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Seenotrettung von Flüchtlingen: Er hat ihn angezeigt. Jetzt sprechen sie miteinander
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Axel Steier rettet Ertrinkende aus dem Mittelmeer, Torsten Küllig zeigte ihn als Schleuser an. Nun haben sie sich die Meinung gesagt. Ein Streitgespräch.

Seite 17 von 48
nadelstich 25.08.2018, 13:12
160. #94

Nun mal genug mit ihrer Tirade.

Sie behaupten als dass das deutsche GG in Afrika bzw im Mittelmeer Gültigkeit hat?!

Der Größenwahn von KGE und CR scheint langsam auf ihre Jünger abzufärben....

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Strichnid 25.08.2018, 13:12
161.

Zitat von dweik01
Was Steier übersieht und womit Külling Recht hat ist, daß die Einwanderer, überwiegend Muslime aufgrund ihrer Sozialisation und ihres Wertesystems soviele Kinder bekommen, daß sie bis 2050 die Mehrheit in unserer Gesellschaft stellen werden!
Wieso sollte Steier das "übersehen" haben? Inwieweit sollte das für ihn wichtig sein? Sollte er künftig, wenn er Ertrinkende sieht, denen zurufen: "Tut mir leid, aber bis 2050 hättet ihr bei uns die Mehrheit, daher lass ich dich jetzt absaufen?"

Es erschüttert mich, wieviele verschiedene und jede noch so kruse These in diesem Thread herangezogen und konstruiert wird, nur um einen Grund zum Absaufenlassen zu finden.

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Sensør 25.08.2018, 13:13
162. Wieso hat die Migranten keiner eingeladen?

Doch, klar sind die eingeladen! Sehr viele die ich kenne, empfangen die Neuankömmlinge mit offenen Armen - die meisten Einwanderer sind wesentlich netter als z.B. dieser Torsten Küllig, und vermutlich auch gebildeter (mein neuer Nachbar aus Syrien z.B. arbeitet schon als Architekt). Leute wie Küllig können wir gerne in der Wüste aussetzen, die passt besser zu deren geistigen Horizont.

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redfish 25.08.2018, 13:13
163. Ohne grosse Worte

Ich habe das Streitgespräch aufmerksam und sorgfältig gelesen. Ich kann nur eines dazu ssgen: Küllig hat recht.

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Strichnid 25.08.2018, 13:16
164.

Zitat von roman199
Mein Herz ist beim Steier aber der Verstand eher bei Kühlig. Schwierig ist diese Gratwanderung.
Hm, finden Sie wirklich, dass es von Verstand kündet, Geflüchtete als Invasoren zu betrachten? Ich nicht.

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_Mitspieler 25.08.2018, 13:16
165. Der Kern des Problems

Die Anzahl der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer war vor drei Jahren relativ gering. Dann öffnete Frau Merkel qua Öffnungsbeschluss die Außengrenzen der Bundesrepublik und flutete so unter Missachtung einer Reihe von nationalen und internationalen Gesetzen, Vereinbarungen, organisatorischen Grundmaßnahmen, die erste große Migrationswelle anonym ins Land. Attraktoren wie quick gemachte und versendete Selfies mit der Dame, Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Versorgung etc. für lau sorgten für eine Sogwirkung, Migranten kamen zu Hunderttausenden und die Migrationskurve stieg steil an, wobei der Anteil von chancenreichen Asylbewerbern in die Bedeutungslosigkeit fiel. Erschrocken über die selbst von der Bundesregierung realisierte faktische Wucht der Konsequenzen der Normenverletzungen ruderte Lady M. alsbald zurück. Inzwischen sorgen Italiener und Malteser, die von Rest-EU mehr oder weniger alleine gelassen wurden, während man den Griechen immerhin den Türkenschild aufspannte, durch Einlaufstopps dafür, dass die Anzahl der Bootsflüchtlinge tendenziell zu sinken beginnt. Das Ganze folgt einer logistischen Funktion, die man u.a. für die Beschreibung von Sättigungsmodellen verwendet. Diese ist sigmoid, also S-förmig, steigt erst langsam, nimmt einem Schwungrad gleich Fahrt auf, hat einen Wendepunkt und steigt hernach wieder langsamer, bis sie sich einem Maximum nähert und quasi dort verharrt. Parallel dazu gab es zuerst wenige Küstenwachtboote, Handels- oder Kriegschiffe, die zufällig Bootsflüchtlinge entdeckten und retteten. Dann entwickelte sich ein Boom und immer mehr Hilfsorganisationen schickten immer mehr Schiffe kreuzend immer näher an die Libysche Küste, mit der alleinigen Aufgabe die steigende Migrantenzahl aus dem Meer zu fischen. Diese Rettungschancenerhöhung in Verbindung mit dem o.a. gebotenen Anreizsystem Deutschlands ermöglichte das, was wie ein Shuttleservice aussieht. Dazu kann man stehen wie man will. Italien und Malta haben jedenfalls zum Selbstschutz in Notwehr die Reißleine gezogen. Unser Asylrecht deckt diese Situation nicht ab und ein Einwanderungsgesetz wäre auch nur ein Placebo. Sicher könnte man die Wunsch-Migrationskandidaten spezifizieren, doch hielte dies all die anderen sicher nicht ab. Niemand, zuletzt die Migranten, haben etwas davon, wenn ihre schiere Masse in der Kürze der Zeit hierzulande nicht sinnvoll integrierbar ist. Spielt man die Denkwelt dieser Retter fiktiv bis zum Ende durch, müsste die EU zwischen Eddalya und Tarifa ein breites Tunnel bauen, durch das alle Willigen von Marokko aus trockenen Fußes und risikolos in die EU marschieren können, sich am Ort ihrer Wahl niederlassen dürfen und im Idealfall in D die gleichen Sozialleistungen bekommen, wie ein dortiger Ureinwohner, der nach 40 SV-pflichtigen Arbeitsjahren unverschuldet in Not geraten und in Hartz 4 gerutscht ist.

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rathat 25.08.2018, 13:16
166. Und wieder ein Angestellter des Freistaates

Mir schwant, der gesamte sächsische Staat ist schon durchsetzt von diesen „besorgten Bürgern“, die letzten Endes auch nur Rassisten sind. Da scheint die Polizei kein Einzelfall mehr zu sein - und das in einem Bundesland, in der der Ausländeranteil geringer nicht sein könnte; welches aber durch massive Abwanderung über Zuzug freuen müsste. Wer sich aber National und International so unfreundlich und gastfeindschftlich darstellt, wird selbst von der restlichen deutschen Bevölkerung, die in der großen Mehrheit noch Anständig ist, lieber gemieden. In einem Land zu wohnen, welches bevölkerungstechnisch immer mehr ausdünnt und sich gerade den eigenen Ast abschneidet, hätte ich auch bedenken Kinder groß zu ziehen. Im besten Fall ziehen sie nach der Schule/Ausbildung sofort weg.

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moritz27 25.08.2018, 13:17
167. Von was lebt eigentlich

Herr Steier, wenn er kaum noch dazu kommt, seinen kleinen Laden aufzumachen? Oder durfen die Journalisten einem guten Menschen eine solch naheliegende Frage erst gar nicht stellen?

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pecos 25.08.2018, 13:17
168. Zuerst ein grosses Lob ...

.... an die beiden Gesprächsteilnehmer. Ja, wir müssen mehr miteinander reden, gerade mit denen, deren Meinung wir nicht teilen - ausser mit den Faschisten, da ist Hopfen und Malz verloren.
Was mir an beiden Gesprächsteilnehmern auffällt ist allerdings, dass beide sehr viel über Emotionen reden: Steier von der Humanität, Külling von "gefühlten" Messerattacken. Nun sind Gefühle nicht per se schlecht, man könnte aber auf den Gedanken kommen, sich auch Gedanken über Fakten zu machen. Steier macht es sich zu leicht, wenn er die Frage nach dem "wo endet das" aus dem Weg geht (das mache ich übrigens auch, weil ich keine Antwort darauf habe), und Külling sollte sich mal den volkswirtschaftlichen Nutzen der Migranten vor Augen führen. Neulich war hier im Spiegel eine Präsentation über die Berufswünsche junger Leute: die Biodeutschen wollte alle "irgendwas" mit Digital und Marketing o.ä. machen, Handwerk fanden sie alle "zu anstrengend". Die Migranten zogen dagegen alle Handwerke in Betracht.
Erschrecken ist für mich, dass Külling zwar ahnt, wer hinter den schlechten Lebensverhältnissen vieler Einheimischer steckt, aber konsequent die falschen Schlüsse draus zieht: die neoliberalen Akteure (wer immer das ist. Es ist eher das neliberale Denken, das wir alle mehr oder weniger internalisiert haben, leider). Die sind für die Prekarisierung verantwortlich, richtig. Aber mit den Migranten hat das gar nix zu tun, denn zu Zeiten von Schröder, als die neoliberale Flut sich Bahn brechen konnte, hatten wir weder "zu viele" Migranten, noch gab es "die" Flüchtlinge, noch war es gar Herbst 2015. Die Neoliberalen prekarisieren den Rest des Landes, ob mit der ohne Migranten. Bloss: mit den Migranten haben sie jetzt eine exzellente Atrappe, hinter der sie ihre eigene Verantwortung cachieren können. Ginge es Küllig tatsächlich um die Verbesserung der Lebensumstände vieler deutscher Staatsbürger, müsste er eigentlich im Frankfurter Bankenviertel demonstrieren. Das aber tut er nicht, er fällt auf die Sündenbockgeschichte mit "den Migranten" rein. Schade.

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Die andere Seite 25.08.2018, 13:17
169. Spaltung überwinden nicht erwünscht ?

Zitat von scooby11568
Zieht doch die Mauer wieder hoch und schafft Euch Euer eigenes kleines Faschobiotop.
Wie soll das Überwinden einer Spaltung der Gesellschaft mit Leuten wie Ihnen möglich sein? Wie soll mit Leuten wie Ihnen über eine sinnvolle, für alle Beteiligten vorteilhafte Migration diskutiert werden können? Und eine Diskussion darüber ist doch dringend nötig, oder nicht ? Wie sollen mit Leuten wie Ihnen überhaupt konstruktive Lösungen gefunden werden können? Wie soll das Ertrinken im Mittelmeer verhindert werden können, wenn es einfach so weiter geht wie bisher? Jahr um Jahr! Was meinen Sie, wieviele Menschen da noch ertrinken werden (?) - egal wieviele private und wieviele staatliche Seenotretter im Mittlemeer kreuzen! Wieso ist ein Mensch, der sich eine regulierte Migration wünscht, ein AFD Wähler? Wieso ist ein Mensch ein "Fascho", der das unübersehbar Sichtbare sieht (?) - nämlich dass alle Strategien und Lösungsansätze der letzen Jahre, das Sterben im Mittelmeer zu beenden, offensichtlich nicht zielführend waren.

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