Forum: Panorama
Rechtsstreit in USA: Darf eine Angestellte "Gott segne Sie" sagen?

In den USA hat eine 34-Jährige ihren Ex-Arbeitgeber verklagt. Der hatte ihr verboten, Kunden mit dem Satz "God bless you" zu verabschieden. Ein Angriff auf die Religionsfreiheit?

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SPONU 03.10.2014, 10:35
10. Grüss Gott...

..man stelle sich die ganzen Angehörigen der restlichen Weltreligionen auf Urlaub in Bayern vor. "Grüss Gott" an jeder Ecke...die fahren sicher traumatisiert nach Hause.

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peroxyacetylnitrat 03.10.2014, 10:37
11. Religionsfreiheit...

...Ist das eine, aber nach meinen Dafürhalten sollte der Arbeitgeber, zumal es in dem Fall der Staat ist (der möglichst neutral sein sollte mMn), entscheiden dürfen ob ein Mitarbeiter Propaganda für seine Religion während der Arbeitszeit machen darf oder nicht. Während der Arbeitszeit! Was jemand privat macht, ist noch mal eine andere Sache, aber ich denke man kann an einer Mautstelle auch einfach "Gute Fahrt und einen schönen Tag" oder dergleichen wünschen, da muss man nicht die eigene religiöse oder politische Überzeugung reinpacken, egal ob das "gott schütze sie", "Allah ist groß", "heil Hitler", "sozialistische grüße" oder was auch immer ist. Das ist privatsache. wenn das Gericht dort zu einem anderen Schluß kommt, fände ich das zumindest fragwürdig. Die Dame an der Mautstelle repräsentiert zumindest während ihrer Arbeitszeit den Staat und muss daher auch berücksichtigen, in welchem Licht ihr Verhalten diesen erscheinen lässt.

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alsterdorfkater 03.10.2014, 10:41
12. Es ist doch ganz einfach.

Die öffentliche Angestellte darf so etwas nicht. Laut des Vertrages von Tripolis aus dem 19. Jahrhundert haben sich die USA dazu bekannt eben ausdrücklich KEINE christliche Nation zu sein und der Staat darf einzelne Religionen nicht bevorzugen. Und ein Kommentator fragte, ob sich durch die Äußerung der Angestellten beleidigt sein könnte. Gegenfrage: wie soll mich der Wunsch durch Segen einer Märchenfigur beleidigen? Es ist mir, mit Verlaub, piepegal.

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lequick 03.10.2014, 10:42
13.

Ich selbst bin Atheist. Und als ich einen Todesfall zu verarbeiten hatte und mir wirklich GUTE Freunde Sachen wie "unsere Gebete sind mit Dir" sagten und schrieben fand ich das sehr unangenehm und unangemessen - aber da es gute Freunde waren konnte ich in Ruhe mit Ihnen darüber reden. Ich akzeptiere es völlig wenn jemand religiös ist und versuche ihn auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, aber solche Sachen wie "Gott segne Sie" will ich eigentlich nicht hören. Mir geht auch das "Grüß Gott" ziemlich auf die Nerven, ich finde diese Begrüßung sehr unhöflich. Also ich finde die Reaktion des Arbeitgebers verständlich.

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der_durden 03.10.2014, 10:43
14.

Ich würde das für mein Unternehmen auch nicht akzeptieren. Es ist das gute Recht der Geschäftsführung, im Kontext der unternehmenseigenen CI (Corporate Identity) auf bestimmte Grußformeln Wert zu legen.

Im Übrigen würde auch ich mich sehr wundern, wenn man mich als Kunden in einem Unternehmen mit "Gott segne Sie" verabschieden würde.

Wenn die Dame diese Art der freundlich gemeinten Missionierung leben mag, soll sie eben in einer kirchlichen Institution arbeiten.

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wachner 03.10.2014, 10:45
15. @märchenonkel

Hallo, jetzt bin ich mir nicht sicher, ob Sie den Artikel nicht richtig verstanden haben, oder ich Ihren Kommentar ;-). DIE FRAU hat selbst gekündigt.

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der_durden 03.10.2014, 10:47
16.

Zitat von peroxyacetylnitrat
...Ist das eine, aber nach meinen Dafürhalten sollte der Arbeitgeber, zumal es in dem Fall der Staat ist (der möglichst neutral sein sollte mMn), entscheiden dürfen ob ein Mitarbeiter Propaganda für seine Religion während der Arbeitszeit machen darf oder nicht.
Sie haben recht.

Viele Unternehmen haben eine definierte Corporate Identity. Selbstverständlich muss die Geschäftsführung anweisen dürfen, dass religiöse Grußformeln keine Anwendung finden dürfen.

Oder soll man im Gegenzug auch Satanisten Teufelsgrüße aussprechen lassen dürfen.

Religion ist Privatsache und hat im Unternehmen nichts verloren.

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xenoxx 03.10.2014, 10:47
17. Geld + Gott

Solange sich in Amerika niemand wirklich darüber aufregt, dass auf Münzen wie auf Banknoten der Satz: «In God we trust» zu lesen ist, dieser Satz ferner das Motto des Bundesstaates Florida ist, verstehe ich die Aufregung nicht.

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xenoxx 03.10.2014, 10:51
18. Gelobtes Land

Zitat von lequick
Ich selbst bin Atheist. Und als ich einen Todesfall zu verarbeiten hatte und mir wirklich GUTE Freunde Sachen wie "unsere Gebete sind mit Dir" sagten und schrieben fand ich das sehr unangenehm und unangemessen - aber da es gute Freunde waren konnte ich in Ruhe mit Ihnen darüber reden. Ich akzeptiere es völlig wenn jemand religiös ist und versuche ihn auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, aber solche Sachen wie "Gott segne Sie" will ich eigentlich nicht hören. Mir geht auch das "Grüß Gott" ziemlich auf die Nerven, ich finde diese Begrüßung sehr unhöflich. Also ich finde die Reaktion des Arbeitgebers verständlich.
In einem Land, auf dessen Banknoten sowie Geldmünzen seit 1955 der Satz «In God we trust» prangt, finde ich die Reaktion des Arbeitgebers eher ungewöhnlich - und gewiss in Amerika nicht mehrheitsfähig.

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Freiberufler 03.10.2014, 11:00
19. Wer, ohne vorher zu fragen, -God bless you- verstösst gegen meine Religionsfreiheit

denn ich habe vor allem die Freiheit, KEINE Religion zu haben. Wer mich, ohne zu fragen, unter den Deckel seiner Religion steckt, ist mindestens unhöflich. Oder auch schlimmer. ------------- Gruss vom Freiberufelr

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