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Rücktritt von Benedikt XVI.: Am Ende zeigt er doch noch Größe
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Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.

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RoLf132 11.02.2013, 15:43
1. .

Zitat von sysop
Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.
Dieser Papst hat nicht eine Reformierung der Kirche im Sinn; er hat dafür gesorgt, dass das Kardinalskollegium in seiner übergroßen Mehrheit aus erzkonservativen Kardinälen besteht. Somit ist nicht zu erwarten, dass ein nächster Papst reformfreudiger sein wird. Dazu bedarf es noch einiger Papstgenerationen....

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malte.b 11.02.2013, 15:43
2. Freigeistertum

Ein konservativer Mann, der eine eigene Meinung vertrat, ohne sie mit SPD/Günen/Linken/CDU/CSU/FDP abzusprechen, war in der Tat eine Zumutung für die moderne Gesellschaft, die nur noch Harmonie zu vertragen scheint.

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a.vollmer 11.02.2013, 15:45
3. Konsequent

Ein Papst, der dafür gesorgt hat, dass wirklich niemand päpstlicher als der Papst sein kann.

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fea 11.02.2013, 15:46
4. Nachwort

Wieso holt man jetzt bitte das Nachwort aus der Schublade raus, obwohl der Mann ja gar nicht tot ist?

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sangerman 11.02.2013, 15:46
5. nun vielleicht

hat er nur gemerkt, das es doch keine Fabelwesendinger gibt!

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atech 11.02.2013, 15:46
6. ein gescheiterter Papst

Zitat von sysop
Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.
daher wird es nach seinem Rücktritt weniger Katholiken in Europa geben als vor seinem Amtsantritt. Zu viele sind wegen der Kirchenskandale und der dogmatischen Haltung Benedikts XVI. aus der katholischen Kirche ausgetreten.
Damit hat Benedikt XVI. auch das mit seiner Namenswahl selbstgesetzte Ziel seines Pontifikats verfehlt: die Re-Christianisierung Europas.
Er hatte nicht die Kraft, die katholische Kirche zu reformieren. Er hatte nur die Kraft, dies selbst zu erkennen und die Konsequenz daraus zu ziehen.

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Andreas P. 11.02.2013, 15:47
7. Wen interessiert das überhaupt noch?

Zitat von sysop
Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.
Ein Verächter alles Nicht-Katholischen in einem korrupten, völlig überholten Werte- und Organisationsumfeld wie der katholischen Kirche - da kann man nur auf einen besseren Nachfolger und die dringend notwendige Reform hoffen. Aber die Hoffnung stirbt bekanntermassen zu letzt...

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frunabulax 11.02.2013, 15:48
8. Kein Freigeist

Zitat von malte.b
Ein konservativer Mann, der eine eigene Meinung vertrat, ohne sie mit SPD/Günen/Linken/CDU/CSU/FDP abzusprechen, war in der Tat eine Zumutung für die moderne Gesellschaft, die nur noch Harmonie zu vertragen scheint.
Ich empfinde es als Hohn, diesen Menschen als Freigeist zu bezeichnen.

Ein engeres gedankliches Korsett als das der konservativen RKK ist kaum vorstellbar.

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Calex 11.02.2013, 15:48
9. Modernisierung der Kirche

Zitat von sysop
Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.
Eine seit langem erforderliche Modernisierung der Kirche an die sich schnell verändernde Welt kann wohl kaum durch einen 80 Jährigen Papst erreicht werden.

Insofern ist der Rücktritt zu begrüssen, allerdings wird der Nachfolger sicher auch wieder in einem Greisenalter sein, in dem andere ins Altersheim gehen oder Pflegefall sind.

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