Forum: Panorama
Prozesserfolg für Hulk Hogan: Wer hätte das gedacht - Sex ist Privatsache!
AFP

Hulk Hogan bekommt 115 Millionen Dollar, weil die Website Gawker ein Sexvideo von ihm veröffentlichte. Das Urteil könnte das Verhältnis von Presse und Promis in den USA radikal ändern.

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Kometenhafte_Knalltüte 19.03.2016, 16:47
1. ...

"...ansonsten werden wir eine Nation, in der mächtige Menschen, Prominente, Unternehmen, Politiker unsere Gerichte benutzen, um Leute für Aussagen zu bestrafen, die ihnen nicht passen..."

"...Der Fall hat das Zeug dazu, das Verhältnis von Medien und Prominenten in den USA kräftig durcheinanderzuwirbeln... Hat die Jury auf Gawker gezielt, aber die freie Presse insgesamt getroffen?...Wenn Privatsphäre so gewichtet werde, könnten VIPs die Veröffentlichung jeglicher unliebsamer Berichte unterdrücken..."


Meine Güte wird da wieder Schwarzmalerei betrieben. Das Urteil ist richtig und hat überhaupt nichts mit "unliebsamen Berichten" im Allgemeinen zu tun.

Ist mir unbegreiflich, wie man hier mit Pressefreiheit argumentiert. An einem privaten Sexvideo, das keinerlei Straftat aufzeigt, ist nichts, aber auch garnichts von öffentlichem Interesse! Manchmal nimmt die Sensationsgeilheit mancher Berichterstatter überhand und lässt den normalen Menschenverstand vermissen. Es muss NICHT ALLES veröffentlicht werden. Welche wichtige Information wäre denn der Allgemeinheit vorenthalten wurden, wenn man das Video eben nicht veröffentlicht hätte? Pffff....

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Bueckstueck 19.03.2016, 16:58
2. Hoffentlich platzt Gawker

Das Internet, ja sogar die Welt, wird ein wenig besser wenn ein Online-Schmierblatt durch so ein Urteil verschwindet. Schon alleine deswegen ist das Urteil gut und richtig.

Entscheidend ist aber, private Sexvideos - noch dazu eines was ohne das Wissen eines Protagonisten gedreht wurde - haben in der Öffentlichkeit nichts verloren, es sei denn beide Handelnden sind einverstanden. Was hier nicht der Fall war.

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frankn.stein 19.03.2016, 17:51
3.

Ganz so einfach ist es nicht. Natürlich bedient Gawker Voyeurismus, aber wegen dieses speziellen Videos ist Herr Hogan immerhin gefeuert worden - nicht wegen der Sex-Teile, sondern wegen der rassistischen Äußerungen auf dem Video. Interessanterweise ist der Teil vor Gericht gar nicht zugelassen worden - obwohl es der Teil ist, wegen dem er überhaupt erst die finanziellen Einbußen erlitten hat, die er einklagt. So ganz ohne journalistisches Interesse ist das Video dann doch nicht - ich schätze mal, wenn es ihn nicht als Rassisten geoutet sondern nur beim Poppen gezeigt hätte, wäre er erheblich weniger sauer.

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teflonhirn 19.03.2016, 17:57
4. Gawker bedeutet Glotzer

Das ist die selbe Sorte Journalismus, die auch von den Papparzzi bedient wird, die mit dem Teleobjektiv in die Schlafzimmer linsen

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sok1950 19.03.2016, 18:34
5. ein Text-Artikel über das Video hätte als Information gereicht

aber mit den Videoausschnitten wurden alle Grenzen überschritten. Na ja, aber ein Text-Artikel hätte nur einen Bruchteil der Klicks (und damit Werbeeinnahmen) gebracht.

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sumpremerulerxenu 19.03.2016, 19:27
6.

Mit Gawker trifft es genau die Richtigen. Die, die sich als oberste Sittenwächter und Hüter journalistischer Integrität während des "Fappening" (geklaute Nacktbilder und Videos weiblicher Promis) aufgespielt haben, warfen diese Moral über Bord, als es ein männliches Opfer betraf. Übrigens gab es auf SPON damals keine Links zu den entwendeten Videos der betroffenen Damen - aber ein echter Kerl wie Hulk Hogan kann das bestimmt verkraften, wenn man hier das zur Diskussion stehende Video bewirbt....

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joG 19.03.2016, 20:52
7. Was nicht öffentlich ist....

.....und versteckt wird, bietet die Möglichkeit für Erpressung. Daher verlangt man von Geheimnisträgern, daß sie alles dem Arbeitgeber mitteilen, das sie verwundbar machen könnte.

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stefan.p1 19.03.2016, 20:54
8. Vor 10 Tagen noch vom Spon

in einem schlecht recherchierten Artikel nieder geschrieben und jetzt 115-also 15 Mill Dollar mehr als gefordert, vor Gericht erstritten. Für mich sieht das nicht nach einem "Niedergang des Hulk Hogan" aus!
Fraglich bleibt allerdings ob die Website das Geld auch nach der Berufungsverhandlung noch hat.

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loncaros 19.03.2016, 21:30
9.

Man muss schon sehr blasiert sein, um sämtliche kritische Berichterstattung mit einem billigen Sexvideo gleichzusetzen.

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