Forum: Panorama
Single-Haushalte: Allein, nicht einsam
Corbis

Jeder fünfte Deutsche lebt allein, weltweit steigt die Zahl der Ein-Personen-Haushalte. Was bedeutet das für die Gesellschaft? Werden wir egoistischer, isolierter? Mitnichten, meint der Soziologe Eric Klinenberg. Einsamkeit ist weder eine Frage der Wohnverhältnisse - noch des Beziehungsstatus.

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derletztdemokrat 02.01.2013, 13:05
90. Konsum

Zitat von meineidbauer
Ja richtig, alles selbst so erlebt. Und je älter die Singles werden, desto mehr hadern sie mit ihrem Schicksal. Keine Familie, keine Kinder, nicht beziehungsfähig. Dafür Konsum als Ersatz, oder Karriere. Dann hört man oft den Satz "ach hätte ich doch..." oder "wie gerne hätte ich Kinder gehabt" - Alleine der Gedanke, im Alter niemanden zu haben und möglicherweise in einem Pflegeheim anonym vor die Hunde zu gehen. Stelle ich mir furchtbar vor.
Konsum, wird, so man hat, als Ersatzbefriedigung gelebt und die Angst vorm altern kommt gaaaanz bestimmt.
Da helfen auch keine Erinnerungen an die flüchtigen Bettgeschichten.
Und ab 50 einen adäquaten Partner zu finden tendiert gleich zu null.
ZB: wer zieht zum wem und will sie oder er von süd nach nord oder umgekehrt?
Das dicke Ende kommt.
Wie das dicke Ende bei der Riester-Mafia Rente.

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david_2010 02.01.2013, 13:06
91. Wir kommen einsam auf die Welt

... und sterben einsam.
Im ersten Moment des Lebens sind wir einsam, weil alles um uns herum vollkommen fremd ist. Im letzten Atemzug sind wir einsam, weil wir alles um uns herum vergessen.
Alles andere ist nur vorübergehende Ablenkung.

Natürlich ist das Single-Leben nicht die Idealvorstellung. Jeder möchte geliebt werden. Dennoch sind auch viele Beziehungen auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei und nicht wenige leiden in ihren Beziehungen.

Die Frage ist natürlich immer, ob man ein ausreichend großes soziales Umfeld besitzt. Gibt es Leute, die sich für einen Interessen? Hat man (auch körperlichen) Kontakt zu anderen Menschen ?
Wenn nicht, dann wird es als Alleinlebender natürlich sehr schnell sehr einsam.
Wenn doch, dann kann das alleine Leben ein interessanter Lebensabschnitt (!) sein.
Wer nie alleine war, hat tatsächlich etwas verpasst.

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trevi 02.01.2013, 13:06
92. guter Artikel,gute Analyse

Interessante Ausführungen. Habe z.T. gleiche Feststellungen gemacht und mit Freunden darüber diskutiert. Dieser Trend ist wohl nicht mehr zu stoppen. Hoffentlich wird dies von den "Regierenden" beachtet und entsprechende Richtungsschritte unternommen. Der Bau-u. Wohnungsmarkt hat bereits reagiert.

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Malko 02.01.2013, 13:07
93. @Monzaman

Wer hat was von Wochenenden geschrieben? Wir leben 6 km auseinander, wir sehen uns auch unter der Woche ;o)

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aviateur 02.01.2013, 13:07
94. Lächerlichkeit

Zitat von Zentralabitur
Der Artikel ist ja an Lächerlichkeit eigentlich nicht zu überbieten... Ich lebe zum Beispiel alleine aber als gut aussehender Mann bin ich (fast) nie alleine und ich will nicht über Jahre neben dem gleichen Gesicht aufwachen. Die Menschen werden nicht egoistischer .....
Der Artikel ist also lächerlich, weil Sie so ein gut aussehender Mann sind ...
Ihrem Gestammel zufolge haben Sie sich zur Erlangung anderweitiger persönlicher Merkmale nicht sehr ins Zeug legen müssen.
Und es scheint ja auch zu klappen.

Glückwunsch - auch an die wechselnden Gesichter neben Ihnen!

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al2510 02.01.2013, 13:10
95. Wenn man nicht einmal mehr einen Schimmer von Beziehung hat

dann kann man so einen Artikel schreiben. Es passt aber, dass man gerade in Schweden alleine lebt, da sind ja Protestanten und die Frauenbewegung zu Hause. Es ist mir ganz übel aufgestoßen, als ein ev. Pfarrer für das Heim geworben hat, weil man ja seinem Partner seine Schwächen nicht zumuten will. Wo es doch bei der Ehe heißt im Guten und im Bösen. Der Tatort gestern war super. Obwohl ich total müde war, wollte ich den sehen, aus Köln kommt immer was mit Grips.
Meine Eltern habe mir nicht nur einmal das Leben geschenkt. Ich war öfter K.O. und dann hätte ich ohne sie nicht überlebt. Aber nur, weil sie mich unter allen Umständen gemocht hatten. Es ist eine traurige Gesellschaft die wir haben. Das Wichtigste, die Liebe ist total gestorben. Es ist alles auf Leistung ausgerichtet, und zwar so stark, dass man menschlich total verroht ist. Mein Hund hat aus der Schnauze geblutet und hat das ganze Haus eingesaut und ich habe ihn dennoch geliebt, viel mehr als alle anderen Hunde. Warum sollte es in einer Ehe anderes sein, warum sollte ich meine Ehefrau oder Ehemann nicht auch lieben wie meinen Hund? Das Wesen der Liebe ist es doch alles ertragen zu können, auch wenn der andere eben versagt. Nur die Kommissare haben es richtig gemacht, im Zweifel für den Angeklagten. Der Staatsanwalt hat seine Frau gleich fallen lassen.
Vielleicht ist Reichtum, Macht und Rechthaberei ja ein Symtom für den Mangel an Liebe. Ich lebe nicht gerne alleine. Selbst mit einem Behinderten zu leben ist schöner als Single zu sein. Die Menschen müssen nur leiden können. Aber das hat man verlernt. Alles was nicht dem Wunsch entspricht wird weggeworfen.
Aber wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehen, dann muss man verrecken, weil ohne Liebe bleibt nur die Sterbehilfe, aber auch nur für jene die vorher schon genügend Geld gescheffelt haben, die anderen müssen verrecken.

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loeweneule 02.01.2013, 13:11
96.

Zitat von Crom
Ich kann Sie beruhigen, auch Singles haben Sex.
Und manche mehr als Verheiratete.

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ra-live 02.01.2013, 13:13
97. Seltsam,

Es gibt so viele Kommentare zum SIngle-Dasein. Dabei habe ich den Artikel so verstanden, dass es gerade darum nicht geht, sondern nur um das Leben in einer eigenen Whg. Und der Autor führt sogar extra aus, dass dies 2 ganz unterschiedliche Sachen sind.
Als Kind musste ich mir das Zimmer mit meinem Bruder teilen, als Student hatte ich dann ein eigenes. Als ich mit meiner Freundin eine Familie gründete, hatte ich plötzlich gar keins mehr. Wir hatten halt Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer. Dann der Rückzug in den Keller. Fühlt man sich aber nicht wirklich wohl, wenn man auch noch als Alleinverdiener den ganzen Laden finanziert.
Seit der Scheidung habe ich eine eigene Whg. Nix dolles. Ich find´s toll, allein zu sein. Ich fühle mich längst nicht mehr so einsam wie in der Familie meiner Eltern sowie der Familie als Vater. Und deshalb kann ich den Autor auch ganz prima verstehen mit seinen feinen Unterscheidungen. Guter Artikel!!

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Oberleerer 02.01.2013, 13:13
98.

Zitat von Rido
Ich lebe gerne alleine. Bei mir liegt das eher daran, dass ich mit anderen Menschen nichts anfangen kann. Ich bin immer frih, wenn ich keine Menschen sehen oder hören muss. Viele werden das nicht verstehen ...
Ganz im Gegenteil, jeden den ich sowas erzähle, geht es genau so.

Diejenigen, die immerzu anderen auf die Eier gehen, sind sehr selten, aber eben enorm auffällig. Da kenne ich gerade mal 2.

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schlamassel_hoch_12 02.01.2013, 13:15
99. Niemand hat ausgedient!

Zitat von neuesausderanstalt
..... Mit einer guten Ausbildung, kann ich heute als Frau mein Leben selbst bestimmen und einrichten. Dies bedeutet auch, ich kann notfalls mein Kind auch alleine groß ziehen. Man könnte auch sagen, das vermeintlich starke Geschlecht hat ausgedient.
Und als Mann kann man mit einer gescheiten Küche, Waschmaschine und Bügeleisen nebst der Bereitschaft und dem Selbstbewußtsein, diese auch zu benutzen, den Alltags auch ohne Frau bewältigen. Kein brauchbarer Mann hat es nötig, wegen solcherlei häuslicher Notwendigkeiten mit einer Frau zusammenleben oder andernfalls von Tütensuppen leben zu müssen. Erst wenn die Emanzipation des Mannes (so nenne ich das gerne) so weit vorangeschritten ist, dass Mann keinen "Mutti-Ersatz" mehr braucht, wird das Zeitalter der tatsächlichen Gleichberechtigung angebrochen sein, auch auf die "Gefahr" hin, dass es dann nur noch Singles gibt.
Und apropos alleinerziehende Mutter: als Mann, der nicht mehr aus purer Notwendigkeit sein Singeldasein aufgeben muss, muss ich mir auch nicht mehr ohne Not den Nachwuchs anderer Männer unters Dach holen.

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