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Rücktritt von Benedikt XVI.: Am Ende zeigt er doch noch Größe
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Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.

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eduardschulz 11.02.2013, 17:35
130.

Zitat von wohin
....leid. Nach längerem Nachdenken kann ich einfach nicht an einen normalen Rücktritt glauben. Wenn da mal nicht......Erpressung im Spiel ist. Würde mich nicht wundern, wenn eines Tages rauskäme, dass er bzw. Bruder G. in früheren Jahren "gefehlt" hat. Ich will's nicht aussprechen, aber man weiss sicher, was ich meine. Mich wundert heute gar nichts mehr. Das Leben selbst schreibt die besten Krimis.
Worauf stützen Sie denn Ihre Annahmen? Langes Nachdenken alleine reicht nicht, um Tatsachen präsentieren zu können.

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stefan6509 11.02.2013, 17:35
131. 1a Markenpflege

Auch wenn er es nicht studiert hat, gab es wohl keinen besseren Marketingstrategen für die Marke katholische Kirche. Klares Profil, deutliche Abgrenzung, nicht beliebig, nicht verwaessern. Eine Case study für die Protestanten, Parteien etc. Kein Wunder das ihn die Rabbiner akzeptiert haben- da war mal einer nach ihrem Format

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Neinsowas 11.02.2013, 17:36
132. Es könnte...

Zitat von sysop
Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave. Was er schon als Professor lehrte, verbreitete er nun als Benedikt XVI.: Er verprellte die Protestanten, erzürnte die Muslime - und scherte sich kaum um die Moderne.


...den Stoff für einen Roman geben: Ein Journalist hat sich `informiert´ und beschreibt nun kritisch die `Leistungen` eines Papstes...dazu verwendet er seine eigenen Eindrücke und Erwartungen..."..für das Pontifikat, das bestenfalls als tragisch zu bezeichnen ist..." "berühmt für seine Auskunft, er habe als Bub gern im alten deutsch-lateinischen Messbuch gelesen, ja, sogar Priester soll er gespielt haben..."..."Seine kurze Zeit als Flakhelfer am Ende des 2. Krieges hat ihn offenbar kaum geprägt... " Aha! Woher weiss er das? Was, bitte, soll damit gesagt sein?
Und so geht das die ganze Zeit weiter: Der Schreiber dieses Artikels hat offenbar auf bestimmte Handlungen des Papstes allzeit gewartet, ihm "politische, bzw. diplomatische Fähigkeiten" abverlangt, ihn zum Erfüller seiner modernen Vorstellungen machen wollen,..ihn zu einer Kunstfigur stilisieren wollen..."kein Seelsorger - ein vergeistigter Mann..."
Ha, ein Journalist muss ja wissen, wie ein Papst zu denken, zu fühlen und zu handeln - zu funktionieren hat?

Ich als Aussenstehende kann nur sagen: Ratzinger ist ein tiefgläubiger integerer Mann, der sich mit Sicherheit über alle Dinge, die er nach aussen vertritt, weitreichende Gedanken gemacht hat und der seine eigenen Grenzen kennt. Wenn er als Papst so gehandelt hat, dann bestimmt nicht, weil er sich hat beschwätzen lassen, den Weg des Bequemen genommen hat oder sich beliebt hat machen wollen.
Vielleicht hat er in der Zeit des Pontifikats zu sehr erfahren, dass die Institution Kirche immer weiter abdriftet von dem christlichen Urverständnis. Zweizüngigkeit, Lüge, Intrige und Verrat, Missbrauch, Gier und Korruption - und ich weiss nicht was, sind doch die Machenschaften des Staates Vatikan!
Er sollte als der Aufrichtige in die Geschichte eingehen. Und man sollte auch mal hinterfragen, w a r u m er so sehr an "konservativen Werten" festgehalten hat. Ich finde, dass es sich lohnen müsste einmal selbstkritisch viele Modernisierungswünsche unserer Zeit zu hinterfragen. Könnte es nicht sein, dass wir heutzutage zu sehr gewohnt sind unser Leben beliebig und selbstbestimmt zu führen? Wer ist schon noch Katholik, wenn er sonntags vllt. in die Kirche geht, wochentags alles macht, was dem widerspricht?
Glaube ist nichts, was modern sein kann. Glaube kann sich nicht anpassen. Glaube ist zeitlos.

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murray-t 11.02.2013, 17:37
133.

Dieser Artikel ist keine Nachricht sondern tendenzioese Bewertung.
Als fuehle Lutheraner ich mich nicht vom Papst verprellt, und bedarf nicht dessen Anerkennung.
Die Kernthesen Luthers haben sich in 500 Jahren NICHT veraendert, und es ist die roemische Kirche die weiterhin, wie schon damals abweicht.

Es ist ein Glueck, dasz dieser Papst hier klare Grenzen zieht, denn die lutheranische (evtl. auch die protestantischen Kirchen) scheinen nur zu gewillt Luther zu Gunsten einer Akzeptanz durch die roemische Kirche aufzugeben.

Von einer Oekume im Sinne der Annerkennung der roemischen Kirche IHRER Fehllehre konnte nie die Rede sein, immer nur einer Aufgabe des Luthertums.
Das war schon immer intellektueller Verrat durch die moderne Lutherische Kirche, und wenn dies von Auszen, durch den Papst und seine Kirche, verhindert wurde, dann zum Glueck.

Hoffentlich kommt ein Gleichgesinnter, der wie Ratzinger intellektuellen Ausverkauf zu Ungunsten von Prinzipien ablehnt, als Nachfolger Ratzingers!

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rbn 11.02.2013, 17:37
134. beim Spiegel

Zitat von großonkel
Alles was recht ist, aber einen so gönnerhaft-herablassenden Artikel über den Theologenpapst kann nur schreiben, wer nie eines seiner Bücher gelesen, oder sich nie die Mühe gemacht hat, sie gar verstehen zu wollen. "Am Ende zeigt er DOCH NOCH Größe" - das ist schlicht Gesabbel im Buhlen um den Beifall der Masse. Peinlich. Setzen, sechs.
ist Hopfen und Malz verloren, in Bezug auf die katholische Kirche und religiöse Themen wird er sich wohl nicht mehr ändern. Im Spiegel stand noch nie und wird auch nie ein guter Artikel über die katholische Kirche stehen. Ganz einfach deswegen, weil es anscheinend unmöglich ist, dass der Spiegel Geld für einen fairen Journalisten "verschwendet", der die katholische Kirche kennt, versteht und deshalb auch respektiert. Also: wenn ihr den Spiegel kauft, lasst alle Hoffnung fahren.

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velkoryn 11.02.2013, 17:40
135. Nichts Neues in Rom !

Zitat von sysop
Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Joseph Ratzinger wurde gegen seinen Willen Papst, er fügte sich dem Konklave.
Egal was der alte Mann in Rom wollte oder (vielleicht) nicht wollte. Wie immer in den Rängen der katholischen Kirche - Zucht und Ordnung hat er gepredigt, Menschsein dagegen war Ihm offensichtlich eher fremd.
Der Nächste wird's schon im Sinne der erzkonservativen Ideologie weiter ausrichten: alles so wie immer - unter den Talaren steckt weiterhin der Mief von zweitausend jahren!

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ColynCF 11.02.2013, 17:40
136.

Zitat von malte.b
Ein konservativer Mann, der eine eigene Meinung vertrat, ohne sie mit SPD/Günen/Linken/CDU/CSU/FDP abzusprechen, war in der Tat eine Zumutung für die moderne Gesellschaft, die nur noch Harmonie zu vertragen scheint.
Vor allem nicht mit den Grünen... ^^ Aber Sie haben so recht. Was die Leute wollen ist weniger ein Freigeistertum als vielmehr ein Feiggeistertum.

Der vielleicht wichtigste und richtigste Schritt von Benedikt war die Kirche auf ihren Glaubenskern zurückzuführen, d.h. eben gerade nicht in die Weltlichkeit. Ich habe Rahner weder gelesen, noch verstanden, aber was ich auf den ersten Seiten so verstanden habe, war das Urproblem der Kirche im Mittelalter die Hinwendung zur Scholastik, d.h. der Versuch den Glauben weltlich belegbar zu machen.

Aus der Scholastik entwickelte sich die Ur-Angst der Kirche vor der Wissenschaft, weil jeder wissenschaftliche Fortschritt das Denkgebäude der Kirche zum Einsturz hätte bringen können. So auch, wenn jetzt Kirchendenker z.b. den Urknall als Schöpfungsakt Gottes definieren. Hört sich an, als habe die Kirche endlich den Frieden mit der Wissenschaft gemacht. Falsch! Denn schon denken Physiker über den Urknall hinaus und würden wieder die Lehre der Kirche hinterfragen.

Rahner hat daher als Frieden mit der Wissenschaft die Abkehr von der Wissenschaft und Rückbesinnung der Christen auf die andere Sphäre gefordert. So habe ich jedenfalls immer Ratzinger verstanden, der ja einst ein Weggefährte Rahners war.

Ich irre? Mag sein! Bitte klären Sie mich auf. Ich bin Laie, aber gerne belehrbar.

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infotainment 11.02.2013, 17:41
137. Lebender Leichnam

Na und? Bleibt jetzt deshalb etwa das Universum stehen? Wenn ich diese tattrige mit Fistelstimme auftretende Jammergestalt sehe, dann wird mir wieder mal so richtig vor Augen gebracht, worum es sich bei dieser Großsekte, die sich selbst zur alleinseligmachende Bodentruppe Gottes ernannt hat, handelt: Ein lebender Leichnam, dessen vollendetes Absterben und finale Entsorgung schon lange überfällig ist. Was hat die KK der Menscheit gebracht, was bringt sie ihr? Inquisition, Verfolgung Andersgläubiger, Hexenverbrennungen, Abzocke mit Ablaßhandel, Kreuz (=Raub) Züge, brutale und blutige Unterjochung der Völker Südamerikas, Segnen von Waffen und Truppen, Einmischung in Kriege, Politik, ins Finanz- und Bankenwesen, Korruption, Raff- und Machtgier, moralische Verderbtheit des Klerus (Borgia et al.), Decken von Mißbrauchsskandalen etc. Weg mit Babba Razzi, weg mit der KK! Das gilt auch für alle anderen sogenannten "christlichen" Kirchen, die die Menschen für dumm verkaufen und an der Nase herumführen.

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Fackel 11.02.2013, 17:42
138. alle Reformer vergessen

gerne, das die katholische Kirche keine Partei ist, die ihr Programm je nach Strömung verändern kann. Auch wenn die Kirche zeitgemässervagieren könnte so muss sie bei den Inhalten auch nicht jeden mitreden lassen. Das wäre so als ob beim Parteiprogramm der PDS ein Republikaner mitreden wollte.

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eduardschulz 11.02.2013, 17:42
139.

Zitat von Tom Joad
"Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist." Jesus Christus (Matth. 23,9)
Wie nennen Sie denn Ihren Vater? Oder kann es sein, dass mit dem Vater aus dem Zitat nur Gott gemeint ist?

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