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"Rock am Ring"-Abbruch: Konzertveranstalter Lieberberg greift Behörden an
DPA

Wegen schwerer Unwetter mit Dutzenden Verletzten brachen die Behörden das Festival "Rock am Ring" ab. Der Veranstalter hält die Entscheidung für falsch.

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marcmuell 06.06.2016, 12:43
30. wenn man dabei war,

stellt man fest, dass der gute Mann recht hat! Das Wetter hätte einen wunderschönen Festivaltag ermöglicht. So saßen Zehntausende bei brütender Hitze und ohne Wasser fest, bis sie endlich abreisen konnten
Der Fliugplatz Mendig wurde am So. vom Unwetter verschont. Gewitter gibt es immer bei Open Air Festivals im Sommer. So lange nicht genaueres über die Umstände des Blitzeinschlages bekannt sind (wo?, wer? warum?) kann man keine Aussage über das Folgerisiko treffen.

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Emderfriese 06.06.2016, 12:43
31. Too much

Zitat von L_ESER
veranstalungen dieser größenordnung sind in Zukunft vielleicht nicht mehr durchführbar. was macht der veranstalter denn, wenn künftig durch die behördern, die er jetzt kritisiert, verlangt wird, als veranstalter für den schutz der leute zu sorgen? lieberberg geht jetzt in die offensive, um alle schuld und somit alle eventuellen .......
"...veranstalungen dieser größenordnung sind in Zukunft vielleicht nicht mehr durchführbar. ..."

Sind sie überhaupt noch sinnvoll? Abgesehen von möglichen Gefährdungen - der Aufwand, der vor, während und nach einem solchen Riesenevent betrieben werden muss (müsste! aber auch nicht unbedingt wird), grenzt doch langsam ans Unvernünftige.
Seit dem Ende der 70er meide ich große Konzerte oder Veranstaltungen, die nach meiner Erfahrung in keinem Verhältnis zum (Kunst-)Genuss stehen.
Da lieber eine paar -zig oder schlimmstenfalls hundert Fans in einem kleinen Club oder auch "Festival" auf einer kleinen Bühne. Da kommt mehr rüber als bei den Hypes um RaR oder Wacken.
Aber vielleicht bin ich auch schlicht schon zu alt geworden...

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GenerationX-DD 06.06.2016, 12:44
32. Ticketpreiserstattung beim Veranstalter einfordern

Da der Sonntag komplett ausgefallen ist, sollte der Herr sich mal lieber um die Erstattung kümmern.
Diese steht jedem Besucher laut BGB zu, gerade im Fall höherer Gewalt!

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rosabalou 06.06.2016, 12:47
33. tolle Aussage

meiner unmaßgeblichen und rein persönlichen Meinung nach hat Herr Lieberberg "nicht alle Latten am Zaun"... Vollkommen richtige Entscheidung. Sicherheit geht vor....

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westfalen7 06.06.2016, 12:47
34. Da gibt es doch nur eine Möglichkeit:

Das RaR Festival zu einer anderen Location im kommenden Jahr zu verlegen.Dann merkt die Verbandsgemeinde Mendig,welche Einnahmen der heimischen Wirtschaft entgehen.
Wenn ich eine Genehmigung erteile für die gesammte Zeit,habe ich mich auch daran zu halten!!
Weder der Gemeinde Mendig noch dem Veranstalter ist es möglich das Wetter vorrauszusagen.Gegen Wettereinflüsse kann man sich wappnen.Bei einem Gewitter ziehe ich mich in mein Auto zurück und warte bis es vorbei ist.

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Celegorm 06.06.2016, 12:48
35.

Zitat von otto_iii
Da werden sich die Festivalbesucher aber gefreut haben, die sündhaft viel Geld für ein Festivalticket ausgegeben haben, das sowieso schon übliche Sicherheitsbrimborium (keine Glasflaschen etc.) über sich ergehen lassen mussten, tagelang im Matsch gehockt haben um dann zu erfahren, dass......
1. Meines Wissens ist der Veranstalter verpflichtet, entweder den Ticketpreis zu erstatten oder eine äquivalente Ersatzveranstaltung anzubieten. Finanziell dürften sich die Einbussen darum in Grenzen halten. Der Rest ist natürlich ärgerlich, aber ist nun einmal auch Teil des bekannten Risikos, das man bei einem (Open-Air-)Festival eingeht. Dass das Wetter dabei häufig schlecht bis inakzeptabel ist, weiss man ja im voraus. Ebenso muss man in einem gewissen Rahmen akzeptieren, wenn Auftritte kurzfristig ausfallen. Ich denke, ab einem gewissen Punkt ist es auch den meisten Leuten wichtiger, dass sie heil davon kommen als dass sie eine Band verpassen.

2. Die Gründe dafür sind nicht "obskur" sondern eher trivial: Es ist erwiesenermassen eine problematische Kombination, wenn tausende stark alkoholisierte Personen, Autos und Zelte (mit Leuten drin) auf kleinem Raum zusammentreffen. Dass man da gerade bei diesen riesigen Kommerzveranstaltungen das Risiko minimieren will, ist darum verständlich. Zumal das den netten Nebeneffekt hat, dass sich der Zutritt zum Zelt- und Festivalgelände besser kontrollieren lässt. Das mag dem Ganzen zwar etwas den Spassfaktor nehmen, ist aber wohl unvermeidlich bei diesen riesigen Materialschlachten für zehntausende Besucher. Wenn einem das nicht passt dann gibts primär eins: Wegbleiben und allenfalls bessere Alternativen besuchen..

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mikelinden 06.06.2016, 12:49
36.

Wo waren denn am Freitag die Verantwortlichen in den Behörden, als sich das Unwetter anbahnte? Weshalb wurde nicht sofort reagiert? Jedes Kind hätte erkennen können, dass sich da was zusammenbraut, schließlich war die Wetterlage schon seit ein paar Tagen ziemlich brisant - aber da waren unsere verbeamteten Bedenkenträger wahrscheinlich schon lange in ihrem >wohlverdienten< Wochenende. Oder haben sie einfach nur vergessen, dass gerade eins der größten Festivals in Deutschland in ihrer Gemeinde läuft? Als dann der Elefant durch den Porzelanladen getobt ist - ja, da wurden sie endlich wach, naja, zumindest ein bischen, denn es dauerte noch bis Sonntag, bis man sich entschloß, der nächsten Maus die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Mich kotzt das langsam echt an, unfähig in der Situation adäquat zu handeln, aber dann, ob des Drucks der vermeidbaren Geschehnisse, sofort die dickste Keule rausholen und verbieten!, verbieten!, verbieten! - mehr können sie nicht mehr, unsere Damen und Herren Staatsdiener. Der Veranstalter hat völlig recht - ein Komplettversagen der Behörden, wie so oft, nichts anderes war es und mir tun die Leute leid, die um einen schönen Konzertsonntag betrogen wurden.

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derwo 06.06.2016, 12:53
37. Lieberberg

Der gute Lieberberg hat absolut recht: Hätte das Gewitter um 12:45 sich nicht aufgelöst wäre mehrere tausend Menschen mit bereits abgebautem Zelt davon erwischt worden...Ob das besser ist?
ich habe nicht eine Stunde geschlafen um unser Zeug ins Auto zu schaffen...Ob das besser ist?

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tillebaer 06.06.2016, 12:55
38. Keine Vorstellung

hat der Veranstalter offenbar, wenn tausende schnell durch den Knöchel-tiefen Matsch zu ihren Autos flüchten. Kommt mir so vor als wäre er nicht vor Ort gewesen. Sollten ihm mal die Therapiekosten der Verletzen auf seinen Schreibtisch legen. ..da sieht er seine Einnahmen als Peanuts im Vergleich. Würde sagen; zu Risikobereit.

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_gimli_ 06.06.2016, 12:59
39.

Es gab am Wochenende durchaus vergleichbare Veranstaltungen (mit vergleichbarem Wetter), wo Abbruch kein Thema war:
http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/rock-im-park-2016-sicherheit-100.html

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