Forum: Panorama
Prozess im Fall Diren: Ende eines amerikanischen Traums
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Diren Dede suchte die Freiheit. Der Hamburger Schüler ging für ein Austauschjahr in die USA, in die Rocky Mountains. Er fand schnell Freunde, er gewann die Menschen für sich. Dann erschoss ihn Markus Karmaa mit einer Schrotflinte. Nun beginnt der Prozess.

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frommerstop 01.12.2014, 18:11
110. Also

Zitat von hubidubi
Genau so ist es! Deshalb ist es auch nicht schlimm! In Deutschland wäre er gestellt wurden und vor den Richter gekommen, der ihn wegen ein paar Puddeln wohl eher frei gesprochen hätte. In den USA wird er gleich erschossen, es hätte ja auch ein Terrorist sein können, der möglicherweise seine Atombombe in der Garage verstecken wollte. Man kann nie sicher sein, deshalb: Im Zweifel schießen! Wollten Sie und der bisherige hier versammelte Rest (fast ausnahmslos) so etwas oder ähnliches ausdrücken?
wer nachts in mein Haus (und die Garage scheint direkt mit dem Haus durch eine Tür verbunden zu sein) eindrigt muss damit rechnen dass sich der Hausbewohner bedroht fühlt und (zumindest in den USA) auch schiesst. der Bewohner kann nicht wissen was der Eindringling für ein Typ ist, ob er u.U. eine Waffe hat, ein Killer ist oder was auch immer. Ganz einfach--sich in jedem Land an die Gesetze halten dann kommt so etwas nicht vor!!!!

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frommerstop 01.12.2014, 18:14
111. vielleicht sollte man

Zitat von Wiedereinaussteiger
Was hier klar fehlt, ist die Erwähnung des Umstandes, dass der Schütze mittels Babyphon und offenstehender Garage zur Falle umbaute - UM gezielt den nächsten, der sich hereintraut, mit Gewehr zu "behandeln". Wie die US-Amerikaner damit umgehen, zeigt einem denkenden Menschen, welch geringen Stellenwert dort das Leben hat - das Leben anderer. Was würde die deutsche Polizei davon halten, wenn ich hier auf meinem Grundstück eine Überwachung aufbaute, und ich jedem, der an meiner Haustüre stünde, z.B. mal mit dem Schrotgewehr unds der Unterstellung, er habe es auf mein Leben oder meine Sicherheit oder mein Eigentum abgesehen, käme? Jeder Richter würde hierzulande auf überzogene Notwehr oder auf Tötungsvorsatz entscheiden. Aber vielleicht sind die Gesetze von Missoula andere? Vielleicht sollte man dann meiden, dorthin zu reisen, wo sie diese schäbigen Gesetze des "Stand your ground!" haben? Die es miesen Typen sogar womögllich gestatten, Todesfallen aufzubauen und sich dann schadfrei hinter dem Gesetz zu verschanzen? Für mich gehören die USA nicht zu den Ersten Kulturnationen der Erde - so gering, wie dort ein Menschenleben zählt.
vermeiden Gesetze zu brechen--oh Wunder auch in D ist Einbruch strafbar.....schon mal was davon gehört???Was unseren Jugendlichen fehlt und das war wohl auch dort der Fall ist der Respekt vor dem Eigentum anderer Leute!!!

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besserwisser-ffm 01.12.2014, 18:14
112.

Zitat von bekkawei
Wenn Sie dabei erwischt werden und der Garagenbesitzer die polizei holt, Sie aber keinen triftigen Grund nennen können, was Sie dort zu suchen hatten, dann haben Sie schon ein Problem.
Auch da behaupte ich, dass ich als 17-Jähriger, wenn ich dem Polizisten und Hauseigentümer nun zitternd gegenüber stehe und mitteile, dass ich bestimmt nichts Schlimmes tun wollte, ich mit einem bestimmt sehr strengen und unfreundlichem:" Schlag dir das mal aus dem Kopf, Junge, in anderer Leute Garagen rumzukriechen" nach Hause geschickt würde, schlimmstenfalls würden die Polizisten noch mitkommen und meine Eltern informieren, dass ich Nächtens in fremden Garagen rumkrieche.

Mehr würde aber auch nciht passieren! NIEMALS eine Anklage! Es sei denn, ich werde beim Klau von Bier erwischt, dann ist es was Anderes, nämlich Diebstahl!

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teacher20 01.12.2014, 18:15
113. Verständliche Einhelligkeit

Es scheint so zu sein, dass im Forum im Hinblick auf die Wahrung von Eigentumsrechten (zum Glück) etwas andere Vorstellungen herrschen als im deutschen Justizwesen, v.a. dann, wenn es um "Mitbürger mit Migrationshintergrund" geht.
Man kann es nur immer wiederholen: auch wenn die Tötung Diren Dedes in den Augen einer waffenentwöhnten deutschen Zivilgesellschaft (zumindest, was den LEGALEN Waffenbesitz angeht) "barbarisch" erscheint, ist es wenig zielführend, die anderen kulturellen Gegebenheiten in einer Einwanderergesellschaft wie den USA, in der Waffenbesitz Teil der Bürgerfreiheit ist und der Gebrauch zum Schutze des Eigentums Rechtscharakter hat, verächtlich zu machen.
Wer sich in einen fremden Kulturkreis begibt (und das sind die USA), tut gut daran, die dort herrschenden Sitten penibel zu befolgen - when in Rome do as the Romans do.
Jeder, der in den USA von einer Polizeistreife angehalten wird, weiß, dass er besser die Hände am Lenkrad behält und keine abrupten Bewegungen macht - widrigenfalls er sich ein paar Gramm Blei einfangen könnte.
Diren Dede kann es nach Monaten in den USA und all der Berichterstattung über den "gun craze" und die "trigger happiness" der Amerikaner hierzulande kaum entgangen sein, dass privater Waffenbesitz und der Umgang damit auch zur Selbstverteidigung im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" einen anderen Stellenwert hat. Bei aller Trauer darf nicht vergessen werden, dass der Junge kein bloßes Opfer ist, zu dem er nun gerne stilisiert wird, sondern ein Täter, ganz gleich, ob man nun die Straftat als "garage hopping" oder "Dummen Jungen Streich" journalistisch verharmlost und den jungen Türken zum vielversprechenden engelsgleichen Multitalent hochjubelt.
Die Reaktion der Foristen zeigt auch den Zorn über einen Zustand in Deutschland, in dem Polizei und Behörden im Kampf gegen das Delikt Einbruch und Diebstahl ausweislich ihrer Vorgehensweise bei Anzeigen vor Einzeltätern und Diebesbanden mit und ohne einen sogenannten "Migrationshintergrund" längst kapituliert haben.
Vor diesem Hintergrund hält sich mein Mitgefühl gegenüber dem selbst zu verantwortenden Schicksal Diren Dedes in engen Grenzen.

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Atheist_Crusader 01.12.2014, 18:17
114.

Zitat von MontyUK
...mit der vor Ort geltenden "Castle Doctrine" hätte er sich vertraut machen müssen. Es ist in Montana nun mal geltendes Recht. Ein Einbruch in eine Garage zum Zwecke des Getränkeklaus mag in den Augen des SPON-Redakteurs ein Kavaliersdelikt sein, es ist und bleibt aber sowohl in den USA als auch in Deutschland eine Straftat. Was jedoch an der "Castle Doctrine" zu kritisieren bleibt, ist die Verpflichtung zum Warnaufrauf und zum Warnschuss. Dies sind essentielle Elemente im deutschen Notwehr-Recht.
Im deutschen Notwehr-Recht muss der Hausbesitzer auch nicht damit rechnen, dass der Einbrecher auch eine Waffe hat und jede Sekunde der Vorwarnung nutzt, um eben diese gegen den Hausbesitzer zum EInsatz zu bringen.

Nicht, dass ich das System mag. Aber da deutsche maßstäbe anzulegen ist arrogant und unrealistisch.

Aber egal ob man dem zustimmt oder nicht - als Gastschüler hätte man solche Kleinigkeiten wissen müssen.

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herzblutdemokrat 01.12.2014, 18:17
115. Gott lass Herz vom Himmel regnen

Mich überfällt der blanke Schauer wenn ich einige Kommentare hier lese. Der Typ stellt Diren eine Falle drapiert alles noch schön in der Garage, und schießt ihn dann tot. Das soll Notwehr sein ja? Bloß gut das wir in Deutschland leben...

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reskator1981 01.12.2014, 18:17
116.

der Man soll freigesprochen werden er hat sein Hab und Gut verteidigt und er hat geglaubt das er vielleicht auch sein Leben verteidigte und den seiner Partnerin. Der Junge ist selbst daran schuld das er dort eingebrochen ist.

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marvin.lenz 01.12.2014, 18:17
117. Selber Schuld

Ich sehe es genauso wie viele der anderen Kommentatoren auch. Wer in die USA fliegt oder von den USA gehört hat der weiß auch wie es dort mit dem Waffenrecht aussieht oder sollte sich darüber informiert haben. Der Jugendliche hat ein Grundstück betreten ist in die Garage eingebrochen und hat einen Diebstahl begangen. Der Besitzer hat sein Grund und Boden verteidigt sowie Leib und Leben und natürlich seinen Besitz das ist sein gutes Recht. Es hätte ja auch sein können das der Jugendliche selber bewaffnet ist. Und seit wann ist Einbruch und Diebstahl eine Bubensünde? das ist eine Straftat und selbst wenn die Garage offen stand ist das immernoch kein grund einfach rein zu marschieren. Die Gesetzeslage ist in den USA ist nunmal eine andere ob es uns Europäern passt oder nicht und das Recht uns dort ein zumischen haben wir auch nicht. Wenn in Deutschland ein Austauschschüler eine Straftat begehen würde, wird er nach deutschem Recht bestraft so wie es sich gehört. Auch wenn unsere Strafen eher zum lachen sind. Deswegen ist dieser Artikel eigentlich unnötig.

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rot 01.12.2014, 18:18
118. die Feinheiten des Tötens

Es ist nicht nur in den USA so, dass,- wer auch immer,- bei Nacht und Nebel ein Privatgrundstück "betritt" mit seinem Leben spielt.
Auch in einigen europäischen Ländern würde ich niemand raten (z.B. in Spanien, Frankreich oder Italien) über eine Mauer oder einen Zaun zu klettern um z.B. eine Orange zu klauen. Es könnte tödlich enden, und für den Grundstücksbesitzer völlig zu recht. M.E. wird der Fall in USA mit einem Freispruch für den Schützen und eventuell hohen Kosten für die Eltern enden.
Bei uns hingegen ist ja das Auto das "heilige Instrument", mit dem man völlig ungestraft und einer passenden Ausrede töten darf.

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quark@mailinator.com 01.12.2014, 18:19
119. ????

Zitat von cobaea
... Ich möchte nicht wissen, was hier im Forum los gewesen wäre, wenn der getötete Jugendliche nicht Diren sondern Sebastian geheissen hätte.
Unfug. Das hat nun wirklich gar nichts damit zu tun. Es ist eine Beleidigung, hier ohne jede Grundlage Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen. Vielmehr ist es so, daß offenbar viele Menschen es auch nicht mögen, wenn man bei ihnen in Gebäude eindringt. Abgesehen davon geht es vor allem darum, daß SPON nicht AUSGEWOGEN berichtet. Es gäbe viel weniger Kommentare hier, wenn der Artikel nicht so verfaßt wäre, als wäre Florence Nightingale persönlich am Bett eines Sterbenden erschossen worden.

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