Forum: Panorama
Rechte Hochburgen: Halt! Sie werden hier noch gebraucht!
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Rechtes Denken breitet sich aus, mancherorts bestimmen Hetzer den öffentlichen Diskurs. Sollten Andersdenkende daher besser das Weite suchen? Diese Idee gefährdet so ziemlich alles, was Demokratien stark macht.

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vogelsberg 03.06.2019, 18:08
1. AFD oder andere Rechtspopulisten sind chancenlos,

wenn die sogenannten etablierten "VolksparteienPolitik" echte Politik für das Volk machen. Wenn man nach der Europawahl diskutiert, wer denn nun welchen Posten bekommt, streubt sich einem sofort das Nackenhaar.
Andere Themen treten wochenlang in den Hintergrund.
So geht es in allen Bereichen. Klimaschutz ist jetzt das Maß aller Dinge. Das interessiert die intelligenten Grünen, aber nicht alle Bürger, denen durch die bisherige Klima- und Energiepolitik immer höhere Stromrechnungen ins Haus flattern. Die Aufzählung kann man unbegrenzt fortsetzen.

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volker_reklov 03.06.2019, 18:25
2. Linkspopulisten hetzen gegenüber Rechtspopulisten

Das scheint das Problem zu sein. Die teils berechtigten Anliegen der so genannten Rechten werden nicht wahr und schon gar nicht ernst genommen, geschweige denn nach Lösungen oder wenigstens nach einer Politik, welche diese Menschen einbindet, gesucht. Diese Menschen werden diskreditiert und es wird die Parole ausgegeben „wir müssen standhafte Gegenwehr leisten“. Welch eine skrupellose Ignoranz gegenüber den sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen, die sich abgehängt fühlen, von den gut situierten linken Lehrern und Meinungsmanipulierern. Seit 40 Jahren zahlen diese Menschen in soziale Zwangskassen ein, bekommen heute nur noch ein Teil dessen, was ihnen versprochen wurde. Außer die Aussage von Politikern, Beamten und jüngeren Fast-Nichtbeitragspflichtigen, dass Zuwanderer nicht krimineller sind, dass niemandem etwas weggenommen wird, das keiner ohne Zähne rumlaufen muss usw. Das schlimme daran, selbst die SPD verliert zunehmend den Realitätsbezug und merkt es nicht...

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Teutonengriller 03.06.2019, 18:25
3. Aushalten fremder Meinungen

muß man aushalten? Das kommt ja aus berufenem Mund. Gerade hier im Forum wird doch alles weggefiltert was nicht politisch korrekt ist (nach SPOn Diktion) und Meinungen die gegen Migrationsflut sind wegen Hetzerei gesperrt, wenn nicht gleich der ganze Account gesperrt wird

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jonath2010 03.06.2019, 18:30
4. Ausgrenzung hoch zwei

Ein sehr einseitiger Artikel. Wieder geht es ausschließlich gegen die "bösen Rechten", die angeblich ein konstruktives Miteinander bei jeder Gelegenheit verderben. Dazu das Zitat des Verfassers: "Debatte ist und bleibt der Königsweg in der Demokratie. Das ist oft zermürbend und langwierig, anders geht es aber nicht." (Ende Zitat). Ja, aber da sollten die Fraktionen der etablierten Parteien im Bundestag schon mal mit dem "Königsweg der Debatte" den Anfang machen. Der AfD als größter Oppositionspartei im Bundestag wurde inzwischen in fünf (!) Abstimmungen ein Bundestags-Vizepräsident verweigert – ohne Debatte. Das nennt man Ausgrenzung hoch zwei.

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h.roemsch 03.06.2019, 18:33
5. Gleiches Recht für alle

Werter Autor, sorgen Sie auch dafür, dass ich in der Rigaer Strasse Berlins mit Deutschlandfahne in der Hand spazieren gehen kann, ohne zusammengeschlagen zu werden? Ihr Ansinnen ist gut, die Auslegung wie leider häufig einseitig.
Und wo der entvölkerte Osten sein soll, erschliesst sich auch nicht. Zu viele Klischees in einem Debattenartikel.

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spon-1279537853053 03.06.2019, 18:34
6. schöne argumente,

die leider bei den nicht liberalen rechtsaußen in unserer gesellschaft nicht immer ankommen, denn die wollen ja nicht unbedingt einen diskurs. national befreite zonen bzw. ausländerfreies deutschland oder so klingt das doch ganz oft. dann nehme man noch die sachsen cdu, die alles dafür tut, dass solche - auch rechtsfreie räume - entstehen und dann? warum soll man sich sein hedonistisches leben schwer machen? ach ja und wirtschaftlich, bildungspolitisch und sozial handeln wir doch dank steuervermeidungs fdp und privatschul-cducsuspdgrüne doch sowieso schon so!

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Hamberliner 03.06.2019, 18:36
7. kein leicht lösbares problem

Um noch nicht mitbekommen zu haben, dass braunes Denken sich hierzulande ausbreitet (wie auch in manchen anderen europäischen Ländern) muss man schon offline auf einer Südseeinsel leben. Auch hier in bestimmten SPON-Threads halten sich die Braunen inzwischen für das Normalste der Welt.

Das hier bei uns im Netz bewährte Prinzip "don't feed the trolls" ist IMHO auch und gerade den Braunen gegenüber nicht verkehrt, man sollte aber dennoch, ohne direkt auf sie zu reagieren, in der Nähe ihrer Ergüsse lieber zu oft als zu selten seine ausländerfreundliche, minderheitenfreundliche, weltoffene, obrigkeitskritische, linksliberal-fortschrittliche Weltanschaung bekräftigen, sofern man eine hat.

Bezüglich des RL finde ich die Idee dieser Kolumne nicht falsch, aber niedlich. Wer hat denn überhaupt eine Chance, seinen Wohnort auch noch nach solchen Kriterien auszusuchen? Man zieht notgedrungen dahin, wo es Arbeit gibt, wo man am erfolgreichsten Karriere machen kann, oder wo überhaupt einer der wenigen potenziellen Arbeitgeber sitzt - meine Branche besteht deutschlandweit aus drei (3) Arbeitgebern. Oder 2 1/2.

Nur eins fiel mir noch auf:
Zitat von SPON
Wer deshalb etwa Kollegen meidet[
Auf der Arbeit mit Kollegen über Politik zu diskutieren und seine politische Einstellung zu offenbaren halte ich für eine ganz schlechte Idee. Wenn man entdeckt, dass der unkollegialste parfümierteste Stinkstiefel zufällig dieselbe politische Meinung hat wie man selbst bessert dies die Zusammenarbeit mit ihm nicht, aber wenn man entdeckt, dass einer, mit dem man bisher sehr produktiv und erfolgreich zusammengearbeitet hat und den man mag, in einer völlig inakzeptablen politischen Ecke zuhause ist, dann geht sehr, sehr viel kaputt.

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locust 03.06.2019, 18:36
8.

Lassen Sie mich raten. Sie leben weder in Gera oder Cottbus, noch in Frankfurt Oder oder Chemnitz. Richtig? Jemand der so schreibt lebt genau in den ‚Liberalen Wohlfühloasen‘ die beschrieben wurden und aus diesem ‚Safe Place‘ heraus lässt es sich freilich leicht argumentieren. Wie soll man diese artikulierte wehrhafte Demokratie denn ernst nehmen, wenn der Rückzug in eine ‚Parallelgesellschaft‘ doch bereits das erste Zeugnis antidemokratischer Haltung darstellt? Ich bin es wirklich leid mir von der priviligierten Schicht erklären zu lassen was Demokratie bedeutet, auch auf die Gefahr hin, dass der Diskurs über ‚Hausbesuche‘, Einschüchterung, Morddrohungen und körperliche Angriffe führt. Ganz im Ernst, es erscheint mir weit demokratischer selbstgewählte Antidemokraten zu separieren und Sie ihre eigene Suppe auslöffeln zu lassen.

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meinsenf123 03.06.2019, 18:41
9.

Sich "ausbreiten" ist eine Sache. Leider wird intolerantes und antisemitisches Gedankengut auch importiert. En Masse und völlig unkontrolliert. Mit welch kuschligen Allianzen in Zukunft zu rechnen ist hat der Marsch in Berlin gezeigt.

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