Forum: Panorama
Prozess zum Fall Peggy: Schwere Umkehr
DPA

Das Wiederaufnahmeverfahren wegen Mordes an Peggy Knobloch steuert auf einen Freispruch für Ulvi K. zu. Der Prozess hat die Schwächen von Polizei und Justiz offengelegt - aber er beweist auch: In einem Rechtsstaat lassen sich Irrtümer korrigieren.

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angste 07.05.2014, 18:20
1. Naja

die Staatsanwaltschaft Hof damals ausgerechnet Kröber mit der Geständnisanalyse betraute, obwohl es dafür nicht minder namhafte, aber kompetentere Experten gibt, entzieht sich der Kenntnis"

Warum Kröber diesen Auftrag annahm wohl auch. Ein klein bisschen zu sehr von sich überzeugt, um zu sagen "Nicht mein Fach, so etwas machen Psychologen"?

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Susi64 07.05.2014, 18:26
2. Ein besonderes Indiz war für mich das Geständnis,

nämlich dafür, dass er unschuldig ist!
Gerade kein Tonband, Anwalt gerade mal weg, die Chance kann man sich doch nicht entgehen lassen und das halte ich für verwerflich!
Logisch muss eine Urteilsbegründung auch nicht sein.
Da mordet also einer um eine Tat zu vertuschen für die er sich nicht schähmt?
Außerdem zeigt es die die Behindertenfeinlichkeit der Polizei. Mit "dem" kann man es ja machen.
Es ist durchaus verständlich und lobenswert, wenn Frau Friedrich versucht alles positiv darzustellen, nur ich glaube daran nicht mehr.

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ralfrichter 07.05.2014, 19:02
3. Skandalös

Ich habe damals schon nicht an die Schuld von Herrn K. geglaubt.Jeder Blinde hätte sehen können,dass ein so einfach gestrickter Mensch eine Leiche nach der Tat derart wegschaffen kann ohne Spuren zu hinterlassen gelingt doch den Intelligentesten Tätern kaum...
Es darf hier keine amerikanischen Verhältnisse geben wo aus Publikumswirksamkeit, Täter , herbeiverhört werden...
Für mich sind das auch Dreckspolizisten,die nicht nur ein Leben zerstören,sondern auch noch andere in Gefahr bringen,wer garantiert dass der wirkliche Täter nicht nochmals tötet oder getötet hat...

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spon-facebook-694210307 07.05.2014, 19:07
4. optional

ja, toll das er nun evtl rauskommt..aber mal ehrlich: behindert, unschuldig(?) im knast...tolles leben. wer gibt ihm die zeit wieder? und wieso wurde nicht auf sämtliche ungereimtheiten durch die presse massivst hingewiesen? was dort alles falsch gemacht wurde...zeugenaussagen mißachtet, zeit-strecke probleme mißachtet, geständnis unter sehr sehr sehr zweifelhaften umständen..eine schande für unser recht-system.pfui

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Werner655 07.05.2014, 19:10
5. Gutachter wollte doch nur spielen, keine Absicht...

Zitat von sysop
Das Wiederaufnahmeverfahren wegen Mordes an Peggy Knobloch steuert auf einen Freispruch für Ulvi K. zu. Der Prozess hat die Schwächen von Polizei und Justiz offengelegt - aber er beweist auch: In einem Rechtsstaat lassen sich Irrtümer korrigieren.
Etwas wachsweich geschrieben. Da werden erst unglaubliche Überlegungen ausgesprochen (natürlich mit Fragezeichen versehen) und dann erfolgt umgehend der mediale Freispruch der allseits beliebten Gerichtsreporterin. "...hat er bestimmt nicht absichtlich so gemacht". Der Gutachter wohlgemerkt!

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andreu66 07.05.2014, 19:10
6. Persönliche Haftung

Wenn ein Arzt, ein Busfahrer oder irgendein anderer Berufstätiger vorsätzlich oder grob fahrlässig einen Fehler begeht, wird er persönlich zur Rechenschaft gezogen.
Es wäre nur zu gerecht, diese Verantwortung auch bei Richtern und Staatsanwälten einführen, sowohl in finanzieller (Schadensersatz) wie in strafrechtlicher (z.B. Freiheitsberaubung) Hinsicht einzuführen.

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cc1958 07.05.2014, 19:19
7. Deutsche Justiz

Ich war in den letzten Jahren als Schöffe an einem Landgericht u.a in großen Strafkammern und Schwurgerichtsverfahren tätig. Eines habe ich in dieser Zeit gelernt: Wir können in Deutschland froh sein, in einem deutschen Rechtsstaat zu leben. Die Richter haben sich immer die größten Mühen bei der Rechtsprechung gemacht und auch die Schöffen voll in die Urteilsfindung mit einbezogen. Und über allem hat der Grundsatz geschwebt: "In dubios pro reo".....

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rick.azension 07.05.2014, 19:26
8. Rechtsstaat???

"Der Prozess hat die Schwächen von Polizei und Justiz offengelegt - aber er beweist auch: In einem Rechtsstaat lassen sich Irrtümer korrigieren."
Wir leben erst in einem echten Rechtsstaat, wenn Polizisten und Justiz endlich für Ihre Fehler und Falschverhalten bestraft werden. Die Arroganz dieser Stellen rührt ja daraus, dass sie als Beamte unkündbar und rechtlich nie belangt werden...

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hansiii 07.05.2014, 19:32
9.

Zitat von sysop
....In einem Rechtsstaat lassen sich Irrtümer korrigieren.
Irrtümer korrigieren? Nach 13 Jahren? Das ist doch wohl ein Witz?! Nach 13 Jahren ist das Leben eines jeden Menschen komplett zerstört!! Keine Frau wartet so lange auf einen und das restliche Leben muss in Hartz 4 dahin vegitiert werden weil man keine anständige Anstellung mehr finden wird. Da wäre wohl Schadensersatz in Millionenhöhe fällig um das wieder gut zu machen.

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