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"Rock am Ring"-Abbruch: Konzertveranstalter Lieberberg greift Behörden an
DPA

Wegen schwerer Unwetter mit Dutzenden Verletzten brachen die Behörden das Festival "Rock am Ring" ab. Der Veranstalter hält die Entscheidung für falsch.

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Adlatus 06.06.2016, 16:41
110.

Zitat von hellingrathfelix
Bei der hälfte der Kommentatoren habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht auf dem Fastival waren und somit auch eig nichts zum Thema sicherheit sagen können. Ich war dort und ich muss sagen, ich hatte keine Minute das Gefühl gefährdet zusein. Auf dem Campingplatz stehen alle ......
Falsch, Sie kennen doch noch die Love-Parade Tragödie und ob jemand dort war oder nicht (Wer geht schon zu so einem Konzert bei dieser Wetterlage) ist uninteressant.
Entscheidend ist die Sicherheit der Besucher.

Ich darf daran erinnern, dass vor wenigen Tagen bei einem Fußballturnier Nähe Kusel mehrere Kinder verletzt wurden.
Geschäftliche Interessen haben hintenan zu stehen wenn es um die Sicherheit von Menschen geht.
Sie können ja gerne bei Gewitter in den Wald gehen und sich unter einen Baum stellen und sich mit Musik den Kopf voll dröhnen lassen.
Aber bei einer offiziellen Veranstaltung (Rock am Ring bei Mendig ist eh ein Witz) gelten andere Verantwortlichkeiten.

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prions.ku 06.06.2016, 16:49
111. Geht es noch?

Ich frage mich allen Ernstes, ob der Mann noch richtig tickt! Wer die Auswirkungen am Wochenende davor in Württemberg "live" miterlebt hat, kann u.a. nach dem Blitzeinschlag mit Verletzte die Denkweise nicht nachvollziehen. Es sei denn, man wollte die Opferzahl der Love-Parade noch toppen. Kann ich mir aber nach diesem Statement (fast) nicht vorstellen!

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PolitBarometer 06.06.2016, 16:50
112.

Das sind typische Gedankengänge profitgeiler Macher, denen es piepegal ist, ob Menschen zu Schaden kommen.
Hauptsache die Kasse klingelt. Dabei hieß es gestern noch, die Entscheidung würde "von den Veranstaltern mitgetragen". Anscheinend reichen Liebermann die etwa 80 registrierten Verletzten nicht. Dieser Mann gehört mit sofortiger Wirkung suspendiert, da er wohl auch charakterlich dieser Aufgabe nicht gewachsen ist.

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eryx 06.06.2016, 16:55
113.

Als verantwortliche Behörde würde ich vermutlich im Zweifel auch immer für eine solche Lösung stimmen und die Genehmigung eben entziehen. Nichts auszudenken, wenn doch etwas passiert wäre. Jetzt kann man sich in Ruhe ansehen, was man in Zukunft bei ähnliche Fällen anders machen kann.

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MatthiasPetersbach 06.06.2016, 17:00
114.

Zitat von eryx
Als verantwortliche Behörde würde ich vermutlich im Zweifel auch immer für eine solche Lösung stimmen und die Genehmigung eben entziehen. Nichts auszudenken, wenn doch etwas passiert wäre. Jetzt kann man sich in Ruhe ansehen, was man in Zukunft bei ähnliche Fällen anders machen kann.
So siehts aus.

Insbesonders, weil auf der Verlustseite nicht soooo viel steht: Ein verdorbenes Wochenende und ne Geschichte, die man erzählen kann.

Das ist gegenüber Toten und Verletzten ne Lachnummer.

Ich möchte mal hören, was die Leute gesagt hätten, wenn es weitergegangen wäre und der Sturm irgendwas (ihr Auto?) beschädigt oder zerstört hätte.

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mces2011 06.06.2016, 17:02
115.

ich war selber da und es war der Horror. Wir sind schon am samstag abgereist, weil uns schon der freitag gereicht hat. Man saß draußen im nassen in der hocke und hofft nur, dass man verschohnt bleibt und nicht vom Blitz getroffen wird. Da der veranstalter aber nur meiner meinung nach der Profit wichtiger ist als das leben einiger Menschen, finde ich es eine sehr wohl richtige Entscheidung, das Festival abzubrechen. Zudem wurde die Unwetterwarnung am Freitag sehr spät durchgesagt. Als grund für die Verspätung der Unwetterwarnung meinte der veranstalter nur: "Im internet stand die Warnung frühzeitig. " Jedoch war das Netz dort überlastet, sodass es manchen schwer viel ,eine Internetseite auf zu rufen. Hinzu komm, dass die Warnungen nur in deutscher Sprache durchgesagt wurden, sodass manche Ausländer total ratlos waren und man ihnen erklären musste, was auf sie zukommt. Also da braucht der Veranstalter sich nicht zu rechtferligen, dass es nur wegen eines gewitters abgesagt werden. Man kann doch nicht einfach 90.000 Menschen dem Wetter überlassen nur damit die Kasse schön klingelt. Der Veranstalter sollte sich für diese Aussage schämen!

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Orientix 06.06.2016, 17:04
116. Staatliche Bevormundung

Ich muß dem Veranstalter Recht geben.
Die örtlichen Behörden-Bürokraten haben falsch entschieden und unnötig und unangemessen in die Entscheidungsfreiheit nicht nur des Veranstalters, sondern auch gerade der Besucher eingegriffen.
Blitzschlag ist eine bekannte und hinnehmbare Gefahr - egal wieviele u.U. fahrlässig oder blauäugig agierende Besucher zu Schaden kommen.
Daß der Faradaysche Käfig des PKW Sicherheit gewährt, weiß jeder Mittelstufenschüler. Wenn ein paar Leute ihr eigenes Leben der Gefahr aussetzen (sie sind ja alle volljährig), kann das doch nicht danach als Begründung für die kollektive Inhaftungnahme von Zehntausenden herhalten - oder doch?
Die vielen Kommentatoren, die hier der Bevormundung das Wort reden, wundern mich.

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silversurfer47 06.06.2016, 17:05
117. Im Unglücksfall

würde Lieberberg auf die Entscheidung der Behörden verweisen. Dann ginge das unsägliche Geschacher wie bei der Loveparade los. Was für ein erbärmlicher Knecht!

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Sicherheitsberater 06.06.2016, 17:06
118. Sicherheitskonzept ohne ausreichende Reaktionspläne

Man kann über die Abbruchentscheidung streiten. Da nicht alle Entscheidungskriterien dafür öffentlich sind, kann man trefflich spekulieren. Was mich als Experten etwas wundert, ist das unübersichtliche Drumherum. Offensichtlich gab es keinen ausreichenden Reaktions- bzw. Notfallplan für ein wetterbedingtes Abbruchszenario. Da funktionieren z.B. Abbau und Abreise etwas anders, als wenn es ein normales Veranstaltungsende wäre. Da werden die Sicherheitskonzepte und Gefährdungsbeurteilungen nicht zu Ende gedacht.

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SaitenReisser 06.06.2016, 17:08
119. Und wieder einmal...

...werden hier von Foristen Verbote gefordert, super.
Ja, es gab ein Unwetter bei Rock am Ring, ja, auch letztes Jahr gab es dort ein Gewitter. Ich und viele, viele andere haben das überlebt, mein Zelt und die Zelte vieler anderer haben dem Regen stand gehalten (dafür sind sie ja auch da) und ich und viele andere sind am nächsten Morgen bei bestem Festivalwetter nach Hause geschickt worden. Das Leben ist gefährlich und endet in der Regel tödlich und die Wahrscheinlichkeit, dass es auf der Autobahn endet weil Behörden entscheiden, dass 80.000 Menschen unvorbereitet und völlig übermüdet praktisch fluchtartig das Festivalgelände zu verlassen haben dürfte um ein Vielfaches höher liegen als vom Blitz getroffen zu werden. Aber diese Toten gehen ja dann nicht auf die Rechnung der Gemeinde Mendig und des Innenministers und sind für die nächsten Wahlen somit nicht relevant.
Und für alle, die hier den idiotischen aber hübsch populistischen Vergleich mit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg ziehen: Dort hat nicht ein natürliches Ereignis zum Tod von Menschen geführt sondern der tödliche Planungsfehler über 100.000 Menschen durch einen engen Tunnel zu pressen. Wer das mit Verletzten durch Blitzschlag vergleicht nur weil ja beides bei einer Veranstaltung geschehen ist hat wirklich nichts verstanden.

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