Forum: Panorama
Reaktion auf die Übergriffe in Köln: Zornig, aber nicht blind
DPA

Nach den Übergriffen der Silvesternacht in Köln schäumt die Wut in den sozialen Netzwerken. Der Zorn ist verständlich - aber er darf nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten.

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schreckgespenst 05.01.2016, 14:35
190. Blubb

Zitat von muxonarization
Als bei uns die Grundmauern der Bundesrepublik hochgezogen wurden, haben sich (gabs damals wirklich) große Politiker schon was dabei gedacht, nicht jeden Sträfling so lang wie nur irgend möglich einzusperren.
Das Strafgesetzbuch und die Urteile waren in den Gründungsjahren der Bundesrepublik (bis Ende der 1960er) deutlich strenger, als heute. Entsprechend ist Ihre Aussage nicht korrekt. Erst mit der großen Strafrechtsreform wurde bspw. das Zuchthaus usw. abgeschafft.

Ähnlich wie sich die Straftaten und die Straftäter verändern, können auch die Strafen wieder verändert werden.

Hier wäre es an Herrn Maas, entsprechende Vorschläge zu machen. Ich gehe jedoch jede Wette, dass er in der nächsten Woche sich bereits wieder gegen "reflexhafte Scheindiskussionen" "Dumpfen Rechtspopulismus" wehren wird.

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Wofgang 05.01.2016, 14:36
191.

Zitat von stahlwerk
gibt es auch leute die wollen einfach nur den zug nach hause nehmen....
Das mache ich auch sehr häufig, aber auch dann halte ich mich nicht auf dem Bahnhofsvorplatz auf, sondern gehe vom Parkplatz/S-Bahn/U-Bahn/Bus direkt zum Gleis. Eventuell noch an den Geschäften vorbei.

Der letzte Platz wo ich Sylvester feiern würd eist der Bahnhofsvorplatz. Insbesondere als Frau.

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balotelli 05.01.2016, 14:36
192. Dasselbe Phänomen ....

Zitat von m.breitkopf
Warum hat der Spiegel eigentlich 3 Tage (bis 4.1. 17.21 Uhr !) gebraucht um diese Nachricht zu veröffentlichen? Auf seiner Homepage macht er derweil Eigenwerbung: "Der Spiegel - Keine Angst vor der Wahrheit" !
.... bei der Polizei in Köln! Wie bei ntv zu lesen ist, sprach die Kölner Polizei am 01.01.2016 um 08:57 Uhr von einer "entspannten Einsatzlage". Erst im Laufe des 2. und 3.Januar sah man das dann klarer, um schließlich am 04.01.2016 um 12:12 Uhr zu einem Pressegespräch einzuladen, bei dem das ganze Ausmaß klar wurde. Entweder haben die Einsatzkräfte am 31.12.2015 vor dem HBf und auf der Domplatte gepennt, oder man hoffte danach, um eine nennenswerte Veröffentlichung der Geschehnisse herumzukommen.

So viel zum Thema Offenheit und Objektivität in diesem Land.

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PolitBarometer 05.01.2016, 14:36
193.

Schade, dass so etwas auf deutschem Boden passiert, aber so ganz unvorhersehbar war es auch nicht, Flüchtlingssituation hin oder her.
Schon rechtzeitig um die Weihnachtsfeiertage herum und auch nochmals vor der Silvesternacht wurde in Belgien eine erhöhte Terrorwarnstufe für die großen Städte inkl. Haupstadt ausgegeben. Es ging zwar primär dabei um Anschlagsvereitelung, analog dazu wäre es dennoch sinnig und stimmig gewesen, die erhöhte Wachsamkeit und Polizeipräsenz auch auf deutsche Großstädte auszuweiten. Einzig München hatte tatsächlich zusätzlich massive Vorkehrungen getroffen, da ein konkreter Terrorverdacht im Raum stand.
Wer sich heute noch zu Anlässen wie Silvester, Karneval oder sonst einem Mumpitz in so große Menschenmassen begibt, dem ist in der Tat nicht zu helfen. Mag sein, dass es Spasspublikum gibt, die so etwas brauchen, aber die müssen dann auch mit den Konsequenzen leben können.

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Central Park 05.01.2016, 14:37
194. Mit keiner Zeile

Ich finde den Kommentar ziemlich mau. Man möge doch "keine voreiligen Schlüsse" ziehen. Aha. Geht es noch platter? Man möchte dem Autor die Gegenfrage stellen: in welcher Lebenslage überhaupt sind "voreilige Schlüsse" denn zu empfehlen? Mir fällt so spontan keine ein.

Um ein Thema macht der Autor, wie andere Journalisten auch, dagegen einen weiten Bogen. Mit keiner Zeile geht er der Frage nach, warum es ganze vier Tage brauchte, bis die Vorfälle die bundesweite Medienöffentlichkeit erreichten. Wenn in Dubai ein Hochhaus brennt, erfahren wir davon noch live in der Silvesternacht.

Wenn Horden von Männern vor unserer Haustüre Hatz auf Frauen machen, braucht es vier Tage, bis die Nachricht durch alle redaktionsinternen Prüffilter gelaufen ist? Vom Dom- zum Wallraffplatz sind es Luftlinie 500 Meter. Von dort hört man aber nur das Klappern der Scheren im Kopf.

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in_peius 05.01.2016, 14:38
195. Soviel zu den Themen...

Zitat von Maximilien.de.Robespierre
Als ich bei der Bundespolizei Anzeige erstattete, wurde mir gesagt, dass das eine polizeibekannte marokkanisch-algerische Bande gewesen sei. Nach 4 Monaten wurden die Ermittlungen eingestellt (Ich erhiehlt einen Brief von der Bundespolizei).
Rassismus und Unschuldsvermutung seitens deutscher Exekutive. Dass diese mangelnde Professionalität dann letztlich gar in der Kundgabe an den Bürger kulminiert, ist im Grunde eine Dienstaufsichtsbeschwerde wert, zumal in Zeiten, in denen sog. Flüchtlingsheime zu Dutzenden in Brand gesteckt und Menschen ihrer Herkunft wegen körperlich angegriffen.

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Radiosepp 05.01.2016, 14:38
196. Köln hat schon länger Probleme

Ich (35) bin in direkter Kölner Nachbarschaft groß geworden und so sehr mich diese Ereignisse auch fassungslos machen, sie überraschen mich nicht.
Köln hat schon seit vielen Jahren ein Gewaltproblem: räuberische Erpressungen von Handys, Geld (zu meiner Jugend auch Markenschuhen und Jacken) am Hans-Böckler-Platz, in Ehrenfeld, Deutz, Mühlheim und unzähligen anderen Veedeln auf angetrunkene Partygänger, die eigentlich nur mit der Bahn nach Hause wollen.

Das was wir hier am Hauptbahnhof gesehen haben ist nur die logische Weiterentwicklung der "Antanz-Masche" der vergangenen Jahre, in dem die Gewalt und eine sexuelle Komponente addiert wurde.

Die Schuld tragen nicht die Polizisten, die am Anschlag arbeiten und - ich selbst war auch schon mal ein Diebstahlopfer - sich wirklich bemühen so gut es geht zu helfen. Wir sind auch schon mit anderen Geschädigten in einem Streifenwagen nachts durch Ehrenfeld gefahren, um nach den Tätern Ausschau zu halten.

Aber selbst wenn der relativ unwahrscheinliche Fall der Täteridentifikation eintritt, so ist die lasche Justiz eher Motivation als Abschreckung.
Dennoch darf man nie vergessen, dass das Miteinander in Köln überwiegend gut funktioniert: Man kennt sich eben.
Es ist wichtig, dass besonnen, aber mit aller Härte reagiert wird, aber noch viel wichtiger, die Dimension dieser Taten nicht als Einzelfall abzutun, sondern als reales Gefährdungsszenario für die Zukunft im Blick zu haben.

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flipbauer 05.01.2016, 14:40
197. aber

Zitat von Olaf
Es ist richtig, dass man die Flüchtlinge nicht pauschal verurteilen darf. Man darf aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass der größte Teil von ihnen aus Kulturen kommt,
wichtig ist, in welcher Kultur sind sie gelandet.Und Köln
ist nun mal alles andere als die Wiege von Stil und Niveau.

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june84 05.01.2016, 14:40
198.

Zitat von Wofgang
Das mache ich auch sehr häufig, aber auch dann halte ich mich nicht auf dem Bahnhofsvorplatz auf, sondern gehe vom Parkplatz/S-Bahn/U-Bahn/Bus direkt zum Gleis. Eventuell noch an den Geschäften vorbei. Der letzte Platz wo ich Sylvester feiern würd eist der Bahnhofsvorplatz. Insbesondere als Frau.
Ach, sind wir jetzt schon so weit, dass es No-Go-Areas für Frauen gibt? Ich fasse es nicht. Wieso sollten wir Frauen uns in unserer Bewegungsfreiheit einschränken, nur weil manche sich so unfassbar schlimm verhalten? Ein Bahnhof ist ein zentraler Ort, an dem sich jeder Mensch sicher bewegen können sollte. Ob man sich unbedingt Silvester dieses Getümmel antun WILL, ist eine andere Frage. Aber Ihre Kommentare sind einfach nur unangebracht und sexistisch.

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crisalide 05.01.2016, 14:40
199. Probleme benennen

Danke für den sachlichen Kommentar, Herr Kuzmany. Er bildet ein Gegengewicht zu den teils sehr emotionalen und einseitig pauschalisierenden Kommentaren in den sozialen Netzwerken. Trotzdem vermisse ich ein wenig die realistische Betrachtung der Problematik. Ich würde mir wünschen die Schutzsuchenden mehr als Menschen und weniger als Heilige oder Teufel zu sehen, so wie es ja zur Zeit gerne praktiziert wird. Eine Eskalation dieser Art ist in gewisser Hinsicht mittelfristig absehbar gewesen. Viele der Migranten sind junge Männer um die zwanzig, aufgewachsen in Gesellschaften ohne große Toleranz-Kultur und im festen Glauben der eigenen Überlegenheit gegenüber Frauen. In muslimisch geprägten Herkunftsländern sind für diese Männer weder Frauen noch Alkohol leicht verfügbar. In Deutschland jedoch schon. Im Schutz der arabischen Peer-Group kann es dann zu solchen Entgleisungen kommen und wird es auch weiterhin kommen wenn nicht massiv gegengesteuert wird. Ich bin mir sicher, dass die Schutzsuchenden die sonst gerne von der Presse gezeigt werden, Frauen, Kinder, Familien, von diesem Verhalten genauso angewidert sind wie wir. Wir schulden Ihnen und uns eine offene und wertneutrale Diskussion über solche absehbaren Probleme sowie eine konsequente Verfolgung der Täter um das friedliche Zusammenleben zu erhalten. Dazu gehört auch der Mut zu sagen: Ja, es gibt mit Teilen der Migranten ein Problem und wir werden hier nicht nachgeben.

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