Forum: Panorama
Schadet die Havarie dem Geschäft mit den Kreuzfahrten?

Das Schiffsunglück vor der italienischen Küste brachte vielfältige Debatten über die Sicherheit an Bord von Kreuzfahrtschiffen in Gang. Zuvor schon waren die Meeresgiganten wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes ins Gerede gekommen. Bekommt die Boom-Branche Probleme? Schadet nun die Havarie dem Geschäft mit den Kreuzfahrten?

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rennflosse 23.01.2012, 16:55
140. Ebend,

Zitat von matthias schwalbe
Berg, Ihre Sicht auf die Welt durch:"..Fernsehen und Bilderbücher..", welche Sie hier in den Raum stellen, merkt man bei Ihnen in jedem Beitrag. Sie sollten wenigsten noch erwähnen, dass beim rauchen der Schlote- speziell in Ihren gemeinten Regionen und in jener Zeit- möglicherweise mehr Menschen schaden genommen haben als durch ein paar Luxusliner!
Deshalb hält er ja auch nix vom Reisen verbieten, wie das bei andern wieder als sofortiger Beißreflex durchkommt. Ist doch gut.

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Berg 23.01.2012, 17:05
141.

Zitat von matthias schwalbe
Berg, mir ist aber im Gegensatz zu Ihnen: Nichts Menschliches fremd!
Nein, das ist Ihre ganz spezielle Mischung aus Stalking, Mobbing und Voyeurismus. Zum Thema fällt Ihnen nichts mehr ein, da wird der Forist aufs Korn genommen. Sie müssten doch schon längst gemerkt haben, dass das nichts bewirkt.

Das Geschäft mit der Kreuzfahrt geht inzwischen auf noch längeren Küstenfahrten mit noch billigeren Preisen und noch schädlicherem Schweröl weiter.

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Trondesson 23.01.2012, 17:12
142.

Zitat von mischpot
Von der Reederei? Die Anteilseigner und die Reederei die schön auf dem trockenen sitzen tragen die Verantwortung für solche Weisungen. Wenn für die Habgier der Anteilseigner solche Weisungen von der Reederei herausgegeben werden dann tragen Sie dafür auch die Verantwortung und nicht Ihr Angestellter. Weisung der Reederei. Abhängigkeitsverhältnis des Kapitäns zum Arbeitgeber. Nicht eingezeichneter Fels in den Seekarten. Es ist wohl eine Verkettung von diesen Mißständen die zu einer Katastrophe führen und nicht nur zu dieser.
Selbstverständlich ist der Fels auf den Karten eingezeichnet, sofern sie den Vorschriften entsprechend regelmäßig korrigiert werden. Möglicherweise hat der dafür zuständige Nautiker gepennt, aber da der Felsen nicht erst seit ein paar Wochen dort gelegen hat, ist das eher eine lahme Ausrede. Und selbst wenn, wer trägt die Verantwortung, daß die Nautiker ihren Job gewissenaft ausüben? Richtig, der Kapitän. Nichts entbindet ihn von der Verantwortung.
Daß die Reederei derlei Anweisungen gegeben hat, bezweifle ich nicht, solche Machenschaften sind in dem Geschäft die Regel, da die Reederei außer dem Schiff nichts verliert, und das ist hoch versichert. Aber auch hier steht es im Ermessen des Kapitäns, wieweit er den Anweisungen Folge leistet.
Ich jedenfalls würde lieber meinen Job verlieren als das Leben von über 4000 Menschen unter meiner Verantwortung zu gefährden.

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Berg 23.01.2012, 17:13
143.

Zitat von rennflosse
Deshalb hält er ja auch nix vom Reisen verbieten, wie das bei andern wieder als sofortiger Beißreflex durchkommt. Ist doch gut.
Vom vernünftigen Handeln bis zum Verbieten ist eine große Zeitspanne.

Niemand hatte jemals die Reisen Humboldt oder Schliemann angezweifelt. Als dann Kreuzfahrtschiffe vereinzelt und kostspielig schipperten, spielten Ressourcen und CO2-Ausstoß ebenfalls noch keine Rolle. Aber mit dem massenhaften Weltreisen nur mal so eine Woche zum Spaße ist es nicht verwunderlich, dass Zweifel aufkommen. - Nein, mit Verbieten hat man es in der Großen Freiheit Nr. 7 nicht. Aber das Geld ist immer ein Regulator: Steuern, Zölle, Embargos, Boykotte und andere Sanktionen leisten mehr als Verbote.

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kh- 23.01.2012, 17:18
144. Wie geht das?

Laut dem Bericht fuhr die Concordia um 19.30 dicht an Giglio vorbei und kollidierte dann um 21.45 Uhr mit dem Felsen. Was ist in den verbleibenden 2 1/4 Stunden passiert?

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Benjowi 23.01.2012, 17:37
145. Wirkliche und juristische Welt sind nicht das Gleiche....

Zitat von Gerdtrader50
Befehlsgewalt an Bord eines Schiffes hat der Kapitän. Keine Eigner, keine Reederei.
Das ist zwar juristisch richtig, aber schon bei Kapitän Smith von der Titanic weiß man bis heute nicht, wie sehr er unter dem Einfluss eines "Schnellfahrbefehls" der White-Star-Line stand und das wird sich im Zeitalter des "Shareholdervalues"-wenn auch mit anderen Schwerpunkten- kaum geändert haben. Gleiches gilt übrigens bei fragwürdigen Entscheidungen von Flugkapitänen, wenn es um Sicherheit versus Kosten geht!

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Benjowi 23.01.2012, 17:40
146. Halbe Wahrheit....

Zitat von xtechnokratx
Die amerikanischen Flugzeugträger fahren dank Atomkraft Co2 frei ^^
Das ist nur die halbe Wahrheit, denn mit was nur fliegen deren jeweils um die 90 Flugzeuge?

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Trondesson 23.01.2012, 17:42
147.

Zitat von adal_
Sollte sich herausstellen, dass die Reederei ihre Kapitäne anweist, riskante Kurse zu fahren, trifft sie schon eine Mitverantwortung.
Ist klar, aber wie schon mehrfach angemerkt liegt die ultimative Verantwortung beim Kapitän. Es ist schön, daß er die Machenschaften der Reederei jetzt so offen darlegt, herausreden kann er sich damit nicht.

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jujo 23.01.2012, 17:57
148. ...

Zitat von Trondesson
Richtig, da fällt keine Tasse um, lediglich das ganze Schiff, denn die Richtwerte sind praktisch schon lange überholt. 40 cm sind zwar die Vorschrift, die festgelegt wurde, als kein Containerschiff mehr als 4 Lagen an Deck gefahren hat; sie ist in der Praxis für heutige Containerschiffe mit 7 Lagen an Deck jedoch vollkommen unzureichend. Auf Schiffen mit großem GM würde ich jederzeit wieder fahren, und solange die Werft nicht gepfuscht hat, geht das mit den heutigen Möglichkeiten auch aus schiffbaulicher Sicht in Ordnung. Aber ein Containerschiff mit 40 cm würde ich nicht mehr betreten, einmal die Erfahrung gemacht, das reicht mir. Auf Passagierschiffen mit ihren Stabilisatoren merkt man bei schlechtem Wetter wahrscheinlich auch von einem höheren GM nicht sonderlich viel.
schon recht.
Komfortabel sind für mich 60-70 cm,
Zum wiederholten Male (das sollten sie eigentlich wissen) entscheidend ist der Masseschwerpunkt!
Niemand der normal ist fährt in der 7ten Lage Container von 20tons und mehr.
Mein letztes Schiff trug max 5500 TEU mit bis zu 7 Lagen, da waren 6. und 7.Lage nur Leercontainer zugelassen!
im Übrigen kommt es auch auf das stackweight an habe ich da 60 tons
per TEU bleibt für die oberen Lagen nichts mehr über.
Auch das ist gute Seemannschaft diese Richtwerte einzuhalten, da braucht man manchmal Eier in der Hose!

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kellitom 23.01.2012, 17:58
149. Druck der 'Reederei

Es kann doch gut sein, dass der Kapitän auf Druck der Reederei möglichst nahe an den Felsen heranfahren mußte.
Dann trifft die Reederei eine Mitschuld.

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