Forum: Panorama
Skandal um Stadion-Trauerfeier für Neonazi: Offene Flanke
DPA

Erst verteidigte der Chemnitzer FC das Gedenken für einen verstorbenen Neonazi in seinem Stadion, nun bemüht sich der Verein um Schadensbegrenzung. Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem.

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claus7447 11.03.2019, 21:02
30. Und wenn man es beim

Zitat von widower+2
Sachsen scheint schon ein "umgekipptes Biotop" zu sein. Wenn wir nicht aufpassen, kippt bald ganz Deutschland.
..Namen nennt wird geheult. Mein Nachbar kommt aus L. Er ist weggezogen, weil er die Einstellung seiner Nachbarn nicht mehr nachvollziehen könnte und wollte.

Aber .... so ist es, nur ich werde dagegen ankämpfen!

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h.hass 11.03.2019, 21:07
31.

Unglaublich, wie bei diesem Verein alle Kontrollmechanismen versagt haben. Das war doch völlig klar, dass so eine Aktion auf Empörung und Unverständnis stoßen wird. Jetzt werden panisch Leute entlassen und Bauernopfer gebracht. Das wahre Problem aber ist doch, dass dieser ostdeutsche Verein - und bestimmt nicht nur dieser - braun durchsetzt ist.

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jrcom 11.03.2019, 21:20
32. Nicht zu fassen,

Dieser Kommentar von White Wisent: "Auch Hooligans und Neonazis haben im Augenblick des Todes den Respekt verdient, das man die Trauer um sie den Menschen zugesteht"
Wie kommt es, dass ein bekennender Neonazi sich über Jahrzehnte im Verein engagieren d a r f? Sie scheinen da drüben schon lange jedes Gefühl dafür verloren zu haben, was möglich ist. Ich bin sicher, dass der Typ für sich genommen nicht halb so schlimm war, wie die Gesinnung, der er sich verschrieben hat. Aber war das nicht sogar bei KZ-Wärtern so? Das Problem mit Neonazis ist, dass sie über den Tod von ertrinkenden Kindern im Mittelmeer Witze machen. Und so einer hat eine öffentliche Trauerbekundung im Stadion verdient? In Chemnitz sind so viele Menschen schon abgedriftet, kaum zu glauben. Ich würde den Verein komplett sperren. Sie müssen mal wieder in der Realität ankommen. Da drüben wird nur noch die harte Hand verstanden.

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lomax3030 11.03.2019, 21:49
33.

Wie wäre es mit vorher selbst mal prüfen? Einfach mal bei "Your Text" "Tommy" eingeben.

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Simmonelli 11.03.2019, 21:57
34. Einfacher gesagt als getan ...

Natürlich muss man schon die Anfänge bekämpfen. Aber das ist aus dem sicheren Wohnzimmer einfacher gesagt, als wenn die Rechten vor dem eigenen Haus stehen, die eigenen Kinder in der Schule bedroht werden und man für ein Tote Hosen T-Shirt verprügelt wird. Es braucht Zivilgesellschaft. Wenn man aber gefühlt schon in der Minderheit ist, braucht es mehr als ein bisschen Zivilcourage. Da wirken die Ratschläge im Kommentar schon arg wohlfeil.

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matijas 11.03.2019, 22:10
35. um was trauern Nazis

Zitat von jrcom
Das Problem mit Neonazis ist, dass sie über den Tod von ertrinkenden Kindern im Mittelmeer Witze machen. Und so einer hat eine öffentliche Trauerbekundung im Stadion verdient?
Sie haben dieses ganze Relativieren endlich mal auf den entscheidenden Punkt gebracht, Danke!

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markus.pfeiffer@gmx.com 11.03.2019, 22:20
36. Herr Maxwill liegt in einem entscheidenden Punkt falsch

Sie schreiben:
"Das Problem ist offenbar, dass viele Chemnitzer keine Meinung zu solchen Vorgängen haben oder lieber ihre Ruhe haben wollen. Sie haben sich daran gewöhnt, dass Rechtsextreme in der Region einen ähnlich großen Einfluss haben wie in ihrem Fußballverein ... - obwohl es für rechtsradikale Ideen gar keine tatsächlichen Mehrheiten gibt.
Man kann aber eben nicht nur ein bisschen gegen Neonazismus sein, etwa aus Rücksicht vor Rassisten in der eigenen Anhängerschaft, Wählerschaft oder Verwandtschaft. Wer es mit der liberalen Demokratie ernst meint, sollte verinnerlichen: Es geht nur ganz - oder gar nicht."

Als Mensch aus dem Südwesten Deutschlands, der einige Zeit in Sachsen und Thüringen gelebt hat (und sich dort "fremder" fühlte als beispielsweise in Frankreich oder Spanien), muss ich konstatieren, dass viele Menschen in Sachsen und Thüringen die Menschen, die Herr Maxwill als Rechtsradikale und Neonazis bezeichnet, als ganz normale Menschen "wie du und ich"die zwar rechts aber doch nicht rechtsradikal" sind. Kurz: Das, was wir "Wessis" an Haltung und Verhalten als rechtsradikal bezeichnen, bewegt sich dort noch in der Mitte der Gesellschaft und ist bestenfalls "ein bisschen rechts"; und wird insofern logischerweise von einer breiten Mehrheit gar nicht als "Problem" wahrgenommen. Bestes Beispiel: Peggy Schellenberger von der SPD (Ex-Fanbeaurtragte beim CFC), die den Verstorbenen nicht so eingeordnet hatte.

Wenn die Empörungswelle (aus dem Westen) dann mal wieder hochschwappt, duckt man sich weg und gelobt Besserung, denkt sich aber in Wirklichkeit, dass da ja mal wieder maßlos übertrieben wird. Und wenn die Welle verebbt ist, geht alles so weiter wie zuvor. Nur dass danach noch ein paar mehr Menschen die Rechten toll finden, schon aus Trotz, weil sie einfach keine Lust haben, sich "immer aus dem Westen vorschreiben zu lassen", wie sie zu denken haben.

Natürlich ist es auch falsch, solche Umtriebe wie im CFC-Stadion einfach unkommentiert hinzunehmen; aber die (erneute) Empörungswelle ist genauso falsch. Vielleicht müssen sich Menschen aus Hamburg, Berlin, Köln oder Stuttgart erst einmal klar machen, dass sie die Deutungshoheit über das, was geht und was nicht geht, was noch richtig oder schon falsch ist, nicht gepachtet haben, sondern dass sie mit den Menschen aus Chemnitz, Zwickau, Gera oder Jena darum - auf Augenhöhe - ringen müssen!
Solche gesamtgesellschaftlichen Debatten sind dringend notwendig, und beide Seiten müssen bei der Suche nach gemeinsamen Nennern schmerzhafte Kompromisse (auch in Fragen ihrer eigenen Haltung) eingehen, wenn unser Land irgendwie zusammmengehalten werden soll. Die gesellschaftliche Fliehkräfte (nicht nur bei dem Thema) sind enorm und die Meinungen zu vielen wichtigen Fragen unserer Zeit divergieren zwischen Köln und Zwickau, zwischen Hamburg und Chemnitz stärker als beispielsweise zwischen Köln und Bilbao oder zwischen Hamburg und Montpellier.

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TomWerner 11.03.2019, 22:40
37. aber hallo ...

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Sie schreiben: Solche gesamtgesellschaftlichen Debatten sind dringend notwendig, und beide Seiten müssen bei der Suche nach gemeinsamen Nennern schmerzhafte Kompromisse (auch in Fragen ihrer eigenen Haltung) eingehen, wenn unser Land irgendwie zusammmengehalten werden soll. Die gesellschaftliche Fliehkräfte (nicht nur bei dem Thema) sind enorm und die Meinungen zu vielen wichtigen Fragen unserer Zeit divergieren zwischen Köln und Zwickau, zwischen Hamburg und Chemnitz stärker als beispielsweise zwischen Köln und Bilbao oder zwischen Hamburg und Montpellier.
Ich sage: Es gibt keine zwei Seiten..... was soll der Unsinn ?

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kopi4 11.03.2019, 22:42
38. @ whitewisent

Wenn man Ihren Kommentar so liest: da wurde einem wunderbaren Menschen gedacht, einem Ehrenamtler wie man sich ihn nur wünschen kann. Oder vielleicht dann doch dem engagierten Nazi der, gesundheitlich schwer gebeutelt, tapfer mitlief als man im Spätsommer Ausländer "klatschen" wollte in Chemnitz? Der,auch aus nicht mehr ganz so vollen Lungen, "absaufen!" grölte wenn das Wort Flüchtlinge auf diversen Pegidademos haßerfüllt ins Mikro gegoebbelst wurde?

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Fritz Rei 11.03.2019, 22:42
39. Ach Gottchen

Was für eine Empörung. Da wurde ein Neonazi von den Fans und dem Verein geehrt. Das geht natürlich überhaupt nicht. Ich bitte einmal um Hilfe. Bei welchem Fußballverein ist die Fankurve linksextremistisch? Ich persönlich kenne keinen. Jetzt gibt es aber wenigstens wieder einmal eine Bühne für alle Menschen mit dem Herz auf dem richtigen Platz. Ich warte noch drauf, dass die Waldorfschüler ihren Fußballverein tanzend zum Sieg treiben.

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