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Prozess in Würzburg: Opfer lehnt Entschuldigung des Autobahnschützen ab
DPA

Mehr als 700-mal soll ein Lkw-Fahrer auf andere Wagen geschossen haben - im Prozess hat nun eine Frau ausgesagt, die getroffen wurde: "Kein Geld der Welt wird das, was mir passiert ist, je wettmachen."

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Attila2009 18.08.2014, 17:45
20.

Zitat von cafe_kehse
....man fährt mit 280 km/h auf der linken Spur und wird von einem Schuss getroffen - dann ist es das Todesurteil. Man kommt ins Schleudern. Und das war´s dann. Niemand rechnet mit einem Schuss aus einem Lkw. Der Fall wird aber von den Überwachungsfanatikern benutzt werden, auch für Pkw´s die Überwachung per On board units einzuführen, naürlich wegen der Sicherheit. Man kann das Volk so herrlich überwachen.
Bei dieser Geschwindigkeit muss niemand schießen, da sind sie selber das Geschoß.
Man rechnet übrigens auch nicht damit dass ein LKW ausschert oder jemand Steine von der Brücke wirft , bei 280 ist das in der Tat das Todesurteil, aber man fragt sich schon warum Sie ihr Leben riskieren.

Zur Thematik noch soviel: Warum werden denn die phösen Waffen nicht verboten oder zentral gelagert dann hätte das doch gar nicht möglich sein können ? tss tss.....

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AusVersehen 18.08.2014, 17:56
21. 280 kmh

Zitat von maledicto
Wer mit 280 kmh unterwegs ist, ist sowieso schon ein potentielles Unfallopfer.
Nein, wer mit 280 Sachen über die Autobahn rast, der ist ein potentieller Unfalltäter. Denn er gefährdet mit diesem Leichtsinn nicht nur sich, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer auf seiner Strecke.

Dennoch, der LKW-Fahrer hat ganz offensichtlich einen mächtigen Knall und gehört nach seiner Strafe in Sicherheitsverwahrung.

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jj2005 18.08.2014, 17:58
22. 280?

Zitat von cafe_kehse
....man fährt mit 280 km/h auf der linken Spur
Ist in (fast) allen zivilisierten Staaten der Welt (fast) genauso verboten wie rumballern.

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cdes 18.08.2014, 18:01
23.

Habe ich etwas überlesen oder wo kommen diese 280 km/h her? Ist das im Artikel genannte Opfer so schnell gefahren? Nebenbei erwähnt: Der Angeklagte war offensichtlich so weit zurechnungsfähig und sich der Konsequenzen bewusst, dass er sich einen Schalldämpfer gebastelt hat. Ich würde hier selbst mit viel gutem Willen keinerlei Anzeichen für fehlendes Bewusstsein möglicher Konsequenzen sehen.

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archback 18.08.2014, 18:56
24. Dolus eventualis

Der Eventualvorsatz liegt nach herrschender (deutscher) Auffassung vor, wenn der Täter den Taterfolg als Folge seines Handelns ernsthaft für möglich hält und ihn zugleich billigend (im Rechtssinne) in Kauf nimmt und sich damit abfindet (Auffassung des Bundesgerichtshofs in ständiger Rechtsprechung - Billigungstheorie).

Andere Auffassungen sehen den bedingten Vorsatz für gegeben,

wenn der Täter den Taterfolg für rein möglich erachtet (Möglichkeitstheorie)
wenn der Täter den Taterfolg nicht nur für möglich, sondern auch für wahrscheinlich erachtet (Wahrscheinlichkeitstheorie)
wenn der Täter sich über das erlaubte Risiko hinaus zur Handlung entschließt (Risikotheorie); oder eine unabgeschirmte Gefahr für ein Rechtsgut schafft (Lehre von der unabgeschirmten Gefahr)
wenn der Täter den Erfolg gleichgültig hinnimmt (Gleichgültigkeitstheorie)
wenn der Täter den Taterfolg für möglich hält und nicht vermeiden will (Vermeidungstheorie)
wenn der Täter den Taterfolg ernst nimmt und sich damit abfindet (Ernstnahmetheorie (h. L.); vertreten u. a. von Kühl)
wenn der Täter den Taterfolg ernstlich für möglich hält und sich damit abfindet (Österreich; Legaldefinition; vgl. § 5 Abs. 1 öStGB: „Vorsätzlich handelt, wer einen Sachverhalt verwirklichen will, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht; dazu genügt es, dass der Täter diese Verwirklichung ernstlich für möglich hält und sich mit ihr abfindet.“)

Abgrenzung zur bewussten Fahrlässigkeit

Bei der bewussten Fahrlässigkeit kennt der Täter zwar die Gefahr, er vertraut aber (ernsthaft) darauf, dass nichts passieren wird. Beim Eventualvorsatz nimmt der Täter die Verwirklichung der Gefahr in Kauf. Anders gesagt: Bei bewusster Fahrlässigkeit sagt sich der Täter: „Es wird schon nichts passieren.“ Bei Eventualvorsatz sagt er sich dagegen: „Ich hoffe zwar, dass nichts passiert, falls aber doch, so geschieht es eben.“ Die Abgrenzung ist schwierig.

Nebst der sachlichen Abgrenzungsschwierigkeit besteht in der Praxis noch die grundsätzliche Schwierigkeit, dass der Unterschied zwischen bewusster Fahrlässigkeit und Eventualvorsatz lediglich in der inneren Haltung des Täters zur möglichen Verwirklichung der Gefahr besteht. Diese kann der Richter aber nicht kennen, er kann nur versuchen, von äußeren Umständen darauf zu schließen. Dies ist mit Blick auf die Unschuldsvermutung problematisch.

Wie alle auslegungsbedürftigen Bestimmungen unterliegt auch diese Abgrenzung dem Wertewandel. Aktuell findet eine solche Entwicklung zum Beispiel im Straßenverkehrsrecht statt: So wurde früher bei tödlichen Unfällen praktisch immer auf Fahrlässigkeit erkannt, auch dann, wenn eine extreme Tempoüberschreitung die Ursache war („er vertraute darauf, dass das schon gut gehen wird“). Aktuell besteht ein Trend, in solchen Fällen vermehrt Eventualvorsatz anzunehmen („wer so fährt, der muss schlicht damit rechnen, dass etwas passiert, und kann sich nicht hinterher darauf berufen, er hätte nicht damit gerechnet“).

Demnach kriegt er lebenslänglich.

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Annabelle1811 19.08.2014, 08:41
25. Dieser Mann ist in meinen Augen krank.

Das zeigt sein infantiles Handeln darauf, daß er von anderen Fahrern schlecht behandelt oder beleidigt wurde. Daraufhin dann alle Fahrer bestrafen zu wollen ist krankhaft. Und sein Bekenntnis, daß er niemanden verletzen wollte glaube ich ihm nicht. Das ist ebenso eine Schutzbehauptung wie seine angebotene Entschuldigung an die in den Hals getroffene Frau. Dieser Mann ist krank und gehört in die Psychiatrie. Einfach idiotisch und gegen solche Leute sich zu wehren ist schwer.Wenn er sich das nächste Mal angegriffen fühlt, kommt die nächste unverständliche Retourkutsche.

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derLordselbst 19.08.2014, 13:52
26. Muss ein bösartiger Mensch krank sein?

Jeder gesunde Mensch hat irgendwann in seinem Leben in Grenzsituationen Rachephantasien.

Wenn jemand gleichgültig und egozentrisch genug ist, um seine Rachephantasien auszuleben, ist er dann automatisch krank? Oder gehört das zur "normalen" menschlichen Bandbreite an Verhalten?
Wenn er wusste, wie falsch sein Handeln war und es angesichts geringer Gefahr erwischt zu werden, trotzdem durchführte, ist das für mich nicht krank, sondern einfach ein sehr schlechter Charakter. Was hier vorliegt, kann ich natürlich nicht beurteilen...

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nickleby 27.08.2014, 08:38
27. Billige Entschuldigung

Der Mann hat nicht nur einmal auf Menschen geschossen, sondern immer wieder aus hinterhältigen und niederträchtigen Gründen. Sein Verhalten ist nicht entschuldbar. Er hat sich des zigfachen Mordversuchs schuldig gemacht. Er gehört in die Psychiatrie, und zwar bis eindeutig feststeht, dass er geheilt ist. das kann dauern

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