Forum: Panorama
Skandal um Stadion-Trauerfeier für Neonazi: Offene Flanke
DPA

Erst verteidigte der Chemnitzer FC das Gedenken für einen verstorbenen Neonazi in seinem Stadion, nun bemüht sich der Verein um Schadensbegrenzung. Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem.

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noalk 11.03.2019, 23:56
51. Daraufhin gedenken unzählige Fans ...

Unzählig. Ich denke, dieses Wort ist ziemlich hochgegriffen. " ... einige Tausend Fans ..." hätte es auch getan. Ungerechtfertigtes Aufbauschen kann einer Sache auch schaden.

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drui 12.03.2019, 00:09
52. Was ist eigentlich mit den Nazi-Freunden beim Spiegel?

Es ist schon etwas auffallend, wie sehr sich Spiegel-Online um einen viertklassigen Fußballverein unter Konkursverwaltung bemüht, während er als wahrscheinlich einziges deutsches Leitmedium nicht über Herrn Matusseks Geburtstag berichtet, bei dem neben bekannten Rechtspopulisten und einem vorbestraften Rechtsextremen Gewalttäter auch drei Spiegelredakteure einträchtig miteinander feierten, u.a. der unsägliche Jan Fleischhauer. Darf er nun weiter auf SPO gegen alles Andersartige und Nichtdeutsche hetzen?

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cloeon 12.03.2019, 00:11
53. Ich verstehe gar nicht,...

...wieso drei Mitarbeiter nun entlassen wurden, obwohl der Verein doch von den bösen Nazis erpresst worden war? War es dann nicht eigentlich eine heroische Großtat der Fanbeauftragten und des Stadionsprechers, gegen ihre tiefsten Überzeugungen das üble Spiel mitzuspielen, nur um Schlimmeres zu verhindern?

Aber Spaß beiseite: Das erwartbare (und reflexhafte) Wegducken und Abwiegeln ist mehr als peinlich. Jeder hat mitgemacht aber keiner will's gewesen sein. Und Göring war doch auch ein Kinderfreund – so einer kann doch kein wirklich schlechter Kerl sein?

Solange es dem DFB durchgelassen wird, sich von Rassismus, Extremismus und Gewalt in den Fußballstadien einfach zu "distanzieren" anstatt Vereine und Randalierer zu sanktionieren und anzuerkennen, dass Fußballstadien kein rechtsfreier Raum sind, wird sich nichts ändern. Und das betrifft nicht nur Chemnitz sondern ebenso Köln, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg und wie sie noch alle heissen. Das Problem besteht darin, dass der Fußball den ganzen Spackos bereitwillig eine Bühne bietet.

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wanniii 12.03.2019, 01:02
54. Bildungsstand

Zitat von Emderfriese
Aha. Und was soll "Tommn" bedeuten?
Es bedeutet, daß vom Bildungsstand derjenigen, die das Plakat gedruckt haben und diejenigen, die es öffentlch zeigten, so tief ist, daß man in der Frakturschrift nicht einmal ein 'y' von einem 'n' unterscheiden kann! Wie soll man dann erwarten, daß dieser Teil der Bevölkerung Geschichtsbücher lesen und verstehen bzw. mit Zahlen umgehen kann? Der Rest der Gesellschaft darf von denen, die die Frakturschrift benutzen aber nicht selbst lesen können, nicht zu viel verlangen...

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Karl Stülpner 12.03.2019, 02:02
55.

Zitat von *Querdenker*
Mit diesem Gewährenlassen katapultieren sich nicht nur 2 Vereine ins Abseits, nicht nur 2 Städte, sondern ganz Sachsen. So wird dieses Gewährenlassen von außen wahrgenommen, auch wenn die schweigende und gewährenlassende Mehrheit nicht rechtsextrem ist. Wenn Sachsen genannt wird, klngt inzwischen immer Neonazi mit. Das ist die traurige Wahrheit.
Hallo Querdenker, vielleicht sollten Sie mal mehr über Ihren Satz nachdenken "Wenn Sachsen genannt wird, klngt inzwischen immer Neonazi mit". Könnte das nicht an der bewusst gesteuerten Propaganda der Systemmedien liegen? Und ja, Sie haben Recht - die überwiegende Mehrheit ist nicht rechtsextrem. Ich möchte aber nicht weiterdenken, wohin es führt, wenn die Bevölkerung eines Bundeslandes weiterhin derartig stigmatisiert wird.

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*Querdenker* 12.03.2019, 03:23
56. Kein Vergleich, aber zum Nachdenken

Rudolf Höß, der Leiter des KZ-Auschwitz, soll privat ein sehr umgänglicher Menschen gewesen sein, also vielleicht so, wie die SPD-Stadträtin diesen verstorbenen Neonazi erlebt haben will. Rudolf Höß hat bis zum Schluss angeblich nicht verstanden, warum er zur Rechenschaft gezogen werden sollte. Ich habe einige Gedenkstätten besucht, und es grenzte an Perversion, wie innerhalb der Zäune Menchen zu Tode kamen und außerhalb Einfamilienhäuschen mit Gärten und Kleintierzoo standen mit sauber und ordentlich angelegten Wegen, wie dort SS-Familien angesichts des Leides der Inhaftierten außerhalb des Zaunes ihrem Familienleben nachgingen. Innen SS-Mann, außen Familenvater ... das hat nichts miteinander zu tu. Wie pervers ist das denn?

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fkfkalle3 12.03.2019, 05:29
57. Grundlagenwissen

Woher kommt diese Gesinnung , einmal frech formuliert. In der Nachwendezeit war ein Eisenbahner der CDU der letztendlich viel zu viel ausgesessen hat. Dabei blieb ein Teil der Jugend letztendlich auf der Strecke . Das allerdings hat Nazi Organisationen aus dem Westen ,Republikaner, Frey und Konsorten sich dieser orientierungslosen Jugend anzunehmen, mit nunmehr bekannten Ergebnissen. Wenn man nunmehr weiterhin mit dem Gehabe der absoluten Unfehlbarkeit argumentiert, wird sich diese Szene verfestigen, zumals die Staatsgewalt offensichtlich versagt. Ich habe selbst in dieser Region hier und da in einem Bratkartoffelverhältnis gelebt, also direkt in diversersen Familien. Wertekonservativ ja, der Begeiff Nazi trifft für die überwiegende Mehrheit dieser Bürger, auch heute nicht ,zu.Deshalb , so scheint es mir, wäre es eher sinnvoll gerade den demokratischen Teil der Bürger zu stärken. Das ist sehr mühevoll, viel Kleinarbeit, es nimmt kein Ende. Wir haben einen demokratischen Staat , der über die Mittel verfügt, relevante, menschenverachtende Tendenzen zu verfolgen, " Die Würde des Menschen ist unantastbar" , das gilt es zu verteidugen. Sollte man das nicht auch den Sachsen zugestehen ?

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die-metapha 12.03.2019, 06:06
58.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
...., was noch richtig oder schon falsch ist, nicht gepachtet haben, sondern dass sie mit den Menschen aus Chemnitz, Zwickau, Gera oder Jena darum - auf Augenhöhe - ringen müssen!
Es dürfte schwierig bis unmöglich sein - als einigermassen vernunftbegabtem Menschen - Nazis auf "Augenhöhe" begegnen zu wollen ohne dabei die eigene Überzeugung, demokratische Grundsätze und humanistische Prägung gänzlich über Bord zu werfen.
Für mich jedenfalls völlig undenkbar.

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Karbonator 12.03.2019, 06:56
59.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Natürlich ist es auch falsch, solche Umtriebe wie im CFC-Stadion einfach unkommentiert hinzunehmen; aber die (erneute) Empörungswelle ist genauso falsch. Vielleicht müssen sich Menschen aus Hamburg, Berlin, Köln oder Stuttgart erst einmal klar machen, dass sie die Deutungshoheit über das, was geht und was nicht geht, was noch richtig oder schon falsch ist, nicht gepachtet haben, sondern dass sie mit den Menschen aus Chemnitz, Zwickau, Gera oder Jena darum - auf Augenhöhe - ringen müssen!
Was gibt es an einer Gruppe, die sich "Hooligans Nazis Rassisten" nennt, zu deuten und zu diskutieren? Das kann man sofort richtig einordnen, egal ob man aus dem Osten oder Westen kommt.
Was gibt es an einem Fußballer, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Support your local Hools" hochhält, zu deuten und zu diskutieren? Das kann man sofort richtig einordnen, egal ob man aus dem Osten oder Westen kommt.

Wenn die lieben Neonazis einfach dazu stehen würden, was sie sind, wäre die Diskussion dann auch viel einfacher. Aber diesen Mut haben sie halt nicht. Noch nicht.

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