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Protest gegen hohe Mieten: Aktivisten besetzen mehrere Häuser in Berlin
DPA

Dutzende Menschen sind in Berlin in leerstehende Häuser eingedrungen. Sie planen nach eigenen Angaben eine dauerhafte Besetzung. Die Polizei zeigt sich gesprächsbereit - und informiert die Eigentümer.

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kleiner-moritz 20.05.2018, 22:54
110. Ein Haus besetzen, das war, ist und bleibt eine strafbare Handlung!

Diese Leute als "Aktivisten" zu verharmlosen, ist in keiner Weise hilfreich, wohl aber teil des Problems! Wie kann man nur auf die Idee kommen, Anarchie als probates Mittel zu propagieren?
Hausbesetzer waren meines Wissens noch nie fleißige Leute. Sie bevorzugten es einfach, auf Kosten anderer zu leben und bezeichnen das dann gern als alternatives Wohnprojekt. Man bedenke: Wenn Bürger auf die Idee kommen, den Staatsfunkt von ARD und ZDF nicht mehr sehen und bezahlen zu wollen, dann läuft das volle Repressionsprogramm des Staates an.
Die Einstufung "Aktivist" ist peinlich und mehr als befremdlich!

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Eden_VIII 20.05.2018, 23:11
111. Was soll man dazu sagen phil2302

Wenn ich schon lese Aktivisten arbeiten nicht oder keinen keine Arbeit... Wie man mit solchen platten und abgedroschen ausagen wie diesen das Bewerbungs Gespräch überstehen kann ist mir ein Rätsel, aber nun gut. Wohnungen kosten mitlerweile mehr als manch einer beraffen kann. Ich kenne genug "stadtleute" die sich mit einen festen geregelten Einkommen keine 1 zimmer 500 / 600€ Wohnung leisten können. Oder auch wg zimmer von 10cm2 für 200 / 300€ das soll nicht bedeuten das jede Wohnung so teuer ist, bzw. Noch nicht, da wir nicht mal ebend neue wachsen lassen können. Es ist auf jeden Fall nicht mehr als normal zu werten solche Schritte zu gehen, die mit dem gesetz nicht vereinbar sind. Die Zeiten und Umstände sind aber schon länger nicht mehr als normal zu betrachten. Jeder der nicht frieren muss im winter sollte froh darüber sein, das er ein Job und eine bleibe hat. Und nicht die verurteilen die was dagegen tun wollen. Wer sich beklagt will, sollte sich erst mal selbst die Hände schmutzig machen als aus der letzten Reihe zu schreien

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hansriedl 20.05.2018, 23:19
112.

Zitat von Phil2302
Recht und Ordnung wird ja immer weniger durchgesetzt, jeder so wie er mag! Dass man auch hier wieder lieb und freundlich von "Aktivisten" spricht, sagt ja schon alles. Also ich würde mir das als Hausbesitzer nicht gefallen lassen. Außerdem kann man sich den Wohnraum sehr wohl leisten, man muss dafür nur etwas tun, was die "Aktivisten" noch nie gemacht haben: Arbeiten.
Arbeiten?
Es gibt genügend Junge, die arbeiten teils fast rund um die Uhr.
Für die Miete langt dies immer noch nicht.

Die Mietreform war zugleich ein Persilschein für Investoren, Wohnungen Gold zu verwandeln. Richtig wäre es gewesen, Mieterhöhungen an einen Index zu binden wie auch in Österreich.

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m.m.s. 20.05.2018, 23:48
113. @Haarfoen 106.

Sicherlich ist der Eigentümer, eine Landesbaugesellschaft, dem sozialistischen Augenblick entgangen. Auch die diversen rechtsfreien Wohnprojekte, autonomer Ideologen, dürfte entgangen sein. Nun, Steuerzahler sind die doofen, die sollen einen anderen Rechtsmaßstab angelegt bekommen, also eine Zweiklassengesellschaft - das ist doch die Nachricht hier. Sowas wird nicht mehr gutgehen, sollte auch dem stärksten Sozialismus-Anhänger auffallen.

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dosgardenias 21.05.2018, 00:50
114. Warum unbedingt Berlin oder Köln?

Es gibt zahlreiche Gegenden im Land mit absolut bezahlbaren Mieten und entwickelter Infrastruktur; ja auch mit Universitäten - die sich große Mühe geben - warum also muss es; insbesondere auch für junge, flexible Leute, unbedingt Berlin oder Köln sein???
Und nicht jeder muss in seinem Lieblingskiez wohnen. Und auch mit dem ÖPNV steht man im Stauin Berlin; die Straßen werden nicht breiter.

Nicht zuletzt: Mein (virtuelles) Geld würde ich nicht in Wohneigentum stecken - wenn ich sehe, dass ich offenkundig völlig entrechtet werde und jeder Depp sich hier nehmen kann, was er will.

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dosgardenias 21.05.2018, 01:02
115. Warum unbedingt Berlin oder Köln?

Es gibt zahlreiche Gegenden im Land mit absolut bezahlbaren Mieten und entwickelter Infrastruktur; ja auch mit Universitäten - die sich große Mühe geben - warum also muss es; insbesondere auch für junge, flexible Leute, unbedingt Berlin oder Köln sein???
Und nicht jeder muss in seinem Lieblingskiez wohnen. Und auch mit dem ÖPNV steht man im Stauin Berlin; die Straßen werden nicht breiter.

Nicht zuletzt: Mein (virtuelles) Geld würde ich nicht in Wohneigentum stecken - wenn ich sehe, dass ich offenkundig völlig entrechtet werde und jeder Depp sich hier nehmen kann, was er will.

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ip2018 21.05.2018, 01:09
116.

Zitat von Haarfoen
Mit Verlaub: Ich zahle satt viele Steuern und finde es völlig richtig, dass die Polizei nicht mit Tränengas, Gummigeschossen und Knüppeln gegen die Hausbesetzer vorgeht. So eine Polizei will ich nicht. Sofern niemand mit Leib und Seele bedroht und unverzügliches Handeln gefordert ist, wünsche ich mir ein moderates Vorgehen, so wie geschehen. Die Besetzer zu verprügeln und mit Kabelbindern abzuführen, ist keine Lösung und verschärft das gesellschaftliche Klima. Solche Konzepte hatten historisch betrachtet noch nie Erfolg. Neues Bauland dürfte nur noch an Wohnbaugenossenschaften ausgewiesen werden, die Steuern auf Mieterträge gehören ab einem gewissen Level drastisch erhöht. Nur weil das Kapital im Geld schwimmt und keine neuen Geschäftsmodelle hat, soll es sich nicht durch den Aufkauf von Wohnraum an den Menschen vergreifen. In Afrika gibt es "land-grabbing", hier in Europa "wohn-grabbing". Wir haben immer in die Tröte der "Freiheit" geblasen. Wo bitte ist die Freiheit, wenn mir von meinem Nettogehalt nach Abzug der Miete nichts mehr für ein "freies" Leben übrig bleibt und ich nur noch für den Hausbesitzer schuften muss?
"...Wo bitte ist die Freiheit, wenn mir von meinem Nettogehalt nach Abzug der Miete nichts mehr für ein "freies" Leben übrig bleibt und ich nur noch für den Hausbesitzer schuften muss?..."

Hunderdtausende schaffen das. Also muß man davon ausgehen, daß Sie oft die Schule geschwänzt haben und sich nicht durch besondere Arbeitslust hervorgetan haben.

"...Die Besetzer zu verprügeln und mit Kabelbindern abzuführen, ist keine Lösung..."

Oh doch. Gerade das Verprügeln hat seinen besonderen Reiz. Das nennt sich "lernen durch Schmerz". So werden Nachahmer abgehalten und mir schafft sowas eine besondere Befriedigung. Nämlich das unser Staat nicht vor Einbrechern und Hausfriedensbrechern kapituliert.

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ip2018 21.05.2018, 01:12
117.

Zitat von bruja44
... schon mal daran gedacht, dass gerade in Groß-Städten wie Berlin viele Studenten leben, welche von minimalen "Einkünften" existieren müssen? Auch sie beanspruchen Wohnraum! Für diese stellt sich nicht die Frage, ob sie von "ihrem Job leben können oder ob sie etwas falsch gemacht haben und in der Schule haben sie wohl nichts falsch gemacht! Logisch ist Ihre Aussage eigentlich nicht!
"....viele Studenten leben, welche von minimalen "Einkünften" existieren müssen..."

Die "müssen" mit minimalen Einkünften auskommen, da der Student gerne dort wohnt, wo abends etwas los ist. 8km weg von der Stadtmitte sind die Mieten in der Regel günstiger. Aber das wäre Mamas Liebling nicht zuzumuten, den beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen.

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BrunoGlas 21.05.2018, 01:52
118. Schwarzgeld bei Immobilienspekulation ??

im Beitrag steht das Thema Geldwäsche zum Schluss: .... " oft mit Geld, das aus undurchsichtigen Quellen stammt. Sie erbringen überhaupt keine reale Leistung, tragen nichts zum Bruttosozialprodukt bei, verursachen im Gegenteil dem Staat und Bürgern nur Kosten".

Das Thema Geldwäsche in Verbindung mit Immobilienspekulation speziell hier in Berlin wäre insgesamt ein neues Kapitel - das sollte aber jemand erst nach genauer Recherche veröffentlichen. Darum habe ich es vermieten. Auch das Thema Leerstand der Wohnungen wurde von den Foristen jetzt des öfteren schon angesprochen, aber es macht sich keiner die Mühe, es richtig zu beschreiben. Darum hier:

Im aktuellen Fall ging die Immobilie vor paar Jahren in den Besitz einer Luxemburger Gesellschaft über, damals noch voll vermietet mit 40 Wohneinheiten und einen Verkehrswert von ungefähr 2 Millionen Euro. Im Laufe der Jahre standen immer mehr Wohnungen leer, immer dann wenn deswegen Strafzahlungen fällig gewesen wären, wechselte der Besitzer (als jeweils neue juristische Eigentümergesellschaft), wobei der eigentliche Besitzer aus einem osteuropäischen Land zumindest in der letzten Zeithälfte der gleiche war. Der Verkehrswert wurde so extrem überschritten und steht nun bei ca. 7 Millionen Euro.

Möglicherweise schaffte es der Eigentümer aber in den ganzen Jahren Verluste beim Finanzamt geltend zu machen, vor allem weil die Mieten so niedrig waren. Er selbst hat aber dabei real keine Verluste. Das heißt, der ursprüngliche Quadratmeterpreis von ca. 1.800 Euro kletterte jetzt für die alten Vorkaufsrechtsmieter auf 2.100 Euro und bei den Neukäufern aus Schweden oder aus Süddeutschland auf 4.100 Euro, und bei Gewerbeeinheiten und im angehobenen Dach weit darüber. Zugleich sind schon mehrere "Ferienwohnungen" im Hause geparkt, die zum horrenden Tagessatz vermietet werden.

Dies ist nach Berliner Gesetz eindeutig illegal. Summa, summarum stehen mehr als 25 ehemalige Mieteinheiten nicht mehr für qualitativ leistbare Mieten der Bevölkerung zur Verfügung, was dem Staat und Kommune zu späterer Zeit Folgekosten in Milliardenhöhe verursachen wird, da neue Infrastrukturen aufgebaut werden müssen. Spekulation sollte also in solchen Fällen als kriminelle Handlung geahndet werden.
Das Bewusstsein über die Kriminalität bei Spekulationsfällen hat sich aber noch nicht durchgesetzt, aber auch dies lässt sich alles nicht über den gleichen Kamm scheren. Der volkswirtschaftliche Schaden ist bei Spekulation zumindest höher als bei Besetzungen, das ist auf alle Fälle klar, nur der Rechtsbruch an sich ist wesentlich schwieriger nachzuweisen.

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glasperlenspieler 21.05.2018, 07:08
119. Berlin eben

Bei dem Klientel, das man als Vermieter in Berlin so vorfindet, ist es verständlich, dass manche Eigentümer ihre Häuser lieber leerstehen lassen, als sie zu vermieten. Hausbesetzer sind im Übrigen auch keine Aktivisten, sondern Kriminelle, die sich mit der Begehung von Straftaten vorsätzlich am Eigentum anderer vergreifen. Anstatt "Aktivist" zu spielen und auf Kosten der Gemeinschaft zu leben, sollten diese Leute lieber etwas Sinnvolles arbeiten.

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