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Prozess im Fall Diren: Ende eines amerikanischen Traums
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Diren Dede suchte die Freiheit. Der Hamburger Schüler ging für ein Austauschjahr in die USA, in die Rocky Mountains. Er fand schnell Freunde, er gewann die Menschen für sich. Dann erschoss ihn Markus Karmaa mit einer Schrotflinte. Nun beginnt der Prozess.

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spatenheimer 02.12.2014, 08:42
320.

Zitat von the.memory.hole.1984
Es waer mir nie in den Sinn gekommen, da auf die Veranda zu steigen oder ins Haus zu gehen. In Maine hat fast jeder ein Gewehr im Haus, und es ist sehr klar, dass man selbst am hellen Tag nichts auf anderer Leute Grundstueck zu suchen hat. Und wer weiss, wen man da trifft. Vielleicht einen netten Menschen, der einen telefonieren laesst und einen nach Hause faehrt. Die meisten Menschen in Maine sind so. Aber vilelicht auch eine alte Oma, die den 45er Colt geladen hat und sich von jedem bedroht fuehlt.
Meine Güte, sind die Leute in Maine unentspannt.

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philoktes 02.12.2014, 09:10
321. Taschenlampen

Zitat von yossariania
Die Taschenlampe habe ihn darauf schliessen lassen, das der Einbrecher vorsätzlich und planvoll zu Werke ging.
Zu Ihrem Beitrag und diverser anderer Foristen (!), die den Punkt Taschenlampe als Indiz krimineller Bereitschaft erkennen.

Also ich besitze selber drei Taschenlampen. Eine falls ich sie im Haus mal brauche, eine in Reserve am Sicherungskasten und eine im Auto. Bei einigen Kommentaren Ihrer Mitforisten macht mich das somit kriminell verdächtiger, wie wenn ich drei Schrotflinten hätte.

Eine Taschenlampe sagt gar nichts.

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philoktes 02.12.2014, 09:25
322. solche und solche Amerikaner

Zitat von joe sixpack
Dass die Ami's absolut und total humorlos reagieren, wenn in deren Haeuser eingebrochen wird. In meinem Bundesstaat gilt auch die Castle doctrine und ich wuerde genau so handeln.
Sie würden extra Ihr Haus offen stehen lassen und sich hinter der Tür mit geladener Schrotflinte auf die Lauer legen? Das machen ja nicht mal die meisten Amis, nur die letzten gewaltbereiten Knallköppe!

Der Kommentar der Gasteltern hierzu: in dem Amerika in dem sie selber aufgewachsen sind hat man die Jugendlichen einfach verjagt in dem man das Licht anmachte und Ihnen zugerufen hat sie sollen sich verziehen. Es gibt zum Glück auch Amerikaner die nicht wie Sie sind.

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philoktes 02.12.2014, 09:33
323. Angst vor Einbrechern

Zitat von the.memory.hole.1984
Das ist glaube ich ein Kernpunkt des Missverstaendnisses hier. In den USA geht man zumindest ausserhalb der Grossstaedte noch davon aus, dass Menschen sich benehmen. In vielen Gegenden stehen die Autos nicht abgeschlossen in der Einfahrt, die Schluessel befinden sich hinter der Sonenblende. Ich habe selbst oft vergessen, mein Auto abzuschliessen, nie ist etwas weggekommen. In der Vorstadt von Boston, in der ich wohne, sind Haustueren oft offen, also nicht nur nicht abgeschlossen, sondern stehen sperrangelweit offen. Garagen sind meist zu, aber nicht verschlossen. Viele Ferienhaeuser in Maine, wo ich gelegentlich urlaube, sind nicht abgeschlossen, wenn die Besitzer nicht da sind. .... Wenn jemand nachts in meinem Garten, in meiner Einfahrt, oder sogar in meiner Garage Radau machen wuerde, gibt es gar keine andere Annahme, als dass es sich um einen Verbrecher handelt. Und dem wuerde ich nicht allein oder zumindst nicht unbewaffnet gegenueber treten. Dementsprechend waere ich nicht ueberrascht, wenn Markus K. nicht belangt werden wuerde, weil es relativ natuerlich ist, sich hier von naechtlichen Eindringlingen bedroht zu fuehlen.
Auch in den USA gilt: wer sich durch Einbruch bedroht fühlt schließt vor allem sein Haus ab. Im allgemeinen wird dies sogar von Versicherungen verlangt, haben Sie sich mal gefragt warum?

Karmaas Verhalten lässt eben keine Furcht vor Einbrechern erkennen, sondern die vorsätzliche Tötung selbiger. Daher auch die Anklage: vorsätzliche Tötung.

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robert2005ffm 02.12.2014, 09:43
324.

Zitat von the.memory.hole.1984
...wo in den USA Sie sind. Selbst in der gleichen Stadt gibt es oft Viertel, in denen Sie vollkommen unbehelligt nachts Ihre Tuer offen stehen lassen koennen, waerend Sie zwei Strassen weiter damit rechnen muessen, ausgeraeumt zu werden. Das ist ein Konzept, dass fuer Deutsche oft nicht verstaendlich ist. Man wird sehen, wie sich K. im Verfahren praesentiert. Wenn er tatsaechlich den Eindruck vermittelt, dass er selbst das Recht in die Hand nehmen wollte, und den Einbrecher in seiner Gegend kaltmachen wollte, wird er schuldiggesprochen werden. Wenn er einen guten Anwalt hat, wird er sich auf Notwehr unter der Castle Doctrine berufen koennen. Dem waer es bestimmt auch lieber gewesen, es haette nie jemand in seine Garage eingebrochen...
In NJ, eine Autostunde von NY entfernt, wo ich einen Zweitwohnsitz habe, werden Haustüren in der Regel nicht verschlossen. Auch für mich war das ein Novum, aber nach einer gewissen Zeit habe auch ich meine Haustür bei Abwesenheit nicht mehr verschlossen.
Gewöhnungsbedürftig ist ebenfalls, dass man beim Parken zum Einkaufen, die Autoschlüssel im Zündschloss stecken läßt und im Sommer sogar den Motor weiter laufen läßt, um das Fahrzeuginnere über die Klimaanlage zu kühlen.
Nie und nimmer würde ich jedoch fremde Grundstücke betreten ohne auf mich aufmerksam zu machen. Eine fremde Garage, auch noch nachts zu betreten, ist höchst riskant. Die Eigentümer sind dann nicht blauäugig und wehren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Zurück zum vorliegenden Fall. Bei Bestrafung des Schützen wäre mit ähnlichen Unruhen zu rechnen, wie jetzt in der Ortschaft, in dem ein Gericht es abgelehnt hat, gegen einen Todesschützen der Polizei zu ermitteln.
Amerikaner und Feuerwaffen sind ein Kapitel für sich!

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Robeuten_II 02.12.2014, 10:28
325.

Zitat von philoktes
Zu Ihrem Beitrag und diverser anderer Foristen (!), die den Punkt Taschenlampe als Indiz krimineller Bereitschaft erkennen. Also ich besitze selber drei Taschenlampen. Eine falls ich sie im Haus mal brauche, eine in Reserve am Sicherungskasten und eine im Auto. Bei einigen Kommentaren Ihrer Mitforisten macht mich das somit kriminell verdächtiger, wie wenn ich drei Schrotflinten hätte. Eine Taschenlampe sagt gar nichts.
Eben - eine im Haus, eine am Sicherungskasten, eine im Auto - Sie gehen aber vermutlich nicht mit der Taschenlampe spazieren, und gerade wenn Sie eine Taschenlampe haben, würden Sie doch vermutlich erst einmal reinleuchten, anstatt sofort in die Garage zu rennen?

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philoktes 02.12.2014, 10:34
326. örtliche Sitten

Zitat von competa1
..dann lassen Sie sich mal an der thailändischen Grenze mit 1 g Canabis erwischen.Hier ein dummer Jungen Streich ,dort 20 Jahre Knast vom Feinsten.Andere Länder,andere Sitten ,Herr Forist.
Da Sie den Artikel vor Ihrem Kommentar offenkundig nicht gelesen haben: das "Garagen Hopping" hat Diren nicht in die USA eigeführt, es handelt sich um eine dumme Mutprobe dort ansässiger Teenager. Wie bei allen dummen Mutproben wollen Heranwachsende cool sein und dazu gehören, vielleicht ein Mädchen beeindrucken.

Diren hat sich also an die falschen örtlichen Sitten gehalten.... Herr Forist

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caracho! 02.12.2014, 10:51
327. Notwehrparagraph

Viele tun hier so als gäbe es das Recht auf Notwehr nur in den USA. Sie sollten sich den/die betreffenden §§ mal durchlesen - es gibt durchaus Umstände, in denen ich auch in Deutschland einen nächtlichen Eindringling erschiessen kann, ohne dafür belangt zu werden - Notwehr eben. Und dabei spielt es keine Rolle, ob ich die Waffe legal besitze oder nicht - das wäre schlimmstenfalls ein zusätzliches Verfahren wg illegalen Waffenbesitzes. Das USA Bashing hat hier also nicht viel Sinn - viel interessanter finde ich die Frage nach den tatsächlichen Tatumständen: Falle? Exekution? Einbruch? Mutprobe? Was ist mit dem 2. Jungen?

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bill_dauterive 02.12.2014, 10:52
328.

Zitat von Robeuten_II
Eben - eine im Haus, eine am Sicherungskasten, eine im Auto - Sie gehen aber vermutlich nicht mit der Taschenlampe spazieren,
Ich habe ausser in der Sauna oder am Strand eigentlich immer eine Taschenlampe bei mir.

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competa1 02.12.2014, 11:34
329. Warum..

Zitat von philoktes
Da Sie den Artikel vor Ihrem Kommentar offenkundig nicht gelesen haben: das "Garagen Hopping" hat Diren nicht in die USA eigeführt, es handelt sich um eine dumme Mutprobe dort ansässiger Teenager. Wie bei allen dummen Mutproben wollen Heranwachsende cool sein und dazu gehören, vielleicht ein Mädchen beeindrucken. Diren hat sich also an die falschen örtlichen Sitten gehalten.... Herr Forist
..lesen Sie meinen Kommentar nicht,sondern wiederholen ihn?.Ich schrieb:"andere Länder,andere Sitten";und an die muss man sich halten!

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