Forum: Panorama
Selbstversuch: "Weniger Geld, mehr Freiheit"
Stephan Pramme

Viele klagen über zu wenig Zeit. Auch Greta Taubert war vom Job gestresst - und verweigerte sich ein Jahr lang der Arbeit. Was hat sie dabei gelernt?

Seite 8 von 11
paterfelix 15.09.2016, 06:36
70.

Zitat von querollo
Nachdem ich zuerst in Sorge war, ob es mir nicht schwerfallen würde, wieder zurück ins normale Leben zu finden, habe ich erleichtert festgestellt: Irgendwann kommt der Moment, an dem man ganz von allein sagt: "Jetzt ist aber mal Schluss mit lustig."
Hallo,
Sie bringen es auf den Punkt:
Die Abwechselung macht es.
Jeden Tag Kaviar essen schmeckt auch irgendwann nicht mehr.

Gruß
paterfelix

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hyperfinch 15.09.2016, 06:37
71. Und sogar ein Buch! Toll!

... und rein zufällig zum Erscheinen des Artikels hat sie auch noch ein Buch geschrieben mit all diesen epochalen und kontroversen Weisheiten, die wir geldarmen und zeitreichen Gläubigen doch bitte beherzigen sollen, auch wenn wir kein Buch geschrieben haben. Ich wollte auch schon immer mal ein Buch schreiben, ohne dafür arbeiten zu müssen, eine echte Inspiration!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hyperfinch 15.09.2016, 06:40
72. alle schreiben ein Buch

Zitat von fräulein_hildegard
Klingt schön, aber wer soll denn bitte die Zeitmillionäre finanziell unterstützen? Arbeitslos und Spaß dabei, und anderen auf der Tasche liegen. Nö. Geht es nicht auch anders?
Nein nein, finanziert wird das, in dem jeder Zeitmillionär ein Buch über seine Erfahrungen schreibt und dann einem Spiegel-Redakteur schenkt, der so begeistert ist, dass er zum Buchstart einen Artikel veröffentlicht. Dann ist das überhaupt kein Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hektor2 15.09.2016, 07:04
73. Ergänzung

Hätte im Artikel mehr Beachtung verdient:

"Greta Taubert ist Reporterin und Autorin in Leipzig. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, Vice und das SZ Magazin. Dafür reist sie am liebsten dorthin, wo es unbequem, abseitig oder riskant ist: zu Kinderhändlern nach Äthiopien, zu Transsexuellen nach Serbien oder Mannfrauen in Albanien. Im Eichborn-Verlag erscheint derzeit ihr zweites gonzojournalistisches Sachbuch „Im Club der Zeitmillionäre - Wie ich mich auf die Suche nach einem anderen Reichtum machte".

Die diplomierte Journalistin und Alumna der Journalistischen Nachwuchsförderung hat bei der Berliner Zeitung volontiert, war Mitglied der Entwicklungsredaktion von Stefan Austs Magazin 'Woche' und hat als Reporterin den deutschen, europäischen und Nahen Osten bereist. Ihre Arbeit ist mehrfach mit Stipendien und Auszeichnungen bedacht worden."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gutchi 15.09.2016, 07:07
74. schoene Frauen haben es leichter

wer so huebsch ist braucht eh nicht arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bronck 15.09.2016, 07:20
75.

Genau, wie gehen alle nicht mehr arbeiten und leben von H4. Nur wo das Geld für die vielen H4ler herkommen soll? Ach egal, drucken wir halt mehr Geld...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mhwse 15.09.2016, 07:21
76. erwirtschaften im klassischen Sinne - also auf traditionellem SPD Niveau

Zitat von beckerher
Wieder einmal ein Beispiel für unser Wohlstandsdenken. Wie kann es sich eine Volkswirtschaft leisten ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren. Wer soll der Dumme sein, der die Gelder zu erwirtschaftet, welche andere ausgeben?
tut hier schon lange keiner mehr - gut ein paar Flüchtlinge ggf.

Der Rest steuert mehr oder weniger effizient, wirtschaftliche Abläufe, Konsum oder Produktion.

Diese Steuern, lässt sich gut automatisieren, was seit ca. Mitte der 1990 Jahre gemacht wird ..

Wenn Sie denken der Job den Sie machen, was es auch immer ist, wäre in irgend einer Weise wichtig - Fehler!

Es gibt entweder noch kein Produkt, das Sie ersetzen kann - oder das Produkt ist zu teuer, oder der Entscheidungsprozess, welches Produkt, das Sie ersetzen kann, ist noch nicht abgeschlossen.

Ist so, weil ich mal klassisch als Student gearbeitet habe, bis sich von einem Produktionsroboter ersetzt wurde ..

Das Ziel meiner Arbeit meiner Produktion, war aber bereits, menschliche Arbeit zu ersetzen .. das war in den 1980er Jahren ..

Die Frag die Sie stellen müssen lautet also:

Wi lange darf ich mich noch als in den klassischen Produktionszyklus eingebunden fühlen

Zweite Frag; werde ich noch vor der Rente ersetzt, oder ist irgend wer so human, mir das zu ersparen ..

Und nochmals: Wir leben im Kapitalismus - es gibt nichts was sich nicht automatisieren lässt, es gibt nur die Frage: rentiert es sich schon, oder wird die Investition verschoben.

Ich war eigentlich immer Teil dieses Entscheidungsprozesses bei vielen Firmen .. nachher gab es Abteilungen nicht mehr, oder sie waren wesentlich verkleinert. (Nur um auf die nächste Runde zu warten ..)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harwin 15.09.2016, 07:39
77. Neidisch oder?

Zitat von polit
Als Kollege, der dies schon ein paar Mal mitgemacht hat, dass andere ein Sabbatjahr genommen haben, finde ich es nach diesen Erfahrungen immer wieder erstaunlich, wie Faulheit auch noch als großes und gutes Projekt verkauft wird. Alles schön und gut. Man macht ein Jahr lang die Arbeit der/des Kollegen mit und der/die kommt wieder, als ob nichts passiert wäre. Dankeschön.
Na der Vorwurf das ein anderer faul ist weil er sich eine Auszeit gönnt, ist doch eher auf Neid zurück zu führen. Die meisten die sich eine Auszeit nehmen, haben vorher vielleicht auch mehr getan. Oder vielleicht auch nur viel verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_axel_ 15.09.2016, 07:48
78. gesellschaftliche akzeptanz

ich habe meine arbeitszeit um 15% reduziert, als die gründung meiner familie anstand. das wurde nicht positiv aufgenommen, nein, es hieß, ich würde mich nun quasi zur ruhe setzen wollen und meine familie nicht mehr versorgen wollen. als ich elternzeit nehmen wollten, kamen noch üblere beschimpfungen. wohlgemerkt vorgebracht von figuren, die mit drei erwachsenen personen im haushalt satte 20 wochenstunden arbeiten gehen und sonst nur allen anderen auf der tasche liegen und es, wenn es um den eigenen vorteil geht, nicht sonderlich genau mit dem gesetz nehmen. solange solch krankhafte sichtweisen familien auseinanderreissen (und man als Vater nach der Trennung gerade mal 1.200€ minus Umgangskosten = Hartz4 bei Vollzeit einbehalten darf), sieht es schlecht aus um die Selbstbestimmung. Arbeiten, Fresse halten. Solche Sichtweisen gibt es, und nicht zu wenig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harwin 15.09.2016, 07:49
79. Neiddebatte kontra Realität

Was bringt es wenn man von Unternehmen durch Maschinen und Computer ersetzt wird? Es bringt einen weder Geld, noch wird es für alle gute Verdienste geben, die meisten Menschen werden tatsächlich keine 100.000 € Jahresgehälter haben. Dank Industrie 4.0 wird es dann vielleicht auch viel mehr Leute geben die keine Arbeit mehr bekommen, da sie vielleicht einfach nicht den Bildungsabschluss haben. Mit 50 nochmal studieren um einen Top Job zu ergattern ist unrealistisch und gelingt nur wenigen. Also wäre es doch in Zukunft besser wenn Menschen ihr mehr an Freiheit sinnvoll nutzen, indem sie einfach Leben. Keiner wird am Sterbebett sagen, ich habe zu wenig gearbeitet ich war zu faul ich hätte mehr tun müssen. Nein, er wird sagen ich habe zu wenig Zeit mit Dingen verbracht die ich gern tue. Er wird sagen ich habe zu wenig Zeit für Familie und Kinder gehabt. Er wird sein Leben bedauern. Arbeit ist nicht alles, es ist nur ein Teil des Lebens, das Leben findet außerhalb der Arbeit statt!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 11