Forum: Panorama
Roadtrip durch den Osten: Land voller Träume
Thomas Victor

Was bewegt Menschen im Osten Deutschlands? Ein Fotograf und ein Reporter sind dieser Frage auf einem Roadtrip nachgegangen. Was sie erfahren haben, hat ihren Blick auf die Region zwischen Sachsen und Sassnitz verändert.

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only4tom1 31.03.2018, 15:24
1. Danke

für einen unvoreingenommenen Artikel über den östlichen Teil Deutschlands.

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Bernie74 31.03.2018, 16:50
2.

Wenn sie eine Gegend kennenlernen wollen, kratzen sie per Strasse und Auto nur etwas an der Oberfläche. Wenn sie tiefer eintauchen wollen, geht das nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Da lernen sie die wirklich schönen und schrägen Seiten kennen und die Menschen beginnen zu erzählen. Ich sage nur: "Die DDR lebt noch - und ich bin dort jeden Sommer mit dem Fahrrad dort unterwegs."

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ichbinsdiesusi 31.03.2018, 17:54
3. Nett geschrieben...

...aber was soll ich diesem Artikel entnehmen?
Dass es zwischen der medialen Sicht und der Realität Grautöne gibt, nicht alle gleich sind, dass es DEN ostdeutschen Nazi nicht gibt, nichtmal in Sachsen und McPomm?
Jeder halbwegs normale Mensch sollte das eigentlich wissen und jeder, der beide Seiten kennt (erst recht Nachwende-Geborene) weiß es sowieso.
Nur gibt es neben DEM ostdeutschen Nazi auch den typischen "Ich war zwar noch nie im Osten, aber..."-Wessi und vielleicht ist är den letztgenannten gerade dieser Artikel hilfreich. Allerdings wohl auch nicht wesentlich.
Insofern: Danke für diesen Artikel! Nur bitte dann auch mehr davon und nicht morgen wieder den üblichen DER Osten -Artikel.

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ptb29 31.03.2018, 18:17
4. Es zeigt sich,

dass man, bevor man eine Region beurteilt, auch einmal dort gewesen sein sollte. Ich habe beruflich oft mit Menschen zu tun, die glauben, den Osten beurteilen zu können, obwohl sie noch nie dort waren. Und eine Klassenfahrt nach Berlin ist kein Besuch im Osten. Die Mauer ist vor 29 Jahren gefallen, die Mauer in den Köpfen noch nicht.

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dodgerone 31.03.2018, 19:14
5.

Schöner Artikel. Danke!

Ich bin selbst in Ostberlin gross geworden, Jahrgang 75, lebe seit 20 Jahren in BaWü und weiss den Vorteil mehr gesellschaftlich glebte Realität gesehen zu haben noch heute zu schätzen.

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liquinaut 31.03.2018, 20:22
6. Als ehemaliger Wessi

...der seit 5 Jahren im Osten lebt (und dort auch weiter leben möchte) freue ich mich sehr über diesen Artikel. Ich bin immer wieder erstaunt, welchen Vorurteilen ich bei alten Freunden und Bekannten gegenüber dem Osten immer noch begegne.

Immer wieder Thema: Der Osten als dunkeldeutsche Nazihochburg. Ich habe auch hier auf Spiegel Online Artikel von Herrn Fleischhauer gelesen, die sich allen Ernstes mit der Frage beschäftigen, ob es nicht besser gewesen wäre, die Mauer stehen zu lassen. Soviel zur Mauer im Kopf.

Dabei hilft doch ein Blick auf die Zahlen: Selbst in Gegenden mit 30% AFD Wählern gibt es eine Mehrheit von 70%, die nicht für die AFD und ihre Aussagen stehen - viele davon wunderbare und engagierte Menschen, die allesamt ungesehen mit dem Ost-Nazi-Stempel versehen werden, nur weil sich so wenige Menschen im Westen die Mühe machen, sich wirklich mit dem Osten auseinander zu setzen.

Deshalb brauchen wir mehr von diesen Artikeln, die Brücken statt Mauern bauen. Vielleicht klappt’s dann auch irgendwann mit dem gegenseitigen Verständnis.

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faltho2 31.03.2018, 21:00
7. Vorurteile

Erst mal Respekt dass Sie sich in einen der dunkelsten und wildesten Landstriche auf diesem Planeten gewagt haben und sich den wilden, ungebildeten Barbaren gestellt haben. Ich bin ein Individium dieser Spezies, die Sie versucht haben zu verstehen.
Ich komme aus dem Raum Leipzig. Einer Region die boomt, die sich nach 40 Jahren Misswirtschaft erholt hat. Ökonomisch, ökologisch und moralisch. Und das wissen wir sehr wohl zu schätzen. Ich kenne in meinem Verwandten-, Freundes-, Kollegenkreis niemanden der sich über seine Lebenssituation beschwert oder sich gar die DDR zurück sehnt.
Jedes Jahr im Herbst wenn die Bilder vom Mauerfall im Fernsehen laufen kullern bei mir die Tränen vor Glück.
Ich war damals 18 Jahre alt und Soldat an der Mauer in Berlin. Endlich konnte ich die Fesseln einer Diktatur abstreifen und mich frei entfallten. Beruflich und privat. Ich kann meiner Famillie heute ein Leben in Wohlstand, Sicherheit und vor allem Freiheit bieten. Meinen Kindern stehen alle Türen weit offen, ohnen politischen Druck, Repressalien und Gängelei. Das kann nur jemand verstehen der in einer Diktatur gelebt hat.
Und genau dafür haben im Herbst ´89 die Leute im "Osten" ihr Leben riskiert. Es wird Zeit das Bild vom Jammerossi aufzugeben. Meine Kinder könne mit den Begriffen "Ossi / Wessi" gar nichts mehr anfangen.
Und das ist gut so. Um es mit Westernhagen zu sagen: "Freiheit ist das Einzige was zählt". Das sage ich als einer der das Gegenteil erlebt hat.

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West-Ost-Zwitter 31.03.2018, 23:02
8. Wanderer zwischen den Welten

Als Wessi bin ich 1991 aus dem Sauerland nach Cottbus als "Chef" in eine Bank gegangen. Dort habe ich sehr nette und engagierte Mitarbeiter erlebt und gerne mit denen die "Firma" entwickelt. Dann aber beendete eine ehemalige "Rote Socke" nach knapp 4 Jahren vorzeitig meinen Vertrag.
Schade - so habe ich die weitere Entwicklung leider nur aus dem Westen verfolgen können. Meine "Ex - Bank" hat sich prächtig entwickelt und ich verfolge das aus der Ferne mit Freude und auch ein wenig Wehmut. Es gibt noch wenige Kontakte zu dortigen Freunden.
Was mich traurig macht ist die politische Entwicklung in Cottbus. Als ich 1991 kam regierte ein CDU - Bürgermeister, heute ist die stärkste Partei bei der Bundestagwahl die AFD. Es tut mir leid, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe noch in Erinnerung wie Cottbus und das Umland 1991 aussah und wie es sich bis heute heraus geputzt hat. Unverständlich für einen Wanderer zwischen den "2 Welten". Aber das muss ja nicht für immer so bleiben...

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amon.tuul 31.03.2018, 23:49
9. zur Wende

bin ich aus Freude und Neugier sofort in die DDR und habe zeitweise dann dort gewohnt.

Ich war ständig erstaunt über die gefühlten Wahnsinnigen und Journalisten aus "meinem Westen", die nonstop schlecht oder völlig kenntnisfrei über "den Osten" schrieben und bis heute schreiben.

Irgendwann verfestigte sich das Gefühl, daß es einen Agenda - Trend gab und gibt, der ständig eine neue Spaltung Deutschlands in der Hinterhand hält, ich nenne diese Leute "CIA".

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