Forum: Panorama
Prostitutionsgegner Hans Broich: "Was Freier tun, ähnelt einer Vergewaltigung"
Werner Hallatschek/ berlinse fotoagentur

Sie nennen sich Zéromachos - Männer, die Prostitution ablehnen und Strafen für Freier verlangen. In Frankreich wurde ihre Forderung Realität, die EU könnte nachziehen. Hans Broich ist einer der Aktivisten in Deutschland. Was treibt ihn an?

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heiko1977 26.02.2014, 08:11
40.

Zitat von sysop
Sie nennen sich Zéromachos - Männer, die Prostitution ablehnen und Strafen für Freier verlangen. In Frankreich wurde ihre Forderung Realität, die EU könnte nachziehen. Hans Broich ist einer der Aktivisten in Deutschland. Was treibt ihn an?
Na herzlichen Glückwunsch, da bestimmt mal wieder ein Mann über die Befindlichkeiten von Frauen. Er sagt was moralisch ist und was nicht und was gut für die Frau ist und was nicht. Applaus für diese Zeromachos Hans Broich. Auch die frage wie die Zeromachos mit dem zügellosen Lebensstil ihre Frauen/Männer bekommen bestimmt nicht durch etwas Getränk ausgeben oder einem gemeinsamen Essen ;) oder auch die verheirateten ihr liebenden Ehefrauen/-männer. Biologen sehen die Liebe als eine natürliches Bedürfniss sich den Partner zuwählen der aus der Sicht des "Liebenden" potent und stark gilt. Es wird sich der Partner gesucht, bei dem man sich sicher und versorgt fühlt. Also Sicherheit und Versorgung für Sex/Fortpflanzung.
Wie wäre es denn mal Frauen als Gleichwertig zu sehen und als selbstständige Personen, deren Individuen sehr gut für sich selber entscheiden können was sie wollen und was gut für sie ist. Dafür braucht das weibliche Individuum keinen Mann oder eine moralistische Aktivistin.

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rooftop 26.02.2014, 08:11
41. Realitätsfremd

Da spricht er sich leicht, der junge gutaussehende Student mit der Löwenmähne bei dem die Frauen in Reihe anstehen. Erschreckend das er Frankreich hierbei noch dazu als positives Beispiel nennt. Die Prostitution zu verbieten bedeutet automatisch das Abrutschen in die Kriminalität. Zwangsprostitution und Menschenhandel florieren, Kontrolle entfällt komplett. Denken dolche Menschen nicht über die Folgen eines solchen Verbots nach?

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ChakaChaka 26.02.2014, 08:12
42. Zero heisst "0", Nichts, für umsonst ....

.... Männer die Frauen für umsonst haben wollen, gibt es zu hauf.
Was ist daran besonderes? Dass diese sich jetzt outen?

Bemerkenswert ist lediglich, dass sich eine kleine Lobbygruppe von diesen FürUmsonstMännern, die sich ihre Gespielinnen lieber in der Disco oder im Betrieb suchen, nun auch noch Einfluss auf die Gesetzgebung gewinnt.

Dies unterstreicht die zunehmend miefige Gesellschaftspolitik in deutschen Nachbarländern allenthalben, die nun eben auch nach Deutschland schwappt, und wo Prostitution undifferenziert mit Zwangsprostitution in einen Topf geworfen wird.

Sex mit der untergebenen Sekretärin, die ihren Preis nicht einklagen kann, ist also ok. Sex mit einer selbstbewussten Prostituierten hingegen kriminell. Was ist das für eine Logik?

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retourenpaket 26.02.2014, 08:12
43. Das ist nur seine Meinung (keine Fakten)

Hier werden so viele Dinge vermischt und mit einander verknüpft, dass es sehr schwierig ist überhaupt zu diskutieren. In Sache Prüderie und Doppelmoral sehe ich hier eine beängstigende Forderung/Entwicklung.

Zeromachon klingt ok, scheint aber eine Anbiederungstruppe zu den radikalen Feministinnen zu sein. Eventuell hätte man sich Devoteman nennen sollen.

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Mach999 26.02.2014, 08:12
44. optional

Sicher. Menschenhandel wird es nicht mehr geben, wenn Prostitution wieder in die Hinterhöfe verdrängt wird, wo dann nur noch Zuhälter die "Sicherheit" der Frauen gewährleisten. Ist klar.

Statt das Problem gezielt anzugehen und häufiger Bordelle zu kontrollieren, schüttet man das Kind mit dem Bade aus. Die Behauptung, man könne das wegen der "Legalisierung" nicht, ist Blödsinn. Warum sollte man nicht rechtlich eine stärkere Kontrolle von Bordellen einführen können? Prostitution ist immer noch ein spezielles Gewerbe, und genauso wie man eine Gaststätte häufiger kontrollieren kann als eine Kurzwarenhandlung, kann man das auch mit Bordellen tun.

"Legalisierung" deswegen in Anführungsstrichen, weil die rot-grüne Reform Prostitution nicht legalisiert, sondern einen rechtlichen Rahmen dafür geschaffen hat. Legal ist Prostitution in Deutschland seit den 20ern.
Was ich überhaupt nicht abkann, ist, dass der junge Mann Gegner als "nicht glaubwürdig" abtut. Er sollte lieber auf deren Argumentation eingehen.
In der ganzen Diskussion stört mich aber vor allem, dass es keine verlässlichen Daten gibt oder die in der Diskussion überhaupt nicht angeführt werden, von beiden Seiten nicht. Einzelne Fälle kann man immer herausgreifen, um Emotionen anzusprechen. Probleme löst man so nicht.

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herrberg 26.02.2014, 08:13
45. Ein Ansatz,

aber auch nicht mehr. Prostitution MUSS zu einem sozialversicherungspflichtigen Beruf werden. Entweder als Angestellte, sobald eine zweite Hand daran mitverdient - oder als selbstständige - das aber nur dann, wenn kein einziger Euro an Zuhälter oder Bordellbetreiber geht (Zimmermiete oder dergleichen). Bevor eine Frau sich prostituieren darf muss sie durch einen Psychologen von staatlicher Seite geprüft werden auf die Freiwilligkeit ihrer Entscheidung und Tätigkeit. Jeder Kunde bekommt eine Rechnung, wie bei jedem legalen Geschäft. Wer dann noch in dem Buisness schwarzarbeit betreibt oder diese Dienste nicht registrierter in Anspruch nimmt muss drakonisch bestraft werden mit Freiheitsstrafen nicht unter 2 Jahren.

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heiko1977 26.02.2014, 08:14
46.

Zitat von lini71
Gerade das erwähnte Schweden beweist, dass es anders ist, Die Anzahl der Freier ist gleich geblieben, die weichen nach Lettland aus, oder fordern mehr für ihr Risiko. Prohibition hat auch den Alkoholismus verstärkt. Nur wenn die Frauen die Chance haben sich ohne Risiko der Polizei zu stellen, werden langfristig Zwangsprostitution verschwinden... Alles andere ist Augenwischerei
Die Zwangsprostitution muss vond er Polizei verfolgt werden. Aber eine Zwangsprostituierte wird nicht zur Polizei gehen und einen Freier anzeigen, da sie Angst vor dem Zuhälter/-in und vor der POlizei und Abschiebung hat. Also hilft die geforderten Massnahmen in keinster Weise gegen Zwangsprostitution im Gegenteil sie würde diese sogar noch bestärken.

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frankasten 26.02.2014, 08:14
47. Geld spielt immer eine Rolle....

egal wer sich wo prostituiert. Ob auf Arbeit oder in der Ehe, wo der/die eine mehr Kohle/Reputation/Macht hat und damit eine gewisse materielle Anziehungskraft ausübt.

Prostitution ist sozusagen ein Kerngebiet der "Freiheit", wie sie in unserer Gesellschaft verstanden werden muß. Man muß sich z.B. nur die Gespielinnen der Prominentenmischpoke anschauen, um zu erahnen, daß auch dies nur etwas mit Prostitution zu tun haben kann.

Sollte man sich dazu aufraffen wollen, jegliche Prostitution abzuschaffen, ich wäre dabei. Ja, wird erst einmal nicht passieren.

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gabrieljuge 26.02.2014, 08:15
48. Danke...

Zitat von
Es gibt kein Grundrecht auf Sex,

..für diesen Satz. Der sollte an jeder Hauswand stehen, damit ihn auch keiner vergisst.

Guter Artikel, guter Mann, gute Bewegung.

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stevenspielberg 26.02.2014, 08:15
49. Angebot und Nachfrage

Warum auch immer, jedenfalls gibt es Menschen die sich ihre sexuelle Befriedigung auf diesem Weg holen. Und es gibt Frauen die diesen Bedarf nutzen um damit Geld zu verdienen. Und für die meisten von denen ist das die einzige Erwerbsquelle. Wovon sollen die Leben, wenn Prostitution verboten werden würde? Wo holen sich Freier dann ihre Befriedigung? Durch Vergewaltigungen? Wäre das etwa besser? Verbote verhindern keine Nachfrage an einem Gut. Die Prohibition hat es gezeigt, und der Drogenkonsum beweist es heute ja auch. Sollen wir die sowieso schon überbeschäftigten Gerichte noch damit belasten das sie sich um illegale Prostitution kümmern müssen?

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