Forum: Panorama
Reeder zur Flüchtlingskatastrophe: "Es ist grausam"
DPA

Wenn Flüchtlingsboote im Mittelmeer kentern, werden oft auch deutsche Schiffe zu Hilfe gerufen. Nach der jüngsten Katastrophe schildert der Hamburger Reeder Opielok unfassbare Zustände - und attackiert die EU.

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schnulli602 20.04.2015, 20:12
10. Wieso entschädigen?

Wieso sollte eine Reederei dafür entschädigt werden, dass sie Flüchtlinge aufnimmt? die kosten dafür kann sie von der Steuer absetzen. Und bei allem menschlichen Verständnis: Wenn ich mich freiwillig auf so ein "Boot" begebe, wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist, dann muss ich schon beinahe geisteskrank sein. Wieso sollen WIR dafür verantwortlich sein, dass Menschen sich freiwillig in ein völlig überladene Boot setzen und aufs Meer fahren. Da würde ich auch genau das Gleiche sagen, wenn Deutsche oder EU-Bürger freiwillig so aufs offene Meer fahren. Selbst schuld...Mit Sicherheit ist aber niemand anderes ausser den Schleusern oder den Flüchtlingen selbst dafür verantwortlich. Um Menschenleben zu retten, muss verhindert werden, dass diese Schiffe überhaupt heimisches Gewässer verlassen.

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Irene56 20.04.2015, 20:12
11. Aber ich bitte Sie

dachten Sie, die Damen und Herren in Brüssel finanzieren derartige Massnahmen? Alles was mit den Katatrophen, Kriegen und mutwilligen Aktionen im Namen der Menschlichkeit in Afrika u. dem Nahen Osten zusammenhängt, wird immer von den Kleinen Leuten, überall in der Welt, bezahlt. In Berlin, Brüssel und in den USA wird nur Poltik gemacht, ansonsten waschen sie ihre Hände in Unschuld.

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carahyba 20.04.2015, 20:19
12.

Zitat von ficino
auch dem letzten Verfechter des unsäglichen Libyen-Einsatzes und allen sonstigen militärischen Interventionisten, welche Büchse der Pandora man hier für kriminelle Schleuserbanden und skrupellose Djihadisten geöffnet hat. Erst großes Hurra ... und dann läßt man die betroffenen Staaten und ihre neuen Regierungen, in diesem Fall die libysche, mit all ihren Sicherheits- und sonstigen massiven Problemen einfach im Regen stehen. Die Dämme sind nun gebrochen und die "Festung Europa" wird durch die leidgeprüften Menschen durch die offenen libyschen Grenzen gestürmt werden, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es war zu erwarten und schmerzt darum nur um so mehr ...
Es gibt keine libysche Regierung, auch keinen libyschen Staat mehr.

Die französischen Ethnologen und Soziologen, die diese Aktion für Sarkozy ausbaldowert haben wussten sehr genau was sie da machen würden.

Zuerst wurden die Djihadisten in der Cyreneika bewaffnet und militärisch unterstützt. Dann hat man die Menschenhändler aus Misurata aktiviert, deren Clanhäupter sassen und sitzen in Paris im Exil, danach wurden die Berber gegen die Araber in Tripolitanien in Stellung gebracht.

Ich wurde ständig desavouiert, als ich dieses Szenario vorraussagte. Meine Kenntnisse, die ich im Lande erworben habe, haben dies vorhersehen lassen. Dass es aber so schlimm kommen würde, hatte ich nicht erwartet.

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Benjowi 20.04.2015, 20:24
13. Folgen des dümmlichen Handelns westlicher Regierungen!

Zitat von ficino
auch dem letzten Verfechter des unsäglichen Libyen-Einsatzes und allen sonstigen militärischen Interventionisten, welche Büchse der Pandora man hier für kriminelle Schleuserbanden und skrupellose Djihadisten geöffnet hat. Erst großes Hurra ... und dann läßt man die betroffenen Staaten und ihre neuen Regierungen, in diesem Fall die libysche, mit all ihren Sicherheits- und sonstigen massiven Problemen einfach im Regen stehen. Die Dämme sind nun gebrochen und die "Festung Europa" wird durch die leidgeprüften Menschen durch die offenen libyschen Grenzen gestürmt werden, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es war zu erwarten und schmerzt darum nur um so mehr ...
Sehe ich genauso-zuerst werden ganze Staaten zu "failed states" zusammenbombardiert -dabei wird frei von jeder Ahnung über die Verhältnisse vorgegangen, wie in Libyen oder auch im Irak- und dann jammert man über die Folgen, die durch dieses Vorgehen unzweifelhaft hervorgerufen wurden. Im Falle Libyens sollte man die komplette Rechnung der französischen Regierung schicken, denn von dort aus wurde seinerzeit das Vorgehen gegen Ghaddafi forciert. Selbst sein unsägliches Regime hätte in Jahrzehnten nicht ein solches Chaos und Elend angerichtet und so viele Opfer gefordert, wie das was jetzt gerade passiert. Das gleiche gilt für den Irak-nur wäre die Adresse für den Aufwand zur Beseitigung der Folgen eher in Washington zu suchen!

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carahyba 20.04.2015, 20:26
14. Ist doch Käse ...

Zitat von quark@mailinator.com
"Es ist fraglich, ob ein solches Mandat mit internationalem Recht vereinbar wäre." Dann sollte man dieses Recht vielleicht anpassen ... Hier zeigt sich mal wieder, in welche Lage man als Unternehmer kommen kann. Ggf. verliert man einfach alles und die uns regierenden Millionäre waschen ihre Hände in Unschuld.
Das UN-Mandat zu Libyen besteht immer noch, nur nachträglich will keiner den Mist wegräumen, den er verursacht hat.

Diese Flüchtlingskatastrophe war vorhersehbar und wurde in Dutzenden von Beiträgen hier bei Spon geblogt.

Die heutige Schleppermafia ist die würdige Nachfolgerin der Mittelmeerpiraten und Menschenhändler wie sie immer z.B. in Misurata vorhanden und überlebt hat. Unter Ghadaffi waren sie im Gefängnis oder im Exil, z.B. Paris ist so ein Nest.

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maniak 20.04.2015, 20:52
15. Unglaublich

ich wundere mich, dass nirgends Demonstrationen stattfinden. Nicht wenn es um Flüchtlinge im Mittelmeer geht.
Gestern bei Jauch hätte ich auch ko...en können. Die Botschaften in der Türkei, Libyien etc . müssen zumindest den Kriegsflüchtlingen die Möglichkeit geben, legal einzureisen. Warum erst, wenn deutscher Boden betreten wird, jeder weiß doch, was in Syrien los ist.

Europa, dass heisst auch die anderen Länder in Europa wie auch Spanien, Portugal et. müssen mehr tun. Gleichzeitig muss politisch mit den Führungen in den Länder gesprochen werden, die Lebenumstände der Menschen zu verbessern.

Ich wundere mich auch, warum die M
milliarenschweren Kirchen nichts von ihren Geldern abgeben. Nächstenliebe gilt wohl nur in der eigenen Sippschaft?

Jetzt haben wir zwei Politikerinnen an der Spitze, Frau Merkel und Frau von der Leihen, die ja auch mal Kanzlerin werden will, und keine von den Damen, die eine ohne Kinder, die andere mit gleich sieben Kindern, bereit, ertrinkende Babies zu retten.

Die Menschen die sich auf den Weg machen, wissen in der Regel nichts von den Katastrophen auf dem Mittelmeer. Sie sind auf der Flucht und von Nachrichten, Internet etc. völlig abgeschnitten. Von den Schleppern werden sie betrogen. Man kann sie nur erst einmal aufnehmen, und dann muss man sie evt. in ihrer Heimat zurückschicken. Erst dann kommt die Information an, dass es kein Asyl in Europa gibt und die Flucht gefährlich ist.

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Seltsam 20.04.2015, 20:57
16.

" Und bei allem menschlichen Verständnis: Wenn ich mich freiwillig auf so ein "Boot" begebe, wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist, dann muss ich schon beinahe geisteskrank sein. Wieso sollen WIR dafür verantwortlich sein, dass Menschen sich freiwillig in ein völlig überladene Boot setzen und aufs Meer fahren. Da würde ich auch genau das Gleiche sagen, wenn Deutsche oder EU-Bürger freiwillig so aufs offene Meer fahren. Selbst schuld...

Das macht niemand aus Spass oder weil ihm langweilig ist. Was müßte passieren, in welcher Situation müßten Sie sein, damit Sie das tun? Versuchen sie wenigstens, einmal nachzudenken. Und in genau dieser Situation sind die Mensch dort.

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Teodore 20.04.2015, 21:01
17.

Zitat von Lottte
Was haben wir bloß für eine Regierung? Wie viele Menschen müssen denn noch sterben, nur weil unsere Regierung sich aufs Nichtstun spezialisert hat? Jedes EU-Land hat die Pflicht zu helfen und wenn die Politiker einfach nur zusehen, sollten sie wegen Beihilfe zum Totschlag vor Gericht gestellt werden.
Es sei "Lotte" unbenommen, sich "wieder einmal" zu schämen, aber das hilft keinem und es besteht auch kein Grund dazu. Wir haben es, wie dieser Reeder sagt, mit einem mörderischen Geschäft der Schlepper zu tun. Diese sind wegen Menschenhandels und Totschlags zu verfolgen und vor Gericht zu stellen. In Bayern gibt es Fälle von Zwangsprostitution in Flüchtlingslager, damit die Schlepper zu ihrem Geld kommen. Wenn diese bestraft sind, kann, wer auch immer, wegen Beihilfe belangt werden. Verzweifelte Menschen flüchten aus Umständen, für die die dortigen Regierungen verantwortlich sind. Die EU-Staaten sind für eine klare Asyl- und Einwanderungspolitik zuständig. Das würde Flüchtlingen helfen und sie nicht gierigen Schleppern ausliefern. Akut und pragmatisch sollte tatsächlich eine militärische Flotte als Eingreiftruppe vor Libyen installiert werden.

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pixeldust 20.04.2015, 21:14
18.

Zitat von schnulli602
Und bei allem menschlichen Verständnis: Wenn ich mich freiwillig auf so ein "Boot" begebe, wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist, dann muss ich schon beinahe geisteskrank sein. Wieso sollen WIR dafür verantwortlich sein, dass Menschen sich freiwillig in ein völlig überladene Boot setzen und aufs Meer fahren. Da würde ich auch genau das Gleiche sagen, wenn Deutsche oder EU-Bürger freiwillig so aufs offene Meer fahren. Selbst schuld...Mit Sicherheit ist aber niemand anderes ausser den Schleusern oder den Flüchtlingen selbst dafür verantwortlich. Um Menschenleben zu retten, muss verhindert werden, dass diese Schiffe überhaupt heimisches Gewässer verlassen.
So einen "gefühlskalten" Unsinn habe ich lange nicht mehr gelesen. Da gehen Menschen auf ein Boot, die woher auch immer kommen. Die in ihrem Leben vielleicht noch nie ein Meer gesehen haben, von Booten soviel Ahnung haben wie Sie wahrscheinlich von Bürgerkrieg, Vertreibung und ethnischen Säuberungen.
Wenn Sie die Verantwortung von Deutschland in all diesen Problemlagen nicht anerkennen, bitte ich Sie einfach das WIR erst gar nicht zu benutzen, denn dieses Wir gibt es so nicht.
Sie dürfen weiterhin diese Meinung haben, auch wenn sie, meiner Meinung nach, menschenverachtend ist.
Diese Menschen sind nicht geisteskrank, sie sind verzweifelt.

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J.Corey 20.04.2015, 21:14
19. @2

Immer wieder schön, wenn HINTERHER die schlauen Sprüche kommen was alles angeblich falsch gemacht wurde. Ich vermisse in diesen Stammtischkritiken nur leider immer wieder die Hinweise dazu, wie man es stattdessen hatte angehen soll. Wenn das selbst im Nachhinein nicht dargestellt wird, ist das ganze nicht gerade eine sauber durchdachte Darstellung. Die Lottozahlen der Vorwoche aufzuzählen ist ziemlich einfach, daran die der kommenden Woche zu benennen, scheitern hingegen sehr viele. Warum wohl?

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