniert werden. Nicht nur die Frauen verdienen an dem illegalen Geschäft, sondern auch Zuhälter, Vermieter und Polizisten.
Bleibt den Frauen wirklich nichts anderes uebrig?

In der Ukraine leben rund 46 Mio. Einwohner, davon geschaetzt 12 Mio. Frauen zwischen 18 und 60, hiervon laut Artikel 180000 Prostituierte, demnach also 15 von 1000.

98,5 Prozent der Frauen meistern ihr Leben also anders, womit ich kein Werturteil ueber Prostitution faellen will.

Uebrigens wird die Zahl der Prostituierten in Dtl. laut Wikipedia auf 400000 geschaetzt, was einem Anteil von 2 Prozent der entsprechenden Frauengruppe bedeutet.

Die Ursachen liegen wohl nicht in wirklicher wirtschaftlicher Not, sondern in dem Wunsch, sich auf vermeintlich leichte Weise den Lebensstandard verbessern zu koennen - egal wo.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4