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Seenotrettung von Flüchtlingen: Er hat ihn angezeigt. Jetzt sprechen sie miteinander
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Axel Steier rettet Ertrinkende aus dem Mittelmeer, Torsten Küllig zeigte ihn als Schleuser an. Nun haben sie sich die Meinung gesagt. Ein Streitgespräch.

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jeze 25.08.2018, 17:18
340.

Zitat von Furchensumpf
...hat den Kongo (oder generell Afrika) nicht ausgebeutet? Dann sollte er sich mal fragen, wo die ganzen Metalle für sein Smartphone oder sonstige Chips in Geräten, die er nutzt, kommen? Meist aus Bürgerkriegsgebieten, mit denen die "Warlords" ihre Kriege finanzieren. Wenigstens hier hätte er sich vorher schlau machen sollen. Gerade Europa hat für seinen Wohlstand Afrika Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte ausgebeutet, und jetzt bekommen wir die Rechnung dafür. Aber das ist nur ein Teil des Problems. Ich habe einen 6-jährigen Sohn...wenn ich diesem in die Augen schaue frage ich mich, in was für einer Welt er leben würde, wenn Menschen wie Küllig das Sagen hätten...
Wieso setzen sie "herkommen" mit "ausbeuten" gleich? Wenn Sie ihre Brötchen jeden Morgen beim Bäcker beziehen, wäre es dann auch ok, wenn ich sagen würde, dass sie ihren Bäcker ausbeuten?

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Palmstroem 25.08.2018, 17:18
341. Ökonomisches Ungleichgewicht ist nicht gerecht

Zitat von ocelot99
Aber wenn es dann in der Sahelzone eine Dürre gibt, dann soll unser Lebenswandel daran schuld sein, in Afrika gibt es ja keine Autos, keine Stromgeneratoren und keine Handys.
Ihr Afrika BIld hängt ziemlich schief. Natürlich gibt es in Afrika Autos, Stromgeneratoren und Handys - sogar Riesenstädte. Der Unterschied ist nur, Europa verbraucht zwei Erden pro Jahr, Afrika nur 0,7, obwohl die Bevölkerung doppelt so groß ist. Warum glauben Sie, dass ihnen das zusteht, 3-4 mal so viel Ressourcen zu verbrauchen wie ein Afrikaner. Weil Sie Deutscher sind?

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Reinhold Schramm 25.08.2018, 17:20
342. Die ''Gutmenschen'' der Aktionäre der Rohstoff-Konzerne!

Wenn schon nicht mehr die Flüchtlinge und Migranten ihre korrupten politischen und wirtschaftlichen Eliten bekämpfen wollen, dann müssten sich die deutschen Paternalisten und christlichen Gutmenschen als neuzeitliche Kreuzzügler auf den Weg dorthin machen, um deren Befreiungskampf zu führen.

Aber jetzt mal ernsthaft.

Es ist eben nicht die Aufgabe der deutschen Bundespolizei und auch nicht der deutschen Bundeswehr, außer Landes und vor Ort, in Nahost, Asien und Afrika, zusammen mit der deutschen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Mädchenschulen zu errichten und für die Gleichstellung der muslimischen Frau zu kämpfen.

Es ist auch nicht die Aufgabe der ''Seenotretter*innen im Mittelmeer'' und der bundesdeutschen und westeuropäischen christlich-protestantischen Paternalist*innen, vor allem wehrfähige und kampffähige junge Männer den Fluchtweg ins westeuropäische und bundesdeutsche Wohlstands- und Konsumparadies zu erleichtern und zu ebnen.

''Seenotretter'' und ''Gutmenschen'' als Gehilfen deutsch-europäischer DAX- und Rohstoff-Konzerne!

Es ist auch nicht die Aufgabe der Freund*innen der christlichen Menschenliebe den westlichen Konzernen den Zugriff auf die Rohstoffe und Bodenschätze in Asien und Afrika zu erleichtern. Mit ihrer pseudo- humanistischen Aktivität im Mittelmeerraum und in Westeuropa, insbesondere auch in Deutschland, räumen sie das männliche Widerstandspotenzial in Asien und Afrika aus den Weg. Damit ermöglichen die 'Seenotretter'innen und paternalistischen 'Gutmenschen' den Rohstoff- und Rüstungskonzernen, unbeabsichtigt, zusammen mit den jeweiligen heimischen Oligarchen und Familienclans, deren profitable Geschäfte, für den billigen und willigen Zugriff auf die Reichtümer der in Dauerarmut gehaltenen Länder und Regionen in Asien, Nahen Osten und Afrika.

PS: Die Vorstände und Aktionäre der multinationalen Konzerne sind 'ihren' Seenotrettern und Gutmenschen zum Dank verpflichtet, sorgen sie doch für das anhaltende Verschwinden einer möglichen nationalen und sozialen Befreiungsbewegung in den reichen Rohstoff- und Armutsregionen der Welt.

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karl-felix 25.08.2018, 17:24
343. Das

Zitat von Mortus
es gibt für das Problem nun mal nicht DIE humanitäre Lösung. Ich denke aber auch, dass diese Retter eher das Problem verstärken. Und dadurch sich eher neue sich auf dem Weg machen und die dann ersaufen. Die Retter tragen dann eine Mitschuld.
erinnert sehr an die steile These,dass erst die Ablehnung des Krieges und des Kriegsdienstes und die Friedenserhaltung Auschwitz und den 2. Weltkrieg ermöglichte.
Perverse Denke, die Replik : "Der grösste Hetzer "seit Goebbels nur zu verständlich , wenn auch nicht meine Wortwahl .
Absurd, anzunehmen jemand mache sich auf den Weg durch Kriegs/Bürgerkriegsgebiet , durch die Sahara weil im Mittelmehr 35.736 ertrunken sind und nicht 36.205 .
In meinen Augen eine billige Ausrede um nichts zu tun und nicht zu helfen .

Die Sache ist doch ganz einfach : Menschen in Not muss geholfen werden , Ertrinkende gerettet , Hungrige gespeist und Kranke versorgt werden .
Soviel Menschlichkeit muss einfach sein .
Wenn wir damit auch noch mit solch einer guten Sache richtig Geld verdienen , umso besser. Leider fehlt es genau an diesem Geld den Seenotrettern .

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ocelot99 25.08.2018, 17:26
344. wertvolle Rohstoffe?

Zitat von wolf b.
Dass die Kolonisation Teil der heutigen Probleme Afrikas sind, ist wohl nicht ganz unumstritten. Da wurden willkürlich Grenzen mit dem Lineal durch Stammesgebiete gezogen, wertvolle Rohstoffe geraubt etc. "Unser" heutiger Reichtum begründet sich zu einem Teil daraus. Das ist aber alles nur ein Teil. Selbstverständlich haben auch die Recht, die Korruption etc. dafür verantwortlich machen. Im kalten Krieg wurden Stellvertreterkriege auf diesem Kontinent ausgefochten, die wirken oft bis heute nach. Welchen Anteil die Kolonialzeit, der kalte Krieg oder andere äußeren Einflüsse haben, kann heute wohl kein Mensch mehr seriös beantworten.
Also erstens hat doch Afrika sicher voll davon profitiert, dass in afrikanischen Ländern viele Kulturen zusammenleben und sich multikulturell bereichern?

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/967606_Wir-koennen-so-nicht-weiterleben.html

Zweitens welche wertvollen Rohstoffe sollen das sein, die von Europäern geplündert worden sind? Die Öl-Geschichte in Nigeria etwa startete mit dem Ende des Kolonialismus:

https://en.wikipedia.org/wiki/Petroleum_industry_in_Nigeria#History_of_oil_explo ration

Im wesentlichen ging es doch beim Kolonialismus um landwirtschaftliche Produkte: Tee, Gewürze, Tabak.

Damit sind wenige Europäer reich geworden. Im Gegenzug haben Europäer Strassen, Eisenbahnen, Schulen, Kirchen, Verwaltungsgebäude etc gebaut. Auf Kosten all derer, die nicht reich davon wurden, mit Steuermitteln.

"Der Anteil der Kolonien am deutschen Außenhandel betrug 1913 gerade einmal 0,6 Prozent. Nicht zuletzt brandmarkten die Kolonialgegner die dreißig Jahre, in denen Deutschland einige wenig ertragreiche Gegenden in Afrika, einen Brückenkopf in China sowie einige südpazifische Besitzungen besessen hatte, oft genug als "nationales Verlustgeschäft". "

http://www.bpb.de/internationales/afrika/afrika/58870/deutschland-in-afrika?p=all

Das war so wie heute die Migrationsgeschichte, Eliten sammeln Prestige und Reichtum, auf Kosten weiter Bevölkerungsteile, für die war das ganze ein Verlustgeschäft.

Oder welches demokratische europäische Land hätte heute ein wirtschaftliches Interesse an einer afrikanischen Kolonie? Es ist ja bezeichnend, dass mit dem Ende des Kolonialismus die grosse Einwanderung nach Europa begann, statt dass die unabhängig gewordenen Ländern befreit von den Ausbeutern wirtschaftlich durchgestartet wären. Und in den westlichen Ländern, befreit von den Lasten durch den Kolonialismus wurden breite Bevölkerungsteile reich. Vor dem zweiten Weltkrieg hatten die Leute, kaum Autos, keine Kühlschränke etc, konnten sich keine Reisen leisten etc.

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Meckerameise 25.08.2018, 17:28
345.

Schön, mal so ein Standgespräch lesen zu können. Steier hat Recht, wenn Menschen in Seenot geraten, ist es Pflicht, ihnen zu helfen, daran führt kein Weg vorbei. Aber wie Küllig schon andeutet: die Methode hat System. Schlepper zwängen diese Menschen auf engsten Raum zusammen und schicken absichtlich Boote los, die im Laufe der Fahrt auseinanderbrechen oder denen der Treibstoff auf hoher See ausgehen wird, sodass diese Leute definitiv in Seenot geraten werden. Die Schlepper wissen genau, dass europäische Schiffe (fahren keine Schiffe der nordafrikanischen Länder auf dem Mittelmeer?) diese Menschen aufsammeln und sie in einen Hafen der EU bringen werden. Anstatt darüber zu streiten, wo die Schiffe anlegen dürfen und welche Länder welche Kontingente erhalten, sollte darüber diskutiert werden, wie man das Losfahren erst verhindert. Schlepper müssten Höchststrafen erhalten, weil sie tausende Menschen in Todesgefahr bringen. Man müsste aber auch die Leute davon abbringen, sich in so eine Nussschale einpferchen zu lassen, denn auch sie wissen oder lassen sich eintrichtern, man kommt drüben schon irgendwie an.

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locust 25.08.2018, 17:28
346. @maschseefest #28

Glauben Sie den Blödsinn den Blödsinn den Sie schreiben eigentlich wirklich? "Bedenkt man, dass in Afrika etwa eine Milliarde Menschen leben, von denen sogar etwa 50% jünger als 15 Jahre sind, kann entweder eine riesige humanitäre Katastrophe oder eine fürchterliche Gegenkraft als sicher angenommen werden. Was Afrika braucht sind nicht Waldorflehrer, die sich darüber freuen, dass die Menschen eine altertümliche Tafel mit Kreide bekommen, sondern Menschen, die Afrika auf Augenhöhe wahrnehmen und mit den Regierungen und Menschen vor Ort Verträge aushandeln, die das Wort „fair“ verdient haben. Es geht darum, dass der Kapitalabfluss aus Afrika wenn nicht gestoppt, so doch wenigsten auf ein vernünftiges Maß reduziert werden kann. Afrika ist reich, nur landet dieser Reichtum am Ende nicht da, wo er geschöpft wird." (Taylor, 2014)
Basiert Ihr Vergleich Afrika - Norwegen auf Ahnungslosigkeit, oder wollen Sie die Diskussion wissentlich manipulieren. Angenommen Sie kennen die 'Zuliefer-Rolle' Afrikas wirklich nicht, dann fangen Sie weit vor der Kolonialzeit mal langsam an. Hier gibt es zigtausend Anfangspunkte, um zu verstehen, warum Ihr Wohlstand u.a. auf der durchgängigen Ausbeutung des afrikanischen Kontinents beruht. Sie wissen schon, Baumwolle, Bananen, Ök, Gold, Diamanten, Freihandelsabkommen, nicht benötigte Arbeitskräfte, Entwicklungshilfe, billiges Benzin, Privatisierung, Unterstützung von Diktaturen und Warlords etc. Sie sind wirklich ein Scherzkeks. Schon mal von BHP Billliton gehört? Von Glencore Xstrata? Gern mal googeln. Man geht mittlerweile davon aus, dass jeder investierte Dollar nach Afrika eine Rendite von 1000% (!) einfährt. Wie ist denn bloß sowas möglich? Als Dankeschön bekommt der Kontinent dafür dann unseren Müll: Handys, Batterien, Schiffswracks etc. Nett oder? Kennen Sie die Größe der Privat-Armee der im Diamantengeschäft tätigen Firma 'de Beer'? Was man wohl mit einer Armee anfängt, die ohne Probleme einen Bodenkrieg gegen fast jedes Land gewinnen würde? Kommen Sie darauf? Sie kaufen keine Diamanten? Schauen Sie auf die OPEC-Karte, wer sich neben China das gesamt Erdöl sichert. Wollen Sie auch nicht? Dann kann ich Ihnen nicht helfen und wünsche Ihnen weiterhin ein unglückliches Leben in Ihrer Blase.

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SenYek 25.08.2018, 17:31
347. Gut ist ... aber besser wäre ...

Gut ist, dass es überhaupt einen Austausch gibt, denn "miteinander sprechen" ist des Lebenselixir einer Demokratie.
Noch besser wäre gewesen, wenn die beiden jeweils nicht nur ihre eigene Position präsentiert - sondern auch eine Antwort auf die Argumente der Gegenseite gegeben hätten. Jetzt bleiben (in meiner Wahrnehmung) die Schlüsselfragen auf beiden Seiten weiterhin unbeantwortet: Auf der Seite der "Retter" ist zu beantworten, in welchem Umfang wir denn die Migranten übernehmen und integrieren sollen. Immerhin sind es zum großen Teil Analphabeten - und klar ist, dass die allermeisten von Ihnen niemals die Abhängigkeit unserer Sozialsysteme verlassen werden. Nehmen wir sie unbegrenzt auf? Weil ja "Humanität unendlich ist"? Klingt nicht sehr durchdacht.
Auf der anderen Seite wird auch die Gegenfrage nicht beantwortet "Was ist denn Ihr Vorschlag? Sollen wir alle einfache ertrinken lassen?". Auch hier liefern die "Patriotischen Retter des Abendlandes und seiner christlichen Werte" überhaupt keine (christliche) Antwort.

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nucky_thompson 25.08.2018, 17:39
348.

Zitat von neowende
Doch, Sie können durchaus von Vorsatz ausgehen. "The EU should "do its best to undermine" the "homogeneity" of its member states, the UN's special representative for migration has said." https://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395 Die "New Yorker Erklärung", der "Compact for Migration", die Einlassung McKinseys dazu, zeigen alle in dieselbe Stoßrichtug: Die Unterminierung der eigentlich völkerrechtlich garantierten Souveränität der einzelnen Staaten, die den ganzen Globalisierungsideologen und transnationalen Konzernlenkern ein Dorn im Auge ist. Und Staaten lassen sich kaum leichter destabilisieren, als durch gezielte Störung der gewachsenen kulturellen und sozialen Strukturen. McKinsey: https://www.mckinsey.com/featured-insights/employment-and-growth/global-migrations-impact-and-opportunity Erschütternd ist anzusehen, wie sich Linke unter dem Deckmantel des Humanismus' für zutiefst marktradikale Zwecke einspannen lassen, um ein neues Arbeitsnomadentum zu etablieren, bei dem Migranten gegen die sesshaften Bevölkerungen ausgespielt werden - zur Gewinnmaximierung einiger weniger. Denn der Sozialstaat wird bei offenen Grenzen als erstes dran glauben müssen - und dann gibt es zum ratrace keine Alternative mehr.
Größtenteils stimme ich Ihnen zu. Natürlich gibt es organisierte Kräfte, die sich dem globalistischen Projekt mit Hingabe widmen. Die diesbezüglich notorische UN ist nicht erst seit dem Global Compact herausragender Protagonist. Das für jeden einsehbare UN-Konzept der Replacement Migration datiert schon von der Jahrtausendwende und wird Ihnen sicher ein Begriff sein. Es gibt die allseits bekannten NGOs der OSF bzw. deren Untergruppierungen usw. usf.
Und natürlich ist es kein Zufall, dass Herren wie Kaeser oder Zetsche begeistert in die Hände geklatscht haben, als die Grenzen für abgeschafft erklärt wurden.

Dennoch sind das einzelne Gruppierungen, die Partikularinteressen vertreten. Der Handlungsvektor ergibt sich aus den kongruenten Teilen der politischen Stoßrichtungen.

Was die Linke angeht, stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Der Profit der vermeintlichen moralischen Überlegenheit ist offenbar extrem wirkmächtig und ein ganz entscheidender Aspekt in Hinblick auf die Durchsetzungsfähigkeit des Handlungsvektors.
Und nein, sie merken das einfach nicht. Mit Ausnahme von Sahra Wagenknecht, vielleicht.
Das erschüttert mich als ehemaligen Linken auch bis ins Mark. Ebenso wie die völlig verlorengegangene Diskursfähigkeit der Linken, die sich, wie hier im Forum eindrucksvoll zu sehen, fast ausschließlich auf Beleidigung und Diffamierung beschränkt.

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Darl 25.08.2018, 17:45
349. Hauptsache der Zucker bleibt billig

Manche Leute haben Recht wen sie sagen das man solle Migration nicht auch noch bestärken aber vielleicht sollte man dafür einen besseren und effektiveren Weg finden als tausende Menschen ertrinken zu lassen. Man könnte zum Beispiel unsere Handelsbeziehungen zu den Afrikanischen Länderen überdenken die spätestens seit dem WPA (sowas wie TTIP nur das wir davon profitieren und das es tausenden in Afrika die Lebensgrundlage genommen hat) nichts mehr mit fairem Handel sondern eher mit dem Kolonalismus von früher zu tun hat. Man könnte auch bei unserem Großinvestoren wie Nestle oder Monsanto mal die Leine fester ziehen die mit ihren Wirtschaftsmethoden tausenden afrikanischen Bauern das Land weggenommen haben und statt Nahrung für den lokalen Markt lieber Zucker für den europäischen anbauen. Aber nein damit würde ja der Zucker in Deutschland teurer werden und das lässt sich ja der deutsche Wutbürger ja auch nicht gefallen. Dann lieber wieder Leute ertrinken lassen. Und das Argument "Menschenretter stärkt ja díe Schlepper" wäre etwa so als würde man keinen Krankenwagen rufen wen man irgendwo jemanden sieht der an einer Überdosis am sterben ist. "Ist ja selber schuld und den jetzt zu retten stärkt ja nur die Dealer" Wäre nur meinem Verständniss nach unterlassene Hilfeleistung und damit eine Straftat nach deutschem Recht. Mal ganz davon abgesehen das die Schlepper dann nur neue und wahrscheinlich gefährlichere und nicht zurückverfolgbare Wege finden und ihre Preise erhöhen was eine noch größere Stärkung ihres Geschäftes wäre. Und wen diese Moralnihilisten dann noch mit ihrer "Verteidigung der abendländich-christlichen Werte " kommen sollte man ihnen mal sagen das in der Bibel die Geschichte vom gutem Samarita, aber nicht von den Typen die ihm am Straßenrand verbluten lassen wollten, gibt. Aber die Augen vor Fakten und Leid zu verschließen ist wahrscheinlich einfacher. Ist ja alles schön weit weg. Mindestens solange bis die ersten Leichen an den Strand von Ibiza gespült werden aber da werden die deutschen Wutbürger sich dann wohl eher darüber aufregen wie es die Flüchtlinge jetzt auch noch wagen kännten ihnen den Urlaub zu verderben. Denn ihnen ist es egal wie viele Leben ihr bequemes "sicheres" Leben kostet solange sie das Leid das dafür notwendig war nicht sehen müssen.

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