Forum: Panorama
Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia
Angelika Stucke

Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

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shatreng 30.04.2012, 18:37
1. Projekt

Zitat von sysop
Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?
Hört sich nach einem interessanten Projekt an. Die dort lebenden Menschen scheinen damit ja zufrieden zu sein.

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wespetzel 30.04.2012, 18:56
2.

Enteignung von Großgrundbesitzern führt immer zu gehobenem Allgemeinwohl und Subventionen von unseren
ungeborenen Kinder geschickt zur Nahrungspreismanipulation eingesetzt natürlich


F R E I G E L D

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refacalpe 30.04.2012, 18:57
3.

ja Franco schenkte den Peones Land der Großgrundbesitzer, jedoch war es karges nur von Piniene und Kiefern bewachsenes felsiges Land, und dann kamen die Nordeuropäer und wollten die Sone kaufen, und da gab es Kliquen die zu Geld gekommen waren und kauften ihren Landsleuten den felsigen Grund für einen Apfel und ein Ei ab und verkauften ihn teuer an die Nordeuropäer. Aber in diesem Dorf in Andalusien da gibt es eines was sehr selten ist Solidarität

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marypastor 30.04.2012, 19:05
4. In kleinen Gemeinden

Zitat von sysop
Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?
ist es immer einfacher. Da laesst sich alles besser ueberwachen und kontrollieren. Ordnung und Disziplin. Da flippt auch keiner aus, weil sie sich alle kennen.

Was aber wohl in Spanien dringend noetig ist, ist eine Landreform. Es gibt immer noch zuviel Land im Besitz von Adligen, die seit zig Jahren die Flaechen nicht mehr bearbeitet haben, weil die Rendite zu klein ist. Aber der Adel geniesst in Spanien unveraendert grossen Respekt und eine gewisse Unantastbarkeit. Da wird eine Landreform nicht einfach sein.

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qranqe 30.04.2012, 19:21
5. Eu

Unglaublich! Die EU subventioniert den Anbau, nicht die Ernte?

Wie krank ist das denn bitte? Da ist es doch kein Wunder, dass die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in dieses eigentlich tolle Projekt verlieren.

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Ylex 30.04.2012, 19:27
6. Mikrokommunistische Idylle

Zitat von refacalpe
Aber in diesem Dorf in Andalusien da gibt es eines was sehr selten ist Solidarität
Da sagen Sie ein wahres Wort. Es ja nicht so, dass man angesichts dieser mikrokommunistischen Idylle mit wehenden Fahnen zum Systemwechsel aufruft, aber so rührend dieser kleine Gegenentwurf auch wirken mag – er sollte nachdenklich stimmen. Es gibt andere Gesellschaftsentwürfe, auch für eine Massengesellschaft, Entwürfe jenseits von tobendem Kapitalismus und menschenfeindlichem Sozialismus. Der Begriff Solidarität spielt dabei eine entscheidende Rolle, der Staat muss sie tätig fördern, er muss neben dem Wettbewerb um Vorteile und Geld einen Wettbewerb um mehr Menschlichkeit und Zusammenhalt einführen. Ein Platz an der Sonne, Lob für soziales Engagement und karitative Routinen reichen dafür nicht aus, zumal sie meist auf privater Ebene enstehen – man kann mehr Solidarität auch institutionell implementieren, jedenfalls zu einem gewissen Maße.

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janne2109 30.04.2012, 19:41
7. ...........

ehe ich wie immer sehr interessiert den Artikel lese und die Beiträge... wie kann das angehen??? Ohne Grund enteignet auch in Niemand einen Grundbesitzer.

"Schließlich enteignete die andalusische Regierung den Aristokraten und übergab das Land an die Gemeinde""

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Spekulant 30.04.2012, 19:57
8. Eigentlich Klasse

Zitat von sysop
Wie machen die das nur? Na ja, mit Diebstahl von Eigentum.

Aber da dies jetzt nun einmal so gelaufen ist, ist das doch der ideale Ort, an dem alle Linken Ihren Traum realisieren können. Einfach ins sonnige Spanien, erstmal auf Urlaub in den Kommunismus ziehen - und am besten, gleich dort bleiben. Man stelle sich vor, die ganze Partei DIE LINKE kann auf einen Schlag und ohne größeren Widerstand alles das realisieren, was sie schon immer wollten. Gut für uns - gut für die,

= WIN-WIN

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neoliberaler_kapitalist2 30.04.2012, 20:31
9.

Zitat von shatreng
Hört sich nach einem interessanten Projekt an. Die dort lebenden Menschen scheinen damit ja zufrieden zu sein.
Wenn Sie weiterlesen, dann lesen Sie z.B. das dieses Dorf keinesweg frei von Arbeitslosigkeit ist, im Gegenteil, Sie ist höher als in Deutschland, UND, was ich will wichtiger finde: Dort steht klipp und klar das diese ganze Spinnerei ohne die EU Subventionen überhaupt nicht möglich wäre. Es steht dort auch das er eben nicht von allen gemocht wird.

Nicht immer nur wahrnehmen was man gerne wahrnehmen möchte.

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