Forum: Panorama
Sippenbekämpfung: Aufmarsch der Clan-Kriminalisten
ZDF/ Svea Pietschmann

Deutschland in Gefahr: An allen Ecken lauern Clans, die riesige Goldmünzen entwenden. Gut, dass das Thema endlich die angemessene Aufmerksamkeit bekommt.

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60. Kommentare 1 bis 50

Vielen Dank für Ihre Kommentare. Ich habe, wie immer, (fast) alle (fast) ganz gelesen.
Den wüterichsten Kritikern: Sie haben, glaube ich, nicht ganz verstanden, was gemeint ist.
Ich bin juicbnht dagegen, "Normalbürger" wie Sie zu beschützen. Die Normalbürger in NRW haben 2017, nach der Polizeilichen Statistik, 110.000 "Rohheitsdelikte" und 60.000 "Gewaltdelikte begangen. Niemand solklte durch Drohung oder Gewalt andere Menschen terroriseren oder Privilegien beanspruchen. Es gibt nichts zuzu "verharmlosen".
Aber ich finde es wirklich witzig, wenn mir, nach 30 Jahren Strafrechtspraxis, tausenden von Verfahen und der Erfahrung, dass es wirklich nichts (!) gibt, was Menschen sich nicht gegenseitig aus Gier, Bosheit und Dummheit antun, irgendwelche wichtigtuerischen Youtube-Gucker und BILD-Leser mitteilen, dass ich (im Gegensatz zu ihnen) "keine Ahnung" hätte.
Missverstehen Sie mich bitte nicht! Ich will Ihre Panik und Ihre Wirrniss nicht missachten. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, dass Sie wie die Schafe herumgeführt werden von einer Furcht zur nächsten.

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61. zu Nr. 59

... Ich hätte da dioch noch ein paar Nachfragen:
1) "Verhöhnung der Opfer" zum Beispiel. Welche Opfer und welche Verhöhnung meinen Sie?
2) Welche "Schwerstkriminellen" meinen Sie?
3) Ist es nach Ihrer Ansicht "schwerstkriminell", einen Betrugsschaden von einigen Millionen Euro aus Habgier angerichtet zu haben? Wenn ja: Welche Mitgkieder welches "kriminellen Clans" haben dies nach Ihrer Kenntnis getan, und welche "Ärzte und Dieselkonstrukteure"? Oder , wenn überhaupt jemand: Wer hat das wann und wo festgestellt?
4) Was meinen Sie mit "Elfenbeinturm"? Wo sind Sie selbst denn zuhause? Anders gefragt: Welche persönlichern Erfahrungen und Kenntnisse haben Sie?

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yor 01.02.2019, 16:56
62. Organisiertes Verbrechen und Ignoranz

Man lese mal ein Interview mit Dagobert Lindlau aus dem Jahr 2008: https://www.deutschlandfunk.de/der-journalist-dagobert-lindlau-ich-wuerde-nicht-wieder.761.de.html?dram:article_id=300836. Der beste Verbündete des organisierten Verbrechens ist die Ignoranz von Richtern und Journalisten; Fischer schafft es, als beides ignorant zu sein. Da kann der geistige Horizont noch so weit sein, es nützt nichts, wenn er am Ende der eigenen Meinung endet.

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spon_4_me 01.02.2019, 16:58
63. Mich lässt

diese Kolumne etwas ratlos zurück. Zum einen ist das natürlich klassischer Fischer: Die Medien vorzuführen, die ihre oberflächlichen Kenntnisse eines Umstandes durch das atemlose Vortäuschen einer eminenten Aktualität zu kompensieren suchen. Lese ich zugegebenermaßen gerne, weil TF unterhaltsamer schreiben kann als die meisten, die damit ihren Unterhalt verdienen müssen - aber: In dieser Ausführlichkeit? Es ist ein bisschen, wie jemandem zuzuschauen, der in einer Tonne angelt und mit teurem Geraffel triumphierend einen Fisch nach dem anderen aus dem engen Behältnis zieht. Mich dauert dann irgendwann der arme Fisch. Die Motivation der Talk-Rundenteilnehmer ist doch allzu einfach durchschaubar, die Talk-Show an sich zwar deutsch wie sonst vielleicht nur noch Skat oder Gartenzwerge, aber doch auch nicht im Verdacht, ein ernsthaftes Forum gesellschaftlicher Debatten zu sein. In einer zweiten, klassisch fischerschen Argumentation ("Ich, der Rechtsexperte") gehe ich aber verloren: Der Raub ist kein Raub, sondern korrekt nur Diebstahl, der Clan keine Bande, sondern eine Gruppe, die Omerta durch Zeugnisverweigerung abgedeckt, es sei kein wirklich solche Aufmerksamkeit würdiges Urteil bislang gefallen, die Herren Anwälte machen nur ihren Job und überhaupt haben wir Moralapostel doch alle irgendwie a weng Dreck am Stecken. Daraus folgt? Alles halb so wild? Die Clanmitglieder sind gar keine respektlosen, unser Gemeinschaftsleben verachtenden und unsere Solidarität mit Schwächeren betrügerisch missbrauchenden Asoziale, sondern ihren althergebrachten Ehrbegriffen frönende, modisch von prunkliebender Folklore geprägte Rebellen, deren ostentative Andersartigkeit allein schon jede munkelnde Machenschaft unwahrscheinlich scheinen lässt? Natürlich gäbe es wichtigere Dinge, über die man in diesem Land diskutieren müsste. Die meisten davon sind schwer. Der Clankram ist vermeintlich leichter auf die Bühne die bringen - das macht das Thema aber nicht komplett irrelevant und lächerlich.

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yor 01.02.2019, 17:03
64. Organisiertes Verbrechen und Ignoranz

Man lese mal ein Interview mit Dagobert Lindlau aus dem Jahr 2008: https://www.deutschlandfunk.de/der-journalist-dagobert-lindlau-ich-wuerde-nicht-wieder.761.de.html?dram:article_id=300836. Der beste Verbündete des organisierten Verbrechens ist die Ignoranz von Richtern und Journalisten; Fischer schafft es, als beides ignorant zu sein. Da kann der geistige Horizont noch so weit sein, es nützt nichts, wenn er am Ende der eigenen Meinung endet.

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TomTheViking 01.02.2019, 17:05
65. Was wird hier wieder verharmlost?

Manche Clans haben Vorstrafenregister die Bibliotheken füllen würden. Das selten verurteilt und noch seltener vollzogen wird hat mit dem Versagen von Staatsanwaltschaften und Richtern zu tun. Meistenteils aus Überlastung aber auch auch Angst. Denn Schutz wird denen die Clans bekämpfen sollten nicht zu teil.

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ottonormal1848 01.02.2019, 17:13
66. Wow

Hochgradig polemisch und äußerst eloquent. Brilliant.

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isar56 01.02.2019, 17:17
67.

Zitat von Thomas Fischer (SPON-Kolumnist)
Vielen Dank für Ihre Kommentare. Ich habe, wie immer, (fast) alle (fast) ganz gelesen. Den wüterichsten Kritikern: Sie haben, glaube ich, nicht ganz verstanden, was gemeint ist. Ich bin juicbnht dagegen, "Normalbürger" wie Sie zu beschützen. Die Normalbürger in NRW haben 2017, nach der Polizeilichen Statistik, 110.000 "Rohheitsdelikte" und 60.000 "Gewaltdelikte begangen. Niemand solklte durch Drohung oder Gewalt andere Menschen terroriseren oder Privilegien beanspruchen. Es gibt nichts zuzu "verharmlosen". Aber ich finde es wirklich witzig, wenn mir, nach 30 Jahren Strafrechtspraxis, tausenden von Verfahen und der Erfahrung, dass es wirklich nichts (!) gibt, was Menschen sich nicht gegenseitig aus Gier, Bosheit und Dummheit antun, irgendwelche wichtigtuerischen Youtube-Gucker und BILD-Leser mitteilen, dass ich (im Gegensatz zu ihnen) "keine Ahnung" hätte. Missverstehen Sie mich bitte nicht! Ich will Ihre Panik und Ihre Wirrniss nicht missachten. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, dass Sie wie die Schafe herumgeführt werden von einer Furcht zur nächsten.
Ernsthaft und bei allem Respekt, Herr Fischer. In mehr als 30 Jahren in der Jugend- und Jugendgerichtshilfe war ich an vielen Verhandlungen bei mehreren verschiedenen Richtern beteiligt.
Mit einer Ausnahme erlebte ich Keinen, der jemals nicht recht hatte und alle sind Fachkräfte der Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Medizin u.a. Zu richten prägt m.E. Weshalb Sie nicht schief liegen können.
In einem Einzelfall führte eine richterliche Entscheidung, die sich gegen die ausdrücklichen, unmissverständlichen Stellungnahmen von Sozialarbeitern richtete zum Tod eines kleinen Kindes. Will sagen, dass Richter trotz ihrer Unabhängigkeit nicht frei von Fehleinschätzungen sind. Berichte über Opfer finden sich nicht nur in der BILD. Und das wissen Sie.

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yor 01.02.2019, 17:19
68. 61 - Meinungsfreiheit vs Ahnungsfreiheit

Irgendwie kann man sich Fischer so richtig vorstellen, wie er im Büro in Baden-Baden (tolle Aussicht, das) mit rotem Kopf und grimmiger Miene, aber trotzdem vergnügt im Zweifingersuchsystem (juicbnht, gell) auf die Tastatur einhackt, um der Verschwörung der Idioten Einhalt zu gebieten. Die Geschichte mit den dreißig Jahren Berufserfahrung ist natürlich hinterfotzig, denn würde er sich mit satisfaktionsfähigen Gegnern anlegen wollen, würde er sich in irgendeinem juristischen Blog langweilen; sich mit Laien anzulegen ist doch viel schöner. Bloß steht irgendwo - wo, weiß Fischer besser als jeder - was von Meinungsfreiheit; das schöne an einer Meinung ist, dass sie jeder haben kann, auch die Ahnungslosen. Was die Normalbürger betrifft, ist das Menschenbild eines Richters oder Journalisten oder beidem von dem geprägt, was er so sieht; den weniger bösen, gutwilligen und m E größeren Teil der Menschheit sieht er gar nicht. Die monströse Lebenserfahrung eines Thomas Fischer (definitiv kein Elfenbeinturm) habe ich vielleicht nicht, aber doch so einiges durch und darf berichten: Die meisten Leute sind ganz okay.

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69. ZU Nr. 64

Zitat von spon_4_me
diese Kolumne etwas ratlos zurück. Zum einen ist das natürlich klassischer Fischer: Die Medien vorzuführen, die ihre oberflächlichen Kenntnisse eines Umstandes durch das atemlose Vortäuschen einer eminenten Aktualität zu kompensieren suchen. Lese ich zugegebenermaßen gerne, weil TF unterhaltsamer schreiben kann als die meisten, die damit ihren Unterhalt verdienen müssen - aber: In dieser Ausführlichkeit? Es ist ein bisschen, wie jemandem zuzuschauen, der in einer Tonne angelt und mit teurem Geraffel triumphierend einen Fisch nach dem anderen aus dem engen Behältnis zieht. Mich dauert dann irgendwann der arme Fisch. Die Motivation der Talk-Rundenteilnehmer ist doch allzu einfach durchschaubar, die Talk-Show an sich zwar deutsch wie sonst vielleicht nur noch Skat oder Gartenzwerge, aber doch auch nicht im Verdacht, ein ernsthaftes Forum gesellschaftlicher Debatten zu sein. In einer zweiten, klassisch fischerschen Argumentation ("Ich, der Rechtsexperte") gehe ich aber verloren: Der Raub ist kein Raub, sondern korrekt nur Diebstahl, der Clan keine Bande, sondern eine Gruppe, die Omerta durch Zeugnisverweigerung abgedeckt, es sei kein wirklich solche Aufmerksamkeit würdiges Urteil bislang gefallen, die Herren Anwälte machen nur ihren Job und überhaupt haben wir Moralapostel doch alle irgendwie a weng Dreck am Stecken. Daraus folgt? Alles halb so wild? Die Clanmitglieder sind gar keine respektlosen, unser Gemeinschaftsleben verachtenden und unsere Solidarität mit Schwächeren betrügerisch missbrauchenden Asoziale, sondern ihren althergebrachten Ehrbegriffen frönende, modisch von prunkliebender Folklore geprägte Rebellen, deren ostentative Andersartigkeit allein schon jede munkelnde Machenschaft unwahrscheinlich scheinen lässt? Natürlich gäbe es wichtigere Dinge, über die man in diesem Land diskutieren müsste. Die meisten davon sind schwer. Der Clankram ist vermeintlich leichter auf die Bühne die bringen - das macht das Thema aber nicht komplett irrelevant und lächerlich.
Ein Kommentar, der vielleicdht ein wenig zu lang geraten ist.
Oder: Was genau nochmal wollten Sie mir jetzt eigentlich sagen?
Aber so ist es halt.

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