Forum: Panorama
Skandal um tote Babys: Mainzer Infusion offenbar bei Transport verseucht

Ermittler kommen der Ursache des Mainzer Babytod-Skandals auf die Spur. An einer defekten Flasche wurden die Darmbakterien nachgewiesen, die offenbar zu dem Tod der drei Frühchen geführt haben - die Infusion soll schon beim Transport in die Klinik beschädigt und verseucht worden sein.

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Incubus6 27.08.2010, 14:09
10. Zeit für Reue

Ich glaube für einige Foristen sollte jetzt die Zeit der Reue kommen. Was hab ich hier vor Tagen gelesen... das schlechte deutsche Gesundheitswesen, weil überall gespart wird und Geld wichtiger als ein Menschenleben ist, und und und bis zu skurilen Verschwörungsphantasien der Pharmalobby.
Einige sollte schon ein wenig Reue zeigen und nicht schon wieder loslegen

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Inuk 27.08.2010, 14:09
11. Verschmutzte Infusionen

Zitat von sysop
Ermittler kommen der Ursache des Mainzer Babytod-Skandals auf die Spur. An einer defekten Flasche wurden die Darmbakterien nachgewiesen, die offenbar zu dem Tod der drei Frühchen geführt haben - die Infusion soll schon beim Transport in die Klinik beschädigt und verseucht worden sein.
Man braucht eine schnelle, möglichst die Uniklinik Mainz entlastende Erklärung, um den Skandal rasch abschließen zu können.
Da ist doch der evtl. Kurierfahrer, welcher sich nach dem Toilettengang nicht die Hände gewaschen hat, der ideale Sündenbock.
Ganz schlimm wird es für unser Gesundheitswesen, wenn recherchiert würde, weshalb die Krankenhäuser 40.000 Tode jährlich produzieren, weil Hygienevorschriften missachtet werden.
Dagegen wirken die jährlichen 4.000 Verkehrstoten wie eine geringfügige Mengendifferenz.

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Felix HAW 27.08.2010, 14:17
12. zuviel Spekulation

hier wird im Moment unheimlich viel spekuliert. Und das nur, weil man irgendjemandem die Schuld geben will.
Ich finde das gefährlich und man sollte in diesem doch höchst merkwürdigem und offenbar seltenen Fall etwas mehr Geduld an den Tag legen. Man sollte nicht mit Fingern auf den oder den zeigen, vielleicht konnte am Ende wirklich niemand etwas dafür.

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Rhywden 27.08.2010, 14:29
13. Genau.

Zitat von Als_Tom
Naja es ist schon möglich. Nicht alle Bakterien und Pilze können in solchen Nährmedien wachsen. Vielmehr brauchen viele bestimte Aminosäuren, Vitamine, pH-Wert, Temperatur, Spurenelemente,..., so dass viele wahrscheinlich gar nicht in der Nährlösung wachsen können/konnten. Weiterhin brauchen viele Bakterien eine bestimmte Menge an Artgenossen um sich damit sie überhaupt anfangen sich zu teilen (Quorum sensing).
In der Tat. Es geht sogar noch weiter - manche Bakteriensorten _können_ auch gar nicht unter solchen Bedingungen wachsen, selbst wenn sonst der Rest der Nährbedingungen vorhanden wäre.

Mit ein Grund, warum Salzen oder Sauer (i.e. Säure) einlegen auch Sachen haltbar macht. Ein Zuviel kann hier genauso schädlich sein wie ein Zuwenig.

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nilmalak 27.08.2010, 14:30
14. Qualitätskontrolle

Der Spiegel berichtete (Todesfälle in Mainzer Klinik
Experten rätseln über verseuchte Infusion, 23.08.2010):
"Während auf der Intensivstation die Säuglinge, die meisten von ihnen Frühchen, mit der Lösung versorgt wurden, befand sich eine Probe im Brutschrank. Bei deren Untersuchung am Samstagnachmittag entdeckten Chemiker eine Verseuchung mit Enterobacter-Darmbakterien.

Das war für einige der behandelten Säuglinge zu spät."
Wurde die Nährlösung nicht VOR Verabreichung untersucht? Im Handel nennt man das "Qualitätskontrolle erfolgt durch den Kunden". Bei Medikamenten ist das mehr als zynisch, da es um Leben und Gesundheit geht.

Meine Forderung: Verabreichung NUR von VORHER getesteten und freigegebenen Nährlösungen, Medikamenten etc.

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1zelner 27.08.2010, 14:36
15. Haarsträubend!

Zitat von avollmer
Sie zerbrach als während der Überprüfung des Arbeitsprozesses die Arbeitsschritte durch Gutachter simuliert wurde und eine Person mit dem Fuß gegen die inzwischen leere Flasche stieß. Die Flasche soll Aminosäuren enthalten haben, dadurch erklärt sich auch warum keine Sterilisation durchgeführt wurde, dies würde die Aminosäuren zerstören. Ein Problem dürfte sein, dass Umkartons- und Transportbehälter nicht steril sind, außerdem handelt es sich wahrscheinlich um eine größere Flasche, die auf dem Boden steht, sonst hätte niemand mit dem Fuß dagegen stoßen können. Sind nun Beschädigungen am Boden kann die Kontamination bei jedem Abstellen erfolgen. Derartige Behältnisse sollten in Folie eingeschweißt sein und mit leichtem Überdruck abgefüllt werden, dann ist eine Unversehrtheitskontrolle einfach durchzuführen.
Ich muss doch sehr bitten! Das Abstellen solcher Nährlösungsflaschen auf dem Fußboden ist völlig unstatthaft. Abgesehen von der Verkeimung wäre auch das Auslaufen bei Beschädigung ein Problem.
Eine beschädigte Flasche läßt grundsätzlich Flüssigkeit heraus, da ein Überdruck durch die Schwerkraft besteht.
Haben Sie schon mal eine beschädigte Bierflasche Ihren Gästen angeboten?

Die Erklärungen sind haarsträubend! Wie kann ausgeschlossen werden, wenn die Flasche also zerbrochen war, dass die Keime nicht über den Fußboden erst nach dem Glasbruch hinein kamen?
Sollten mit der Flasche die zufällig leer war etwa Spuren verwischt werden?

Normalerweise sollten doch die fertigen Lösungen sterilisiert werden. Wurde dieser Schritt ausgelassen?

Wenn die Nährstofflasche belastet war, müßten zwangsläufig auch die Schläuche belastet sein. Im Text steht, sie wären keimfrei gewesen. Sie sie kurzfristig ersetzt worden?

Der Fall stinkt!

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kdshp 27.08.2010, 14:39
16. aw

Zitat von sysop
Ermittler kommen der Ursache des Mainzer Babytod-Skandals auf die Spur. An einer defekten Flasche wurden die Darmbakterien nachgewiesen, die offenbar zu dem Tod der drei Frühchen geführt haben - die Infusion soll schon beim Transport in die Klinik beschädigt und verseucht worden sein.
Hallo,

glaub ich nicht und für mich auch komisch das es "mal wieder" dann ein kleiner dummer mitarbeiter sein soll sprich der fahrer oder der verlader!

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jeh1985 27.08.2010, 14:41
17. Keine Ahnung, aber rumpalabern

Zitat von nilmalak
Der Spiegel berichtete (Todesfälle in Mainzer Klinik Das war für einige der behandelten Säuglinge zu spät." Wurde die Nährlösung nicht VOR Verabreichung untersucht? Im Handel nennt man das "Qualitätskontrolle erfolgt durch den Kunden". Bei Medikamenten ist das mehr als zynisch, da es um Leben und Gesundheit geht. Meine Forderung: Verabreichung NUR von VORHER getesteten und freigegebenen Nährlösungen, Medikamenten etc.
Hier spricht jemand, der absolut KEINE Ahnung von individuelle Arzneimittelproduktion, Patientenversorgung und Patientenbehandlung hat. Informieren Sie sich bitte, bevor Sie soetwas schreiben.

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mitbürger 27.08.2010, 14:46
18. Fragen über Fragen

Ich finde die Erklärung mit der Flasche und der starken Verkeimung sehr merkwürdig. Wie lange dauerte der Transport? Können sich in dieser Zeit so viele Bakterien gebildet haben? Die müssen ja auch erst durch den Haarriss wandern. Werden die Flaschen nicht gekühlt transportiert? Sind für Frühchen schon wenige Bakterien tödlich? Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

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Preia 27.08.2010, 14:54
19. Vergammelte Lösung

Zitat von nilmalak
Der Spiegel berichtete (Todesfälle in Mainzer Klinik Experten rätseln über verseuchte Infusion, 23.08.2010): Meine Forderung: Verabreichung NUR von VORHER getesteten und freigegebenen Nährlösungen, Medikamenten etc.
Irgendwo gelesen (Focus Online?), dass das ist nicht möglich wäre, weil sonst die abgemischte Nährlösung vergammeln würde - die hält wohl nur sehr kurze Zeit.

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