Forum: Panorama
Rassismus-Vorwürfe: Tönnies, Wurst und Wahn
Axel Heimken/ DPA

Sommermärchen 2019: Clemens Tönnies hat das Edelste in den Deutschen geweckt. Den Rassismus, über den sich so viele empören, schöpfen manche aus sich selbst. So viel Moral war selten.

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Wahrheit2011 16.08.2019, 19:36
470. Dann ist die Sache jetzt klar

Clemens Tönnies ist für mich rehabilitiert. Es ist in mehr als 200 Beiträgen, die ich gelesen habe, keinem einzigen User gelungen, konkret die Stelle zu benennen, die als "grobe Form des Rassismus" oder wenigstens überhaupt "Rassismus" bezeichnet wird.

Sowohl der Bundesrichter a.D. Thomas Fischer als auch meine Person und viele andere haben hier im Forum darum gebeten, konkret diese Stellen zu bezeichnen aus der Paderborner Rede. (Schalker Boss.)

Fehlanzeige. Das ist Wahnsinn!

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pck2 16.08.2019, 19:44
471. @465 spon_4_me

Zitat von spon_4_me
Sie haben recht: Der versuchte Platzverweis steht mir nicht zu und war ungehörig. Man hat sich denn doch nicht immer so unter Kontrolle wie die Gouvernante es einst lehrte. Ich hoffe, Sie können meine Entschuldigung annehmen. Ich würde Sie wirklich vermissen, wenn Sie woanders posteten.
Machen Sie sich keinen Kopf, alles halb so wild, ich bin, wie gesagt, seit über 30 Jahren online (nicht permanent), so was kommt halt mal vor, und wirklich persönlich nehme ich in Diskussionsforen ohnehin nichts mehr. Ich finde es auch gerade gut, wenn man nicht immer zwischen den Zeilen lesen muss, was die Motivation der Kommentatoren betrifft. Da ist mir ein schroffes Wort zwischendurch durchaus lieber als gestelzte Höflichkeit oder die Heuchelei von Edelseelen wie wir sie unter dieser Kolumne wieder ausführlich bewundern dürfen.

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Patrik74 16.08.2019, 19:49
472. Schön für sie

Zitat von Wahrheit2011
Clemens Tönnies ist für mich rehabilitiert. Es ist in mehr als 200 Beiträgen, die ich gelesen habe, keinem einzigen User gelungen, konkret die Stelle zu benennen, die als "grobe Form des Rassismus" oder wenigstens überhaupt "Rassismus" bezeichnet wird. Sowohl der Bundesrichter a.D. Thomas Fischer als auch meine Person und viele andere haben hier im Forum darum gebeten, konkret diese Stellen zu bezeichnen aus der Paderborner Rede. (Schalker Boss.) Fehlanzeige. Das ist Wahnsinn!
Selig sind die geistig armen und jene, die unter Dyslexie leiden...

Vermutlich ist auch Tönnies nur falsch verstanden worden, war so nicht gemeint - das wird mal wohl noch sagen dürfen (kommt ihnen das Muster bekannt vor? Muss wohl Zufall sein).

Wir leben in Zeiten, in denen unter dem Vorwand der freien Rede Alltagsrassismus wieder hoffähig gemacht wird; und jeder der das (krampfhaft) ignoriert, mach sich dabei mitschuldig.

Aber keine Sorge: Mit "nicht erkennen können" befinden sie sich in "allerbester" Gesellschaft...

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shrufu 16.08.2019, 19:51
473. Füße und Bälle

"Köln ist besser als Dortmund. Nee, Leverkusen ist besser als Schalke. Nee, Schalke ist besser als Köln. Nee, Dortmund ist besser als Leverkusen" .. der ist nicht schlecht! Kreisrund und am Ende wird Leverkusen vllt erster wenn nicht was anderes passiert. Hach ja Fussball ist so interessant..

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fotobiene 16.08.2019, 19:53
474. Ergänzung macht es auch nicht besser

Zitat von Thomas Fischer (SPON-Kolumnist)
Schön, dass Sie die "Hottentotten" erwähnen, was, wie Sie sicher wissen, eine rassistische Beschimpfung der Khoikhoi durch die Buren war. Mit den Khoikhoi (Nama u.a.) kennt sich der deutsche Entwicklungshelfer ja bekanntlich aus. Was mir entgangen war ist, dass "wir" uns bemüht haben, den Hottentottenj "unsere Zivilisation" zu spendieren. Ich hatte / habe eigentlich immer den Eindruck, dass wir uns von Ihnen unsere Zivilisation haben spendieren lassen. Aber das ist dem deutschen Afrikafreund vielleicht zu filigran gedacht.
Darum habe ich "die Hottentotten", wie Sie unschwer erkannt haben, in Tütelchen gesetzt.
Wenn Ihnen diese kolonialistisch-rassistische Sichtweise entgangen sein sollte, kann ich ihnen Quelle oder sogar Personen nennen, die diese Sichtweise vertreten, Sie können aber auch einfach versuchen zu verstehen, was der Afrikafreund T. da sagte.

Dies allerdings finde ich eher wirr:

"Daher ist er auf die Idee gekommen, es sei "rassistisch", den "Hottentotten" Kraftwerke zu spendieren, statt sie in ihrer Zivilisation des Feuerchen-Machens zu bewundern. Deshalb möchten auch so viele Hamburger nach Somalia flüchten und nehmen größte Gefahren auf sich, um der elenden Kraftwerks-"Zivilisation" im Schatteh der Elbphilharmonie zu entkommen und sich in die Geborgenheit intakter Dorfgemeinschaften zu integrieren."

Das Gute ist ja, daß wir "denen" in Sachen "Wie man den Planeten zugrunderichtet" weit voraus sind und das auch wissen.
Unsere erhabene "Zivilisation", Glücksbringer über "die in Afrika", kann, da bin ich zuversichtlich, auch neue Lösungen bringen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, daß diese Lösung auch von "denen in Afrika" entwickelt wird, es gibt schon gute Hinweise darauf, Quellen gerne bei Bedarf.

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ELOquenz 16.08.2019, 20:24
475. Klar?

Zitat von Wahrheit2011
Clemens Tönnies ist für mich rehabilitiert. Es ist in mehr als 200 Beiträgen, die ich gelesen habe, keinem einzigen User gelungen, konkret die Stelle zu benennen, die als "grobe Form des Rassismus" oder wenigstens überhaupt "Rassismus" bezeichnet wird. Sowohl der Bundesrichter a.D. Thomas Fischer als auch meine Person und viele andere haben hier im Forum darum gebeten, konkret diese Stellen zu bezeichnen aus der Paderborner Rede. (Schalker Boss.) Fehlanzeige. Das ist Wahnsinn!
Das ist wenn schon dennschon haarscharf vorbei, auch wenn man tatsächlich keinen Rassismus nachweisen kann.

Zitat: Völlig abstrus wird die Beurteilung des Schalker Ehrenrates dann, wenn er Tönnies bescheinigt, zwar sich einerseits nicht rassistisch geäußert zu haben, aber andererseits doch gegen das Diskriminierungsverbot des vereinsinternen Leitbildes verstoßen zu haben. Spätestens damit ist dieser Vorgang als Winkelzug entlarvt und der Ehrenrat seiner Ehre beraubt. Denn was ist denn bitteschön die pauschale Diskriminierung gegenüber einer bestimmten Gruppe der Weltbevölkerung, wenn nicht: Rassismus?

https://www.deutschlandfunk.de/causa-toennies-echte-reue-sieht-anders-aus.720.de.html?dram:article_id=455773

Übrigens denke ich nicht das man sich über Tönnies erst empören muss, empörend ist für mich seine Rede im Gesamtkontext betrachtet schon von ganz alleine...

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andy70 16.08.2019, 21:21
476. @Steueragenta

Sie haben emotional abgewatschte Granden der Kommentatorenszene erfühlt? Nunja, Gefühle sind halt subjektiv und furchtbar trügerisch. Ich finde, dass sich viele Kritiker des Kommentars hervorragend geschlagen haben, was zugegeben, bei den recht lauten Antworten des Verfassers, die rhetorisch geschickt, flapsige Ungenauigkeiten aufblasen und entwaffnend Substanzielles ignorieren, nicht ganz einfach ist...

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Ein Stein! 16.08.2019, 21:27
477. Ob etwae zu lesen sich lohnt, weiß man für gewöhnlich erst,

Zitat von spon_4_me
Stimmt. Auch Thomas Mann ist sehr ausschweifend. Und Jean Paul, dieser leider weitgehend vergessene Dichter, ist noch ausschweifender. Von Kleist ganz zu schweigen. Ein Glück, dass wir heute Twitter haben - Faust oder Macbeth kann man locker in 140 Zeichen zusammenfassen. Ich verstehe Null, dass Leute sich durch fünf Akte gestelzter Verse quälen.
wenn man es gelesen hat.
Es ging in meienm Beitrag um die regelmäßig (zu) langen Texte von Herrn Fischer. Ich habe dennoch meistens Spaß dabei und vermute als einen Grund die Länge der Beiträge.

Dass sich Leute durch gestelzte Verse quälen kann ich durchaus nachvollziehen, denn oftmals werden daraus trotz der Länge gelungene Gesamtwerke. Natürlich nicht immer, Ihre Aufzählung ist da schon recht exemplarisch.
Aber auch kurze Texte können (in meinen Augen) wertlos sein.
Als Beispiel benenne ich mal Ernest Hemmingways "Der alte Mann und das Meer", dieses nur wenige Dutzend Seiten umfassende Buch war wunderbar kurz und für mich nichtssagend.
Wenn man aus diesem Text das Wort "Fisch" entfernt, bleibt nur noch zwei Drittel Text übrig.

Es war das mit Abstand langweiligste von mir jemals zuende gelesene Buch.

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MoNichtsoZart 16.08.2019, 21:50
478. 395. @ pck2

Sie können Sloterdijk's Gedanken zur identitätsstiftenden Stressnotwendigkeit hier nachhören: https://www.youtube.com/watch?v=aN71TQEyC_Y
Ich hatte übrigens "urbane Diskurs-ELITEN" geschrieben, also im Plural. Sie zitieren mich fälschlich im Singular. Dieser kleine Unterschied ist wichtig: mir ist bewusst, es kann hier nicht um eine homogene, klar umrissene Gruppe gehen. Das Milieu ist vielschichtig und deshalb schwer zu erfassen. Wir alle scheitern täglich daran, aus den immer komplexer werdenden Identitätsstrukturen und ihren Problemen unsere begründeten Schlüsse zu ziehen. Trotzdem müssen wir die Dinge irgendwie "benennen", wenn wir in die Debatte eintreten. Wie soll das sonst funktionieren? Herr Fischer geht hier meines Erachtens im guten Beispiel voran, indem er sich die Mühe macht, für das Format der Kolumne ungewöhnlich detailliert zu schreiben. Und er nimmt seinen Job ernst, indem er sich auch als Kommentator einmischt. Ich würde mir das auch von anderen Kolumnist*innen wünschen. Betreffend des religiösen Überbaus, den wir über den Institutionen der Wissenschaft, Kunst und Moral weggesprengt haben: das erinnert mich an Kierkegaard und seine drei Phasen der Weltaneignung: der Ästhetischen, der Ethischen und der Religiösen, die ja alle Drei immer etwas mit der Erfahrung von Verzweiflung an der Existenz zu tun haben.

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Margaretefan 16.08.2019, 22:02
479. @ fotobiene Beitrag 461

Liebe Mitforistin, zunächst muss ich mich dafür entschuldigen, dass die Beitragsnummern hier leider eher dynamisch und nicht starr vergeben werden. Soll heißen, dass die Beitragsnummer, die ich für Ihren Beitrag angab und auf dem sich meine Antwort beziehen sollte, leider nicht mehr korrekt ist. Sorry, konnte ich nicht ahnen... Jedenfalls schrieben Sie folgendes: "Übrigens, zur Schlußfrage: "Zum Schluss noch eine Gegenprobe: Eine afrikanische Managerin sagt auf der Handwerksmesse in Nairobi: "Statt uns zu belehren, sollten die Europäer weniger Plastikmüll erzeugen und ihren Kindern weniger Autos kaufen". Muss die Frau wegen Rassismus aus allen Ämtern entfernt werden?"" Nein, kein Rassismus, denn diese Aussage ist nach allen derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen korrekt - im Gegensatz zu den Aussagen von Tönnies." Darauf bezog sich meine Antwort. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die nach Ihrer Meinung die Aussagen der Dame aus Nairobi stützen, interessieren mich. Ich meine, dass es keine Wissenschaft gibt, die sich mit derartigen Aussagen befassen. Bitte nicht falsch verstehen! Ich unterstütze die Aussage der Dame aus Nairobi! "Wir" (Europäer?) mischen uns heute gern in afrikanische Belange ein. Hungernden oder "nur" bitterarmen Menschen das Töten von schützenswerten Tieren zu verbieten, ist ähnlich gelagert. Die Afrikaner selbst, hätten es eher nie geschafft, die Bestände von Elefanten und Co so zu dezimieren, dass sie als gefährdet angesehen werden müssen. Ohne unser dazutun quasi unmöglich. Wir haben es allerdings geschafft, Wolf, Wisent, Biber, Bär und was weiß ich nicht noch alles in unseren Breitengraden auszurotten. Zaghafte Versuche diese Tierarten hier wieder heimisch zu machen, führen regelmäßig zu Problemen. Problembär in den Alpen. Problemwölfe im Norden. Probkemwisente im Sauer- bzw Siegerland. Müssen halt gekillt werden. Geht nicht anders. Gefährden Menschen, Schafe oder wertvolle Flora. Da schützt der gemeine Deutsche doch lieber Elefanten und Löwen im entfernten Afrika und erklärt die Wilderer als den Teufel. All das, hat nur mit dem zwar stinkreichen, aber dennoch nichtigen Clemens Tönnies, der sich vor einer handverlesen Horde Handwerkerbossen und Kirchenvertreter beifallsheischend im Ostwestfälischen aufplusterte nichts zu tun. Auch dazu hat sich die Wissenschaft nie geäußert. Egal. Auch Ihnen ein schönes Wochenende :-) Morgen ist Saisonstart des BvB gegen die Fugger aus Augsburg und ich habe noch ne recht gute Karte übrig. Das ist mein völlig unwissenschaftliches Problem ;-)

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