Forum: Panorama
Skandal in der NBA: Amerikas ganz alltäglicher Rassismus
AP

In den USA haben Obamas Wahlsiege keineswegs den Weg für eine postrassistische Gesellschaft freigemacht. Jüngstes Beispiel: Donald Sterling, Besitzer des US-Basketballteams Los Angeles Clippers, hetzte gegen Schwarze. Die Spieler seines Clubs reagierten eindrucksvoll.

Seite 8 von 19
funke04 28.04.2014, 11:00
70.

Zitat von plasmopompas
...Im welchen Rahmen das Gespräch stattfand ist auch nirgends zu lesen. ... Also, das nächste Mal Augen auf bevor Sie was posten!
Selber erst Mal Rechtschreibung üben, bevor sie etwas posten oder maßregeln!

Ansonsten geht es hier noch immer um ein rein privates Gespräch, welches grundsätzlich nicht der gesamten Weltöffentlichkeit...
... usw. ...

Wenn Sie dieser einfache Anspruch an Menschenwürde aber schon so überfordert,
dann hoffe ich doch sehr, dass Sie ein Einzelfall sind!

(mag ich mir für unsere Gesellschaft gar nicht weiter vorstellen, wie die Zukunft sonst bald aussehen wird)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxbigj 28.04.2014, 11:01
71. optional

Nicht nur in der USA, auch bei uns werden hinter verschlossenen Türen rassistische Reden gehalten! Wichtig ist das wir anderen niemals wegschauen und uns für die "schwachen" einsetzen. Sonst macht sich jeder selbst mit schuldig! Keine Gesellschaft des wegsehns sollten wir werden! Eines geht ja wohl immer die Polizei anrufen, wenn man sich selber nicht in der Gefahr bringen möchte! Handeln statt geistlos umherwandeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
plasmopompas 28.04.2014, 11:01
72.

Zitat von l.augenstein
Das dieser Sterling ein A.....h ist, scheint klar zu sein. Was ich aber fast genau so jämmerlich finde ist, dass ihm seine Angestellten nicht einfach kündigen! Stattdessen wird mit einer kleinen Demo gezeigt, dass man damit zwar nicht einverstanden ist, aber trotzdem weiterhin das Geld des Beleidigers einstecken will. Tja, Geld regiert nicht nur die Welt sondern auch die Moral.
Wieso? Indem die Spieler Sterling das Geld abknöpfen schaden sie ihm doch viel mehr als wenn Sie kündigen würden. Vielleicht ist bei den nächsten Gehaltsverhandlungen ein kleiner "Rassismusbonus" drin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zocceroo 28.04.2014, 11:05
73. Rassismus -

Leute, haltet die Bälle flach, die Sache bei uns läuft doch mit Türken, afrikanischen Zuwanderern, etc. genauso! Wie war es denn vor einigen Jahren mit Italienern bei uns? Da wurden und werden doch auch alle möglichen Namen verwendet. Nehmt es von der humorvollen Seite, durch das Gemosere der wichtigtuerischen Journallie wird dieses Thema doch künstlich
aufgeblasen! Zocceroo

Beitrag melden Antworten / Zitieren
medley63 28.04.2014, 11:05
74. @Ambrosius

Zitat von Ambrosicus
@medley63: Bullshit. In den USA werkelt man nicht seit 400 Jahren an einer multikulturellen Gesellschaft. Bis in die 60er Jahre hatte Rassismus dort Gesetzesrang. Bis 100 Jahre zuvor war Sklaverei ein Massenphänomen. "Nicht einmal dort" ist also großer Unfug.
Falsch. Kein "Bullshit". Ich rede ja nicht von einer "gegenüber Schwarzen nicht rassistischen" Gesellschaft, sondern von einer "multikulturellen" Gesellschaft und diesbezüglich ist man in den USA definitiv seit der ersten europäischen Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents Anfang des 17ten Jahrhunders, daran am werkeln, dass die unterschiedlichen Ethnien, Religionen und Kulturen irgendwie so zusammenleben können, so dass sie sich ob der Hetrogenität der Gesellschaft nicht am Ende des Tages gegenseitig an die Gurgel gehen. Ohne dieses mehr oder minder bewusste Bemühen eine "multikulturelle Gesellschaft" aufzubauen, hätten sich die Briten, die Franzosen, Deutschen, Iren, Schweden, Italiener, Russen, Inder, Pakistani, Japaner, Koreaner, Chinesen, Mexikaner, die indigenen Ureinwohner, die zwangseingewanderten Schwarzen, usw. nie und nimmer auf ein gedeihliches Gemeinwesen einigen können und die Amerikaner würden stattdessen, aufgeteilt, wie zB. in Ex-Juguslavien, auf diesen riesigen Kontinent in ihren jeweiligen religiösen, ethnischen oder kulturellen Kleinstaaten vor sich hinwerkeln.(Ok, stattdessen leben sie aufgeteilt in ihren jeweiligen religiösen, ethnischen oder kulturellen Stadtvierteln. Aber ich habe ja auch nie behauptet, dass diese multikulturelle Gesellschaft in den USA perfekt funktionieren würde. Im Gegenteil. Grade das Nichtfunktionieren! habe ich ja in meinem ersten, von ihnen mit "Bullshit" kritisierten Posting speziell angesprochen, bzw. thematisiert.)

Der Verfassungspatriotismus, die explizite Neutralität des Staates gegenüber der Religion(Religionsfreiheit) und der spezielle us-amerikanische "Fahnenwahn" hat hier doch seine Ursachen. Alles abstrakte, vergeistigte Dinge, um eine Gesellschaft und einen Staat aufzubauen, der eben nicht auf dem "Blut"(ethnische Herkunft), der Religion oder der Herkunftskultur, sondern vielmehr auf etwas darüberstehendes, höheres basiert, was die Grünen für unsere zukünftige multikulturelle Zukunft anstreben, nämlich auch so eine Art von "Verfassungsgesellschaft", wie die USA sie haben, mit einem Patriotismus, der nicht auf dem "Deutschsein" alter Art, sondern auf dem "Grundgesetzsein" eines Einwanderungslandes beruhen soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
udar_md 28.04.2014, 11:05
75. Amerika

hat nicht nur die Stimme von Sterling, von einigen "red necks" und den paar Team Party Konservativen sondern über 300 Mio. Menschen.
Auch bei uns sind die Aufstiegschancen Hakans wesentlich schwieriger als die von Hans.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stiip 28.04.2014, 11:06
76. Das Private ist politisch.

Der Mann ist ein übler Rassist und, als Besitzer einer NBA-Mannschaft und mit einer schwarzen Latino-Freundin, ein erbärmlicher Heuchler. Einerseits.

Andererseits scheinen wir uns ein Jahr nach Snowden widerspruchslos daran gewöhnt zu haben, dass jedes noch so private Gespräch mitgeschnitten und an die Öffentlichkeit gebracht werden darf, um eine Kampagne gegen jemanden zu führen. Ist mir auch schon im Fall Timoschenko aufgestoßen. Auf die Motive kommt es dabei gar nicht an, die können ehrenhaft oder niederträchtig sein.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was für unsere Gesellschaft schlimmer ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mac4ever2 28.04.2014, 11:08
77.

Wie illusorisch dieses Postulat ist, sieht man schon daran, wenn man das gesellschaftliche Ansehen eines Hartz IV - Empfängers mit dem eines Menschen vergleicht, der von den Zinsen seines ererbten Besitzes lebt.

Beides sind im Grunde nämlich leistungslose Einkommen, wenn es also um die eigene Leistung im Leben geht, die nach verbreiteter Lesart den gesellschaftlichen Status bestimmt, warum ist das Ansehen beider Personen nicht gleich?

Wie hartnäckig muss dagegen erst ein Stigma sein, das aus den ersten Blick ersichtlich ist, so wie die Hautfarbe etwa!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 28.04.2014, 11:09
78.

Zitat von schreckgespenst
Nsa, Scheinbar hat niemand in den Medien ein Problem mit dem veröffentlichen von privaten Telefongesprächen, so lange es den "richtigen" schadet. Privater als ein Telefongespräch zwischen zwei Perseonen kann eine Unterhaltung fast nicht sein, trotzdem wird es von niemanden kritisiert.
Was hat das mit der NSA zu tun? Es war ein Klatschportal. NSA veröffentlicht keine Gespräche, sondern nutzt/benutzt sie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 28.04.2014, 11:11
79.

Zitat von Oberleerer
Nicht weniger schlimm finde ich, daß private Gespräche offenbar mühelos abgehört werden und ohne strafrechtliche Untersuchungen veröffentlicht werden können.
Die Anwälte von Sterling können das Klatschportal TMZ verklagen, wenn sie wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 19