Forum: Panorama
Schweizer Bank UBS: Toiletten mit Schnipseln von 500-Euro-Scheinen verstopft
DPA

In einer Genfer UBS-Filiale und anliegenden Restaurants waren Toiletten verstopft: Jemand hatte 500-Euro-Scheine zerschnitten und versucht, die Schnipsel in WCs zu entsorgen. Die Ermittlungen laufen.

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wll 19.09.2017, 08:31
10. Kein Titel

Zitat von voyager_2000
Wenn ich mal rechne, sind 100.000 EUR 200 Scheine a 500 EUR. Verteilt auf mindestens 3 Toiletten sind 66 Scheine. Kleingeschnitten sollen sie jewils die Toilette verstopft haben? Das ist für mich fragwürdig. Außerdem: Warum wegwerfen? War es vielleicht Falschgeld?
Da hat wohl jemand sein Schließfach geleert, vermutlich war der Inhalt unversteuert und/oder illegal erwirtschaftet. Vielleicht wurde eine Durchsuchung befürchtet, aber das ist natürlich spekulativ. Falschgeld wäre auch eine Möglichkeit, allerdings wäre imho die Aufbewahrung in einem Schließfach ungewöhnlich.

Das Verstopfen der Toiletten lässt sich allerdings leicht erklären. Nass ballen sich die Schnipsel leicht zusammen, und bilden einen Klumpen. Da Banknoten nicht aus normalem Papier, sondern weitgehend aus Baumwollfasern hergestellt werden, lösen sich die Scheine auch nicht so leicht auf. Der "Trick" funktioniert ja mit handelsüblichem Toilettenpapier schon recht einfach - dürfte wohl so ziemlich jedem schon mal "gelungen" sein...

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wolfi55 19.09.2017, 09:27
11. den 1000 Franken-Schein wird es weiter geben

Der wird nämlich nicht abgeschafft. Also kann man ohne weiteres ca 4 200er in einen 1000er wechseln.

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permissiveactionlink 19.09.2017, 09:52
12. Sehr merkwürdig !

Der automatische Datenaustausch mit den Finanzbehörden von EU-Staaten bezieht sich ausschließlich auf bestehende Konten, nicht auf vorhandene Schließfächer. Diese tauchen aber immer in den Abrechnungen der jeweiligen Bank auf, was den Finanzbehörden nicht entgeht. Da hatte jemand sehr viel Schwarzgeld im Schließfach, und befürchtete wohl, damit aufzufliegen. Mal eben 100000 Euro über die Grenze schmuggeln ist hochriskant : Zum einen sind die Druckfarben olfaktorisch so penetrant, dass sie von geeigneten Spürhunden in jedem Versteck aufgespürt werden können. Pecunia olet ! Zum anderen stellt sich die Frage, warum die drei größten Euroscheine (100,200,500) zwar verschieden lang, aber gleich breit sind, alle 82mm, was für die kleineren Scheine nicht zutrifft (62, 67, 72, 77 mm). Der Silberstreifen sitzt immer quer im Schein, bei großen Scheinen immer 82 mm lang. Bündel solcher Scheine lassen sich mit Radargeräten der Wellenlänge 16,4 cm leicht aufspüren. Da war jemand mächtig in Panik geraten, weil er/sie es sich nicht zutraute, das Geld sicher über die Grenze zu bringen. 500 Euro-Scheine dienen nur einem Zweck : Schwarzgeldbeträge in hoher "Konzentration" lagern und transportieren zu können. Volkswirtschaftlich sind sie nicht von Bedeutung, allenfalls bei Geschäften unter der Hand, wo nichts mehr legal zugeht, dafür aber stets am Fiskus vorbei.

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michael sh 19.09.2017, 09:53
13. Kontrolle von Geldströmen

Letztendlich ist das ein weiterer Schritt (500er abschaffen) zur bargeldlosen Wirtschaft.
Hier hat der Staat ein immenses Kontrollverlangen.
Wenn es immer schwieriger wird mit Bargeld zu zahlen, oder wenn für Bargeldzahlungen irgendwann eine Gebühr erhoben wird, dann werden die meisten umschwenken und digital zahlen.
Und das kann man viel besser beobachten.
Da macht sich die Steuererklärung fast von allein ;-)

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carranza 19.09.2017, 10:02
14. Na klar

Zitat von Sibylle1969
Im Alltag braucht man maximal den 50- oder 100-Euro-Schein. Der 500-Euro-Schein ist nahezu ausschließlich im illegalen Gebrauch.
Was hält denn illegale Geschäftemacher davon ab, auf kleinere Scheine umzusteigen, oder halt fingierte Überweisungen zu tätigen?
Bei Überweisungen erledigt sich das Problem des Waschens sogar wie von selbst. Der einzige Unterschied bei Überweisungen ist doch der, dass Vater Staat auch noch "seinen Anteil" abbekommt.

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marianne.weber 19.09.2017, 10:09
15.

Wenn es sich nicht gerade um Falschgeld gehandelt hat, hätte es tatsächlich sozialere Wege gegeben, das Geld loszuwerden. Auch in der Schweiz gibt es sicher Obdachlose, die sich gefreut hätten. Das Geld aus der Bank zu bringen scheint ja schließlich kein Problem gewesen zu sein...

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frenchie3 19.09.2017, 10:48
16. Was ein Aufriss für nix

Da hat doch gerade einer seine Küche zerlegt weil er sie nicht aufbauen konnte (da verdächtige ich IKEA). Warum soll ein Millionär nicht auch mal einen Rappel haben?

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MKAchter 19.09.2017, 11:15
17. Was andere brauchen

Zitat von Sibylle1969
Im Alltag braucht man maximal den 50- oder 100-Euro-Schein. Der 500-Euro-Schein ist nahezu ausschließlich im illegalen Gebrauch.
Ja, so ist das mit dem "braucht man"....

"Braucht" man einen Geldschein höheren Betrags? Einen SUV? Eine große Wohnung? Drei Fahrräder? Eine Hauskatze?...
Es ist immer scwierig, wenn man zu meinen glaubt, was andere zu "brauchen" haben, oder auch nicht.

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tripleeight 19.09.2017, 11:47
18. 500er sind durchaus legal unterwegs

Nicht nur bei den Autohändlern, die eher ältere Gebrauchtwagen auf- und weiterverkaufen, sondern auch in vielen anderen Branchen in denen noch direkt Geld gegen Ware oder Dienstleistung getauscht wird. Auch viele kleine Handwerksbetriebe bekommen zB bei Baustoffhändlern keine großen Kreditrahmen. Klar, das geht alles auch mit 200ern oder 100ern, aber auch das Schwarzgeld kann ich in anderen Währungen (Franken) oder in kleineren Stückelungen lagern. Es sollte lieber die Produktion der Münzen begrenzt werden, damit massiv Kosten gespart und der Bar-Zahlungsverkehr vereinfacht werden kann. Die Abschaffung des 500ers zielt in die andere Richtung und soll nur Bargeld insgesamt unattraktiver machen und die Kontrollmöglichkeiten des Staates erhöhen... und das nicht in erster Linie bei der Terrorabwehr, sondern beim gesamten Geldtransfer.

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