Forum: Panorama
Prostitutionsgegner Hans Broich: "Was Freier tun, ähnelt einer Vergewaltigung"
Werner Hallatschek/ berlinse fotoagentur

Sie nennen sich Zéromachos - Männer, die Prostitution ablehnen und Strafen für Freier verlangen. In Frankreich wurde ihre Forderung Realität, die EU könnte nachziehen. Hans Broich ist einer der Aktivisten in Deutschland. Was treibt ihn an?

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stefansaa 26.02.2014, 11:44
280.

Zitat von mickk
Prostitution ist aus meiner Sicht kein übermäßig frauenfeindliches Thema, da in aller Regel Einvernehmen zwischen den Vertragspartnern herrscht. Das Kennzeichen der Vergewaltigung ist ja gerade, daß jemand gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen wird. Dass jetzt Einzelne versuchen, sich über so ein Thema zu profilieren und krude Behauptungen in den Raum zu stellen ist auch nichts neues.
Ja, genau. Wenn der Zuhälter mit dem Knüppel hinter der Dame steht und die Damen Ihnen zustimmt, dass Sie mit Ihnen Sex haben möchte, ist es also in Ordnung?

Fast alle unterschätzen den Bereich der Zwangsprostitution. Wenn die Prostitution so ein sauberes Gewerbe ist, warum gibt es dann in ganz Berlin offiziell nur 6 gemeldete Prostituierte? (Sozialabgaben etc.)

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dr.w 26.02.2014, 11:44
281. ein erste Kommentar

... das Mittelalter war nicht so lustfeindlich... das kam erst danach. De Badehäuser waren freizügiger als abgebrochene Student.

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mooringman 26.02.2014, 11:45
282. Prostitution

ist nicht umsonst das älteste Gewerbe der Welt. Jede Art von Kriminalisierung der Frauen oder Freier ist falsch. Den Menschenhandel,die organisierte Kriminalität,die Zuhälter....an diese Dinge muß man ran.
Im Übrigen ,da bin ich sicher,müßte man die Hälfte unser Politiker aller Parteien bestrafen,die schon in den teuren Edelpuffs waren,Medienleute ,Kirchenleute und Justizpersonen ebenso.
Ich habe genug Armutsprostitution in vielen Teilen dieser Erde gesehen und weiß daher genau,das man dieses nie verhindern oder unterbinden kann. Selbst in Ländern,die das restriktiv handhaben,passiert es,da kassieren die Behörden mit ab,die Polizei zuerst.

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jstawl 26.02.2014, 11:46
283.

Bin ja nur paar Jahre älter als dieser junge Mann hier im Interview, aber das ist doch lebensfern?

Prostitution verbieten? Natürlich, nichts leichter als das. Da werden die Millionen Freier in Deutschland, die es gibt, auch sofort zufriedenerweise sich mit abfinden. Bin mal gespannt, wieviele echte Vergewaltigungen es dann mehr gibt, wenn Prostitution verboten wird.

Es gibt eben wie bei allem Angebot und Nachfrage und Menschen, die andere Menschen wegen ihrer Notlage ausnutzen. Es gibt aber auch viele Frauen und auch Männer (als Callboys), die das gerne machen oder es einfach nur als Job ansehen und eine Nachfrage sprichwörtlich befriedigen, die es seit Jahrtausenden, wenn nicht länger, gibt.

Und warum einer Prostituierten, die den Job gerne macht, ihr Job genommen werden soll, weil ein junger Mann das so gerne hätte... Entschuldigung, mit 22/23 hatte ich schon gelernt, dass man Menschen für ihre andere Meinung zu respektieren hat und ihnen keine Meinung vorschreibt. Wenn Angebot und Nachfrage sich treffen und es keinem dabei schlecht geht, dann gibt es nichts, was zu beanstanden wäre.

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howun 26.02.2014, 11:49
284.

Man kann Prostitution nicht verbieten, solange es Frauen gibt, die Sex anbieten und Männer, die ihn kaufen. Da müßte ja jeder mit jedem mal eben unverbindlich, evtl. anonym Sex haben können. Das ist gegen die weitverbreitete Monogamie und dran verdient wird auch nix. Man sollte Privat geführte Bordelle, Wohnungsbordelle und Straße strich verbieten und nur Städten ab eiber bestimmten Größe erlauben, Bordelle zu betreiben. Dann müßten sich Stadträte mit den Bordellbelangen befassen und in das Gewerbe käme Transparenz, die Städte könnten zusätzlich was einnehmen und die bisherigen Profiteure der Prostitution müßten vielleicht mal arbeiten gehen.

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joco0708 26.02.2014, 11:49
285. ...

für die irgendwie ihr Leben meisten müssen, aber keine Berufsrelevanten Qualifikationen haben, ist die Prostitution oft der einzige Ausweg.
Sie werden es mit größter Wahrscheinlichkeit aber nicht mit Hingabe oder aus Spass uns guter Laune tun. in diesem Sinne ist die Frau die sich angeblich freiwillig prostituiert, Geisel der Gesellschaft, die gerne favorisiert das dies ja immer noch besser als HartzIV Bezug ist, auch wenn es zu Lasten der Menschenwürde geht.
Und der Anteil an Prostituieren die Spaß an dem Gewerbe hat ist verschwindend gering. ^^
in den Worten von Herrn Broich steckt mehr als nur ein Funke Wahrheit.

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andre_22 26.02.2014, 11:50
286. Wo ist die Grenze?

Sicher gibt es Zwangsprostitution! Ebenso wie Steuerhinterziehung, Politiker die sich schmieren lassen oder sich nackte Kinder ansehen!

Aber kein Mensch kann wirklich sagen wie hoch der Prozentsatz ist!

Wenn man das Verbot der Prostitution und die Kriminalisierung der Freier an Zwangsprostitution festmacht dann muss man diese herangehensweise auch in allen anderen Gruppen festmachen! Was im Endeffekt dann bedeuten würde das jeder der Steuerpflichtig ist als latenter Steuerhinterzieher anzusehen ist und jeder der eine Partei gewählt hat in der ein Abgeordneter sich rechtlich falsch verhalten hat als Mittäter zu bezeichnen wäre! Prostitution ist ein Gewerbe, nicht mehr und nicht weniger. Volkommen egal was man davon hällt, es ist und bleibt eine Dienstleistung die viele Frauen anbieten weil sie es so wollen!

Zwangsprostitution ist ein Verbrechen! Also etwas vollkommen anderes! Und nun kommt die Krux an dieser Sache! Selbst wenn Prostitution verboten würde gäbe es sie weiter, grade wangsprostitution! Denn Menschen die Frauen zur Prostitution zwingen sind Verbrecher und verbrechern ist es egal ob das Verboten wird oder nicht!

Stattdessen sollte man sich lieber mal fragen warum die Justiz und die Politik die Sache mit der Zwangsprostitution nicht in den Griff bekommt!

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kitty101 26.02.2014, 11:51
287. Interessant....

dass hier fast ausschließlich Männer antworten. Fühlt ihr euch wegen der Aussagen dermaßen auf den Schlips getreten? Wunden Punkt erwischt?

Oder möchte doch jemand sagen, er hätte sehr wohl ein Grundrecht auf Sex?

Das Argument, wer nicht zu einer Prostituierten geht, vergewaltigt womöglich Frauen um seinen Trieb zu befriedigen ist doch an den Haaren herbei gezogen. Bei einer Vergewaltigung geht es um Machtausübung, das ist ein ganz anderes Thema.

Oder das Argument der männlichen Callboys... Ich wüsste gerne mal, wieviele Callboys es gibt im Vergleich zu weiblichen Prostituierten. Der Anteil wird wohl vergleichweise gering sein.

Tja, aber wenn Mann will, dann muss er Sex kriegen! Und wenn es von der Zwangsprosituierten ist, die man zur Willensbrechung erst einmal gruppenvergewaltigt und ihr den Pass abgenommen hat.

Klar, ihr macht der Sex mit euch toooooootal viel Spaß!

Wirklich eine tolle Gesellschaft haben wir, dass die Männer so um ihr Recht auf Prostituierte kämpfen!!!

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jonny-everclean 26.02.2014, 11:51
288. viagra lässt grüssen....

Jeder der hier sagt es herrsche einvernehmen zwischen Kunde und Prostituierter war wohl seit 10 Jahren nicht mehr in einem großen gutbesuchten Bordell. Die Gruppen von jungen betrunkenen Männern, mit den Taschen voll Viagra, muss man geshen haben - dann weiß jeder - ohne eine Nutte zu befragen - die zu bedienen - hat garantiert nichts mit Einvernehmen zu tun. Schon mal drüber nachgedacht was Viagra mit den damals in Mode kommenden Flatratebordellen zu tun hatte. Die Idee die Freier zu bstrafen ist mit jedenfalls auch schon gekommen......

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TTC 26.02.2014, 11:51
289. aha

Der Standpunkt des jungen Herren, ist in seiner Idee (immerhin leben wir in einer Demokratie) durchaus vertretbar, scheitert aber daran, dass er außer provokanten Plattitüden keine einzige Begründung für sein Denken liefert. Es handelt sich nur um Annahmen und kruden Anschuldigungen (...Vergewaltigung - wie bitte?).
In dem der Junge so "argumentiert", raubt er sich seiner eigenen Glaubwürdigkeit und schießt an seiner eigenen Absicht vorbei - nämlich eine Debatte voran zu bringen.

Seine Pauschal-Behauptungen sind der Diskussion genau so zuträglich, wie zu behaupten alle Prostituierten arbeiten in kriminellem Milieu. Man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, als wüsste der Knabe nicht ansatzweise wovon er spricht. War er schonmal in einem Bordell? Kann man für jemanden Stimme erheben, mit dessen "Milieu" man sich nicht IM ECHTEN LEBEN auseinandergesetzt hat? Mir kommt das alles wie angelesenes Wissen vor, ohne Realitätsbezug oder Differenzierung.
Was übrig bleibt ist ein pubertärer Standpunkt, dem es an guten Argumenten fehlt.
Hätte er gesagt, dass man alles erdenkliche gegen Zwangsprostitution tun soll, hätte man ihn ernst nehmen können. So bleibt nur, das Gesagte nicht recht ernst zu nehmen.
Nach seinem Modell würden also alle Menschenhändler das Interesse verlieren, wenn Freier bestraft würden?
Aha. Nimmt er nicht den Damen, die selbstbestimmt in die Prostitution gehen das Recht den Beruf auszuüben?

Sein Ansatz ist aber der, dass das ohnehin schon Illegale (Menschenhandel, Menschenverachtende Umstände in Zwangsprostitution) mit der legalen, einvernehmlichen Sache pauschal gemischt wird und somit die Lage verschlimmert wird, da alle Beteiligten "kriminell" würden. Damit ist den Frauen natürlich sehr geholfen. Im charmantesten Fall kann man diesen Ansatz als wenig intelligent beschreiben.

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