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Rauchen, trinken, kiffen: Habe ich ein Recht auf Rausch?
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Wenn Rausch durch Alkohol hervorgerufen wird, ist er rechtens, finden Gerichte. Aber warum sind Bier und Schnaps erlaubt, Cannabis aber nicht? Und unter welchen Voraussetzungen könnte sich das ändern?

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Sonnenschein11 27.02.2016, 13:04
1. Es ist sogar noch abstruser

Alkohol ist ein anerkanntes Nervengift. Sprich, Alkohol ist Gift pur.
Gras hat heilende Wirkungen. Sicher immer im Maßen, aber Gras ist eine anerkannte Medizin, die auch von der Schulmedizin als solches eingesetzt wird.
Schon verrückt die Welt.

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learner78 27.02.2016, 13:07
2. Freigabe!!!

Ich selbst konsumiere kein Cannabis und würde es auch in der Legalität nicht machen. Dennoch bin ich zu 100% für eine Freigabe. Jeder soll machen was er für richtig hält. Außerdem könnte man so die Drogenkriminalität aushebeln.

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uksubs 27.02.2016, 13:09
3. dann wird es aber zeit

schön, dies auch einmal von der warte aus zu betrachten. allerdings hinkt der artikel der aktuellen debatte weit hinterher. 9, 5 millionen menschen in deutschland konsumieren in gesundheitsgefährdender menge, 1, 9 millionen sind alkoholabhängig. vor allem jedoch diese 9, 5 millionen sind 12%, kinder, jugendliche und sehr alte eingerechnet. 74000 sterben regelmäßig an den wirkungen von alkohol. 600000 sollen es sein, die gesundheitsschädigend cannabis konsumiern. ja, warum nur ist das eine verboten und das andere nicht. hier wird es im prinzip damit erklärt, dass cannabis zu spät auf seine folgen hin untersucht wird, was meiner meinung nach kein haltbares argument ist. ich gehe ehrlich gesagt sogar davon aus, dass es für viele erwachsene, die nun mal zu der bevölkrungsgruppe von ca. einem drittel angehören, welches sich gelegentlich berauscht, noch die beste alternative ist.

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tkwm 27.02.2016, 13:17
4. Juristen und Wissenschaftler -

das geht nicht zusammen.

Der Mensch verfügt über ein körpereigenes Cannabinoidsystem. Dergleichen gibt es für Nikotin oder Alkohol nicht, beides Zellgifte die sonst in unserem Körper keine Funktion haben.
Wenn hier irgendwelche Substanzen verboten werden sollten, dann Nikotin und Alkohol! Ein solches Verbot funktioniert aber nicht nur nicht, es würde auch mehr Schaden anrichten als nutzen.

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luigi.torinese 27.02.2016, 13:19
5. Wir lieben die Toten in Deutschland, aber nur die Richtigen...

In Deutschland sterben an/an den Folgen...

120.000 Nikotin
80.000 Krankenhauskeime, Nosokomiale Infektionen
60.000 Alkohol und Folgen
3.500 Strassenverkehr
100 Tote Heroin

Cannabis? Nichts bekannt !

Was, oder wer macht hier eigentlich wirklich Schäden?

Ist doch alles lachhaft...

;-]]

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moe.dahool 27.02.2016, 13:20
6. Politische Entscheidungen

Warum ist Alkohol erlaubt, Cannabis verboten? Mit "Verankerung in der Gesellschaft" zu argumentieren ist zwar richtig, aber zu kurz gefasst. Was würde denn mit derjenigen Partei passieren, die Alkoholverkauf und -besitz unter Strafe stellen würde? Sie würde wahrscheinlich vom Wähler abgestraft werden, was quasi der politische Tod für so manchen Politiker wäre. Weiterhin sind Brandwein- und Tabaksteuer unverzichtbare Einnahmequellen für den Fiskus. Und, auch wenn es zynisch klingt, die Anzahl derer, die bis ins hohe Alter die Sozialsysteme belasten, wird reduziert. Von Canabis hängen keine Arbeitsplätze ab, es gibt keine Lobby, und, und, und. Alles in allem halte ich die Diskussion rein machtstrategisch und finanziell motiviert.

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vertitude 27.02.2016, 13:24
7. Unlogisch

Dass Marihuanabesitz und - genuss stigmatisiert sind und Alkohol dafür massiv beworben wird und gesellschaftlich anerkannt ist, ist sowieso ein Witz. Man schaue sich nur die Statistik der begangenen Straftaten bzw. Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss an, um zu sehen, dass hier ein massives Ungleichgewicht herrscht. Mal abgesehen von der Masse der Leute, die sich totgesoffen bzw. sich selbst und ihre Familie wg. ihrer Abhängigkeit ins Unglück gestürzt haben. Dass Haschischkonsum im Vergleich zu Alkoholmissbrauch gefährlicher ist, ist für mich noch nicht bewiesen worden. Aber solange der Staat nicht ordentlich mitverdienen kann, wird sich hierbei wohl nichts ändern...

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derpif 27.02.2016, 13:26
8. my body is my temple

Den Staat geht es nichts an was Erwachsene ihrem Körper freiwillig zuführen. Dieser Körper gehört mir, der Inhalt ist mein Hoheitsgebiet, in diesem gelten meine Gesetze. Es ist nicht hinnehmbar das jemand versuchen könnte mich in dieser Hinsicht einschränken zu wollen. Jeder Versuch ist zu scheitern verurteilt, und ein nicht tolerierbarer Eingriff. Wie erklärt man eigentlich das der Anbau von Cannabis in Deutschland eine Gefahr darstellt, in Teilen der USA oder NL aber nicht? Sind die Leute dort verblödet oder leichtsinnig, ist es das was man sagen will?
Der Staat hat bei diesem Thema die Aufgabe für eine Qualitätskontrolle zu sorgen, die Einhaltung der StVo durchzusetzen und Kinder und Jugendliche zu schützen(und NUR die). Jugendschutz bedeutet nicht das Erwachsene eingeschränkt werden dürfen. Weiterhin sind die Gesetze seit jeher komplett unwirksam. Merkt aber keiner. Es gibt keine Substanz die aufgrund des Verbots tatsächlich irgendwie im Handel eingeschränkt oder gar unerhältlich ist. Die Gesetze sind lediglich die Ursache das gestreckt wird, mit weitaus schlimmeren Auswirkungen für die Gesundheit des Users als die Droge selbst.
Schlussendlich, jeder der Drogen nehmen will tut dies. Und das wird immer so sein. Es handelt sich um eine Privatsache, darüber hat niemand zu richten, ausser der Konsument selbst

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bananenkeks 27.02.2016, 13:26
9. 5 jahre

5 jahre haft um den bürger vor sich selbst, also vermeindlichen gesundheitlichen risiken, zu schützen. das klingt sehr interessant. was bis zu fünf jahre haft für den einzelnen durchschnittsbürger bedeuten ist mit cannabiskonsum ja kaum vergleichbar. hr. maas an die arbeit

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