Forum: Panorama
Prostitutionsgegner Hans Broich: "Was Freier tun, ähnelt einer Vergewaltigung"
Werner Hallatschek/ berlinse fotoagentur

Sie nennen sich Zéromachos - Männer, die Prostitution ablehnen und Strafen für Freier verlangen. In Frankreich wurde ihre Forderung Realität, die EU könnte nachziehen. Hans Broich ist einer der Aktivisten in Deutschland. Was treibt ihn an?

Seite 22 von 31
wähler80 26.02.2014, 10:24
210. .

In so vielen der Kommentare lese ich ER IST ZU JUNG.
Kann es sein das die neue Generation auch einfach einer anderer Mein ung ist als die Alte. Kann es sein das diese durch die ältere Generation erarbeitete grenzenlose und morallose Freiheit einfach nicht mehr erwünscht ist. Vielleicht wurde einfach eine Grenze überschritten und der Jugend ist deutlich geworden das man gewisse Freiheiten garnicht braucht !? Ich selbst bin 34 verheiratet und habe 2 Kinder. Ich lebe in einer Großstadt. Die Jugend von heute braucht nicht mehr für Sex zu bezahlen. Es geht einvernehmlich und ohne Verpflichtungen. Nicht zuletzt weil auch junge frauen nicht mehr so ticken wie die der älteren Generationen. Auch denke ich das die junge Generation gaaanz andere Moralvorstellungen hat als früher. Ich glaube das der Freiheitsdrang nicht mehr existiert da die Jungend mit Freiheit übersättigt wurde !! War wohl zu gut gemeint.

Beitrag melden
heureka- 26.02.2014, 10:25
211. sinn oder unsinn

ich möchte hier nicht gross über sinn und unsinn eines prostitutionsverbots lamentieren.
als frau bin ich natürlich GEGEN prostitution. weiss aber, dass der gedanke utopisch ist. Schlussendlich muss jede frau selber wissen ob sie gegen geld sex haben will genauso wie jeder mann für sich entscheidet ob er mit leichten mädchen sex haben möchte. Ich bin der meinung, dass viele männer gar nicht gross darüber nachdenken WARUM sich frauen prostituieren. würden sie das tun hätten sie wohl mehr mühe für sex zu bezahlen.
95% aller frauen die so einen dienst anbieten haben meiner meinung nach keine andere wahl. Sind auf das geld angewiesen oder werden dazu gezwungen. Hätten sie die möglichkeit auszusteigen würden sie es tun. Darum sehe ich es ganz klar so, dass die frau nur indirekt ihren körper freiwillig verkauft. Darum bin ich schon der meinung, dass die prostitution an vergewaltigung grenzt. ich hoffe, dass jeder mensch, der jemals kunde war sich ein bisschen schuldig fühlt deswegen. Den im grunde genommen hat er nichts anderes getan, als die notsituation eines menschen ausgenutzt. Diese person mit der er sex hatte wird sehr wahrscheinlich grosse psychische probleme haben und hatte zudem keinerlei spass am akt.
Ich finde es sagt sehr viel über den charakter eines mannes aus wenn er keine probleme hat für sexuelle gefälligkeiten geld zu bezahlen. Einfühlungsvermögen und einen gesunden respekt vor einer frau ist bei ihm sicherlich nicht vorhanden!!! Männer wie der Herr Broich lassen mich aber ein bisschen hoffen, dass es doch ausgewählte exemplare gibt die überlegt handeln und ihre bedürfnisse nur befreidigen mit menschen die das zu 100% freiwillig tun und ihrerseits auch freude an der schönsten nebensache der welt haben.

Beitrag melden
politik-nein-danke 26.02.2014, 10:25
212. Aus für die Ehe?

Ist das jetzt das aus für die Ehe? Zusammenleben und Sex haben kann man auch ohne Trauschein..,,der Trauschein manifestiert doch lediglich materielle/monetäre Gewinne aus der Beziehung.....Witwenrente, höhere Freibeträge im Erbfall, kostenlose Keankenvetsicherung beim Partner....im Grunde auch nur eine Form der Prostitution!

Beitrag melden
rolf sternberger 26.02.2014, 10:27
213. Totale Sauberkeit als Ziel

Ohne jede Frage gab es im Anschluss an die Prostitutionsgesetze der Rot-Grünen Regierung massive Verwerfungen, Verwerfungen die ein Umdenken zwingend machen. Ohne jede Frage ist es emanzipativer Kampf, wenn Frauen nun endlich ihre strukturellen Leiderfahrungen offensiv und selbstbewusst vortragen.
Aber: Politisch ist immer noch, was auch Widerspruch verträgt. Daher hier meiner: Bei dem obrigen Interview ebenso wie bei einigen der gegenwärtigen Kampagnen zum Thema habe ich ein zentrales Gefühl: Das Ziel dieser Bewegung ist nicht eine emanzipative Gesellschaft, sondern die Idee, totale Sauberkeit, völlige Überwachung und endlose Transparenz müsst nicht immer zugunsten der Mächtigen eingesetzt werden, sondern auch als sich als Waffen der Unterdrückten in Anschlag bringen. Es ist also der Versuch, einige von den Mächtigen ins Werk gesetzte Ideologie in den Dienst der Unterdrückten zu stellen. Das kann nicht funktionieren.
Ein anderer Punkt: Jede Gesellschaft brauch Zonen und Bereiche, die dunkel sind, in denen auch die Outsider ihren Platz finden können. Es scheint kein Zufall, dass viele der gegenwärtigen Vorschläge zur "emanzipativer" Politik reden, aus seht guten Verhältnissen kommen, und glauben ihr moralisch integres Leben lasse auf Eben der Gesellschaft ein gutes Leben möglich werden. Dass ist schlicht anmaßend. Ein bisschen Psychoanalyse ein wenig Lacan, und jedem ist klar, Sex und verborgene und nicht gutbürgerliche Sexualität gehört in einer funktionierenden Gesellschaft.

Beitrag melden
florafauna 26.02.2014, 10:28
214. Recht hat er

Zitat von DerExperte
Dieser Typ ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich der Mann in der Gesellschaft schrittweise kastrieren lässt und eine Rollenumkehr stattfindet. Zeromachos, lächerlich. Im übrigen ist folgender Satz enorm unsinnig: Es gibt kein Grundrecht auf Sex, wie meine Freundinnen von Femen so schön sagen. Doch, und zwar für Frauen. denn sie haben in der Regel keine Probleme, jemanden hierfür zu finden. Männer schon
Er hat Recht. Prostituierte werden mehrheitlich ausgebeutet. Die Ächtung von Prostitution ist längst überfällig. Finde es gut, dass in Schweden Freier ihren Partnerinnen vorgeführt werden, die haben nämlich ein Recht darauf zu wissen, dass sie betrogen werden.
Klar wird man die Prostitution nicht auslöschen, aber ich finde, dass an dieser Stelle ein Umerziehungsprozess der Bevölkerung in Gang gesetzt werden sollte.

Beitrag melden
Horst von Lusitia 26.02.2014, 10:28
215. Die Sache mit der Moral

Auch wenn es im horizontalen Gewerbe Mißstände gibt, ist für den Großteil der dort arbeitenden Personen weder die materielle Not so groß, noch ein entsprechender äußerer Zwang vorhanden. Sie haben sich freiwillig für diese Arbeit entschieden.
Und die Freier sind nicht durchgehend frauenquälende Monster. Die mag es durchaus geben, aber die fliegen auch achtkantig aus dem Bordell raus wenn sie sich nicht benehmen können. Die meisten Freier sind wohl einfach einsam und nicht sozial kompetent genug, sich eine echte Liebe zu erarbeiten, so daß sie sich der Illusion hingeben.
Also ist Prostitution in der überwältigenden Mehrheit der Fälle eine Sache zwischen zwei mündigen erwachsenen Menschen. Es ist nicht Aufgabe des Rechts, moralisches Korrektiv zu sein, sondern eine sicheres und gerechtes Zusammenleben aller Parteien zu ermöglichen.
Der Gesetzgeber darf sich nicht dazu aufschwingen, seinen Bürgern Moral diktieren zu wollen.
Und nun Herr Broich: Er ist ein Jahr älter als ich und glaubt, an seine Mitmenschen moralische Maßstäbe anlegen zu dürfen. Ich sage dazu, daß er dafür schon mindestens siebzig und Günther Grass sein muß. Es ist eine Schande, daß der SPiegel jedem dahergelaufenem Dummschwätzer eine Bühne gibt.
Horst, 21, 5. Semester Humanmedizin

Beitrag melden
peddersen 26.02.2014, 10:29
216.

Zitat von Kirk70
Macht vernünftige Gesetze gegen Zwangsprostitution bzw. die schon vorhanden zu ergänzen UND umzusetzen! Ich wäre auch dafür ein Mindesalter von z.B. 25 einzuführen, aber verbieten?...
Dagegen läßt sich jetzt nicht viel sagen. Es gibt Gesetze, und die sollte man anwenden. Mir kommt das vor, als wenn man der problematischen Prostitution (Menschenhandel, Zwangsprostitution) nicht Herr werden würde - und sich deshalb sich der "unproblematischen" zuwendet. Einfach mal was gegen Albanerbanden, rechtsfreie Räume, Entführung und Zwang machen.

Und nicht die Leute, die das in Übereinstimmung betreiben, kujonieren.

Natürlich geht das auch nicht vollkommen ohne Zwang oder Abhängigkeit ab. Aber das gilt für JEDEN Arbeitsplatz. Auch für die Reporterin bei der Bild, bei der Vertriebsangestellten im Pharmaressort und der Kassiererin an der Kasse. Und DEM Kassierer.

Ich bin immer noch der Meinung, es ist weniger problembeladen, wenn jemand seinen Körper verkauft, als wenn er bzw. sie ihr Gehirn und Verstand in die Sache einer Arbeit stellt, die andere Leute ausbeutet, unterdrückt und schädigt.

Und das ist in großen Teilen der ganz normalen Arbeitswelt so.

Beitrag melden
Kirk70 26.02.2014, 10:30
217. Lobbyismus

Zitat von ant-ipod
Mich "wundert", warum es gelingt, die Öffentlichkeit mit Themen wie "Prostitution" und "Homophobie" derartig von bedeutend wichtigeren Herausforderungen unserer Gesellschaft abzulenken? Bei aller Sorge um diese.......
ist nicht auf wirtschaftliche Interessen begrenzt. Afrika ist schlimm, da die teils Jahre in den Knast gehen, aber die aufgeblasenen Kränkungen von ganz normalen sexuellen Beleidigungen wie hier von Volker Beck, der den Papst XVI sogar als Bürschchen bezeichnet, nur weil er sagte, das sei nicht Gottes Plan gehen nur durch, weil die Homosexuellen hier eine starke Lobby haben, nicht weil es adäquat der Verletzung GG Artikel 1 entspricht.

Beitrag melden
Kirk70 26.02.2014, 10:30
218. Meine Güte!

Zitat von sysop
Sie nennen sich Zéromachos - Männer, die Prostitution ablehnen und Strafen für Freier verlangen. In Frankreich wurde ihre Forderung Realität, die EU könnte nachziehen. Hans Broich ist einer der Aktivisten in Deutschland. Was treibt ihn an?
Macht vernünftige Gesetze gegen Zwangsprostitution bzw. die schon vorhanden zu ergänzen UND umzusetzen!
Ich wäre auch dafür ein Mindesalter von z.B. 25 einzuführen, aber verbieten?

P.S. Ich gehe und ging nicht zu einer Prostituierten, verstehe aber diese Ächtung nicht. Wie viele Frauen und auch Männer haben Sex aus Kalkül und Vorteilsgewinnung?

Beitrag melden
mamuschkaone 26.02.2014, 10:36
219.

Irgendwas läuft extrem quer heutzutage. An jeder Ecke muss man sich anhören wie normal Homo-Sex ist, aber Sex zwischen Mann und Frau auf wirtschaftlicher Basis soll bald wieder mit Zuchthaus bestraft werden...
Klar, zwangsprostitution muss mit aller härte bestraft werden, da gibt es gar keine zwei meinungen. Aber wenn es wirklich freiwillig, auf wirtschaftlichen Interessen basiert stattfindet ist dagegen 0,0 einzuwenden.
Es heißt doch in der regenbogen-Diskussion immer, der staat solle sich aus den betten des Volkes raushalten.
Und das sagt jemand, der noch nie die Dienste einer Prostituierten in anspruch genommen hat...

Beitrag melden
Seite 22 von 31
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!