Forum: Panorama
Shopping-Verzicht im Selbstversuch: "Einmal war es verdammt knapp"
Geli Goldmann

Nunu Kaller war ein Shopaholic, Einkaufen war für sie eine Art Selbsttherapie, wenn es ihr schlecht ging. Dann entschied sie sich für den kalten Entzug: Ein Jahr lang keine neue Kleidung, neue Schuhe, neue Taschen. Im Interview erzählt sie, wie ihr der Verzicht bekommen ist.

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southwestgirl 28.11.2013, 16:42
50.

Zitat von blauervogel
Schon meine Oma lehrte mich: Billig kaufen kommt teuer! Damals war sicher der ökologische Aspekt noch nicht wesentlich. Heute weiß man, dass Billigmarken wie Kik, HM, Zara usw. eine Art Fortsetzung der Kolonisation sind. Ich kaufe nur noch wenig aktuelle Mode und ausschließlich .....
Warum lassen Sie Ihre Kleidung nicht von einer Schneidermeisterin vor Ort (oder in der nächsten größeren Stadt) anfertigen? Individueller geht es doch gar nicht. Die teuren Marken lassen übrigens vielfach in den gleichen Fabriken fertigen wie die billigen, nur die Gewinnmargen sind bei ihnen höher. Dazu kommt noch die widerliche Ausbeutung immer jüngerer Mädchen (teilweise 12 oder 13 Jahre alt) als Models. Ich habe vor einiger Zeit mal eine Dokumentation über die Hochpreismode-Branche gesehen. Was da teilweise abläuft, erfüllt schon den Tatbestand sexuellen Missbrauchs.

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achje 28.11.2013, 18:04
51. Probleme, die ich auch gern hätte

"Einmal war es verdammt knapp" - ich heul gleich mit. Bei uns daheim ist es IMMER verdammt knapp, deshalb ziehen meine 4 Kinder und ich bevorzugt Second-Hand-Klamotten und "Geerbtes" an. Gut dass es genug hirnlose Konsumisten gibt, die ihre Spontankäufe "wie neu" bei Ebay verscheppern, um Platz im Kleiderschrank zu machen für den nächsten Schuss.
Ich hoffe, dass meine Kinder nie auf den Konsumzug springen. Hätten wir mehr Geld zur Verfügung als das Existenzminimum, würden wir auch nicht mehr/teurere Konsumgüter kaufen oder die Kohle im Urlaub verpulvern, sondern lieber besser essen oder uns mehr Kultur leisten. Im Falle unerwarteten Reichtums gibt es als Alternative zum Großbildfernseher dann wertbeständige Kunst zum Anschauen und sich generationenlang dran erfreuen.

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koleriker 28.11.2013, 20:05
52. Eine gute Idee,

so ein Sabbatjahr. Denke darüber nach, es auch zu tun. Besonders nachdem ich meine Klamotten ebenfalls auf einen Haufen getan habe. Das war ein echtes Schreckerlebnis. Less is more - heißt ab jetzt die Devise.

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petzval 29.11.2013, 12:16
53. Nicht-Kaufen kann man lernen

Es gab vor einigen Jahren mal eine Phase in meinem Leben, wo ich sparen musste! Ging nicht anders. Da habe ich einfach gelernt, nicht zu kaufen, auch wenn der Implus da war. das hat sich bis heute erhalten. Ich geb da nicht sinnlos Geld aus, sondern überlege, was ich zuhause habe. Verzicht fällt auch leichter, wenn man sich überlegt, dass zur Herstellung eines T-Shirts 5000 Liter Wasser benötigt werden.

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Domainator 29.11.2013, 14:24
54.

Zitat von
...drei Fragen: Passt mir das wirklich? Brauche ich es wirklich? Und: Gefällt es mir wirklich? Erst wenn ich alle drei Fragen mit "Ja" beantworten kann, gehe ich mit einem Kleidungsstück auch tatsächlich zur Kasse.
Sollte das nicht selbstverständlich sein? Boah. Könnt Ihr Probleme haben. Bei mir ist das selbstverständlich. Aber über mich wird ja auch nicht solch ein grosser Artikel geschrieben, wäre ja langweilig. Schön, dass "die Medien" hier mal wieder solch einen Wahnsinn ausbreiten.
Und: Ich weiss jetzt, warum ich solch NGO-Mitarbeitern misstraue. Die haben wohl alle irgendwelche Leichen im Keller. Gross das Vorbild heraushängen lassen und dann selber seine Sucht pflegen. Toll.

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titeroy 29.11.2013, 15:31
55. 1999

war ich das letzte mal 'Shoppen'. Dann habe ich mich von dieser Frau getrennt, die dauernd neue Schuhe und Klammotten brauchte.
Ich gehe nur in ein Geschaeft, wenn ich etwas brauche und kaufe auch nur das.

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blauervogel 29.11.2013, 16:04
56. Menschenwürdige Kleidung

Zitat von widower+2
Welche hochwertigen Marken sind das denn, die unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren lassen? Bei den meisten hochpreisigen Artikeln (egal ob Mode oder Elektronik) sind die Produktionsbedingungen kein Stück besser als bei den Billigmarken. Wenn Sie sich hier schon derart selbst beweihräuchern, dürfen Sie gerne auch Ross und Reiter nennen.
Es gibt z.B. in Berlin oder Frankfurt einige kleine Labels die sehr hochwertige Kleidung quasi in Handarbeit und nach Kundenwunsch herstellen. Sicher nicht billig, aber kreativ und hochwertig. Im Übrigen ist eine meiner Freundinnen Schneidermeisterin mit eigenem Atelier, ich bin eine Ihrer besten Kundinnen. ;-)

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gandalf_guevara 29.11.2013, 17:00
57.

Zitat von snigger
... kaufen wenn benötigt - benutzen bis irreperabel.
Chapeau - das ist auch meine Maxime - ich spare damit - und schone die Umwelt - was will ich mehr ?

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herb70 30.11.2013, 11:15
58. Noch schlimmer find ich ja,

Zitat von maxkunze
Wie schade, dass die Forumsbeiträge sofort in das dumme, altbekannte "DIE FRAUEN" vs. "DIE MÄNNER" abgleiten. Es geht um Suchtverhalten, und das äußert sich bei Frauen tendenziell anders als bei Männern. Frauen sind nun mal anders als Männer (ich meine das keineswegs wertend). Nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur anders. Wenn ich mir die abwertende Grundhaltung solcher Foristen dem jeweils anderen Geschlecht gegenüber so ansehe, wird mir ganz anders. Wirklich schade!
daß Personen, die sich zumindest ein paar Gedanken machen, wie man verantwortungsvoller handeln kann, dann immer gleich auf einer anderen Schiene herabgewürdigt werden, um das eigene Fehlverhalten zu rechtfertigen.
Grad diejenigen, die nur Hohn und Spott für solche Aktionen übrig haben, kaschieren letztendlich nur ihr eigenes Fehlverhalten...schlimm auch, daß sie offenbar der Meinung sind, das würde auch noch funktionieren :-)
Ich bin übrigens der Meinung, daß Männer deutlich mehr Geld für den Konsum ausgeben...während sich Frauen öfter für schnuckelige Kleinwägen entscheiden, brauchen Männer ihr Statussymbol schon drei bis vier Nummern größer...unabhängig davon, ob die Raten dann das eigene Budget sprengen oder nicht.

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olli_b 30.11.2013, 12:06
59. Status

Zitat von herb70
...während sich Frauen öfter für schnuckelige Kleinwägen entscheiden, brauchen Männer ihr Statussymbol schon drei bis vier Nummern größer...
Es wurde hier ja schon erwähnt, daß so etwas viele Frauen (und Männer) beeindruckt. In Diskussionen über Mobilität ist doch das typische Argument "Also wenn Euer Chef Euch das als Dienstwagen anbieten würden, dann würdet Ihr doch auch zugreifen statt die Karre als protzigen Spritfresser niederzumachen".

Ich hole ab und zu eine Bekannte vom Flughafen ab und die hat mich mal ganz dezent darauf hingewiesen, daß andere mit Audis, BMWs oder mit dem Benz abgeholt werden und nur sie mit einem Polo. Daß sie dafür früher als andere erkennt, welches Auto für sie ist, hat sie nicht so recht überzeugt...

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