Forum: Panorama
Protest gegen hohe Mieten: Aktivisten besetzen mehrere Häuser in Berlin
DPA

Dutzende Menschen sind in Berlin in leerstehende Häuser eingedrungen. Sie planen nach eigenen Angaben eine dauerhafte Besetzung. Die Polizei zeigt sich gesprächsbereit - und informiert die Eigentümer.

Seite 13 von 15
Sueme 21.05.2018, 07:18
120.

Zitat von Paddel2
Nicht jede Straftat wiegt gleich schwer. Trotzdem ist es nicht akzeptabel, Rechtsbrüche zu legitimieren. Spiegel Online und andere verharmlosen Hausbesetzungen, in dem sie die kriminellen Teilnehmer als "Aktivisten" verharmlosen. Tatsache ist, dass hier Wohneigentum widerrechtlich angeeignet wird. Die Probleme am Wohnungsmarkt haben vielschichtige Gründe, aber sie rechtfertigen keine Kriminalität.
Naja wenn der Staat die Betrugsmasche der Autohersteller gekonnt ignoriert. Beim BAMF entspannt weggeschaut wird wenn das Asylrecht missbraucht wird. Dann kann so ein bisschen Hausbesetzung jetzt nicht wirklich ein Problem sein, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freidenker10 21.05.2018, 07:51
121. Gut so!

Die Politik schaut hilflos zu wie immer größere Teile der Gesellschaft Probleme haben die immer höher steigenden Mieten zu bezahlen. Man könnte es aber immerhin ausländischen Investoren erschweren die Spekulationsblase anzuheizen, aber man begnügt sich mit dieser lächerlichen Mietpreisbremse. Das Recht auf Wohnraum ist elementar und wenn nicht einmal dies mehr gesichert ist und wirklich alles der allgemeinen Geldgeilheit frei gegeben wird dann müssen sich die Menschen halt selbst helfen auch illegal! Hoffe die Aktion findet überall Nachahmer, denn die Politik ist unfähig oder schlimmer unwillig hier was zu unternehmen! Wahrscheinlich profitieren aber auch vor allem CDU Wähler von den steigenden Mieten da hier der Anteil von Vermietern wahrscheinlich recht hoch ist, aber auch die SPD bekleckert sich nicht mit Ruhm! Wie so oft hilft ein Blick nach Österreich wie man es besser machen kann und die kleinen Leute nicht total vergisst!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwroer 21.05.2018, 08:41
122.

Zitat von haters gonna hate...
@Phil2302 -ich gehe mal davon aus, du lebst nicht in Berlin wa... selten so einen schund gelesen. Du weisst natuerlich, dass keiner der aktivisten arbeit hat nicht war? Und auch, dass man sich den wohnraum mit arbeit ganz einfach leisten kann. Bei mir im haus sind grad 70qm fuer 1200 euro weggegangen. Arbeite mal im sozialen bereich, als physio therapeut etc. und du kannst was du dir vor 5 jahren ohne probleme leisten konntest nicht mal mehr im ansatz bezahlen. Hier wurden ueber die letzten jahre ganze haeuserblocks von investoren aufgekauft, saniert und dann die dort teils seit jahren lebenden mieter mit mietpreiserhoehungen vertrieben. Oft trifft es auch nicht wie du suggerierst irgendwelche arbeitslosen 'aktivisten' sondern arbeiter und rentner die sich dann nach 20 jahren die miete in ihrem kiez nicht mehr leisten koennen. Sie Karl Marx strasse, Treptow etc.
Und natürlich gibt es, exklusiv in Berlin, nicht nur das Recht auf Wohnraum sondern das Grundrecht auf 'Wohnraum in der mir genehmen Umgebung für den Preis den ich für angemessen halte'.

Ich habe bis zu einem gewissen Grad durchaus Verständnis für solche Aktionen aber letztlich ist es nicht das Eigentum der Besetzer und was für Pläne der Eigentümer damit hat, wissen Sie nicht.

Diese Häuser wurden irgendwann mal verkauft. Das ist dann der Zeitpunkt wo man sich überlegt eine Eigentümergemeinschaft zu bilden und das Ding zu kaufen. Banken sind da recht kooperativ weil sie wissen dass sie das Objekt im Zweifel bekommen und sowieso loswerden.

Und wenn das Geld nicht reicht - tut mir leid, dann reicht es nicht. Mit Ihrer Argumentation könnten Sie im Prinzip jeden Zweitwagen der oft unbenutzt rumsteht 'ausleihen' wenn Sie ihn brauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freidenker10 21.05.2018, 09:02
123.

Die heutigen Besitzer dieser Häuser und Wohnungen waren vielleicht sogar die Studenten aus den 60/70 Jahren die gegen das System aufgestanden sind. Heute steht man auf der anderen Seite und hat halt was zu verlieren! Wegen mir sollten sich solche Aktionen ausweiten und nicht nur durch linke Aktivisten sondern auch durch ganz normale Bürger die sich auch keine Wohnung mehr leisten können, vielleicht rüttelt das unsere hochbezahlten Politiker mal wach!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quidquidagis1 21.05.2018, 09:31
124. Warum wurde..

..den Eigentümern nicht schon längst mit Bußgeld gedroht wg.des jahre langen Leerstand der Häuser.In vielen Gemeinden und Städten ist dies mittlerweile schon gang und gäbe

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vinzenz 21.05.2018, 09:34
125. ab wann sind dann "Aktivisten"

keine Aktivisten mehr, sondern das, was sie sind: ganz gewöhnliche Rechtsbrecher?
Dass bei der Wohnungslage leerstehende Wohnungen ein Unding sind - absolut klar..
Aber der Protest richtet sich gegen die Falschen - letztendlich machen die Besitzer das, was ihenn erlaubt ist.. auch leerstehen lassen.. auch wenns nicht gefällt..
Wäre es meine Immobilie... ich würds wohl mal als Tränengastestgelände für mich testen ..

Komisch nur dass in Grossstädeten wie Berlin und München mit eienr SPD - geführten "Regierung" immer weniger Wohnungen entstehen, die bezahlbar sind..

Mich würde interessieren, was passieren würde, wenn "Aktivisten" z.B anfangen würden, falsch geparkte Autos zu okkuperen und muntere Spielchen damit zu treiben... da liegt auch ein Rechtsbruch vor, und da darf man also..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the great sparky 21.05.2018, 10:02
126. aktivisten, ach wie niedlich

hier im forum scheinen ja massenhaft betroffene der berliner wohnungsmisere unterwegs zu sein. kein wunder, dass man dann die niedliche version des aktivisten im artikel zu lesen bekommt - man vergrault ja schließlich nicht seine zielgruppe.
zu den demokratischen werten unserer gesellschaft gehört halt auch die rechtstaatlichkeit sowie das gewaltmonopol des staates. will man etwas ändern, wählt man eben dementsprechend. wird einem doch immer so schön in den wöchentlichen laber... äh... talkshows von den immer gleichen politik-darstellern eingetrichtert.
ooops, ach da regiert schon das linke spektrum? und die sind offenbar noch nicht links genug? ja mei, und nun? dann ist es also okay das recht (oder was amn dafür hält) selbst in die hand zu nehmen?
ich stelle mir gerade vor, derartige vorstellungen würde das rechte spektrum vertreten - ob das dann auch aktivisten wären?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the great sparky 21.05.2018, 10:09
127. na dann

Zitat von Sueme
Naja wenn der Staat die Betrugsmasche der Autohersteller gekonnt ignoriert. Beim BAMF entspannt weggeschaut wird wenn das Asylrecht missbraucht wird. Dann kann so ein bisschen Hausbesetzung jetzt nicht wirklich ein Problem sein, oder?
was hält sie davon ab, demnächst mit diesen argumenten die supermarktkasse zu ignorieren oder die miete der wohnung nicht zu zahlen? viel spaß in der anarchieblase.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andreas-Schindler 21.05.2018, 11:15
128. Schwachsinn

Zitat von norbert_blüm
Die Antwort ist doch einfach: Mehr Bauland ausweisen. Auf dem Bauland höhere Bebauung zulassen.
Wohne selber am Stadtrand von Hamburg. Hier wird derzeit viel gebaut. Einfamilienhäuser weg und Mehrfamilienhäuser hin. Problem ist das die 1-2 Stockwerke höher Bauen als eigentlich erlaubt. Das Grundwasser steigt, Regenwasser kann nicht Abfließen weil Flächen Versiegelt werden. Parkplätze an der Straße gibt es kaum, weil wie gesagt nur Einfamilienhäuser dort Standen mit Parkplatz auf eigenen Grundstück. Zweitwagen oder Besucher parken Wild auf Fußwegen. Die Straßen Verstopfen weil hier jetzt mehr Menschen Leben als wofür die Straßen Ausgelegt sind. Busse und Bahnen sind teilweise so Überfüllt das manche auf den nächsten Bus oder Bahn warten müssen. Hamburg will noch mehr Bauen, nennt das "Verdichten". Falls ich nochmal Umziehen muss bin ich aus Hamburg weg. Da fahr ich lieber mit dem Auto 20minuten länger zur Arbeit als mein Nachbarn auf die Pelle zu rücken. Wohnraum außerhalb von Hamburg ist auch Spürbar billiger und die Autoversicherung ist auch günstiger. Derzeit wird wieder so eng gebaut wie um 1900 für die Arbeiter. Schön Dicht und wo sich Familien nur 1 Zimmer leisten konnten. Wenn die Linke Szene so Wohnen möchte Bitte, aber ich möchte nicht so Wohnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 21.05.2018, 11:33
129. Entrechtete Vermieter

Zitat von dosgardenias
Es gibt zahlreiche Gegenden im Land mit absolut bezahlbaren Mieten und entwickelter Infrastruktur; ja auch mit Universitäten - die sich große Mühe geben - warum also muss es; insbesondere auch für junge, flexible Leute, unbedingt Berlin oder Köln sein??? Und nicht jeder muss in seinem Lieblingskiez wohnen. Und auch mit dem ÖPNV steht man im Stauin Berlin; die Straßen werden nicht breiter. Nicht zuletzt: Mein (virtuelles) Geld würde ich nicht in Wohneigentum stecken - wenn ich sehe, dass ich offenkundig völlig entrechtet werde und jeder Depp sich hier nehmen kann, was er will.
Naja, Sie übertreiben ein wenig. Bei den besetzten Häusern handelt es sich ja auch meist nicht um Wohnungen, die sich private Vermieter als kleine Geldanlage gekauft haben.
Die Gegenden, die Sie meinen, wo man evtl. wohnen sollte, haben i. d. R. einen kleinen Nachteil: Dort gibt es keine Jobs. In den Großstädten sieht es diesbezüglich meist besser aus. Außerdem verzichten inzwischen viele junge Leute auf ein eigenes Auto und fahren mit dem ÖPNV (der in Berlin recht gut funktioniert, sogar bis tief ins benachbarte Brandenburg hinein).
Investitionen in Anlageimmobilien (besonders in Großstädten mit über 500000 Einwohnern) haben mehrere große Vorteile: 1. Grund und Boden vermehrt sich nicht, 2. Immobilien sind krisensicher - gewohnt wird immer, 3. Durch die Finanzierbarkeit mit Hilfe von Darlehen lässt sich die Eigenkapitalrendite enorm steigern.
Mit der angeblichen "Entrechtung" hatte ich bisher keine Probleme - meine Mieter sind alle sympathisch, korrekt und zahlen pünktlich die Miete.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 15