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Rechtsstreit über Frauenparkplätze: "Es gibt ja auch kleine und schwächere Männer"
DPA

Ein Mann fühlt sich durch die Existenz von Frauenparkplätzen diskriminiert - und klagt. Er bekommt teilweise Recht, die Schilder werden geändert.

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hegoat 23.01.2019, 18:01
1.

Herrlich, wie hier Ordnungsamtsleiter Bittl mit Unwahrheiten auffährt: Laut Kriminalstatistik sind der überwiegende Teil der Gewaltopfer nämlich Männer, nicht Frauen. Und was die Argumentation der Frauenberatungsstellen angeht: Die bloße Angst, Opfer einer Straftat zu werden, wird maßgeblich durch gut gemeinte Präventionsmaßnahmen wie z.B. das Aufstellen solcher Schilder erhöht. Denn warum sollten solche Schilder sonst aufgestellt werden?

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wiese 23.01.2019, 18:30
2. Jungspund

hoffen wir, dass er auch seine Kleinkinder dann mit zum Einkaufen nehmen muss und das tatsächlich nicht der Frau überlässt.
Ich denke jeder Mann, ob Ehemann oder Freund ist froh, wenn seine Frau oder Freundin (nicht selten mit Kindern im Schlepptau) einen sicheren Stellplatz für das Auto in den Tiefgaragen hat. Gleichberechtigung hin oder her.

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m82arcel 23.01.2019, 18:36
3.

Statt die Gesetze zu ändern, weil man der Meinung ist, dass es ja nicht so schlimm ist, wenn ein paar Männer überfallen werden, sollte man solche Parkplätze vielleicht anders gestalten. Zum Beispiel, indem man sie komplett beleuchtet. Natürlich ist das teurer als ein paar Schilder aufzustellen, aber wenn alle acht Frauenparkplätze von Frauen belegt sind, wäre damit dann nicht nur den Männern, sondern auch der neunten Frau geholfen.

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dasfred 23.01.2019, 18:55
4. Ein Jura Student mit zu viel Zeit

Hier wurde mit Scheinargumenten eine sinnvolle Einrichtung angegriffen. Das damit Frauen diskriminiert werden, weil man ihnen mit den Schildern Schwäche unterstellt, glaubt der Studiosus wohl selbst nicht. Die Schilder sind ja schließlich begründet aufgestellt worden. Die Begründung des Gerichts, die Schilder müssten anders betextet werden, weil sie den Eindruck erwecken, ein Mann müsste Strafe zahlen, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird weder ein Bußgeld noch das Abschleppen angedroht.

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Orthoklas 23.01.2019, 19:03
5. Es artet immer mehr aus

Da kommt noch so viel Ärger auf die Justiz und den Gesetzgeber zu, dass diese ganze Gleichmacherei und im Gegenzug Herausstellung von Besonderheiten nicht mehr bewältigt werden kann. Heute darf sich Hinz und Kunz fröhlich diskriminiert fühlen und klagen. Eine echte Sackgasse.

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michaelmilega 23.01.2019, 19:15
6. bitte erfinden sie ein problem

als mann kann ich sagen, dass wir dringlichere probleme haben. die ungleichbehandlung im sorgerecht z.b.,
die ungleichbahndlung bei parkplätzen ist ein witz ohne pointe. diese "benachteiligung" kann ich locker wegstecken. wirklich. muss man kein gericht für bemühen. ich kann die 10 extra-meter gehen. die benachteiligung im sorgerecht hingegen inkl. bezahlpflicht und wenig mitspracherecht ist zumindest finaziell existenzgefährdend (und emotional überaus einseitig grausam).

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schlumz 23.01.2019, 19:16
7. so ein Tüddel

Na, da hat er ja richtig etwas gerissen und kann stolz sein...
Dass das besagte Schild nichts mehr ist als eine Bitte um Rücksichtnahme und natürlich auch dem Mann nicht verbietet dort zu stehen, wenn er unsicher, ängstlich oder was auch immer ist, ist doch eigentlich klar.

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ach-nur-so 23.01.2019, 19:19
8.

Warum, frage ich mich, kam überhaupt jemals jemand auf die Idee, die Dinger "Frauenparkplatz" zu nennen (ohne dafür geshitstormt zu werden) und nicht etwa z.B. "Angstparkplatz". Das wäre geschlechtsneutral und ehrlich. Und ganz ehrlich: Ja, auch Männer haben manchmal Angst. Und ich (m) sogar noch ein bisschen öfter. Wofür ich mich nicht schäme. Nur Parkplätze sind halt schwer zu finden.

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tipto 23.01.2019, 19:19
9. Wie überflüssig!

Schade, dass aufgrund unseres Justizsystems, einem solchen Kläger, mit einem für mich völlig überflüssigen Verfahren, eine Plattform zur Selbstdarstellung auf Kosten des Steuerzahlers geboten wird. Das erweckt den Eindruck, als wolle jemand schon einmal üben und es ist nichts Klügeres eingefallen.

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