Forum: Panorama
Protest gegen Macrons Reformen: Pariser Polizei feuert Tränengas auf Demonstranten
AFP

Gegen hohe Benzinpreise, hohe Mieten und die Reformen von Präsident Macron protestieren auch an diesem Wochenende Zehntausende Menschen in Frankreich. In Paris kam es zu ersten Zusammenstößen mit der Polizei.

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egoneiermann 24.11.2018, 16:10
100.

Zitat von Skyscanner
wehrt sich gegen die neo liberale Politik von den deutschen Medien hoch gelobten Macron. Die Franzosen lassen sich von Staat nicht so leicht das Geld aus der Tasche ziehen. Was macht Deutschlands Michel, er schaut lieber wer wird Millionär anstatt ebenfalls auf die Straßen zu gehen und gegen die ausbeuterische Politik von Merkel und Co. zu wehren.
Nö, das sind wohl eher die ganz Rechten, die einfach einen Grund suchen. Zumindest wurden heute entsprechende Parolen in Paris gebrüllt, als versucht wurde die Absperrung zum Regierungssitz zu durchbrechen.

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three-horses 24.11.2018, 16:14
101. Sonst ok.

Zitat von Das dazu
Das sind schöne Worte, das eine Ökosteuer für die Gesellschaft als ganzes nützlich sind, aber was hat der einzelne davon, wenn er sich die Miete, das Essen nicht mehr leisten kann? Schön für sie, das sie den ÖPNV in Strasbourg so oft nutzen können. Mal darüber nachgedacht, das andere Menschen das vielleicht auch gerne machen würden, es sich nur nicht leisten können? Den Jubel auf Strasbourg können sie sich sparen, wenn das nicht überall so ist.Die Stadt kann allerhöchstens als leuchtendes Beispiel herhalten. Und die vielen E-Tankstellen snd toll, berichten sie mal den Kindern in Afrika davon, die ihre seltenen Erden für ihre Akkus aus der Erde graben...
"Kindern in Afrika davon, die ihre seltenen Erden für ihre Akkus aus der Erde graben..."...Arbeitsteilung. Der Papa macht Kinder, die Kinder Arbeit. Und die Mama kocht. Nachher.

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go-west 24.11.2018, 16:20
102. Die meisten der aggressiven Demonstranten

haben den Wahlausgang und damit Macron nie akzeptiert. Sie hätten gerne ihre extremen Anführer Le Pen bzw. Melanchon im Präsidentenamt und wollen Macron stürzen, egal aus welchem Grund und egal was er macht. Hier müssen mit aller Entschiedenheit und hartem Durchgreifen die Grundprinzipien der Demokratie durchgesetzt werden. Gebe Gott, daß keine der beiden vorgenannten Personen jemals an die Macht gelangt. Noch ein Abdriften wie in Italien kann Europa nicht überleben.

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fliese1 24.11.2018, 16:21
103. Spon

verharmlost hier aber ganz schön. Bei EPOCH TIMES läuft ein Live Stream . Von wegen ein paar hundert Leute. In den Straßen sieht es wie nach einem Krieg aus. Ist natürlich schwer für die deutschen Medien ,das der Liebling Macron der Verursacher ist. Der nach einem Jahr sich zum meist gehassten Franzosen entwickelt hat.

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melnibone 24.11.2018, 16:25
104. Das ergäbe dann

Zitat von Ottokar
gefallen mir das sie auf die Strasse gehen. Warum sind dieser Art Proteste in Frankreich möglich und nicht in Deutschland, denn auch wir hätten hunderte Gründe zu protestieren.
ca. drei Jahre ohne Bewährung für allerlei unspezifisch definierten Aufstand gegen die heilige öffentliche römisch-katholische Ordnung ... im Schrebergarten der heiligen europäischen Demokratien.
Siehe Katalonien.
Haben sie den famosen G-20 Gipfel in Hamburg oder die Räumung des Hambacher Forstes nicht richtig verfolgt.
Au weia.
Da hat doch schon wieder ein böser, böser Demonstrant etwas geworfen.

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kraus_adam 24.11.2018, 16:31
105.

Zitat von Watschn
Wahnsinn, ...mitten im Herzen Paris -das muss man sich mal vorstellen-, ein Katz- u. Mausspiel von zehntausenden Gelbwesten u. einer überforderter u. unterbemannter Polizei auf dem begehrtesten u. meist frequentierten Boulevard Champs d'Elysee, die völlig von Verkehr, Shopping-Publikum u. Touristen geleert ist, dafür mit brennenden Trümmern u. Unrat übersät ist... Auch wenn die Polizei teilweise mit Wasserwerfern u. Tränengas vorgeht, weichen die Gelbwesten in die Nebenstrassen aus, u. reihen sich wieder hinter die Polizisten ein. Wenn dieser französisch-weiter Protest anhält oder gar sich ausbreitet, bleibt Macron nur noch den Rückzieher, ohne ein Blutbad anzurichten...
Äußerst "interessant" ist, dass eine ziemlich große Anzahl Foristen damals bei der Wahl von Macron exakt genau diese Verhältnisse vorausgesagt haben. Sogar der Zeitpunkt, an dem es den Franzosen endgültig reicht und Paris brennt, wurde relativ genau vorhergesagt.
Die betreffenden Foristen waren dann natürlich wie immer "ewiggestrig", "Rechtspopulisten", "ahnungslose EU-Hasser" undsoweiterundsofort.

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intercooler61 24.11.2018, 16:33
106. @grafkoks #2: Flugbenzin genauso versteuert

Zumindest in DE zahlen Privatflieger vollumfänglich Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer wie Autofahrer auch. Und der Sprit für Kolbenmotoren ist überdies erheblich teurer als Autobenzin. Trotzdem haben die Gelbwesten meine volle Sympathie.

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Liberalitärer 24.11.2018, 16:40
107. Minderheitn

Zitat von egoneiermann
Nö, das sind wohl eher die ganz Rechten, die einfach einen Grund suchen. Zumindest wurden heute entsprechende Parolen in Paris gebrüllt, als versucht wurde die Absperrung zum Regierungssitz zu durchbrechen.
Nehmen Sie das zur Kenntnis. Die Masse des Wahlvolks unterstützt Macron nicht. Es ist ein Minderheitenregime.

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melnibone 24.11.2018, 16:42
108. Nein.

Zitat von karlsiegfried
Das Volks hat nichts zu melden. Und wenn es aufmuckt, kommt das Militär.
Nicht das Militär kommt ... sondern die Staatsanwaltschaft.
Selten möchten die Staatsanwaltschaften sämtlicher EU-Nationen genauer prüfen ...
Proteste sind dass Allerschlimmste ... in den so demokratischen europäischen Nationalstaaten.
Da gibt es plötzlich einen Verfahrensapparat der schon den rechten Nationalstaat ... für andere Belange blind erscheinen lassen könnte.
Ich behaupte mal schlimmer als zu den mittleren Zeiten der europäischen Union.

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seine-et-marnais 24.11.2018, 16:42
109. Vermischtes oder doch eher Politik

Spon berichtet über die Ereignisse heute in Paris unter 'Vermischtes', obwohl es ein brisantes hochpolitisches Ereignis ist das selbst die EU in Bedrängnis bringen dürfte. Es geht nicht darum dass da jetzt um 16h, rechts- und linksradikale Demonstranten Randale machen im Lauf der Demonstrationen in Frankreich, es geht um die Glaubwürdigkeit des frz Präsidenten Macron, nicht um seinen Kopf aber um seine Politik die er seit 1 1/2 durchsetzen will.

Die Präsidentschaftswahlen von 2017 gelten in Frankreich als 'casse du siècle' was man übersetzen kann als 'Jahrhundertbruch', in dem eine kleine Gruppe von ehrgeizigen Jungpolitikern die Macht übernommen haben. LREM als Partei existiert nicht, es gibt eine 'Parteispitze' mit Macron und einigen Spezis, es gibt aber keine Organisation, nichts, nada, rien. Ein LREM-Anhänger hat gefälligst die 'frohe Botschaft' zu verkünden, innerparteilich zu sagen hat er nichts da es weder eine Parteistruktur und rechtlich gesehen gar keine Partei gibt.
Und so regiert Macron jetzt mit seiner engen Gefolgschaft, verstärkt von Verwaltungsfachleuten der ENA aus seinem Abschlussjahrgang Senghor. Diese ENArchen (Nationale Verwaltungsschule) sind Verwaltungsfachleute haben da kurz in das Buch 'Wirtschaft für Anfänger' reingeschaut, ein Wirtschafts- und Entwicklungsmodell zusammengebastelt, unter allerlei Prämissen, und wollen es nun koste es was es wolle durchziehen. Das ist wunderschön geplant, Macron hält wunderbare Reden, sein einziges Problem, wenn dieses wirtschafs- und steuerliche Kartenhausmodell in den Fugen kracht, sagt er trotzig 'j'assume', ich nehme das auf meine Kappe, und will weitermachen als ginge es planmässig weiter.
Macron ist mit seiner Umverteilungspolitik kräftig auf die Nase gefallen, und statt des 'Goldenen Oktobers', bei dem er allen 'Aktiven' eine Kaufkraftsteigerung versprochen hatte (Unterdrückung von Lohnnebenkosten und eines Teils der Wohnsteuer), hat er nun den 'Gelben November' denn seine Umverteilungspolitik wirkt so dass Frankreich zwar statistisch einen Kaufkraftzuwachs verzeichnen kann, der aber nur 'oben' ankommt, während 'unten' die Kaufkraft in den Keller rutscht.
Macrons Problem, es geht schon lange nicht mehr nur um den Preis für Diesel, es geht um das Entwicklungsmodell für Frankreich, es geht um soziale und sozietale Probleme, es geht um das Demokratieverständnis. Die Probleme haben sich seit 40 Jahren angesammelt, sie sind nicht die Schuld alleine Macrons, aber Macron hat eine 'neue Welt' versprochen, wurstelt aber weiter wie in der alten, nur noch schlimmer, und der von ihm gepredigte 'Degagismus' (degager = leine ziehen) trifft ihn nun selbst.
Es gibt eine Redewendung in Frankreich: man weiss wie man die Zahnpasta aus der Tube drückt, aber nicht wie man sie wieder hineinbekommt. Macron hat versprochen Frankreich radikal zu verändern, das Resultat seiner Anstrengungen sieht man heute auf den Champs Elysées, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Und wenn es ums 'Improvisieren' geht, wenn Macron nicht einen gut geplanten Coup durchziehen kann, dann kommt er ins Trudeln. Fortsetzung Dienstag abend wenn Macron sich ans Volk wendet.

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