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"Rock am Ring"-Abbruch: Konzertveranstalter Lieberberg greift Behörden an
DPA

Wegen schwerer Unwetter mit Dutzenden Verletzten brachen die Behörden das Festival "Rock am Ring" ab. Der Veranstalter hält die Entscheidung für falsch.

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Msc 06.06.2016, 12:15
10.

"Nicht meine Schuld" würde ich auch sagen, wenn ich auf den Kosten sitzen bleiben würde.

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rjumin 06.06.2016, 12:15
11.

Vernunft siegt über Kommerz

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ympertrymon 06.06.2016, 12:16
12. Wow ...

... keinerlei Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Besuchern. Und wenn etwas passiert, kann man sich dann als Veranstalter bequem aus der Affäre ziehen und hat rechtlich nichts zu befürchten - siehe Loveparade. Ekelhaft. Da geht es doch auch nur noch um das Geld.

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wirep 06.06.2016, 12:16
13.

naja, ich bin lieber nach hause gefahren (mussten wir dann ja auch), als den ganzen tag voller vorfreude auf dem campingplatz rumzuhängen und immer wieder vertröstet zu werden.
natürlich haben viele leute was auf den zeltplätzen zurückgelassen und sind hektusch abgehauen. zumindest auf dem caravan west gab es nicht eine durchsage, dass das festival abgebrochen ist. es soll leute geben, die nicht jederzeit mit dem smartphone in der hand rumrennen und nachts um 2.30, als die meldung ca. kam, im bett lagen. außerdem wurde dazu aufgefordert bis 12.00 abgereist zu sein, was für zusätzliche hektik gesorgt hat.
für mich war es vorerst das letzte RaR, letztes jahr war schon chaos, dieses jahr war es (subjektiv natürlich) nicht viel besser. ich lasse mir erstmal von freunden berichten ob es sich bessert, vielleicht komme ich dann wieder. wenn man sich dann den eintritt/camping/etc. noch leisten kann, aber das ist ein anderes thema...

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der.beelzebub 06.06.2016, 12:16
14. So nicht...

Die Äußerungen von Herrn Lieberberg sind angesichts des Verlaufs des gesamten Festivals eine Verhöhnung seiner Kunden, also der Besucher des Festivals! Zu diesen gehörte auch ich und: nein, für schlechtes Wetter kann der Veranstalter nichts, aber die Organisation war von Anfang bis Ende ein schlechter Witz bzw. nicht vorhanden.

"Das Ganze ist nicht gerade eine Sternstunde der verantwortlichen Behörden." (Zitat M. Lieberberg)
Viel weniger ist es keine Sternstunde des Veranstalters: Die Kommunikation der Gefahrenlage zu den Festivalbesuchern war mangelhaft! Am Freitagabend wurden erst sehr kurz (ca. 5-10 Minuten) bevor das Gewitter über dem Festivalgelände herein brach, Lautsprecherdurchsagen gemacht, in denen die Besucher aufgefordert worden sind, "sich von Metall fern zu halten und Schutz zu suchen". Selbst wenn man sich sofort auf den Weg zum Zelt (der im Schnitt so bei 20-30 Minuten Fußweg gelegen haben dürfte) oder zum Auto (welche oft noch weiter weg waren - ca. 45 Minuten Fußweg) gemacht hat, kam man nicht mehr rechtzeitig vor dem Gewitter dort an, sondern durchquerte es. Ich denke nicht, dass man von einer ausreichend frühen Warnung sprechen kann, wenn diese nur im Internet erfolgt (während der Veranstaltung waren zum Teil das lokale Mobilnetz sehr langsam und man kann nicht davon ausgehen, dass jeder über die Möglichkeit verfügt, sich während der Veranstaltung über das Internet selbstständig zu informieren).
Es war grob fahrlässig, dass die Konzerte nicht spätestens eine Stunde vor dem Gewitter ausgesetzt worden sind, damit die Besucher überhaupt die Möglichkeit haben, Schutz suchen zu können. Darüber hinaus wurden alle Lautsprecherdurchsagen auf dem Festivalgelände und den allgemeinen Campingplätzen nur in deutscher Sprache durchgesagt.

"Wir haben alles menschenmögliche getan, um einen reibungslosen Ablauf von Rock am Ring zu gewährleisten." (Zitat M. Lieberberg)
Nein, dafür wurden am Freitagabend die Konzerte nicht früh genug unterbrochen und die Besucher viel zu spät vor der Gefahr gewarnt.

"Aber wir müssen jetzt erst einmal abwarten und alles in Ruhe bewerten." (Zitat M. Lieberberg)
Ich hoffe, dass Sie dabei zuallererst die Fehler aus dem eigenen Hause betrachten, statt bei den Behörden bzw. Politikern!

"Es hat eher an Fahnenflucht erinnert, als sich die Fans ihre Wege über die Felder bahnten und ihr Hab und Gut zurück ließen." (Zitat M. Lieberberg)
Die Information, dass das Festival abgebrochen wird, wurde erst am Morgen per Lautsprecherdurchsage bekannt gegeben, sodass viele Festivalbesucher gar keine Möglichkeit mehr hatten, ihr Hab und Gut zu retten! Insbesondere haben die Menschen ja auch bis ein paar Stunden vorher noch gefeiert und dementsprechend waren auch nicht mehr viele in der Lage einen direkten Aufbruch zu bewältigen.

Noch ein Tipp für Interessierte (und dazu sollte auch Herr Lieberberg zählen): Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, wie es bei Rock am Ring 2016 wirklich war, sollte sich die Bewertungen auf der Facebook-Seite der Veranstaltung durchlesen. Vieles von dem was dort steht, deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.

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Annabelle1811 06.06.2016, 12:17
15. Das erinnert mich stark

an das Desaster, bei dem die jungen Leute eingekesselt waren und nach Panik keine Fluchtmöglichkeit hatten. (Christopher Street Day?). Geld machen und Berühmtheit erlangen wollen sie alle, aber wenn es Probleme gibt und etwas schief geht, will keiner dafür verantwortlich sein. Armselig finde ich sowas!

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phiasko76 06.06.2016, 12:17
16. Sorry..

..aber mit der Aussage zeigt Lieberberg nur allzu deutlich, um was es ihm ging: Seinem Geldbeutel. Er tut gerade so, also könnte man die Gefahr bei so einer Wetterlage auf die Minute genau einschätzen bzw vorhersagen. Lächerlich. Muss denn erst einer ins verschlampte Gras beißen, bis so ein Veranstalter zur Vernunft kommt?!

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phiasko76 06.06.2016, 12:18
17. Sorry..

..aber mit der Aussage zeigt Lieberberg nur allzu deutlich, um was es ihm ging: Seinem Geldbeutel. Er tut gerade so, also könnte man die Gefahr bei so einer Wetterlage auf die Minute genau einschätzen bzw vorhersagen. Lächerlich. Muss denn erst einer ins verschlampte Gras beißen, bis so ein Veranstalter zur Vernunft kommt?!

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subs 06.06.2016, 12:20
18. Völlig Unverantwortlich...

... was Herr Lieberberg hier von sich gibt. Man kann nicht davon ausgehen, dass das überwiegend U30 Publikum in Feierlaune den Sicherheitshinweisen ("Im Auto warten, bis das Unwetter rum ist) auch folge leistet. Wäre die so gewesen, hätte es nicht die 71 Verletzten gegeben. Da hatte der Veranstalter sogar noch Glück, dass es nur bei Verletzten blieb!
MMn. hätte die Veranstaltung schon viel früher abgebrochen werden müssen, (die Polizei, sowie die Gemeinde Mendig haben hier völlig richtig entscheiden) aber dann wären ja evtl. Schadensersatzforderungen auf den Veranstalter zugekommen, das kann ein Herr Lieberberg natürlich nicht gut heißen!

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WoRiDD 06.06.2016, 12:20
19. Hatte der Veranstalter Ahnung von Gewittern?

"Er hätte es besser gefunden, die Besucher bei konkreter Gefahr zu warnen und sie aufzufordern, sich in ihre Autos zu setzen. Anschließend hätte das Programm fortgesetzt werden können."
Sowas habe ich noch nicht gehört. Als ob man bei einem Gewitter genau Ort und Zeit voraussagen könnte. Zum anderen gab es schon genügend Verletzte und Schwerverletzte. Für mich war es unverantwortlich, diese Veranstaltung bei diesen Wetterprognosen überhaupt durchzuführen.

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