Forum: Panorama
Selbstversuch bei der NRA: Wie mich Amerikas Waffenlobby umerziehen wollte
Fabian Reinbold

Die NRA ist eine der mächtigsten Lobbygruppen der USA. Wie versuchen die Waffenfreunde, jemanden zu überzeugen, der noch nie eine Knarre in der Hand hatte? Der Selbstversuch mit Pistole, Flinte und Sturmgewehr.

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sekundo 05.11.2016, 10:28
1. Auch in einem so

wunderbaren Land wie Amerika gibt
es hässliche Seiten. Der Waffenfetischismus
und die NRA gehören leider dazu!!

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fisschfreund 05.11.2016, 10:32
2.

Versuchen Sie doch mal in Deutschland ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen. Klappt auch nicht.

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tsuru 05.11.2016, 10:34
3. Halbautomaten sind keine Sturmgewehre!

Ich protestiere energisch gegen die ständige falsche Verwendung dieses Begriffs. Es wird durch stetige Wiederholung nunmal nicht wahrer!

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habenix 05.11.2016, 10:38
4.

Warum sagt der Spiegel nicht das bei der Un Statistik über tote mit Schußwaffen auch die Selbstmorde mit eingerechnet sind?
Nicht sauber recherchiert, oder passt das einfach nicht ins Konzept?

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sonntag500 05.11.2016, 10:38
5. Lieber Fabian, ...

... "Zwölf Uhr Mittags", wie schön die der hintersinnige Hinweis.
Ansonsten ein doch eher ein tendenzieller Beitrag.
Aber er liest sich gut - mehr aber nicht.

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627235 05.11.2016, 10:48
6. Die Feuerwaffenkultur der USA...

...geht von zwei Axiomen aus: Verantwortungsvolle, gesetzestreue (oder vielleicht eher "moralische") Waffenbesitzer sind sicher und jeder sollte eine legale Feuerwaffe haben, damit es größtmögliche Sicherheit gibt. Leider ignoriert sie die notwendige Voraussetzung, die einfach nicht gegeben ist: Bei weitem nicht jeder ist ein verantwortungsvoller und moralischer (potenzieller) Besitzer von Feuerwaffen. Wenn man aber Feuerwaffen nicht grundsätzlich verbieten will, ist das deutsche Modell, das sich bemüht, sie nur erwiesenermaßen verantwortungsvollen Haltern zugänglich zu machen, schon nicht allzu schlecht. Dass übrigens Hitler von privaten Waffenbesitzern hätte aufgehalten werden können, darf doch bezweifelt werden. Man stelle sich nur vor, wie die Weimarer Republik geendet wäre, wenn die Schlägertruppen der Parteien jeweils methodisch bewaffnet worden wären.

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miketh 05.11.2016, 10:50
7. Danke für den ausgewogenen Artikel!

Ich bin Sportschütze, Jäger und Sammler historischer Feuerwaffen. Ich möchte mich bedanken für den recht weiten Überlick und recht neutrale Berichterstattung (mit Ausnahme des Titels). Wenn man sich die Waffengesetze in Amerika ansieht, gibt es massive Unterschiede zwischen den Bundesstaaten. Da gibt es welche mit minimaler Kontrolle und und welche mit strengeren Gesetzen als in Deutschland. Das Problem an der Waffendebatte ist, dass Politiker und Aktivisten mit wenig Ahnung möglichst viele Waffen verbieten wollen. Die Amerikaner haben schon recht, wenn Sie fürchten, dass Ihnen der Arm ausgerissen wird, wenn sie den kleinen Finger anbieten. In Deutschland kommen jedes Jahr 9 Menschen durch Sportwaffen um's Leben, das ist in der Größenordunung von Blitzschlägen und Haiangriffen. Vieles davon Beziehungstaten im Affekt. Jeder Tote ist einer zuviel, aber dennoch ist das ein Nicht-Problem in Deutschland (zum Vergleich: ca. 300 Tote im Jahr durch alkoholisierte Autofahrer). Trotzdem fordern insbesondere Linke und Grüne alljährlich noch schärfere Waffengesetze für Deutschland. Ein weiterer Punkt ist die Art der Waffengesetze: Anstatt sinnvolle Kontrollmechanismen zu implementieren, wird lieber den gesetzestreuen Waffenbesitzern das Leben schwer gemacht. Da gibt es dann Regelungen über Lauflängen, Vorhandensein von Pistolengriffen, Mündungsbremsen, verschiebbaren Schulterstützen etc., alles Dinge, die nichts mit der Funktion einer Waffe zu tun haben. Es geht rein darum, ob eine Waffe "böse" aussieht oder nicht. Das AR15 ist in der Zivilform von der Funktion identisch mit vielen klassischen Jagd- und Sportgewehren, die durch einen Holzschaft oder eine Gravur etwas harmloser aussehen. Mit dieser umfassenden Haudrauf-Verbots-Taktik wird man nie die Fronten aufweichen können. Die einen wollen keinen staatlichen Eingriff, die anderen möglichst alles verbieten. Diese Absurditäten gibt es auch in Europa, wo die EU-Kommission als Reaktion auf Terroranschläge mit illegalen Waffen plötzlich legale Sport- und Jagdwaffen verbieten wollte. Man muss festhalten, dass in den USA die meisten Schusswaffentoten durch Selbstmorde und Gangkriege anfallen. Schauen Sie sich den Memorial Wall des Chicago Tribunes an: Ein Großteil der 500 Mordopfer waren junge afroamerikanische Männer, die in vielen Fällen in Kriminalität involviert waren. Da helfen auch schärfere Waffengesetze nicht, da sich diese Gangs sowieso illegal mit militärischem Gerät bewaffnen. Mit besten Grüßen

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Ridcully 05.11.2016, 10:51
8. Wir besitzen keine Waffen, aber ich habe meinen Kindern den Umgang damit

beigebracht ... wie und zu was man sie nutzen kann, was man damit anrichten kann, wie man damit sicher umgeht - und damit ist nicht nur "sichern" gemeint. Nein, sie würden mit Waffen sicher nicht spielen, aber sie würden damit umgehen können, wenn sie dazu gezwungen wären. Und sei es, dass ein Kumpel/ine sowas zum Angeben und rumspielen aus Mapas Schrank rausgeholt hat.

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habenix 05.11.2016, 10:53
9.

Zitat von sekundo
wunderbaren Land wie Amerika gibt es hässliche Seiten. Der Waffenfetischismus und die NRA gehören leider dazu!!
Ich verstehe nicht was an einer Bürgerrechtsorganisation wie der NRA hässlich sein soll?
Ich beneide die Amerikaner um ihren zweiten Verfassungszusatz, übrigens war das Waffentragen im Kaiserreich und der Waimarer Republik auch bei uns legal und wurde erst durch Hitler verboten.

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