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Seenotrettung von Flüchtlingen: Er hat ihn angezeigt. Jetzt sprechen sie miteinander
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Axel Steier rettet Ertrinkende aus dem Mittelmeer, Torsten Küllig zeigte ihn als Schleuser an. Nun haben sie sich die Meinung gesagt. Ein Streitgespräch.

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skilliard 25.08.2018, 11:13
1.

Was wird wohl die 20jährige Tochter später mal zum Wertesystem ihres Vaters sagen? Dass sie das so wie von ihm erwartet übernimmt ist ja nicht so selbstverständlich wie er denkt.

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th.diebels 25.08.2018, 11:14
2. Seenot-Retter

die ihre Geretteten flugs und kostenfrei in die EU abliefern und "aussetzen" wollen, sind letztendlich nichts anderes als
"Seenot-Schlepper" anzusehen und zur strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen !

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pauli96 25.08.2018, 11:15
3. So bitter es ist

Küllig hat recht.

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kevinschmied704 25.08.2018, 11:17
4. kritischer gedanke

ich finde schon, das man diese Armutsmigration kritisch sehen muss.
aber zu meinen das wäre eine Invasion, das geht dann doch zu weit.
eine Invasion ist ein kriegerischer akt und bei aller Auffälligkeit, das z.b. meist nur junge Männer den weg, warum auch immer schaffen. hat nichts mit einem kriegerischen akt zu tun. sie sind schlicht auf der flucht und nicht auf dem weg in eine Schlacht. der herr küllig hat einfach nur angst. die aber nur teilweise verständlich ist, da sind auch viele Vorverurteilungen dabei. daher bin ich eher gegen seine Meinung. das Problem muss gelöst werden, aber nicht so.

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ip2018 25.08.2018, 11:18
5.

Ohne die Taxidienste solcher Organisationen oder der deutschen Marine, würden sich weniger Leute auf den Weg zum Mittelmeer machen und sich auf ein marodes Boot setzen.

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sven2016 25.08.2018, 11:20
6.

Es war zu erwarten, dass ein Werterechter und ein aktiver NGO im Gespräch nicht zueinander finden können.

Aber der plakative Gebrauch von Neonazivokabular, Kriminalisierung aller Flüchtlinge und Perspektive „Angst um die Zukunft unserer Kinder“ ist wirklich zu platt und zeigt, dass der rechte „besorgte Bürger“ in Wirklichkeit weder nachdenkt noch dich kümmert.

Und im öffentlichen Dienst. Passt irgendwie zum Vorurteil.

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MickyLaus 25.08.2018, 11:24
7. Nicht diskursfähig

Das Interview zeigt leider dass Herr Steiner weder diskursfähig noch zu einer realistischen Einschätzung seiner Tätigkeit in der Lage ist.

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Furchensumpf 25.08.2018, 11:25
8. Küllig...

...hat den Kongo (oder generell Afrika) nicht ausgebeutet? Dann sollte er sich mal fragen, wo die ganzen Metalle für sein Smartphone oder sonstige Chips in Geräten, die er nutzt, kommen? Meist aus Bürgerkriegsgebieten, mit denen die "Warlords" ihre Kriege finanzieren. Wenigstens hier hätte er sich vorher schlau machen sollen.

Gerade Europa hat für seinen Wohlstand Afrika Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte ausgebeutet, und jetzt bekommen wir die Rechnung dafür.

Aber das ist nur ein Teil des Problems.

Ich habe einen 6-jährigen Sohn...wenn ich diesem in die Augen schaue frage ich mich, in was für einer Welt er leben würde, wenn Menschen wie Küllig das Sagen hätten...

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Reinhold Schramm 25.08.2018, 11:26
9. ''Flüchtlingspolitik'' im Kapitalismus Deutschlands

Die ökonomischen Interessen entscheiden über die Flüchtlingsaufnahme.

Nicht das Kanzleramt, auch nicht das Parlament, sondern die wirtschaftlichen Gegenwarts- und Zukunftsinteressen der Wirtschafts- und Monopolverbände und der nationalen (und internationalen) Konzerne sind entscheidend bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten aus Kriegs-, Krisen- und sozioökonomischen Armutsregionen!

Vor allem geht es dabei auch um den finanziellen Druck auf die Arbeitslöhne nach unten, insbesondere bei den bereits schon vorhandenen Millionen Geringqualifizierten der vorhandenen Reservearmee in Arbeitslosigkeit und im offenen Hartz-IV-Vollzug (Erwerbsfähige in Sozialhilfe bzw. sog. ''gesetzliche Grundsicherung'' – ALG II.).

Aber auch bei der Aufnahmepolitik von 'Flüchtlingen'' geht es vorrangig um eine Auswahl unter dem geringen Fachkräfteangebot und der kleinen Minderheit an ausreichend Qualifizierten. Dabei möglichst an billigen und willigen Fachkräften, die nach Möglichkeit keine Fragen nach der Bezahlung stellen und sich nicht gewerkschaftlich und politisch organisieren.

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