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Sexueller Missbrauch in der Kirche: Die Leiden des Eckhard O.

Eckhard O. kämpft gegen die Kirche. Der heute 61-Jährige ist als Kind in katholischen Erziehungsheimen missbraucht und misshandelt worden. SPIEGEL-ONLINE-Redakteurin Barbara Hans trifft einen gebrochenen, schwer kranken Mann -*dessen Leben zerstört ist.

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jörg seifert 24.12.2010, 12:24
1. Wie praktisch ...

dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden. So wird jede strafrechtliche Ermittlung schon im Ansatz unmöglich; Beweise sind nicht mehr vorhanden und evtl. Verbrechen verjährt - falls die Täter überhaupt noch leben.

Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Anschuldigungen. Was den Spiegel natürlich nicht daran hindern sollte, sie abzudrucken als wären sie Tatsachen; schließlich zählt die Schlagzeile und nicht der seriöse Journalismus.

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bbär 24.12.2010, 12:38
2. Aha!

Herr Seifert,

prangern Sie jetzt den an, der auf den Schmutz aufmerksam macht? Oder sollten wir lieber den Verursacher anprangern?

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Consystor 24.12.2010, 12:38
3. @jörg seifert

Wenn sie selbst misshandelt worden wären und dann zur damaligen Zeit, wüssten sie auch, warum es den Leuten so schwer fällt und dann würden sie sich nicht als deren Richter aufspielen zumal sie hier auch noch den Spiegel dafür kritisieren, dass er sich als Richter aufspielt.

Journalistische Arbeit fängt oft genau da an, wo der Staat eben versagt. Und nur, weil diese Dinge verjährt sind, heißt es nicht, dass es falsch ist darüber zu schreiben oder, dass die Leute Lügengeschichten erzählen.

Und was sie unter "Beweisen" verstehen würde ich gerne auch wissen. Meinen sie Fotos und Videos davon, wie die Leute missbraucht wurden? Ihre tollen "Beweise" gab es damals auch nicht! Wenn, dann nur Zeugen und Indizien...

Tun Sie sich und uns also einen Gefallen und schreiben sie nicht zu Dingen, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben!

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Michael Giertz 24.12.2010, 12:42
4. Vielleicht ...

Zitat von jörg seifert
dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden. So wird jede strafrechtliche Ermittlung schon im Ansatz unmöglich; Beweise sind nicht mehr vorhanden und evtl. Verbrechen verjährt - falls die Täter überhaupt noch leben. Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Anschuldigungen. Was den Spiegel natürlich nicht daran hindern sollte, sie abzudrucken als wären sie Tatsachen; schließlich zählt die Schlagzeile und nicht der seriöse Journalismus.
... ist es dem Mann auch gar nicht "bewusst" gewesen oder der Scham hat ihn gehindert, sich zu offenbaren? Vor ein paar Jahrzehnten war körperliche Züchtigung an Schulen und Internaten nicht irgendeine archaische Ausnahme, sondern eine gesellschaftlich anerkannte Disziplinierungsmaßnahme. Die Eltern damals haben sogar absichtlich ihre "schwer erziehbaren Kinder" in möglichst harte Internate geschickt, das war "Werbung" quasi!

Und heute? Schon wenn ein Lehrer einen Schüler auch nur giftig anguckt, drohen die Eltern mit Anwälten. Holt der Lehrer mit der Hand auch nur aus, droht eine Versetzung, schlägt er zu, landet er noch vorm Gericht oder muss mit seiner Entlassung rechnen.

Die Zeiten haben sich halt gewandelt! Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass noch vor 30, 40 Jahren das Wort "Kindsmissbrauch" in keinem Duden stand, weil es mit dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht damals noch nicht weit her war ...

Ergo: wenn der katholische Priester 1960 einem Ministranten an den Pillermann ging, dann konnte der das sehr gut als irgendein christliches Ritual tarnen - heute gilt ja schon der Klapps auf den Hintern als sexuelle Belästigung, da jemanden an die Geschlechtsorgane zu gehen für die eigene sexuelle Befriedigung ist praktisch unmöglich. Und: heute steht sowas nahezu in Echtzeit im Internet, die Menschen sind sensibilisierter, was das Thema anbelangt - was keine schlechte Sache ist.

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chico 76 24.12.2010, 12:53
5. Einer von vielen erschütternden Berichten.

Zitat von sysop
Eckhard O. kämpft gegen die Kirche. Der heute 61-Jährige ist als Kind in katholischen Erziehungsheimen missbraucht und misshandelt worden. SPIEGEL-ONLINE-Redakteurin Barbara Hans trifft einen gebrochenen, schwer kranken Mann -*dessen Leben zerstört ist.
Man mag garnicht an die vielen,nicht publizierten,Fälle denken.
Die Dunkelziffer ist erfahrungsgemäss sehr hoch,bei derartigen Fällen.
Die Opfer schämen sich zu oft,um die Verbrechen anzuzeigen.

Schämen sollte sich jeder Gläubige,der Sonntags zur Messe geht und nicht gleichzeitig lückenlose Aufklärung sämtlicher Missbrauchsfälle von seinem Pfarrer einfordert.

Diejenigen,die durch bewusstes Wegsehen/Vertuschen Aufklärung verhindern,gehören auch auf die Anklagebank.

Diese pädophilen Kinderschinder gehen noch in grosser Zahl ihrem Geschäft nach,anstatt von Staatsanwälten verfolgt zu werden.
Ein Verein,der durch das Zölibat geradezu pädophile Neigungen fördert,gehört verboten,zumindest unter Beobachtung gestellt.
Stattdessen wird er von staatlicher Seite auch noch finanziell unterstützt.
Wer heute noch Mitglied der katholischen Kirche ist,muss sich fragen lassen,
warum er noch Mitglied einer kriminellen Vereinigung ist.

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pussinboots 24.12.2010, 13:00
6. So so

Zitat von jörg seifert
dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden. So wird jede strafrechtliche Ermittlung schon im Ansatz unmöglich; Beweise sind nicht mehr vorhanden und evtl. Verbrechen verjährt - falls die Täter überhaupt noch leben. Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Anschuldigungen. Was den Spiegel natürlich nicht daran hindern sollte, sie abzudrucken als wären sie Tatsachen; schließlich zählt die Schlagzeile und nicht der seriöse Journalismus.
Sparen Sie sich Ihren Zynismus und reden Sie nicht von Dingen, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben.

Gruß
der gestiefelte Kater

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Sneaky Pie 24.12.2010, 13:03
7.

Zitat von jörg seifert
dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden. So wird jede strafrechtliche Ermittlung schon im Ansatz unmöglich; Beweise sind nicht mehr vorhanden und evtl. Verbrechen verjährt - falls die Täter überhaupt noch leben. Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Anschuldigungen. Was den Spiegel natürlich nicht daran hindern sollte, sie abzudrucken als wären sie Tatsachen; schließlich zählt die Schlagzeile und nicht der seriöse Journalismus.
Und Sie schlagen die Opfer gleich noch einmal links und rechts ins Gesicht. Schon mal daran gedacht, wie diese Gesellschaft vor 50 Jahren aussah?
Oder wie viel Mut selbst heute noch dazu gehören, damit an die Öffentlichkeit zu gehen?

Auch in den letzten beiden Jahrzehnten war gerade was die Kirche angeht nichts besser. Die Kirche leugnet, lügt und betrügt. Und der Staat hat geglaubt, weil nicht sein kann, was nicht sein soll.

Für mich sind die, die diese Taten, die von den Kirchen immer vertuscht wurden, immer noch leugnen, schlicht und ergreifend Lügner, die Angst haben, das ihre heilige Kirche als Institution endlich dahin kommt, wohin sie gehört für jahrhundertelanges Lügen, Morden, Leugnen: Auf den Müllhaufen der Geschichte.

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rwspon 24.12.2010, 13:06
8. @jörg seifert: Dummes Zeug

Zitat von jörg seifert
dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden.
Ich habe selten so einen Schwachsinn zu diesem Thema gelesen.

Falls Sie sich jemals eingehend mit traumatisierten Menschen beschäftigt hätten, die in ihrer Kindheit sexuelle Übergriffe erlebt haben, dann wüssten Sie, dass diese Jahrzehnte lang ihre Scham nicht überwinden konnten, weil es als "undenkbar" galt, dass solche Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche stattfinden konnten. Aus diesem und anderen Gründen haben diese Menschen geschwiegen, denn sie mussten befürchten, nicht ernst genommen zu werden. Erst jetzt, nachdem sich einige der Betroffenen öffentlich geäußert haben, können auch andere über das erlebte reden.

Ich gebe Ihnen den guten Rat, sich in Zukunft zuerst ausführlich über das Thema zu informieren, bevor Sie nochmals solch einen Unfug absondern.

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chico 76 24.12.2010, 13:20
9. Attacke gegen die Enthüller?

Zitat von jörg seifert
dass diesen Leuten erst nach 40,50 Jahren einfällt dass sie damals mißbraucht wurden. So wird jede strafrechtliche Ermittlung schon im Ansatz unmöglich; Beweise sind nicht mehr vorhanden und evtl. Verbrechen verjährt - falls die Täter überhaupt noch leben. Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Anschuldigungen. Was den Spiegel natürlich nicht daran hindern sollte, sie abzudrucken als wären sie Tatsachen; schließlich zählt die Schlagzeile und nicht der seriöse Journalismus.
Schämen Sie sich.
Zum Zeitpunkt der Verbrechen hätte den Jungs doch keiner zugehört.
Die Glaubwürdigkeit der Opfer anzuzweifeln ist verwerflich,hunderte bewiesener Fälle sprechen eine deutliche Sprache.
Deshalb:
Keine Verjährung für pädophile Verbrechen,lückenlose Aufklärung und Verurteilung der Täter posthum.
Der Arbeitgeber,der sich vorwiegend durch "Zeitschinden" auszeichnet,
hat für eine angemessene finanzielle Entschädigung zu sorgen.
Und zwar nicht erst,wenn ein Grossteil der Opfer diese nicht mehr empfangen können,sondern sofort.
Die relativierenden,wachsweichen Entschuldigungen des Papstes sind blabla um die verbliebenen Schäfchen bei der Stange zu halten.
Und bitte kein Einzelfällesprech.
Da war System dahinter.

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