Forum: Panorama
Reeder zur Flüchtlingskatastrophe: "Es ist grausam"
DPA

Wenn Flüchtlingsboote im Mittelmeer kentern, werden oft auch deutsche Schiffe zu Hilfe gerufen. Nach der jüngsten Katastrophe schildert der Hamburger Reeder Opielok unfassbare Zustände - und attackiert die EU.

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bellfleurisse 20.04.2015, 19:11
1. Danke

Herr Opielok.

Es ist einfach nur dreist, dass Reedereien zu diesen Aufgaben herangezogen werden. Die Besatzung ist nicht dafür ausgebildet und noch dreister finde ich die, für mich natürlich neue, Tatsache, dass Sie nicht einmal adäquat entschädigt werden.

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ficino 20.04.2015, 19:30
2. Vielleicht dämmert es jetzt

auch dem letzten Verfechter des unsäglichen Libyen-Einsatzes und allen sonstigen militärischen Interventionisten, welche Büchse der Pandora man hier für kriminelle Schleuserbanden und skrupellose Djihadisten geöffnet hat. Erst großes Hurra ... und dann läßt man die betroffenen Staaten und ihre neuen Regierungen, in diesem Fall die libysche, mit all ihren Sicherheits- und sonstigen massiven Problemen einfach im Regen stehen. Die Dämme sind nun gebrochen und die "Festung Europa" wird durch die leidgeprüften Menschen durch die offenen libyschen Grenzen gestürmt werden, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es war zu erwarten und schmerzt darum nur um so mehr ...

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Inselbewohner 20.04.2015, 19:34
3. Ja, es ist grausam!

Herr Opielok hat vollkommen Recht! Da werden Handelmatrosen als Seenotretter mißbraucht und man kann es den Matrosen nicht verübeln wenn sie abmustern. Würde ich auch tun. Jetzt wird "erwägt" mehr Schiffe auf den Routen der Schlepperkähne ein zu setzen. Was mich interessiert, werden diese Reeder und die Matrosen eigentlich entschädigt? Es handelt sich ja nicht um eine normale Seenotrettung sondern eine bewußt inszenierte Erpressung seitens der Illegalen. Als es vor Somalia darum ging Handelsrouten zu sichern und die Piraten dort zu bekämpfen war man zur Stelle aber es geht hier ja nur um Menschen.
Ich hoffe nur, dass man die Illegalen rettet und zurück schafft.
Gruß HP

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birgerhemkendreis 20.04.2015, 19:35
4. Kindern beim Sterben zusehen..

Es ist unglaublich,wenn man den Helfer im Fernsehen hört, der beschreibt, wie er immer wieder über Funk um Hilfe bittet, während Frauen und Kinder im Meer schwimmen und nach und nach ertrinken. Die Hilfe kam 6 Stunden später...! Es ist einfach kein Interesse der Europäer da, diese Menschen zu retten...Wenn ich schon unsere Politiker von fehlender Abschreckung reden höre, könnte ich brechen...

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quark@mailinator.com 20.04.2015, 19:38
5.

"Es ist fraglich, ob ein solches Mandat mit internationalem Recht vereinbar wäre."

Dann sollte man dieses Recht vielleicht anpassen ...

Hier zeigt sich mal wieder, in welche Lage man als Unternehmer kommen kann. Ggf. verliert man einfach alles und die uns regierenden Millionäre waschen ihre Hände in Unschuld.

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Pfaffenwinkel 20.04.2015, 19:44
6. Was dieser Mann vorschlägt,

klingt vernünftig. Warum zieht man solche Insider nicht zur Lösung der Probleme heran, die haben doch wenigstens Ahnung - im Gegensatz zu den Bla-bla-Politikern.

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Lottte 20.04.2015, 19:52
7. Ich schäme mich wieder einmal, eine Deutsche zu sein

Was haben wir bloß für eine Regierung? Wie viele Menschen müssen denn noch sterben, nur weil unsere Regierung sich aufs Nichtstun spezialisert hat?
Jedes EU-Land hat die Pflicht zu helfen und wenn die Politiker einfach nur zusehen, sollten sie wegen Beihilfe zum Totschlag vor Gericht gestellt werden.

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zapp-zarapp 20.04.2015, 20:01
8. Den Letzten beißen die Hunde

Wie bitter. Da werden Seeleute regelmäßig missbraucht und müssen Dinge erdulden, die man keinem Marinesoldaten wünscht. Aber die Bundeswehr hätte zumindest theoretisch Behandlungsstrukturen im Hintergrund, um traumatisierte Helfer aus ihren Reihen zu behandeln. So aber gilt bei den Rettern das Gleiche wie bei den Geretteten: Den Letzten beißen die Hunde. Die einen drücken in ihrer Not die Schwächsten unter Deck. So wie Mitteleuropa das Problem lange an die südeuropäischen Staaten weggedrückt hat. Und diese haben nun in ihrer Ratlosigkeit Mare Nostrum beendet und dadurch noch Schwächere in die Pflicht genommen: zivile Reder und Seeleute. Meine Hochachtung für deren Einsatz, der nur ein absolutes Notpflaster sein kann. Ich würde in so einer Situation das Handtuch werfen. Man sollte den Crews das Bundestverdienstkreuz verleihen und für jede Form der Behandlung und Berufsunfähigkeit wegen Traumatisierung aufkommen. Diese Retter dürfen nicht schlechter behandelt werden, als ein Soldat, der für unsere deutsche Politik den Kopf hinhält.

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Inselbewohner 20.04.2015, 20:09
9. Sorry...

.....ich muß mich korrigieren, er sprach von Verlust. In dem Fall ist es noch eine viel größere Schande, die Leute mißbrauchen und dann noch auf den Kosten sitzen lassen. Unfaßbar!
HP

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