Forum: Panorama
Qualvolle Exekution: Obama lässt Hinrichtungspraxis prüfen
DPA

Der 43-minütige Todeskampf von Clayton Lockett hat politische Folgen. Nach der qualvollen Exekution in Oklahoma ordnet Präsident Obama eine landesweite Überprüfung der Hinrichtungspraxis an.

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sun.warrior 03.05.2014, 09:57
1. 30Jahre...

benötigt die Justiz in den USA, ein Alibi zu prüfen? Zum Überprüfen, ob der Beschuldigte überhaupt am Tatort gewesen sein kann?
Irrenhaus.

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seppelheimer 03.05.2014, 09:58
2. Christen?

Auge um Auge? Das neue Testament scheint diesen Pseudochristen völlig unbekannt zu sein. Ihr Gott ist wahrscheinlich einer mit zwei Hörnern. Der Teufel US-amerikanischer Prägung dürfte sich über so viel Einfältigkeit auf jeden Fall freuen.

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subcomandante_m 03.05.2014, 10:03
3. Die leuchtende Fackel der Zivilisation ...

Zitat von sysop
Der 43-minütige Todeskampf von Clayton Lockett hat politische Folgen. Nach der qualvollen Exekution in Oklahoma ordnet Präsident Obama eine landesweite Überprüfung der Hinrichtungspraxis an.
"In den USA, die 2013 mit 39 Hinrichtungen weltweit auf Platz fünf stehen, waren erneut das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent, wo überhaupt Menschen hingerichtet wurden."

weitere Kommentierung überflüssig

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Louis Corda 03.05.2014, 10:11
4. Was für ein Land..shame on you

Hinrichtung von geistig Behinderten in den USA

Zwischen 1977 und 2001 wurden mindestens 44 Gefangene mit geistigen Behinderungen hingerichtet. Erst am 20. Juni 2002 erklärte der Oberste Gerichtshof die Hinrichtung von Straftätern mit einem gestörten geistigen Entwicklungsstand für nicht mit der Verfassung vereinbar.

Dennoch ist die Vollstreckung der Todesstrafe an geistig Kranken weiterhin erlaubt! Voraussetzung dafür ist, dass der Todeskandidat versteht, wie und wofür er hingerichtet werden soll. Mehrere hundert psychisch kranke Straftäter warten aufgrund dessen in den USA auf ihre Exekution.

2004 wurden zwei geistig Behinderte, 2005 einer und im Jahr 2006 mehrere Menschen exekutiert, die unter erheblichen Störungen ihrer geistigen Gesundheit litten.

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ede-wolff 03.05.2014, 10:12
5. Auge um Auge ?!

Wer sich auf alte Dokumente oder Überlieferungen beruft, sollte auch wissen, was darin ausgedrückt wird! Die Vorschrift "Auge um Auge" ist etwa 4000 Jahre alt und war zu seiner Zeit ein großer Fortschritt (und ist damals vermutlich ebenso erbittert bekämpft worden wie später - und heute - "Liebet eure Feinde"). Er besagte nämlich klar: wer einen andern um ein Auge bringt, darf nur mit dem Verlust eben auch eines Auges bestraft werden, also nicht um zwei Augen gebracht werden.

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Linksruck 03.05.2014, 10:20
6. Todeskampf

Zitat von sysop
Der 43-minütige Todeskampf von Clayton Lockett hat politische Folgen. Nach der qualvollen Exekution in Oklahoma ordnet Präsident Obama eine landesweite Überprüfung der Hinrichtungspraxis an.
Man könnte meinen, diese Art von Exekutionen seien gewollt. Wie werden in den U.S.A. eigentlich Patienten für Operationen narkotisiert, wie Tiere eingeschläfert?
Da arbeitet ja inzwischen jeder deutsche Schlachthof humaner.

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bonesonstones 03.05.2014, 10:21
7.

Man kann die Todesstrafe befürworten oder ihr Gegner sein. In beiden Fällen darf man aber nicht vergessen, dass dies kein "staatlich angeordneter Mord" war, wie ich es im Forum des letzten Artikels gelesen habe. Im Rechtssystem der USA ist diese Möglichkeit der Bestrafung verankert. Auch nach 20 Jahren können neue Beweise zu Tage treten, neue Zeuge , revidierte Aussagen... nicht umsonst sind die Prozesse, die vor einer Hinrichtung geführt werden, so unglaublich langwierig.
Wir haben ein anderes Rechtsverständnis das uns allerdings nicht dazu berechtigt, diese Praxis und die Regierung als "irre" oder "mörderisch" oder schlimmeres zu bewerten. Immerhin wäre der Ausgang einer Volksabstimmung wohl relativ klar.
Ich bin kein Unterstützer der Todesstrafe und der Tod dieses Mannes war ohne Zweifel unnötig qualvoll, aber wenn ich von seinen Verbrechen und denen anderer Todeskandidaten lese, kann ich kein wirkliches Mitleid empfinden.

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knapi 03.05.2014, 10:22
8. über hinrichtungen

und deren vollstreckung steht nichts in der us-verfassung. insofern sind nur die bundesstaaten selber dafür zuständig und nicht präsident obama. das verstehen aber unsere moral demokraten hier nicht

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krfzlwmpf 03.05.2014, 10:27
9. Erschreckend

Die USA - ein wahrhaft christliches Kulturvolk. Aber in der Türkei mahnen wir die Menschenrechte an. Vielleicht wäre besser Herr Gauck anstelle Frau Merkel nach Amerika gefahren.

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