Forum: Panorama
Skandal um Stadion-Trauerfeier für Neonazi: Offene Flanke
DPA

Erst verteidigte der Chemnitzer FC das Gedenken für einen verstorbenen Neonazi in seinem Stadion, nun bemüht sich der Verein um Schadensbegrenzung. Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem.

Seite 3 von 10
Jacek G 11.03.2019, 20:10
20.

"Wir wären so gerne gegen Nazis, wir wissen nur nicht wie."

Das trifft es für mich am meisten. So traurig das auch ist. Das rechte Gedankengut hat sich so sehr verbreitet, dass man das nur noch schwer bekämpfen kann.

Daher gilt wie Peter Fischer sagte:"Wehret den Anfängen!" Der Punkt an dem man nur noch schwerlich dagegen ankommt, kommt schneller als man denkt!

Beitrag melden
PeterAlef 11.03.2019, 20:12
21. ..was um Gottes Willen ist los...

....in Chemnitz...immer wieder Chemnitz....

Beitrag melden
cave68 11.03.2019, 20:13
22.

Zitat von whitewisent
"Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem" Der Satz enthält mehr Wahrheiten als die folgende Analyse von Peter Maxwell, die für mich zu sehr in einen Kommentar abschweift. ... Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht, welche trauern möchten. Für die politische Auseinandersetzung war zu seinen Lebzeiten Gelegenheit genug.
sorry aber sie wollen mir jetzt nicht erklären,dass der Verstorbene seine Sicherheitsdienste komplett unentgeltlich bzw. ehrenamtlich zur Verfügung gestellt hat,oder....
Also wer müsste dann wem dankbar sein....

Beitrag melden
bapu65 11.03.2019, 20:15
23. Oooch

Zitat von whitewisent
"Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem" Der Satz enthält mehr Wahrheiten als die folgende Analyse von Peter Maxwell, die für mich zu sehr in einen Kommentar abschweift. ... Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht, welche trauern möchten. Für die politische Auseinandersetzung war zu seinen Lebzeiten Gelegenheit genug.
Wirklich .... also wenn Nazis den Besen in die Hand nehmen und den Eingang fegen dann dauerten die anschliessen in Ihrer Freizeit Auslaender verkloppen oder den Holocaust leugnen! Geht s noch ?

Beitrag melden
Realist111 11.03.2019, 20:21
24. ???

Zitat von whitewisent
"Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem" Der Satz enthält mehr Wahrheiten als die folgende Analyse von Peter Maxwell, die für mich zu sehr in einen Kommentar abschweift. .... Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht, welche trauern möchten. Für die politische Auseinandersetzung war zu seinen Lebzeiten Gelegenheit genug.
"Der Satz enthält mehr Wahrheiten als die folgende Analyse von Peter Maxwell, die für mich zu sehr in einen Kommentar abschweift."

Es IST ein Kommentar!

"Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht, welche trauern möchten."

An anderer Stelle blieb schon einmal meine Frage unbeantwortet:
Wie sieht es nach Ihrer Meinung mit Mördern, wie sieht es mit Kinderschändern ... aus?
Hätten die gegebenenfalls auch den Respekt verdient, dass man offiziell und öffentlich anlässlich eines Fußballspiels um sie trauert ... in Chemnitz?
Oder sollte man deren Familien eine stille Trauer zugestehen - und damit ist es dann auch gut?

Beitrag melden
widower+2 11.03.2019, 20:34
25. Erschütternd!

Wenn man wie ich relativ viel im SPON-Forum unterwegs ist, kennt man viele Mitforisten und glaubt, diese halbwegs einschätzen zu können. Man ist oft nicht mit ihnen einer Meinung, manchmal doch und hat in der Regel doch bisher den Eindruck gehabt, dass sie zwar politische Gegner sind, aber doch für einen Demokraten noch tolerable Ansichten hätten.

In den inzwischen schon mehreren Threads zum Vorfall beim CFC werfen sich aber plötzlich diverse altbekannte Foristen mit Vehemenz für einen verstorbenen Nazi in die Bresche. Da wird relativiert bis zur völligen intellektuellen Kapitulation der Verfasser und Whataboutism auf Kindergartenniveau betrieben.

Ich weiß nicht, wo die von mir gemeinten Foristen wohnen, habe aber den Verdacht, dass sie aus den Gegenden stammen, in denen die braune Sauce schon so weit toleriert wurde und wird, dass ein gewisser Gehirnwäscheeffekt eingesetzt hat. Anders kann ich mir einige Posts von Leuten, deren Ansichten ih zwar oft nicht geteilt habe, die ich aber für durchaus intelligent und auf dem Boden des Grundgesetzes stehend hielt, nicht mehr erklären.

Sachsen scheint schon ein "umgekipptes Biotop" zu sein. Wenn wir nicht aufpassen, kippt bald ganz Deutschland.

Beitrag melden
MiguelD.Muriana 11.03.2019, 20:38
26. Rechte Relativierung:

Aber er war doch immer so engagiert. Im Sicherheitsdienst, wo sonst. Er war so menschlich. Natürlich auch als Rassist. Er war so engagiert. Och, das bisschen Hool in ihm. Wir sind die letzten, die Ausschreitungen wollen. Aber wer weiß schon, was passieren könnte, wenn man TommN nicht betrauern darf. Mit den vielen Bengalos wollten wir nur zeigen wie wichtig TommNs Aufgabe beim Verein war. Und das Hool-Shirt nur eine Erinnerung an ihn. Wie süß und unschuldig die rechte Welt doch sein kann...

Beitrag melden
pam 11.03.2019, 20:42
27.

Zitat von whitewisent
"Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem" Der Satz enthält mehr Wahrheiten als die folgende Analyse von Peter Maxwell, die für mich zu sehr in einen Kommentar abschweift. Es wird immer so gern das Engagement von Ehrenamtlichen gerühmt, hier ist ein Vertreter dieser anonymen Schar gestorben, und viele die ihn begleitet haben, wollten sich verabschieden. Man kann Sachen immer auf unterschiedliche Weise darstellen, gerade wenn die Medien ganz kritisch hinschauen. Aber Nichts kommt von Nichts, und bevor nun der CFC diese Woche an den Pranger gestellt wird, und damit erneut Chemnitz, nochmal tief Luft holen und überlegen, was geschehen ist, und was nicht. Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht, welche trauern möchten. Für die politische Auseinandersetzung war zu seinen Lebzeiten Gelegenheit genug.
Was ist das für ein Verein, der einen öffentlich als Nazi Auftretenden im "Amateur- und Jugendbereich genauso wie im Bereich Sicherheit" arbeiten lässt. Neonazis haben keinen Respekt, ausser vor ihresgleichen. Warum sollten sie dann Respekt von Nichtnazis erwarten können.

Beitrag melden
howun 11.03.2019, 20:55
28.

Es ist in Ordnung, wenn Angehörige und Freunde um den Mann trauern. Aber wenn er eine Hooligantruppe, die sich als Nazis und Rassisten bezeichnen, gegründet hat, geht es gar nicht, dass er eine öffentliche Gedenkfeier bekommt. An Stelle der Gastmannschaft hätte ich das Stadion verlassen. Die Drohung der Hooligans mit Ausschreitungen, falls die Gedenkfeier nicht stattfinden darf, bestätigt nur deren Verachtungswürdigkeit.

Beitrag melden
cave68 11.03.2019, 21:01
29.

Zitat von widower+2
Wenn man wie ich relativ viel im SPON-Forum unterwegs ist, kennt man viele Mitforisten und glaubt, diese halbwegs einschätzen zu können. Man ist oft nicht mit ihnen einer Meinung, manchmal doch und hat in der Regel doch bisher den Eindruck gehabt, dass sie zwar politische Gegner sind, aber doch für einen Demokraten noch tolerable Ansichten hätten. ... Sachsen scheint schon ein "umgekipptes Biotop" zu sein. Wenn wir nicht aufpassen, kippt bald ganz Deutschland.
der von ihnen hauptsächlich gemeinte Forist stammt tatsächlich aus Sachsen(hat er in einem seiner ersten von zigtausend Posts geschrieben).
Auch für mich erschreckend,dass nach man dann nach solch einer Zeit solche Böcke hier ablässt da ich ihm in anderen Themen sogar recht oft zustimmen musste.

Beitrag melden
Seite 3 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!