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Prozessbeginn im Fall Mirco: Vom Biedermann zum Monster

Fürsorglicher Familienvater, gestresster Telekom-Mitarbeiter, freundlicher Nachbar: Olaf H., mutmaßlicher Mörder des zehnjährigen Mirco aus Grefrath, wirkt vor Gericht*wie ein harmloser Durchschnittsbürger. Warum erdrosselte er das Kind?

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hägar72 12.07.2011, 15:40
1. Vom Biedermann zum Monster ...

... ist meist kein weiter Weg.

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Noctim 12.07.2011, 16:08
2. -

Warum die Täter immer der Illusion erliegen, dass ein totes Opfer ein schweigendes Opfer ist, kann ich mir nicht erklären.

Vergewaltigung ist schon ein furchtbares Verbrechen, aber Mord ist mit Abstand das Verächtlichste, was man einem anderen Menschen antun kann. In Kombination ist es einfach ein unfassbar sinnloses Leid, was über Opfer und Verwandte/Freunde hereinbricht. Für einen schnellen "Schuss" ein ganzes Leben verschwendet.

Mehr Egoismus, Respektlosigkeit und Ignoranz kann man nicht mehr an den Tag legen. Dieser Mensch gehört auf ewig weggesperrt. Mindestens...

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Tertinator 12.07.2011, 16:11
3. das sind so Sachen…

das sind so Sachen…
… bei denen ich froh bin, kein Richter zu sein.

Das ist eine Sache, die man weder wieder gut machen kann, noch ausgleichen verurteilen kann.

Ich wünsche den Eltern des Opfers, aber auch der Familie des Täters, dass sie eines Tages in der Lage sein können, ihren Frieden zu finden.

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leser_81 12.07.2011, 16:15
4. Das ist ja das Schlimme !

Unverständlich wie ein Mensch zu so etwas fähig ist !
Das schlimme ist, dass es oft der nette Nachbar von nebenan ist der Frau und Kinder hat, in der Feuerwehr , im Sportverein, evtl. auch im Schützenverein im Dorf ist und in der Gesellschaft total integriert.
Halt ein unaufälliger Lebenswandel !
Interessant, dass sich Menschen so verstellen können und sich eine solche Fassade aufbauen können.

Umso schwerer einen Täter zu überführen. Auch wenn es in diesem Fall nichts geholfen hätte, müsste die Politik doch einmal darüber nachdenken ob die Namen und Adressen der Täter besser veröffentlicht werden sollten damit sich die Familien mit Kinder entsprechend schützen können.

Hier müsste das wohl von Kinder über dem Schutz der Privatsphäre des Täters stehen !

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Lueder 12.07.2011, 16:24
5. Thema

Zitat von Noctim
...Mehr Egoismus, Respektlosigkeit und Ignoranz kann man nicht mehr an den Tag legen. Dieser Mensch gehört auf ewig weggesperrt. Mindestens...
Ein Freund der Todestafe bin ich nicht, aber ich würde die Täter in einer leeren Einzelzelle verrotten lassen! Tür zu, ab und zu was zu essen und zu trinken und das wars!! kein Fernseher, keine Bücher, kein Arzt, kein Besuch, kein Kontakt zu irgendjemanden, kein Möglichkeit mehr mit irgendjemandem überhaupt ein Wort zu wechseln und natürlich auch keine Möglichkeit sich umzubringen!! Dann hat der Täter viele viele Jahre Zeit sich über seine Tat Gedanken zu machen! Die Einsamkeit wird die Hölle für das Schwein sein, vielliecht ist das Folter, aber das ist letztendlich eine gerechte Strafe!

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sinasina 12.07.2011, 16:29
6. Hat der Beitrag promoviert, dass er einen Titel verdient hat?

Zitat von leser_81
[...]müsste die Politik doch einmal darüber nachdenken ob die Namen und Adressen der Täter besser veröffentlicht werden sollten damit sich die Familien mit Kinder entsprechend schützen können.[...]
Und wie macht man dieses, wenn Täter vorher noch nie auffällig waren?

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graealex 12.07.2011, 16:37
7. Super!

Zitat von leser_81
Namen und Adressen der Täter besser veröffentlicht werden sollten
Prima Vorschlag, nun auch noch den Hass und Zorn der Nation auf die Familie des Täters zu richten. Das Dorf wird eh schon Bescheid wissen. Und Anschrift des Täters dürfte die nächsten paar Jahre sowieso eine JVA sein -- nach Abschluss der in diesem Fall unvermeidlichen Haftstrafe hat der Täter der Gesellschaft genug Buße getan und muss eine Chance erhalten, sich erneut in die Gesellschaft zu integrieren. Da werden Hassbriefe, mit "Kinderschänder" verschmierte Hauswände u.ä. sicher eine große Hilfe sein. In der Justiz geht es um Strafe und Rehabilitation, nicht um Rache und Hetze. An den Pranger stellen ist eine Maßnahme aus dem Mittelalter.

Sollte eine Reintegration des Täters nicht möglich sein, so muss eine anschließende Sicherheitsverwahrung mit psychiatrischen Maßnahmen und regelmäßiger Überprüfung gefordert werden. Registerdatenbanken von Sexualstraftätern führen nur zu noch mehr Paranoia, wie man in den USA gut sehen kann.

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artista123 12.07.2011, 16:42
8. Monster

Einführung der Todesstrafe - es geht nicht ohne....
Zu viele Menschen auf zu engem Raum (berühmter Rattenversuch)
Derartige Außenseiter gehören beseitigt als Pausenfüller beim Fußballspiel...und keine Zelle mit Heizung und TV...

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Steeve1981 12.07.2011, 16:51
9. Rache darf nicht Grundsatz allgemeinen Rechts sein...

Zitat von Lueder
Ein Freund der Todestafe bin ich nicht, aber ich würde die Täter in einer leeren Einzelzelle verrotten lassen! Tür zu, ab und zu was zu essen und zu trinken und das wars!! kein Fernseher, ....
Das hört sich stark nach simplen Rachedenken an. Das ist ja auch grundsätzlich nicht verboten und sicher auch menschlich. Ich gebe an dieser Stelle jedoch zu bedenken: Kein Richter und kein Justizsystem der Welt sind unfehlbar. Deshalb verbieten sich alle harten körperlichen und seelischen Strafen in einem Rechtsstaat, da ein Fehlurteil in solchen Fällen nicht wieder gut zu machen wäre.

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