Forum: Panorama
Rechtsstreit in USA: Darf eine Angestellte "Gott segne Sie" sagen?

In den USA hat eine 34-Jährige ihren Ex-Arbeitgeber verklagt. Der hatte ihr verboten, Kunden mit dem Satz "God bless you" zu verabschieden. Ein Angriff auf die Religionsfreiheit?

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feurig 03.10.2014, 11:02
20.

Ich bin auch Atheist und hätte absolut kein Verständnis, wenn mir jemand "Gott segne Sie" sagen würde, habe aber nicht im Geringsten ein Problem mit "Grüß Gott". Denn dann müsste man auch das "tschüss" verabscheuen (kommt ja von adieu). Das Erste ist eine Formulierung, ein Wunsch, mit dem genau das gemeint wird, was man sagt; die anderen zwei sind bloß Grüße, die sich von ihrer eigentlichen Bedeutung längst losgelöst haben.

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MichaelGoldberg 03.10.2014, 11:04
21. Unverständlich...

was soll an dem gut gemeinten Satz unhöflich oder gar beleidigend sein? Wenn die Welt keine wichtigeren Sorgen hat scheinen wir im Paradies zu leben. Mir geht diese ganze Wortklauberei und Haarspalterei gehörig auf die Nerven. Leben und leben lassen.

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airbuskutscher 03.10.2014, 11:04
22. Tschüss dann auch verboten?

Nachdem einige was gegen die Begrüssungsformel "Grüß Gott" haben, wollte ich nur mal darauf hinweisen, dass das gute alte Tschüss auch eine religiöse Verabschiedung darstellt, eine Ableitung von "a tschüss" darstellt, was die deutsche Entsprechung von "a deus" also "zu Gott" ist. Hoffentlich müssen sich die Atheisten-Fundamentalisten jetzt nicht vor Ekel übergeben, was sie wahrscheinlich jahrelang unwissentlich von sich gegeben haben und sich anhören mussten ;-) Ich bin übrigens kein Muslim, aber wenn ein Muslim mir "Inshallah" sagt finde ich das nicht schlimm. Aber das nennt man Toleranz. Leider haben nur wenige, die Bedeutung davon erkannt was Toleranz wirklich bedeutet.

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Tiananmen 03.10.2014, 11:07
23.

Zitat von jungcut1
Zitat: "Ihr Rechtsanwalt Greg Noble sagte CBS 2: "Mit den Worten 'Gott segne Sie' drückt sie aus, dass sie Christin ist." Zitatende. Dann hätte sie halt sagen sollen, "Have a good day, I am Christian." Dann hätten sicherlich viele gedacht, was interessiert mich das. Und wenn mich jemand mit "Grüss Gott" begrüsst, dann antworte ich "Wenn Sie ihn treffen, dann auch von mir"
Falsch! Sie heißt doch garnicht "Christian". Das wäre den Amerikanern vielleicht noch stärker zuwider gewesen, wenn sie ihren Transgender-Status so hinausgeplärrt hätte. Und eine dumm-arrogante Anwort wie die von Ihnen zitierte halte ich unter Höflichkeitsgesichtspunkten einfach nur für peinlich.

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Zaphod 03.10.2014, 11:09
24. Unternehmensfreiheit

Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter anweisen dürfen, nicht "Gott segne dich" zu sagen, so sollten sie ihre Mitarbeiter aber ebenfalls anweisen dürfen, gerade "Gott segne dich" zu sagen. Merkwürdigerweise wird jedoch die Freiheit von kirchlichen Unternehmen, ihre Glaubensgrundsätze auch im Unternehmen durchzusetzen, von vielen bekämpft.Die Religionsfreiheit wird immer mehr als negative Religionsfreiheit verstanden, dass jeder verpflichtet sein soll, seinen Glauben gerade nicht den Mitmenschen zu offenbaren. Wichtiger ist jedoch die positive Religionsfreiheit, die es jedem - auch jedem Unternehmen - erlaubt, den christlichen Glauben offen zu leben und entsprechend diesen Grundsätzen auch zu handeln!

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Tiananmen 03.10.2014, 11:10
25.

Zitat von u_hunn
Vor Jahren beendete Diana Krall ihr Konzert in Paris mit den Worten "Thank you and God bless you!" Hat man keine anderen Probleme, als sich über so was aufzuregen??
Vor Jahren hat Joan Baez ihr Konzert auf dem Killesberg eröffnet mit den Worten: "Our President is an Idiot. God bless Amerika!". Kam gut an; damals war´s noch ein anderer.

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CobCom 03.10.2014, 11:11
26.

Zitat von wachner
Sehr guter von savageflieger auf den Punkt gebracht. Witzig und treffend, dabei bin ich natürlich kein Satanist. Wegen der Allgegenwart religiöser Ansichten bis hin zu den extremsten, macht es aber Spaß, ab und an damit zu provozieren.
Eine berechtigte Beschwerde wäre es nur bei der Begrüßung:
"In nomine satanis. Die Maut, bitte!" hätte zwar eine nette inhaltliche Aussage, aber das dürfte sich der der AG verbitten...

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genugistgenug 03.10.2014, 11:13
27. Manche könnten sich schließlich beleidigt fühlen.

Es gab also nicht noch einmal eine Beschwerde darüber, sondern nur der übliche, krankhafte vorauseilende Gehorsam.

Ich freue mich über jede Grussformel, auch wenn sie nicht meinem Glauben entspricht oder in einer Fremdsprache ausspricht, weil für mich der Gegenüber damit einfach Gute Wünsche ausdrückt. Und das ist der Beginn einer Kommunikation und nicht einer stereotypen Handlung wie vorgeschriebene Floskeln.

PS als in unserer Abteilung (techn. Hotline Firmenkunden) ein neuer Manager ähnliche Floskeln vorschrieben wollte, inkl. langatmiger Entschuldigung für die verursachten Probleme (unser contra: die Kunden wollen eine Lösung keine Entschuldigung) sind über 2/3 der Mitarbeiter gegangen und kurz danach wurde der Manager gegangen.

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a34 03.10.2014, 11:14
28.

Zitat von airbuskutscher
Nachdem einige was gegen die Begrüssungsformel "Grüß Gott" haben, wollte ich nur mal darauf hinweisen, dass das gute alte Tschüss auch eine religiöse Verabschiedung darstellt, eine Ableitung von "a tschüss" darstellt, was die deutsche Entsprechung von "a deus" also "zu Gott" ist. Hoffentlich müssen sich die Atheisten-Fundamentalisten jetzt nicht vor Ekel übergeben, was sie wahrscheinlich jahrelang unwissentlich von sich gegeben haben und sich anhören mussten ;-) Ich bin übrigens kein Muslim, aber wenn ein Muslim mir "Inshallah" sagt finde ich das nicht schlimm. Aber das nennt man Toleranz. Leider haben nur wenige, die Bedeutung davon erkannt was Toleranz wirklich bedeutet.
Intoleranz wird nicht toleriert!
So, nachdem ich mit dem Übergeben fertig bin (so oft, wie ich im Leben "tschüss" gesagt habe)., bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich lieber ein Sklave bin (sind wir das nicht alle?) und darum nur noch "sevus" oder "ciao" sage.

PS: nicht zu ernst nehmen ;)

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agt69 03.10.2014, 11:15
29. Gott segne Euch

Auch wenn man nicht an Gott glaubt, empfinde ich es als im höchsten Maße albern und hysterisch, ein Problem mit dem Satz "Gott segne dich" zu haben. Es ist doch völlig klar, dass dieser Satz wohlmeinend ist und der Absender einem Gutes wünscht.
Da muss man schon fanatisch antireligiös sein, um sich davon beleidigt zu fühlen.

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