Forum: Panorama
Rentner gibt Führerschein ab: "Für mich ist das eine Bereicherung"
Getty Images

Alle reden über Senioren am Steuer, kaum jemand redet über Menschen wie ihn: Jens-Peter Hugger, 80 Jahre alt, hat seinen Führerschein freiwillig abgegeben. Warum?

Seite 7 von 8
pêcheur 27.05.2018, 11:04
60. Fahreignung

Wer körperlich und geistig in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, der kann das doch tun. Das hängt meines Erachtens nicht unmittelbar mit dem Alter zusammen. Wichtig wäre aber eine regelmäßige Gesundheitsprüfung. Entweder generell für alle, oder erst ab einem Alter von 50 Jahren. Dann wird a.) das Fahrzeug durch den TÜV auf technische Mängel geprüft und b.) dazu auch der Fahrzeugführer auf gesundheitliche Mängel.

Unabhängig davon wir für mich Endstation sein, wenn ich mich am Steuer nicht mehr wohl fühle. Daher Handschlag mit dem Senior aus dem Bericht.

Und nein, ich bin noch kein Senior.

Beitrag melden
h.weidmann 27.05.2018, 11:39
61.

Zitat von scsimodo
"Ich war Melkkuh des Staates, ständigen Reglementierungen unterworfen (Warnweste, Handschuhe, Warndreieck, Arzneimittelkasten" Bitte wie? Seit wann ist ein Arzneimittelkasten vorgeschrieben? Um jemanden Aspirin zu geben, den man gerade umgefahren hat? Und seit wann sind Handschuhe im Auto vorgeschrieben? "Und nicht nur TÜV, sondern auch noch Abgasprüfungen, die zusammen 160 Euro kosteten." Was für ein Schwachsinn!! TÜV mit allen drum und dran kostet rund 100€, Stand März 2018! "Heute fahre ich mit Chauffeur: Bus, Bahnen, Taxi. Und Ihr könnte mich mal." Besser ist das! Solche uninformierten Gestalten wie Sie braucht auf unseren Straßen niemand.
Würden Sie uns den Gefallen tun und Ihren Führerschein abgeben?

Beitrag melden
pleromax 27.05.2018, 11:43
62. Und weiter geht's

Und weiter geht sie - die schon seit Jahren andauernde SPON-Kampagne gegen ältere Autofahrer! Ständige Horrormeldungen über Unfälle etc., dann mal, wie hier, dazwischengeschoben die Schilderung eines leitbildhaften "guten Greises", der sich dem sogar freiwillig fügt. Über die zahllosen Führerscheininhaber mit mehr als vierzig- oder sogar fünfzigjähriger unfallfreier Fahrpraxis liest man merkwürdigerweise nie etwas. Zufall? Wohl kaum ...

Beitrag melden
Pela1961 27.05.2018, 12:09
63. Erheblich sinnvoller

erscheint mir eine strikte 0-Promille-Grenze mit entsprechenden Kontrollen sowie strengere Tempolimits ebenfalls mit mehr Kontrollen und empfindlichen Geldstrafen. Meines Wissens ist die Hauptursache für Unfälle nach wie vor die nicht den Straßenverhältnissen angepasste Geschwindigkeit, die Unfälle unter Alkoholeinfluß sind vielleicht nicht so häufig, aber dafür oft sehr schwer. Bevor man über die Führerscheinabgabe bei den älteren Fahrern nachdenkt, sollte man sich mal näher mit der entsprechenden Statistik beschäftigen, welches die Hauptursachen für Unfälle sind.

Beitrag melden
cindy2009 27.05.2018, 12:10
64. Wieso dagegen?

Zitat von pleromax
Und weiter geht sie - die schon seit Jahren andauernde SPON-Kampagne gegen ältere Autofahrer! Ständige Horrormeldungen über Unfälle etc., dann mal, wie hier, dazwischengeschoben die Schilderung eines leitbildhaften "guten Greises", der sich dem sogar freiwillig fügt. Über die zahllosen Führerscheininhaber mit mehr als vierzig- oder sogar fünfzigjähriger unfallfreier Fahrpraxis liest man merkwürdigerweise nie etwas. Zufall? Wohl kaum ...
Das ist keine Kampagne, sondern ein Beispiel dafür, wie man sich auch im Alter vernünftig verhalten kann.
Nein, man muss in der Tat nur das heraus heben, was für uns alle UND dem einzelnen negativ ist. Oder möchten Sie eine tägliche Berichterstattung, dass Oma von nebenan diesmal keinen Unfall gebaut hat?

Beitrag melden
isikat 27.05.2018, 12:38
65. Führerschein abgeben?

Warum? Ich muss ja nur nicht mehr fahren und kann ihn dennoch behalten. Ach so - dann gibt es die kostenlose Jahreskarte nicht. Ja, der Staat ist knauserig, wenn es um Rentner geht, die zockt er lieber bis auf den letzten Cent voll ab. Eigentlich sollte es eine solche Jahreskarte für jeden Rentner geben - unabhängig davon, ob er sie nutzen will oder nicht. Aber diese Jahreskarte wäre es mir nicht wert, das letzte Stück Freiheit aufzugeben. Spätestens wenn diese Rentner Probleme mit dem Laufen und Tragen bekommen, werden sie ihren Führerschein zurücksehnen. Man kann das Auto auch nur fürs Einkaufen benützen, es ist immerhin ein Stück Freizeit, selbständig zu bleiben. Wenn Fahren leicher geht als Laufen - und das kann sehr schnell von heute auf morgen so kommen. Anstatt zuzulassen, dass die Versicherungen Rentner mit horrend erhöhten Versicherungsbeiträgen drangsalieren, sollte der Staat dafür sorgen, dass Rentner ermäßigte Beiträge zahlen, schließlich sind sie auch nur noch kurze Strecken unterwegs, dadurch verringert sich auch das Risiko von Unfällen. Im übrigen ist bei Rentnern die Unfallstatistik extrem niedrig niedrig, Auch da lässt es der STaat zu, dass Rentner ohne jegliche Begründung abgezockt werden, nur weil sie alt sind, das ist Diskriminierung und Rassismus, aber das interessiert den STaat nicht, der wendet wie immer zweierlei Maßstäbe an und interessiert sich einzig und allein dafür, wie er denen, die wenig haben, das letzte noch rausquetschen kann.
Die Unfälle von Senioren hier wieder mal aufzuzählen ist völlig überflüssig. Dann setzen Sie doch dem gegenüber auch die Unfälle der Jungen in Relation - und schon hat sich die Diskussion um alte Autofahrer erledigt. Mir stinkt dieses ewig gleiche Thema. Klar - alte Autofahrer sind manchmal störend, weil sie in der Regel langsamer und übervorsichtiger fahren. Aber ich habe kein Problem damit, das zu aktzeptieren und mich im Verkehr anzupassen, auch wenn es mich vielleicht ein paar Minuten meiner Zeit kostet. Ich werde auch nicht jünger und fitter und in ein paar Jahren könnte auch ich in der Situation sein. Ein wenig Toleranz würde heute eigentlich jedem gut zu Gesicht stehen - auch Journalisten.

Beitrag melden
veritas31 27.05.2018, 12:47
66. Noch Fragen?

http://www.spiegel.de/panorama/wilnsdorf-81-jaehrige-faehrt-ungebremst-in-motorradfahrer-gruppe-a-1209762.html

Ich kann diese dämliche Sch**** der "Seniorenversteher" nicht mehr hören. Dummes Zeug von wegen Fahrpraxis! Im Alter lassen Fähigkeiten einfach nach, verdammte Axt...das ist normal und jeder der gegenteiliges behauptet hat keine Ahnung von Biologie. Erfahrung gleicht das nicht aus! Dummes Zeug von wegen so und so lange unfallfrei gefahren! Ja wieso denn? Weil die anderen aufgepasst haben! Dummes Zeug von wegen "die jungen Wilden" Mag sein, dass junge Fahrer manchmal unkontrolliert sind aber die werden von Tag zu Tag besser! Die Alten werden von Tag zu Tag schlechter! Dummes Zeug von wegen die Alten bauen statistisch weniger Unfälle...man setze die Jahresfahrleistung von einem 35jährigen Beruftstätigen in Relation zu einem Rentner, der 2 mal pro Woche einkaufen fährt. Dann sieht´s für den Alten aber bitter aus...
Also...an alle "Seniorenversteher" schaltet euer verdammtes Hirn ein akzeptiert endlich, dass es Fahrtests geben MUSS!!! Wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist, passiert auch nix.

Beitrag melden
s.p.igel 27.05.2018, 13:30
67.

" Ich frage mich jetzt nur, ob Brockmann nicht mehr alle Tassen im Schrank hat oder ob er das wirklich ernst meint. Soll heißen, ob es für die "ungeschützten Verkehrsteilnehmer" wirklich so gefährlich ist."
Natürlich sind nicht die Autofahrer als Verursacher der Gefährdung die Hauptgefährdeten im Stadtverkehr, sondern Fußgänger und Radfahrer.Einer der Gründe, weshalb Auto gefahren wird und die eigenen Kinder im Auto chauffiert werden ist: Lieber Auto fahren und andere töten, als sich umweltverträglich fortzubewegen und dafür selbst getötet zu werden. Und die Politik ist nicht bereit, schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen, sondern erklärt durch Bagatellbußgelder deren Gefährdung zur Bagatelle.

Beitrag melden
streckengeher 27.05.2018, 16:08
68.

Zitat von s.p.igel
Natürlich sind nicht die Autofahrer als Verursacher der Gefährdung die Hauptgefährdeten im Stadtverkehr, sondern Fußgänger und Radfahrer.Einer der Gründe, weshalb Auto gefahren wird und die eigenen Kinder im Auto chauffiert werden ist: Lieber Auto fahren und andere töten, als sich umweltverträglich fortzubewegen und dafür selbst getötet zu werden. Und die Politik ist nicht bereit, schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen, sondern erklärt durch Bagatellbußgelder deren Gefährdung zur Bagatelle.
So weit so klar. Aber die Autofahrer bringen ja auch sich selbst und ihresgleichen in Massen um. Die Frage ist also, ob man unter Berücksichtigung dessen als Autofreier sicherer lebt. Ich hätte das aus dem Bauch heraus bisher bejaht. Brockmann impliziert aber das Gegenteil.

Beitrag melden
Pela1961 27.05.2018, 18:48
69.

Zitat von veritas31
http://www.spiegel.de/panorama/wilnsdorf-81-jaehrige-faehrt-ungebremst-in-motorradfahrer-gruppe-a-1209762.html Ich kann diese dämliche Sch**** der "Seniorenversteher" nicht mehr hören. Dummes Zeug von wegen Fahrpraxis! Im Alter lassen Fähigkeiten einfach nach, verdammte Axt...das ist normal und jeder der gegenteiliges behauptet hat keine Ahnung von Biologie. Erfahrung gleicht das nicht aus! Dummes Zeug von wegen so und so lange unfallfrei gefahren! Ja wieso denn? Weil die anderen aufgepasst haben! Dummes Zeug von wegen "die jungen Wilden" Mag sein, dass junge Fahrer manchmal unkontrolliert sind aber die werden von Tag zu Tag besser! Die Alten werden von Tag zu Tag schlechter! Dummes Zeug von wegen die Alten bauen statistisch weniger Unfälle...man setze die Jahresfahrleistung von einem 35jährigen Beruftstätigen in Relation zu einem Rentner, der 2 mal pro Woche einkaufen fährt. Dann sieht´s für den Alten aber bitter aus... Also...an alle "Seniorenversteher" schaltet euer verdammtes Hirn ein akzeptiert endlich, dass es Fahrtests geben MUSS!!! Wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist, passiert auch nix.
Wobei die Artikel über rasende jüngere Autofahrer, die sich in der Stadt Autorennen liefern, erheblich häufiger sind. Meiner Meinung nach sollte man eine Menge Maßnahmen ergreifen, wie schon geschrieben - 0 Promille Grenze, strengere Tempolimits incl. Überwachungen und härterer Strafen, konsequentere Strafen bei Handynutzung und ähnliches. EINE Maßnahme könnte dabei auch ein Sehtest ab einem bestimmten Alter sein. Wobei wir da dann zu der Frage kommen, ob Leute, die mit dem Autofahren ihr Geld verdienen, dann berufs- bzw. erwerbsunfähig aufgrund von Krankheit sind. Vielleicht könnten auch wieder Stimmen laut werden, die Brillen von den Krankenkassen bezahlt haben wollen. Und zu guter Letzt sollte man endlich den Menschen - egal ob jung oder alt - auch in ländlichen Gebieten eine vernünftige Alternative zum Auto geben. Ich kenne hier im Umfeld (ich wohne sehr ländlich) viele ältere Menschen, bei denen es mir persönlich auch lieber wäre, sie würden sich nicht mehr ans Steuer setzen. Aber was sollen sie tun, um zum Arzt oder auch nur zum Einkaufen zu kommen? Da sind sogar welche bei, die würden gerne ihr Auto abschaffen, wissen aber nicht, wie sie dann im wahrsten Sinne des Wortes hier überleben sollen.

Beitrag melden
Seite 7 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!