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Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?

Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?

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erich42 11.09.2010, 12:24
1. Zwang zur Toleranz?

Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?
Zwang hätte wohl nur dann einen Sinn, bestünde Aussicht auf Erfolg. Und dass dies der Fall wäre, halte ich im Hinblick auf den von Sarrazin hauptsächlich kritisierten Islam für annähernd ausgeschlossen.

"Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, ..."

Besser, viel viel besser als versuchter Zwang wäre m.M.n. die effiktive Begrenzung von Zuwanderern, die einer Religion anhängen, die von den meisten ihrer Gläubigen auch als Ideologie verstanden und den Menschenrechten und westl. Verfassungen widersprechend interpretiert wird.

Gleichzeitig sollte die in vielen EU-Staaten gegebene Automatisierung der Vergabe von Staatsbürgerrechten via Geburtsort und damit die Einräumung des Wahlrechts ersetzt werden durch gezielte Auswahl nach detailierter Prüfung antragsstellender Kandidaten, die dieses Recht beantragen.

Sonst könnte das vielleicht in der Tat schon so nach 2, 3 Generationen noch was werden mit der Islamisierung des Abendlands und die würde dann auch den Abschied der gegenwärtig praktizierten aufklärungsbedingten Toleranz in Europa bewirken, würde sich der Islam nicht wandeln, eine Wandlung, die ich in absehbarer Zeit allerdings nicht erwarte.

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Velbert2 11.09.2010, 15:08
2. Deutsche Sprache

Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?
Der Dreh- und Angelpunkt einer gelungenen Integration ist die gemeinsame Sprache.
Ohne eine gute Beherrschung, in unserem Fall, der deutschen Sprache ist ein gedeihliches Zusammenleben, auf längere Sicht, nicht vorstellbar.
Es würde sich bestenfalls ein mehr oder weniger erfreuliches Nebeneinanderleben einstellen, das von zahlreichen Missverständnissen, durch sprachliches Unverwögen hervorgerufen, bedroht wäre.

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Kailash 11.09.2010, 15:18
3.

Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?
Wie soll das funktioniern?
Bisher wurde jegliche vernünftige Integrationspolitik durch die Grünen verhindert.
In der Zukunft wird es auch nicht anders sein.

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☺☺☺ 11.09.2010, 15:24
4.

Hauptproblem ist nicht der Islam, sondern die radikale Form davon wie z.B. Sunniten. Alevitische Türken z.B. sind ohne Zweifel problemlos integrierbar. Die sind Moslems etwa so wie viele Deutschen Christen: Völlig passiv und im Grunde nicht an Religion interessiert.
Durchgeknallten Kopftuch-Fundis dagegen wird man auf keine Weise integrieren können.

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Noodles 11.09.2010, 15:26
5. Man brauchte Lohnsklaven

aber es kamen Menschen. Das deutsche Kapital das mit ausländischen Billig Jobbern zu Hungerlöhnen jahrzehntelang einen Riesenreibach gemacht hat, denkt natürlich nicht im Traum daran sich an den sozialen Folgekosten bzw. Integrationskosten nzu beteiligen.

...

Die werden den deutschen Lohnsklaven über HATZ IV, Rente mit 67, Ein Euro-Jobs und Ähnlichem aufs Auge gedrückt. Gewinne privatisieren Verluste sozialisieren das alte Lied. Es gibt Leute die nennen das Demokratie.
Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?

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Beutz 11.09.2010, 15:39
6. .

Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?
Der Staat hat genug versaubeutelt. Schon die Unter-Überschrift des neuen Spiegels "Warum Deutschland an der Integration scheiterte" ist irreführend. Alleine die Politik hat versagt und versagt noch. Unangenehme(s) wird weiterhin Mundtod gemacht.

Liebe Grüße.

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lushan 11.09.2010, 17:09
7. Nein

Zitat von sysop
Seit der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch steht der Streit um die Integration von Einwanderern in Deutschland im Mittelpunkt der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Soll der Staat Einwanderer zur Integration zwingen?
Der Zwang zur Integration und die Beherrschung der deutschen Sprache garantieren keine Integration. Die Zuwanderer, überwiegend die Türken und Araber, müssen ihre Einstellung gegenüber Deutschland ändern. Wer diesen Staat ablehnt macht dies auch in deutscher Sprache und kassiert weiter die Transferleistungen. Warum übernimmt Deutschland nicht die Einwanderungspolitik der USA, Kanada und Australien? Da hätten viele Integrationsverweigerer keine Chance und wären ihre Aufenthaltsgenehmigung schnell los.

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Baikal 11.09.2010, 17:35
8. Vor allem aber durch..

Zitat von Kailash
Wie soll das funktioniern? Bisher wurde jegliche vernünftige Integrationspolitik durch die Grünen verhindert. In der Zukunft wird es auch nicht anders sein.
..die geradezu schon masochistische Haltung, das Land könne ohne Einwanderer nicht überleben und brauche sie um jeden Preis, gleich, welcher Art auch immer. Natürlich sind Ausländer willkommen,so, wie Deutsche schließlich auch im Ausland willkommen sind.Rund 84 Prozent aller "ausgewanderten" Experten kommen aber zurück nach Deutschland, bereichert und bereichernd um die gemachten Erfahrungen. Wir aber halten uns hier für die Schule der Welt, ziehen alle Mühseligen und Beladenen an und bereichern allein sie mit den Wohltaten der Moderne, entreichern uns aber selbst durch Anpassung und Aufgabe tradierter Werte.

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cine 11.09.2010, 17:51
9. Zu Unrecht aufgebauschtes Thema

Ist das Sommerloch noch nicht vorbei? Der neue Spiegeltitel "Das Staatsversagen" ist unangebracht. Weshalb hat der Staat versagt? Etwa wegen Sarrazins Thesen? Weshalb soll Deutschland an seiner Integration gescheitert sein? Ich sehe kein gescheitertes Deutschland. Der Titel ist polemisch.

Integration ist nicht immer einfach, aber man muss daraus jetzt auch nicht zwanghaft größere Probleme konstruieren. Es gibt Probleme und die kann man angehen. Probleme gibt es überall. Es gibt auch überall Erfolge. Man muss ja nicht unbedingt zum Trittbrettfahrer von Sarrazin werden, nur weil das jetzt Bild Schlagzeile ist ...

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